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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragensammlung - Bewerbungsgespräch



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Anke82
31.01.2007, 14:45
Wann habt ihr euch eigentlich beworben. Ich mache im Herbst Examen und würde mich dann gerne zum 01.01.2008 auf eine Stelle in der Dermatologie einer Uniklinik bewerben?

Hat jemand Erfahrungen gemacht, wann in etwa man die Bewerbung abschicken sollte?

Anke

ach die schon wieder
31.01.2007, 16:23
Die Fragen sind oft gar nicht das spannende, sondern die Antworten.
Was ich meine ist, oft hatte ich mehr den Eindruck, das sich das Haus/der Chef bewirbt und nicht ich. Die preisen ihre Klinik an wie nichts gutes!
Bin ich auch schon mal darüber informiert worden, das ich die einzige deutschsprechende Bewerberung war, von 30 eingesendeten Unterlagen.

Aber das wird mir bald auch nichts mehr helfen, ich werd zusehen das ich Deutschland als Arbeitsort so bald wie möglich verlasse.
Viel Spaß bei der Suche nach Eurer Traumstelle.

:-top

sharjah
26.04.2007, 09:34
also ich mach im oktober mein hammerexamen und finds ehrlich gesagt etwas bescheuert sich jetzt schon fuer nen arbeitsplatz zu bewerben, wenn ich a) noch gar ned weiss wan mein muendliches ist b) noch gar ned weiss ob ich das examen ueberhaupt bestehe, schliesslich sind letztens 10 % durchgerauscht und c) ich doch gar nichts vorzuweisen hab ausser meinem Physikumszeugnis und ein paar Famulaturen. Aber okay, ich hab auch nicht so einen ausgepraegten wunschort, ich denk ich werd waehrend des examens erstmal schaun wo es was gibt und wo ich evtl arbeiten will. Denke zu frueh bringt eh nichts, da die aerzte immer recht schnell ihre stellen besetzen wollen und nicht nem studenten zusagen der meint, er koenne dann in nem halben jahr mal anfangen zu arbeiten..

Stroke Unit
26.04.2007, 10:20
Wann habt ihr euch eigentlich beworben. Ich mache im Herbst Examen und würde mich dann gerne zum 01.01.2008 auf eine Stelle in der Dermatologie einer Uniklinik bewerben?

Hat jemand Erfahrungen gemacht, wann in etwa man die Bewerbung abschicken sollte?

Anke


Dann hast Du ja sicher Derma als Wahlfach oder ?
Ich würde dann den Chef fragen wie es denn mit Stellen zum gewünschten Zeitpunkt aussieht und dann auch die Bewerbungsmappe noch während des PJs oder kurz danach persönlich übergeben. Hat in allen Fällen die mir bekannt sind gut geklappt....

Zu früh ist man nie dran eher zu spät ;)
Und zu wissen dass man bereits eine Stellenzusage hat und das Examen besser besteht ist noch mal Zusatzmotivation !

Kackbratze
13.05.2007, 13:10
Bei meiner Bewerbung war die einzig "richtige" Frage:

Wie gut sind ihre Kenntnisse in der Fremdsprache die sie im Lebenslauf angegeben haben?

Weiterhin:
Und wann können sie anfangen?


Der Rest war smalltalk :-sleppy

Yersinia I.
14.05.2007, 10:11
1. Bewerbung: Chirurgie (Uniklinik)
Es war eine Powerpoint-Präsentation meiner Doktorarbeit. Es war ziemlich katastrophal, aber danach haben sie mir gesagt, sie nehmen mich. Die kannten mich schon vom PJ, und der eine OA wollte mich unbedingt übernehmen. Gefragt haben sie nicht viel ("Wir kennen Sie ja"), nur ob die Kinder versorgt sind (was der Fall war).
Es empfiehlt sich, die Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtung plus Wegezeit parat zu haben.

2. Bewerbung: Anästhesie (auch Uniklinik): Riesiger Saal, etwa 30 Leute, wie Gerichtsverhandlung!
- Warum wollen Sie hier arbeiten?
- Wie war das Spektrum an Patienten, Krankheiten, Eingriffen in Ihrer vorigen Stelle?
- Was haben Sie in Ihrer vorigen Stellung an Eingriffen (ZVK, Bülaudrainagen, Intubationen, ...) gemacht? Sie Sie fit für Nachtschichten/Nachtdienste? (Sprich: Kann man Sie sofort ins kalte Wasser schmeißen...)
- Warum wollen Sie überhaupt wechseln? bzw. warum haben Sie nicht gleich Anästhesie gemacht?
- Möchten Sie forschen?
- Haben Sie Erfahrung in der Lehre? (in meinem Lebenslauf stand, dass ich insgesamt 3 1/2 Jahre Tutor war... egal^^)
Danach habe ich noch etliche Wochen auf die Zusage gewartet. Einen 2-Monats-Vertrag gekriegt. Und danach war ich weg von da.

