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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragensammlung - Bewerbungsgespräch



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pieks
06.01.2014, 12:37
Ich denke auch, dass Du nachfragen kannst und solltest.
Vielleicht per (freundlicher) Email.
Du könntest dem Chef Deiner Wunschklinik auch sagen bzw. schreiben, dass seine Klinik 1. Wahl ist, dass Du Dich aber auch bei anderen Kliniken vorgestellt hast und diese mit Deiner Antwort nicht zu lange warten lassen möchtest.
Hallo!

Hatte vor Weihnachten ein Bewerbungsgespräch in meiner Wunschklinik. Der Stv. Chefarzt zu mir meinte er würde sich Anfang Januar bei mir melden. Habe mittlerweile währenddessen noch andere Gespräch geführt und schon Zusagen erhalten, mir aber Bedenkzeit erbeten, da meine Wunschklinik sich bis heute noch nicht gemeldet hat.
Ich habe bei 2 Zusagen eine Frist bis morgen mich zu entscheiden.
Nun meine Frage: Soll ich mich nochmals telefonisch bei meiner Wunschklinik melden (Wenn ja Wo: Sekretariat oder direkt Stv. Chefarzt) und nachfragen oder kommt das eher zu ungeduldig?

Danke im Voraus für eure Einschätzung!

Hansi Hinterseer
06.01.2014, 12:56
Danke für die Antworten! Email mit der Nachfrage ist verschickt.

@kartoffelbrei: Ich habe am Ende des Gesprächs einfach zu verstehen gegeben, dass es für mich gerade als Berufsanfänger sehr wichtig ist viele Einblicke in für mich interessante Kliniken zu bekommen und mich zu informieren damit ich optimal auf meinen Berufsstart vorbereitet bin. Einfach mit offenen Karten gespielt, dass ich mir 2 Wochen Bedenkzeit erbete mich aber die Klinik, das Team (bei Hospitation) und die Organisation des Klinikalltags sehr gefallen hat.

Im Grunde genommen wissen die Chefärzte selbst, dass man sich an mehreren Stellen bewirbt, daher einfach locker darauf reagieren...

pieks
14.01.2014, 22:12
Krass - wie unterschiedlich Bewerbungsgespräche ablaufen können.

"Kreuzverhör" mit 5OÄ+Chef vs. freundlich-entspanntes Gespräch mit Chefarzt und anschließend OA....

Snjokorn
20.01.2014, 14:15
Ich habe aus aktuellem Anlass auch nochmal einige Fragen... :)

Der leitende OA an meiner Wunschklinik hat über mehrere Ecken von mir gehört, wollte meine Unterlagen (meine Eckdaten, CV und Referenzen) zugesandt haben und möchte nun zunächst einmal mit mir telefonieren.
Ist das jemandem von euch schonmal passiert? Geht es dabei dann eher um allgemeine Dinge, ob z.B. die Subspezialisierung für mich interessant wäre und ab wann ich gerne anfangen würde? Oder kann sowas dann auch schon in Richtung Bewerbungsgespräch gehen?
Ich bin etwas verunsichert, da ich in dieser Spezialisierung meines Wunschfaches bisher überhaupt keine Erfahrungen gemacht habe und ich gar nicht so genau weiß, wie ich mich da - grade am Telefon - gut verkaufen soll. Einziger kleiner Kontaktpunkt ist meine Doktorarbeit...

blackcat86
15.03.2014, 21:41
Bei mir ist es schon vorgekommen dass ich gefragt wurde ob ich ledig sei oder eine Familie wolle. Ist das gleichzusetzen mit der Aussage dass der Chef keine Frau nimmt sofern sich auch nur ein Mann bewirbt? Ich finde es unfair dass Frauen teilweise primär unterstellt wird sie wollten sich in die Elternrolle verabschieden - und es gehen ja auch Männer in Elternzeit und fehlen dann in der Abteilung. In der Chirurgie beispielsweise wird außerdem sogar one-way auf Intensivstation rotiert; da fehlen die Leute dann ja auch. Jemand kann krank werden. So was sollte doch machbar sein, oder? Und ist doch kein frauenspezifisches "Problem"...wie sollte man auf so was reagieren?

