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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragensammlung - Bewerbungsgespräch



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WackenDoc
15.10.2016, 18:52
Kann man auf die Frage "Warum sollen wir gerade SIE einstellen" tatsächlich sagen "Weil ich der/die Beste für die Stelle bin"?

wischmopp
15.10.2016, 19:02
Kann man auf die Frage "Warum sollen wir gerade SIE einstellen" tatsächlich sagen "Weil ich der/die Beste für die Stelle bin"?

Ich als Chef (:-))) würde dann nachfragen, was genau Dich "zur Besten" macht? Wenn Du da eine gute Antwort hast, kann man das m.M.n. durchaus antworten.

test
15.10.2016, 19:28
Die Antwort alleine, fände ich wenig überzeugend.
Es wäre m.M.n. besser zu erläutern aus welchem Grund man am besten zur Stelle passt.

WackenDoc
15.10.2016, 22:06
Naja- die Antwort "Sie können die Stelle auch noch 2 weitere Jahre unbesetzt lassen" wäre dann wohl doch etwas dreist.
Wenn die Frage am Anfang kommt, soll sie wohl eher dazu führen, dass man etwas von sich erklärt. Aber wenn die was später kommt und man ja an sich schon erzählt hat, wer man ist und was man bisher gemacht hat.

querfeldein
15.10.2016, 22:44
Über dies Frage stolpert man ja in verschiedenen Bewerbungsratgebern, aber ehrlich gesagt: Ich finde das so eine blöde Frage! Was soll man darauf auch antworten? Ich meine, hoffentlich hat der Chef eine Idee, was seine Einstellungskriterien sind und worauf er Wert legt - wofür ist er denn Chef??? Ich kann gerne erzählen, warum ich mich für tip top geeignet halte für die Stelle, aber wen sie dann einstellen wollen, das müssen die schon selbst entscheiden.


"Sie können die Stelle auch noch 2 weitere Jahre unbesetzt lassen" :-)) Gesunder Humor!
Hat dich das wirklich mal einer gefragt?

WackenDoc
15.10.2016, 22:51
Nein, hatte bisher ja nicht so viele Bewerbungsgespräche. Mir steht nur gerade eins bevor. Und die Stelle sie seit 2 Jahren vakant.

querfeldein
15.10.2016, 23:07
Jetzt versteh ich das auch mit den zwei Jahren - passt wie die Faust aufs Auge, oder wie man so sagt :)
Also, wie gesagt, ich find das ist eine blöde Frage. Aber falls sie mich treffen würde, dann würde ich versuchen möglichst kompakt zu antworten: Mir liegt das und das, ich freue mich auf dies und jenes, aber die Entscheidung (welchen der zahlreichen Bewerber *zwinker, zwinker*) kann ich Ihnen wohl kaum abnehmen. Keine Ahnung, wie das ankommt, wurde zum Glück noch nich so gefragt.
Drücke dir jedenfalls fest die Daumen, und falls die Frage aufkommt, las uns gern teilhaben am Ausgang, Wacken!

Feuerblick
15.10.2016, 23:51
Ich weiß nicht, ich würde vermutlich komplett perplex "Warum nicht ;-) ?" antworten :-))

querfeldein
16.10.2016, 15:13
Das ist noch besser, Feuerblick :-) Werde ich mir merken!

Pampelmuse
16.10.2016, 17:07
Ich find' die Frage auch blöd, habe sie aber auch schon gestellt bekommen.

Sahni
16.10.2016, 17:27
Ich bezweifle, dass es eine korrekte Beantwortung von solchen Fragen gibt, noch das die Antwort in den meisten Fällen irgendeine Rolle spielt.
Am Lebenslauf kann man die Qualifikation, wenn man schon gearbeitet hat ablesen. Anschließend kommt es doch nur noch darauf an, dass eine gegenseitige Sympathie besteht und man in irgendeiner Art auch für die Vorgesetzten ins Team passt.
Würde mir über solche Fragen den Kopf nicht zermartern und dann einfach spontan schauen, was mir so einfällt oder auch nicht einfällt.