3. Bewerbung: Pathologie
- Welches war Ihr Lieblingsfach im Studium? (ich hab ihm gesagt, ich mochte alles außer Biostatistik, da hat er gelacht)
- Wie sind Ihre Kinder versorgt, während Sie arbeiten? Was ist, wenn Ihre Kinder mal krank sind?
- Wie viele Obduktionen haben Sie schon selbständig durchgeführt?
- Haben Sie Interesse, zu promovieren? Als ich dann sagte, ich sei schon dabei, kam: Wie weit ist Ihre Doktorarbeit?
- Warum möchten Sie hier arbeiten?

Der Pathologe hat vor allem erzählt, was für Möglichkeiten das Fach bietet, aber wie schwer es sei, Nachwuchs zu finden, und dass in ein paar Jahren kaum noch Pathologen da sein werden, weil so viele demnächst in Ruhestand gehen würden.
Naja, 2 Tage später hatte ich den Job.

kaddykolumna
21.05.2007, 20:49
Ihr glaubt nicht, wie viele Menschen heute mein erstes Bewerbungsgespräch mit mir geführt haben...7! Erst dachte ich: Komisch, die gehen da alle rein, aber wo gehen die denn wieder raus? Gar nicht...
CA, 3 OA, 2 Assistenten (Assistentensprecher und Ausbildungsverantwortliche) und einer von der Personalabteilung... Gut, dass ich das nicht vorher wusste! War aber trotzdem eine netten Atmosphäre. Meine Bewerbung hatte der CA beim Gespräch definitiv zum ersten Mal in der Hand. Am Anfang konnte ich meine etwa sechs Fragen loswerden, dann wurde ich gefragt:

-Warum dieses Haus?
-Was genau ich anstrebe
-Thema Doktorarbeit, wie weit
-Eintrittsdatum
-Welche Fächer im PJ
-Was mir im PJ besonders gut gefiel
-Was sind DRGs?
-Können sie anpacken?
-Gefiel Ihnen die Ausbildung an ihrer Uni?
-Können Sie intubieren?

Bin mal gespannt, ich soll mich nach der Mündlichen melden und Bescheid geben, ob ich Interesse habe oder nicht. Dann würde wahrscheinlich ein Tag Hospitation folgen.

War so ganz okay, wobei ich im Nachhinein auf einige Fragen ein bisschen professioneller antworten würde.

glücksdrache
22.05.2007, 17:26
Hi,

ich wollte 2008 in Franken nach ner Assi-stelle in der Chirurgie oder Ortho suchen. Leider bin ich nicht von da und studiere da auch nicht. Legen die so generell in Bayern bzw. Franken auf irgendwas viel Wert ? Daß man irgendwas unbedingt haben oder gemacht haben sollte ? Hat einer Erfahrungen mit Bewerbungen in Erlangen,Fürth oder Nürnberg ?
Bis denne,
Drache

tb303
18.07.2007, 19:46
Ich finde auch die meisten machen sich viel zu viele Gedanken.
Es läuft sowieso immer anders als man denkt, wie so oft im Leben.
Ich habe 4 Gespräche gehabt, davon waren 3 Zusagen und dann gab es noch 2 oder 3 Bewerbungen die gleich abgesagt haben, wegen mangelnder Erfahrung. (Wo soll die bitte nach dem Stex herkommen, wenn man frisch von der Uni kommt-Schwachsinn)
Ich benehme mich einfach immer so wie ich nun mal bin, nicht besonders geschraubt und ete petete. Ich habe viele Hobbys ausserhalb der Medizin, war im Ausland, habe vorher eine völlig fremde Ausbildung gemacht und hab noch neben Medizin eine Geisteswissenschaft studiert.
Das gibt alles wunderbaren Gesprächsstoff und wenn einem das nicht passt dann kann er mich lecken :-)
Ihr dürft auch nicht vergessen, die Situation hat sich grundlegend geändert, man muss in keinem Gespräch einem doofen Chef einen blasen nur um die scheiss Stelle zu bekommen, es gibt, in den meisten Fächern viele Stellen, natürlich sollte man mobil sein bzw. bereit umzuziehen... wenns bei dem einen nicht klappt dann klappts halt bei dem nächsten, mein Gott.....
Dem einen Chef hab ich gesagt das mir das jetzt langsam reicht mit diesem "Erfahrungszirkus" und ja wohl ersichtlich ist das ich frisch von der Uni komme, wo soll da die Erfahrung herkommen und schliesslich hat jeder, auch jeder Chef, mal unerfahren begonnen- daraufhin er: ja, ja ist ja gut, sie können anfangen".