WackenDoc
15.03.2014, 22:27
Nein, das ist natürlich nicht gleichzusetzen.
Fragen nach der Familienplanung kannst du übrigens getrost so beantworten, wie du lustig bist.

McBeal
16.03.2014, 07:43
Das muss auch nichts heißen. ;-) Ich habe beim Gespräch mit meinem jetzigen Chef meinen Verlobungsring getragen und bin gefragt worden, ob ich verlobt bin, was ich ehrlich beantwortet habe. Und trotzdem wurde ich eingestellt. Es ist doch völlig klar, dass man bei der typischen frischgebackenen Ärztin zwischen Mitte 20 bis Mitte 30 damit rechnen muss, dass sie schwanger wird und Kinder bekommt. Ob verheiratet oder nicht.

LG
Ally

blackcat86
23.03.2014, 16:18
Habt ihr eigentlich das Gefühl dass im Ärzteblatt (oder auch auf der Homepage) ausgeschriebene Stellen kompetitiver sind als nicht ausgeschriebene Stellen, von denen man über einen Anruf im Sekretariat erfahren hat? Sprich dass die Chancen bei ersterem sehr viel kleiner sind eine Zusage zu bekommen und man es sich insbesondere bei längerem Anfahrtsweg mehrfach überlegen sollte?

Kackbratze
23.03.2014, 16:33
Nein, das Gefühl kenne ich nicht.

WackenDoc
23.03.2014, 16:58
Ich sag´s doch- du machst dir um die falschen Dinge Gedanken.
Du bist doch schon ne Weile arbeitslos? Oder hat dich dein letzter Arbeitgeber doch verlängert? Hast du keine Bewerbungen geschrieben oder keine Einladungen bekommen oder Absage nach Bewerbungsgespräch?

blackcat86
23.03.2014, 22:00
Nein, bin ich nicht, wie kommst du darauf? Ich sehe mich nur gerade auf dem Markt um, weil ich auch einen Fachwechsel in Erwägung ziehe.

Salatsultan
28.04.2014, 14:08
Uniklinik:
- Erzählen sie mir von ihren Zielen
- Stärken & Schwächen
- Doktorarbeit
- Habilitation
- Wo in 10 Jahren?
- andere Bewerbungen?
- möglicher Einstiegstermin

DocEmmetBrown
27.05.2014, 20:15
Bei mir steht in den nächsten Monaten auch der erste Bewerbungslauf an. Nun kenne ich die für mich in Frage kommenden Häuser nur über Mundpropaganda. Eigentlich würde ich gerne dort ein paar Tage hospitieren. Die Häuser haben auch ausgeschriebene Stellen.

Ist es nun üblich, bevor man sich dann wirklich formell bewirbt, nach einer Hospitation zu fragen? Wäre ja eigentlich unglücklich, sich zu bewerben, ohne das Haus überhaupt aus erster Hand zu kennen und dann womöglich nach einer Hospitation mehrere Bewerbungen wieder zu canceln.

Solara
27.05.2014, 20:17
Bewerbung und Hospitation koppeln?

chrissymoog
28.05.2014, 10:34
Hallo zusammen, ich könnte ein paar Tipps auch gut gebrauchen. Nächste Woche Dienstag habe ich mein erstes Vorstellungsgespräch in einer mittelgroßen Klinik (Gyn-Abteilung).
Leider gibt es in meinem Lebenslauf einige "Problemstellen", die sicherlich angesprochen werden und ich nicht weiß, wie ich am besten darauf antworte...
Nr.1:
Ich habe einen Abi-Durchschnitt von 2,7 gehabt und deshalb vor dem Studium eine Krankenpflegeausbildung gemacht. Diese sehr gut abgeschlossen und auch mein Examensdurchschnitt im Studium ist gut.
Ist natürlich nicht mein Traum-Plan gewesen...Wie argumentieren?
Sagen, dass ich in der Schule faul war und deshalb so ein schlechtes Abi hatte, was der Wahrheit entspricht? ;)
Nr.2:
Nach Ende der Ausbildung, also kurz vor Anfang des Studiums, habe ich meine Tochter bekommen, sie ist mittlerweile 8 Jahre alt und es hat bisher alles problemlos geklappt und die Familie wird auch einer Vollzeitstelle nicht "im Wege stehen". Ich habe nachgelesen, dass "Kinder" sowie Familienstand nicht in den Lebenslauf gehören, deshalb ist das eine komplett neue Info. Allerdings könnte es von Vorteil sein, denke ich mir, diese einfließen zu lassen, um damit zu zeigen, dass ich nicht zu den Kandidaten gehöre, die in den nächsten 2 Jahren schwanger werden. Was wäre dafür der geschickteste Einstieg? Oder doch lieber nichts davon erzählen, weil zu persönlich?
Vielen Dank & LG :)

