PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragensammlung - Bewerbungsgespräch



Seiten : 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 [24] 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65

dreamchaser
29.05.2012, 19:41
Wozu brauchst du für ein Bewerbungsgespräch Studien und/oder Fachwissen???

Danke, das habe ich mich auch gerade gefragt. Ich habe für kein einziges Vorstellungsgespräch irgendwelche Studien oder dergleichen gelesen. Hatte aber auch eher unkonventionelle Vorstellungsgespräche (Ich sehe gerade, Sie kommen aus XY...wo haben Sie denn da gewohnt...Ich habe da auch mal da und da gewohnt).

Solara
29.05.2012, 19:43
Äh, ja, kenne ich ähnlich wie dreamchaser ;-)

Feuerblick
29.05.2012, 19:44
Dito. Nach Fachwissen, Studien oder ähnlichem Kram hat mich in all den Gesprächen, die ich in den Jahren seit Approbation hatte, NIEMAND gefragt!! Im Gegenteil, man unterhielt sich durchaus auch mal über Privates :-)) (Bewerbungsgespräche übrigens an diversen UNI-Kliniken, bevor das wieder als Totschlagargument kommt...)

dreamchaser
29.05.2012, 19:47
Das einzig "Berufliche", um das es mal ging war "ach, Sie kennen den Herrn Prof. XY ... wie kam das denn (war meine Dissertation)? den kenne ich auch sehr gut ...". Sonst nichts fachliches (wenn man obiges überhaupt als fachliches zählen will).

LasseReinböng
29.05.2012, 20:04
Ich wurde mal danach gefragt, was ich für Djörnals lese. Hab geantwortet daß ich als Studi das NEJM abonniert hatte und zur Zeit nüscht lese.

Aber Autoren, Studien.... man kann sich nicht auf alles vorbereiten. Die Interviewer sind so erfinderisch daß es immer Themenkomplexe gibt, auf die man vorher nie gekommen wäre.

wjsl
31.05.2012, 16:39
Gut zu wissen; bezüglich DA erzählt man wohl am besten ungefähr das Gleiche wie bei der mündlichen Prüfung, aber was die Forschung der Wunschinstitution angeht darf man dann den Ball eher flachhalten? Hoffe, dass das sonstige Fachwissen dann auch wirklich nicht abgeprüft wird, besonders in einem spezielleren Fach das an der Uni etwas zu kurz kommt kann man ja in ein paar Tagen nicht alles aufholen. Notfalls blamiert man sich und muss sein Glück dann woanders versuchen, aber das kann wohl auch bei gründlicher Vorbereitung passieren.

loxi
03.06.2012, 11:59
Ich weiß zwar nicht genau, wie genau ein Bewerbungsgespräch in den Einrichtungen wo Du Dich beworben hast abläufst, aber dass es, so wie offenbar in Deiner Vorstellung, wie eine Wiederholung des 2. Staatsexamens in noch schlimmer wird, halte ich für höchst unwahrscheinlich.

Du beweirbst Dich ja offenbar auf die erste Stelle nach dem Examen, da wird von Dir ja eh noch kein wahnsinniges Wissen erwartet und noch weniger danach gefragt werden, i.d.R. wird eh mehr gefragt warum dieses Fach und warum diese Einrichtung...

Und auf was Du mit der Forschung hinaus willst, versteh ich nicht. Ich denke nicht, dass man mit Dir die aktuellen Veröffentlichungen der Abteilung durchdiskutieren wird, und wenn, dann eben weil Sie genau noch so nem Freak suchen, aber wenn Du der nicht bist, wirds dann eh nix.

wjsl
03.06.2012, 21:36
Die Studien hab ich mir mittlerweile durchgesehen, das ist erledigt(klar ginge es immer besser, aber die wüssten, würden sie es drauf anlegen, sowieso logischerweise immer was das man sicher nicht beantworten kann). Mit Fachwissen hapert es halt, das geht nicht über das HEX-Wissen hinaus(und wohl dürfter als das von wem, der in dem Fach PJ gemacht hat, was wohl auf die meisten Bewerber zutreffen dürfte). Immerhin sind es ja jetzt mehrere Einladungen, wenn also eins nicht sitzt wäre das auch kein Weltuntergang.

Solara
03.06.2012, 21:52
Ähm - warum nochmal sollten die einen Frischling wie dich Fachwissen und Studien "prüfen"?

Entweder du überzeugst mit deiner Persönlichkeit oder eben nicht. Auf das kommt es an!!