Insgesamt hängt sicher auch viel von der Fachrichtung und den dort herrschenden Sitten und dem menschlichen Umgang ab, Chirurgie-----naja, dort würde ich nie im Leben arbeiten- da könnte ich mir schon solche eher förmlichen Gespräche vorstellen, aber ich mache eben Radio und das sind eben die nettesten und coolsten bis her gewesen....

perverser_perfusor
07.09.2007, 10:35
die ich so bekam:

1. Gespräch:

Was, Sie wollen arbeiten? Beruf und Kind schaffen Sie sowieso nicht.

Was wollen Sie eigentlich hier?

Wollen Sie noch mehr Kinder?

SInd Ihre Kinder Gesund?

Sind die Großeltern jederzeit verfügbar?

....ging so weiter. Nach dem Gespräch war ich froh, dort nie arbeiten zu müssen.

2. Gepräch

Warum...als Wahlfach im PJ?
Warum wollen Sie in dieses Fach?

und dann war es mehr so, dass der Chefarzt und die Personalleitung mich zu überzeugen versuchten, dass dieses Haus alles bietet was ich brauch...war dann auch so.



:-angel


Sowas wie 1. läßt man sich als Einsteiger noch viel zu oft gefallen. :-bee Aber man sieht sich immer 2mal im Leben!!! :-D


Ebenso muss man immer damit rechen, dass die Leute, die Dich einladen nicht mal das Anschreiben, geschweige denn den Lebenslauf gelesen haben. Bei öffentlichen Stellen ist es auch oft so, dass die Stelle gar nicht besetzt werden soll, aber trotzdem ausgeschrieben werden muss. Das hatte ich schon 2mal. Wir einem aber dann auch nicht direkt gesagt.

:-dagegen

peter schlönzke
06.12.2007, 10:21
HIer mal meine Highlights:

" Wie ist denn die Kinderbetreung organisiert" ( Anmerkung: Ich habe gar keine Kinder )
" Aber Sie haben doch sicher Konzepte entwickelt,Kinder betreuen zu lassen"

" Wieviele Pleurapunktionen haben Sie im PJ denn durchgeführt"

Und meine Lieblingsfrage:
" Medizin ist ein anstrengendes Fach, wie stehen sie als Frau dazu"

Aber ansonsten waren die übrigen Gespräche eigentlich sehr sehr nett und freundlich und informativ.

Ich habe jetzt die Stelle genommen, die vom Spektrum passt und bei der ich mich in den Gesprächen am wohlsten gefühlt habe und bei der ich mich mit Chef, OA und Assis unterhalten konnte.
FReue mich schon auf den Start!

Chrissi1205
17.12.2007, 11:56
Ich hatte schon so einige Bewerbungsgespräche - wäre auch fast überall genommen worden, habe aber manche auch nur so zur Übung gemacht :-top

Oft gefragt wird:
Warum wollen gerade SIE HIER BEI UNS arbeiten?

Auch gerne: warum gerade dieses Fach?... schön ist es, wenn man dann auch mal ehrlich ist und persönliche Dinge erzählt, wie es zur Fächerauswahl kam... auch wenn es unpopulärer ist...aber Chefs wollen nicht immer das gleiche Geseiere hören von wegen breites Spektrum, die Patienten sind nicht soooooo krank, operieren macht mir Spaß usw...

Hilfreich ist es auch, wenn man über den Träger der Klnik oder das Klinikkonzept Bescheid weiß - gilt v.a. für NICHT-UNIs!

Wo sehen sie sich in 5 Jahren?

Wollen Sie sich niederlassen?

Und was meiner Meinung auch wichtig ist - auch wenn wir Ärzte ja immer alles tun, egal für wieviel geld:
Macht Euch vorher nen Plan, was ihr verdienen werdet - an der Uni werdet ihr nach BAT bezahlt, aber viele fangen auch an kleineren Häusern an, Privatkliniken usw. Nicht zu allem JA und AMEN sagen! :-dafür
Ach nochwas:
Die meisten chefs haben Eure Bewerbungsmappe nicht mal überflogen - das hat oft die Sekretärin gemacht und die Chefs schauen beim Gespräch das erste Mal rein - also erzählt ruhig 2-3 Sätze zu Euch!