epeline
28.05.2014, 17:50
zu erstens: ich kann mir nciht vorstellen, dass ein Chef dich nach deinem Fleiß in der Oberstufe befragt...fände ich sehr komisch... Viele Kollegen von mir hatten ihr Abizeugnis nicht mal mit in die Bewerbung gepackt....
zu zweitens: Weiß nicht. Meine familiäre Situation kam egt gar nicht zur Sprache. Der Chef meinte nur, wenn er halt hauptsächlich Frauen mitte-ende 20 einstellt, muss er sich nicht wundern, dass dauernd jemand schwanger ist. Und grinste dabei. Man kann das alels so oder so bewerten. Wenn man dich fragt, würde ich nicht lügen. Aber so zwischendrin einfach einwerfen würde ich das Thema auch nicht.

DocEmmetBrown
28.05.2014, 18:21
Bewerbung und Hospitation koppeln?

Es geht mir darum, dass eine schriftliche Bewerbung (inklusive aller Unterlagen) quasi eine formelle Bekundung des Interesses an einer Einstellung darstellt und potentiell ja auch in einem direkten Stellenangebot resultiert. In einer Hospitation würde ich ja gerne erst einmal herausfinden, welches Haus überhaupt etwas für mich ist. Viele Dinge kann man ja anhand einer Stellenausschreibung und der Klinikhomepage gar nicht einschätzen.

Auch in Bezug auf zukünftige Bewerbungen im selben Haus erscheint es mir irgendwie höflicher, mich nach einer unverbindlichen Hospitation nicht zu bewerben, als nach einer Bewerbung, die ja auch irgendwie in den Personalabteilungen archiviert wird, mit Hospitation ein direkte Stellenangebot abzulehnen.

Feuerblick
28.05.2014, 18:47
Das verstehe ich nicht... es ist doch ganz normal, dass man sich auf eine Stelle bewirbt, dann bei einem Vorstellungsgespräch beschnuppert wird und dann (evtl. sogar erst, wenn man in der engeren Auswahl ist) auch hospitiert. Und erst wenn alles passt, sagt man zu oder halt ab. Völlig normaler Vorgang. Und wenn man nicht zweimal anreisen möchte, dann schreibt man in seine Bewerbung rein, dass man ggf. auch gerne hospitieren möchte - was dann oft mit dem Bewerbungsgespräch kombiniert wird. Auch normal... :-nix

Salatsultan
28.05.2014, 19:59
Warum soll ein schlechtes Abitur und eine Ausbildung was negatives sein? Man kann auch vermeintliche "Schwächen" als positiv verkaufen. (Lebenserfahrung, Arbeitserfahrung, besseres Bild von der Realität ärztlichen Arbeitens, an frühes Aufstehen gewöhnt, durch Ausbildung zum Interesse am Medizinstudium gekommen)

Zu den Hospitationsfragen: Gerne würde ich ihre Klinik im Rahmen einer Hospitation näher kennenzulernen und freue mich auf ein persönliches Gespräch. (Vielleicht etwas eleganter formulieren)

mep27
28.07.2014, 11:08
Eine Kollegin von mir wurde bei Bewerbung an der Uniklinik gefragt: " Nehmen wir an, Sie hätten jetzt 100.000 Euro zur Verfügung für Forschung ihrer Wahl. In welches Forschungsvorhaben würden Sie das Geld am ehesten investieren?"
Sie hatte in der gleichen Abteilung Ihre Dissertation gemacht. Fand ich trotzdem ganz schön schwierig!