Corinna
17.10.2016, 11:16
Erinnert mich an das Bewerbungsgespräch in dem die erste oder zweite fahr lautete:"und die Kinderbetreuung ist gewährleistet? Wir stellen niemanden an der keine Dienste machen kann"
.

…das finde ich aber -im Gegensatz zum vorher genannten, massiv übergriffigen- durchaus eine Einstellung, die ein Chef und damit eine Abteilung, die die Dienstlast gemeinsam stemmen muss, haben können. Wenn ich weiß, wieviele Dienste und wie ich das organisieren kann, wäre mir das lieber als einzelne "Rosinenpicker", die für sich raushandeln, keine Dienste zu machen. Auf kosten der anderen.

Attempto
27.10.2016, 07:14
Ich bezweifle, dass es eine korrekte Beantwortung von solchen Fragen gibt, noch das die Antwort in den meisten Fällen irgendeine Rolle spielt.
Am Lebenslauf kann man die Qualifikation, wenn man schon gearbeitet hat ablesen. Anschließend kommt es doch nur noch darauf an, dass eine gegenseitige Sympathie besteht und man in irgendeiner Art auch für die Vorgesetzten ins Team passt.
Würde mir über solche Fragen den Kopf nicht zermartern und dann einfach spontan schauen, was mir so einfällt oder auch nicht einfällt.

Wenn man sich gut auf das Bewerbungsgespräch vorbereitet hat, gibt es eine gute Antwort. Immer bedenken, dass der Chef sich weniger für dich interessiert als vielmehr für seine Klinik! Also antwortet man, was man zum Gelingen der Klinik beitragen kann und will.
"Bei Ihnen ist diese und jene Stelle vakant und Sie suchen dieses und jenes Profil und ich weiß, dass ich durch meine Qualifikation X das gut machen kann, deshalb habe ich mich ja auch gezielt auf diese Stelle beworben." So ähnlich jedenfalls.
So merkt der Chef, dass man sich vorbereitet hat, sich mit der Klinik befasst hat (schmeichel) und eine gewisse, gesunde Selbstüberzeugung mitbringt. Wenn´s die allererste Stelle ist, müsste man vermutlich statt "Qualifikation X" dann eher besonderen Interessen nennen, geht aber genauso.

davo
27.10.2016, 07:35
Völlig richtig. Ein bisschen Vorbereitung darf ruhig sein. Das sind schließlich totale 08/15-Fragen, die in jedem Bewerbungsbuch stehen.

meini
30.10.2016, 10:52
Hallo,

ich missbrauche den Thread mal, möchte nicht extra was neues aufmachen. Wahrscheinlich auch schon zig mal durchgekaut. ;)

Ich sitze grade an meinen Initiativbewerbungen (1. Stelle, Examen ist jetzt im Dezember) und frage mich, wie ausführlich ich das alles schreibe. Momentan halte ich das eher kurz, weil ich mir denke, dass ich als Berufsanfänger ja eh nicht groß was beitragen kann.
Ich habe also einen kurzen Absatz mit "Hallo, darum bewerbe ich mich", dann einer mit einer kurzen Info zu mir, wie es mit meinem Studium aussieht und der Doktorarbeit, dann einer, in dem ich in 2-3 Sätzen schreibe, was ich im PJ in dem Fach (HNO) gelernt habe und dann sauge ich mir noch in 1-2-3 Sätzen im letzten Absatz aus den Fingern, was mich an der speziellen Klinik reizt.

Ich verzichte auf Ausführungen über meine Pünktlichkeit, Zielstrebigkeit und Freundlichkeit, außerdem ist mein Lebenslauf auch eher kurz und knackig.

Hat da jemand ne Meinung zu? Lieber lang und viel erzählen?
Was genau ich jetzt hören will weiß ich auch nicht so recht, vielleicht hat ja jemand einen guten Ratschlag. :)

Vielen Dank und liebe Grüße.