Und immer wieder mal die Sekretärin anrufen und fragen, was Sache ist, falls man die Stelle unbedingt will!

Berufsberater
17.12.2007, 12:11
Zitat=Chrissi1205 ...an der Uni werdet ihr nach BAT bezahlt..Nö. Der BAT gilt schon seit über einem Jahr nicht mehr.

Guckst Du dort: ;-)

http://oeffentlicher-dienst.info/aerzte/

An den meisten Unikliniken werden Ärzte, die überwiegend in der Patientenversorgung tätig sind, nach TV-Ä/TdL bezahlt, sofern sie bei der Uni angestellt sind.
Ärzte, die in der Forschung tätig sind, werden genau wie die anderen Uni-Assistenten, die in der Forschung tätig sind, nach TV-L bezahlt, sofern sie bei der Uni angestellt sind.

test
17.12.2007, 12:23
Also ich war immer erstaunt wie gut die Chefs meine Bewerbungsmappe kannten. Pauschalisieren würde ich das daher nicht, dass die Mappen von Sekretärinnen angeguckt werden.

Nach BAT wird höchstens noch gezahlt, wenn man aus irgendwelchen Drittmitteln oder ähnlichem bezahlt wird bzw. an manchen Unis auch so auf Forschungsstellen.

Was ich noch so gefragt wurde außer den Standardsachen, warum hier, warum das Fach, usw..

Wie weit gehen Sie für Ihre Karriere, was würden Sie nie dafür aufgeben.
Wie wichtig ist Geld für Sie.
Haben Sie persönliche Affinitäten zur Stadt?
In welchen Bereichen könnten Sie sich vorstellen sich zu spezialisieren?

Marita
20.01.2008, 21:49
Hab nun 2 Gespräche hinter mir...
hab vorher alles vorbereitet, was man ja so gefragt wird - Stärken, Schwächen, Warum dieses Fach, Warum dieses KHS, genaueres über die Dr. Arbeit...blabla.... :-dagegen

Und dann der Hammer:
Der Chef blättert in meinem Lebenslauf, in dem u.a. bei Hobbies auch Tennis stand...dann die unvermittelte Frage:" Ja, WIE GUT spielen Sie denn Tennis?"
Ich war erstmal total perplex...dann ein kleiner Smalltalk über Tennis, Boris Becker und ob lieber Rasen oder nicht Rasen...danach hätt ich die Stelle gehabt.
Beim zweiten Gespräch gings dann darum, dass ich ja den "bundesland-typischen" Dialekt so toll beherrschen würde....dann auch wieder ne Zusage... :-))

Wow, wusste nicht, dass man als Arzt SOLCHE Zusatzqualifikationen braucht...da bin ich mal froh, dass mich meine Mama als kleines Mädel mal zum Tennis gezwungen hat...sonst wär ich jetzt arbeitslos... :-D

Fazit: Ich hab mich ewig vorbereitet, dann beschlossen, einfach ICH SELBER zu sein, und das hat auch geholfen! :-)

mar7ini
25.01.2008, 13:22
ich kann jetzt auch mit einem Bericht dienen...

Das Vorstellungsgespräch kam ganz spontan, weil der CA gerade in der Nähe war, als ich meine Bewerbungsunterlagen abgab...

Nach kurzem Small Talk erste Frage:
wollen Sie nur so schnell wie möglich Facharzt werden, und dann raus aus der Klinik?
Zweite Frage: wie ist es denn mit Kindern? (ob ich welche plane,etc... dann fing er an zu erzählen, dass seine beste Assistentin wegen Schwangerschaft weggeht, was ihn sehr traurig macht, und dann fing er an zu spekulieren, ob ein Mann für diese Stelle doch nicht geeigneter wäre... :-keks )
Dritte Frage: finden Sie auch, dass Medizin die Domäne der Frauen wird?
Vierte Frage: Dissertation (wie weit sind Sie?)

Danach noch mehr small talk, er freute sich über meine Fremdsprachen-Kenntnisse.
Insgesamt soll ich super Eindruck gemacht haben. :-notify
Tja, mal sehen ob er sich meldet.

Und - am Ende des Gesprächs kam das obligate "ich erwarte überdurchschnittliches Engagement, und dass meine Ärzte über die Arbeitszeiten hinaus arbeiten". Na dann - Prost! :-party

alley_cat75
25.01.2008, 13:27
- Warum dieses Fach und warum ausgerechnet ein kleines Haus? Akten sortieren und Blut abnehmen kann ich schon. Und ich finde es toll, wenn der Chef meinen Namen kennt.