Moorhühnchen
03.06.2012, 22:01
Ähm - warum nochmal sollten die einen Frischling wie dich Fachwissen und Studien "prüfen"?Was soll ich sagen: ich hab mich mal bei Prof. Striebel höchstselbst beworben - mein Vorstellungsgespräch war ein zweites mündliches Hammerexamen, in dem ich nicht wirklich punkten konnte (also so überhaupt nicht!!!!), da Anästhesie im Studium nie mein Wunschfach war....... is aber auch nicht schlimm gewesen, wurde trotzdem 2 Wochen später angerufen, ob ich die Stelle noch haben wolle! :-))

Und das, obwohl ich auf die Frage nach der Wirkungsweise von Lokalanästhetika irgenwas von mü-Rezeptoren gefaselt habe. Da ich mich aus der Neuro beworben hatte, stellte er mir auch Fragen zur Entstehung der MS, Borreliose und Behandlung der Myasthenia gravis, berühmte Personen, die an MG leiden (es leben die Hörbücher, Erdogan hat das Gespräch gerettet!), um dann einen Bogen zum auch in der Anä gebrauchten Neostigmin zu schlagen. :-peng
Das ganze Gespräch war eine einzige ca. einstündige Blamage, aber dafür haben wir etwas französisch geplaudert, da er in meinem Lebensalauf das PJ-Tertial in Frankreich entdeckte. Nach diesem Gespräch war ich fix und fertig und wäre am liebsten im Erdboden versunken...

Mit dieser Erfahrung stehe ich aber auch wirklich allein auf weiter Flur. Ich glaube, sonst fragt wirklich kaum ein Chef nach Fachwissen... er zieht dies übrigens mit allen Bewerbern durch. Keine Panik! ;-)

netfinder
03.06.2012, 22:03
Vor allem keine Uniabgänger. Was soll man denn auch koennen...aktuelle Studien, ha, lol.

Moorhühnchen
03.06.2012, 22:13
Vor allem keine Uniabgänger. Was soll man denn auch koennen...aktuelle Studien, ha, lol.O-Ton: "Welche neuen Theorien gibt es zur Entstehung der MS? Kennen Sie Studien?" *ääähm* :-))

Solara
03.06.2012, 22:48
LOL, Huhn, was du aber auch alles mitnimmst ;-) - und trotzdem hätte es die Stelle gegeben - heißt also: Fachwissen ist wurscht, Hauptsache du kannst französisch und hast solides Allgemeinwissen *g* ...!

Laelya
04.06.2012, 06:12
ich bin überrascht wie stark wjsl befürchtungen sind...
ich dachte ich würde mich bei dieser Bewerbung verhalten wie immer: Bisschen die Internetseite der Klinik durchforsten (das würde ich eh aus interesse machen) um vielleicht zu sehen, wo Schwerpunkte liegen und ansonsten versuchen mich so gut wie möglich zu verkaufen ohne dabei über die Strenge zu schlagen :D

wie lange im Vorraus (im HEX?) kann/sollte man sich denn bewerben.
Sollte ich im PJ schon Bewerbungen schreiben?

mainzer
04.06.2012, 06:13
Was soll ich sagen: ich hab mich mal bei Prof. Striebel höchstselbst beworben - mein Vorstellungsgespräch war ein zweites mündliches Hammerexamen, in dem ich nicht wirklich punkten konnte (also so überhaupt nicht!!!!), da Anästhesie im Studium nie mein Wunschfach war....... is aber auch nicht schlimm gewesen, wurde trotzdem 2 Wochen später angerufen, ob ich die Stelle noch haben wolle! :-))

Und das, obwohl ich auf die Frage nach der Wirkungsweise von Lokalanästhetika irgenwas von mü-Rezeptoren gefaselt habe. Da ich mich aus der Neuro beworben hatte, stellte er mir auch Fragen zur Entstehung der MS, Borreliose und Behandlung der Myasthenia gravis, berühmte Personen, die an MG leiden (es leben die Hörbücher, Erdogan hat das Gespräch gerettet!), um dann einen Bogen zum auch in der Anä gebrauchten Neostigmin zu schlagen. :-peng
Das ganze Gespräch war eine einzige ca. einstündige Blamage, aber dafür haben wir etwas französisch geplaudert, da er in meinem Lebensalauf das PJ-Tertial in Frankreich entdeckte. Nach diesem Gespräch war ich fix und fertig und wäre am liebsten im Erdboden versunken...

Mit dieser Erfahrung stehe ich aber auch wirklich allein auf weiter Flur. Ich glaube, sonst fragt wirklich kaum ein Chef nach Fachwissen... er zieht dies übrigens mit allen Bewerbern durch. Keine Panik! ;-)


sehr geil ;-)
muss ich gleich mal der kollegin erzählen, die sich da grad bewirbt ;-) die wird sich freuen...