Attempto
30.10.2016, 21:55
Hat da jemand ne Meinung zu? Lieber lang und viel erzählen?
Was genau ich jetzt hören will weiß ich auch nicht so recht, vielleicht hat ja jemand einen guten Ratschlag. :)

Hallo meini,
da du ja ausdrücklich nach Ratschlägen fragst, geb ich gerne einen:
Was du beschreibst klingt sehr ansprechend und durchdacht. Alles drin, was wichtig ist.
Jetzt lieber mehr Zeit in die inhaltliche Vorbereitung des Gesprächs investieren als in die Perfektionierung des Anschreibens. Mich ärgert es, wenn sich nach einem perfekten Anschreiben ein Kandidat präsentiert, der sich noch nicht mal anhand der Homepage über die Klinik informiert hat. Schick es so ab und viel Erfolg!

Chrissi1205
27.02.2017, 17:30
Das Konzept der Klinik ist wichtig, falls es Helios, Schön-Klinik oder Ähnliches ist. das sollte man wissen.
Ansonsten sollte man auch immer wissen, wo der Chef sonst noch war und ob der wohlmöglich deine bisherigen Kollegen und Chefs kennt. Meine haben mich immer eher solche Dinge gefragt, was denn der Dr. XXX jetzt so macht und ob der Chef YYY immer noch dies und jenes tut.
Fachlich nie was, ansonsten noch, wieso gerade DIESE Klinik.
Die Chefs sind auch immer geschmeichelt, wenn man ihnen sagt, dass man von einem Kollegen (den er möglichst kennt) gehört hat, dass es bei ihm ganz toll ist.
Meine Bewerbungsgespräche waren alle immer recht persönlich und lustig, einer hat mir sogar um hab 11 schon ein Weißbier angeboten, weil ich ja aus München kam damals :-party
Letztendlich wollen die sowieso nur sehen, ob du ins Team passt und ob deine Persönlichkeit zum Chef passt.
@Meini: Schreib in dein Bewerbungsschreiben, wieso Du dich genau dort bewirbst.
Beim Gespräch hatte ich das Gefühl, dass man einfach die Kunst des Smalltalks beherrschen sollte.
Ich hatte nie Chefs, die wissen wollten, was ich so kann. Die wollten abchecken, ob man flexibel ist, bei mir (später mit Kind) wie die Kinderbetreuung gewährleistet ist und ob es menschlich passt.
Ich hab noch nie eine Absage nach einem Bewerbungsgespäch bekommen.
Einmal habe ich selber noch IM Gespräch abgesagt, weil der Chef ein Depp war - hat sich morgens um halb 10 eine Pfeife angezündet - ich war nüchtern und mir ist total schlecht geworden.:-kotz
Dazu war er total arrogant und die Klinik fand ich hässlich. :-)

Nessiemoo
28.02.2017, 05:57
Ich glaube es ist gut zu versuchen, das Anschreiben auf eine A4 Seite zu beschränken.

Chrissi1205
28.02.2017, 07:53
Die lesen das Anschreiben sowieso nicht ganz durch - das wird nur grob überflogen.
CV sollte übersichtlich sein und keine Unwichtigkeiten enthalten wie auf welche Grundschule du gegangen bist.
Falls man schon länger dabei ist, sollte die Lebenslauf auch chronologisch von der letzten Stelle zur ersten gelistet sein und was man im PJ gemacht hat, ist auch vollkommen wurscht (es sei denn, es ist die erste Stelle).
Ich bin ja keine Assistenzärztin mehr und habe teilweise selber Bewerber ausgesucht oder inkl. der Chefs/OÄ, die keine Lust hatten.
Die schauen sich das Photo an, die Aufmachung und wollen grob wissen, wo man schon gearbeitet hat.
Ich muss aber sagen, dass erschreckend viele Bewerber aufgrund des Photos in die engere Wahl kamen :-)
Wenn man besonders scharf auf eine Stelle ist, sollte man auch einen guten (persönlichen) Draht zur Sekretärin haben.
Die entscheidet auch mit.

Pampelmuse
28.02.2017, 10:55
Ich muss aber sagen, dass erschreckend viele Bewerber aufgrund des Photos in die engere Wahl kamen :-)

Ääääähm...okayyyyy...

Und nach welchen Kriterien hast Du da ausgesucht?!?