- Was war Ihr Lieblingsbuch im Studium? Was lesen Sie gerade?

- Wie sieht es mit Ihrer Familienplanung aus?

- Wo sehen Sie sich in 6 Jahren? Auf dem Stuhl Ihres OA. ;-)

- Sind Sie bereit, 10 Tage durchzuarbeiten. Wir haben hier nämlich einen hohen Patientendurchlauf. NEIN.

- Was haben Sie im Rahmen Ihrer Promotion gemacht?

- Können Sie mit Stress umgehen und woran machen Sie das fest? Ich habe in der Regelstudienzeit studiert.


Ich habe bei allen Gesprächen, wo ich locker und ehrlich, unvorbereitet geantwortet habe, umgehend eine Zusage bekommen. Geht einfach hin und antwortet aus dem Bauch heraus. :-dafür

freestyler
25.01.2008, 18:55
Also 2 meiner 3 Gespräche liefen super. Das erste war eigentlich wie ein nettes Pläuschen.
Wie sind sie zur Chirurgie gekommen?
Was verbindet sie mit diesem Fach?

Desweiteren haben die beiden Chefs eingentlich nur Werbung um ihr Krankenhaus gemacht.

Der andere Chef des kleinen KH hatte gleich zu Beginn gefragt, wann ich beginnen könnte :-dance

Dafür lief es in der Uni nicht ganz so gut:

Sie kennen ja unsere Forschungsgruppen (nö, eigentlich nicht), in welcher wollen sie denn mitarbeiten?
Sind sie bereit ein Jahr im Labor zu arbeiten (nö, eigentlich nicht)
Eigentlich haben wir ja genug Ärzte (im ärzteblatt waren eine Mehrzahl Stellen in der Abteilung ausgeschrieben?!) , darum kann ich ihnen nix versprechen. Das war mir einfach zu blöd und unpersönlich da. Und dann auch noch weniger Kohle, nöö.

Also wer in die Uni geht, am besten gut über sowas informiert sein. Und offen für ALLES sein.

John Silver
27.01.2008, 23:31
Fragen, die mich persönlich ziemlich nerven, sind Fragen aus dem Standard-Katalog eines Hobby-Psychologen in der Position eines Entscheidungsträgers; also Fragen wie "Warum denken Sie, daß sie ein guter Bewerber für uns sind?" etc. In einem meiner bisher drei Gespräche kam die Frage ganz zu Anfang. Wenn ich eine solche Frage bekomme, dann habe ich den Eindruck, daß der Interviewer entweder keine Ahnung hat, wer ich bin, und meine Unterlagen nicht gelesen hat; oder aber er glaubt tatsächlich, aus meiner Antwort irgendetwas über mich zu erfahren. Beides ist blöd. Überhaupt empfinde ich es als äußerst unangenehm, wenn der Interviewer anfängt, durchsichtige primitive Psycho-Spielchen zu spielen. Wenn man mich zum Vorstellungsgespräch eingeladen hat, dann gehe ich davon aus, daß man mich für qualifiziert hält, um die fragliche Stelle anzutreten; bei einem Vorstellungsgespräch soll es darum gehen, herauszufinden, ob man zueinander paßt oder nicht; es soll m.E. nicht dazu dienen, zu sehen, ob ich auch fleißig die Bewerbungstipps aus einem der dicken Standardschinken auswendig gelernt habe.

Bei den beiden anderen Gesprächen hat sich schnell eine angenehme Atmosphäre eingestellt. Ich wurde gefragt, was ich im Leben bisher gemacht habe, welche Vorstellungen ich habe etc. Alle meine Fragen wurden beantwortet (den Chefs hat es gefallen, daß ich immer einen Zettel aus der Tasche zog, auf dem ich alle Fragen zuvor aufgeschrieben habe :) ). Zwischen diesen beiden Häusern habe ich mich letztlich auch entschieden, und an das dritte Haus nicht einen Gedanken verschwendet.

mar7ini
14.02.2008, 23:19
Heute kam mein nächstes Bewerbungsgespräch - ich war die vierte Kandidatin und morgen geht es weiter mit weiteren Bewerbern. Wir sind mindestens 8 Leute die diese Stelle wollen...

Und jetzt kommt der Hammer - die Stelle ist ab Anfang März zu besetzen und die ersten Dienste genau so.... sprich, man würde sofort, in den ersten Tagen des neuen Jobs schon, Dienste machen müssen - und das bei 50 Betten nur in der Gyn. :-(( Ob ich die Stelle wirklich will?