Brutus
04.06.2012, 08:05
Ich verstehe auch nicht, wieso hier einige so eine Panik schieben. Zuerst einmal: die wollen EUCH! Egal wie das erstmal aussieht, da alleine vor einem allwissenden Chef zu sitzen! DER will EUCH! Und wenn der abgedrehte Sache fragt, dann will er vll. nur wissen, wie man sich unter Streß verhält. Also RUHIG BLEIBEN!
Wie oben schon gesagt: Homepage durchforsten, einfach mal gucken, was die machen und warum ich das machen möchte. Und dann ganz entspannt hingehen und der Dinge harren, die da kommen...

Übrigens als Gegenbeispiel zum o.g. Striebel: ein Kollege von mir ist mal als NA zu einem Verkehrsunfall gekommen. Der Patient kam ihm vom Aussehen schon bekannt vor. Und als er ihn komplett versorgt hatte und ihn ins KH gefahren hat, fragt ihn der Patient, ob er nicht in seiner Klinik als Assistent anfangen möchte! :-))
So kanns auch gehen! :-))

denkstdu
04.06.2012, 16:17
Übrigens als Gegenbeispiel zum o.g. Striebel: ein Kollege von mir ist mal als NA zu einem Verkehrsunfall gekommen. Der Patient kam ihm vom Aussehen schon bekannt vor. Und als er ihn komplett versorgt hatte und ihn ins KH gefahren hat, fragt ihn der Patient, ob er nicht in seiner Klinik als Assistent anfangen möchte! :-))
So kanns auch gehen! :-))

Ach ja so was kenne ich. Sportunfall im Urlaub. Ersthelfer hat dann auch mitbekommen, dass ich fast frisch gebackene Medizinerin bin und fragte dann auch ob ich nicht bei ihm in der Klinik anfangen wolle. War leider das falsche Fach und die falsche Region. Aber fand ich trotzdem richtig toll.

Moorhühnchen
04.06.2012, 17:17
LOL, Huhn, was du aber auch alles mitnimmst ;-) - und trotzdem hätte es die Stelle gegeben - heißt also: Fachwissen ist wurscht, Hauptsache du kannst französisch und hast solides Allgemeinwissen *g* ...!
Ich muß sagen, ich fand die Fragen ab einem gewissen Punkt so fies, daß ich irgendwann dachte, "Das muß der Streß-Resistenz-Test sein, das kann der nicht ernst meinen..." :-))

Eine seiner Fragen war, ob ich wisse, woher er denn stammt und ich war heilfroh, daß ich das vorher auf der Rückseite seines Buches per Zufall gelesen hatte - Tübingen. Er fragte dann Eigenarten der Schwaben und Badenser ab, was man so generell über die Schwaben sagt - ich mußte grinsen und sagte dann "Meinen ersten Gedanken dazu sollte ich wohl lieber für mich behalten." - Er wollte auf "Geiz" hinaus und ich dachte eher an... naja... sagen wir mal eine gewisse Langsamheit (gibt's das Wort überhaupt?).

Das ganze Gespäch fand in seinem Büro statt in Anwesenheit eines Mitarbeiters der Personalabteilung, der die ganze Zeit Notizen machte und hinterher mit mir bis nach draußen ging und versuchte, mich mit den Worten "Das macht er mit allen!" wieder aufzubauen. Wenn ich so im Nachhinein drüber nachdenke, hätte ich diesem Mann auch durchaus zugetraut, einen Psychologen zum Gespräch hinzuzuziehen, um ein Teamfähigkeitsgutachten der Bewerber zu erstellen.... :-D

Ich weiß nicht, ob der Anruf bedeuten sollte, ich könnte die Stelle wirklich haben... ich bin ganz froh, daß sich in der Zwischenzeit was anderes ergeben hatte!! :-love
Kenne durchaus einige Leute, die sehr zufrieden in Höchst sind/waren - aber wie überall gibt es auch solche, denen es nicht gefallen hat!

Moorhühnchen
04.06.2012, 17:22
sehr geil ;-)
muss ich gleich mal der kollegin erzählen, die sich da grad bewirbt ;-) die wird sich freuen...
Oh, na dann: viel Erfolg und gute Nerven! Ich glaube, ausbildungstechnisch ist die Abteilung sicher top! :-top
Er guckt sich übrigens den Lebenslauf seeeehr genau an und stellt dann entsprechende Fragen. Ich wurde ua. zum Thema Arbeitsanfahrt (pendeln oder Umzug?) und Familienplanung gefragt.....

Thomas24
04.06.2012, 22:46
Fragen zur Familienplanung sind natürlich interessant, gehen den potentiellen AG aber nichts an... und man dürfte in diesem Punkt sogar lügen ("Kinder? Wir? Neeeeein, wollen wir nicht!").