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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragensammlung - Bewerbungsgespräch



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pesanserinus
15.04.2018, 20:37
Mitte Mai erst. 2 Wochen vorm Stex. Das wäre natürlich doppelt was zum feiern, wenn man dann schon den Job in der Tasche hat.

Rettungshase
15.04.2018, 22:53
Dann drücke ich schon mal Däumchen. Halte uns doch beizeiten auf dem Laufenden, wenn du magst.

Cadherine
16.04.2018, 12:57
@pesanserinus
Hast du dem Chef einfach ne Mail geschickt oder hast du komplette Bewerbungsunterlagen fertig gemacht ?
Ich traue mich ehrlich gesagt nicht, mich vor dem M3 zu bewerben wäre ja super peinlich wenn man durchfällt .

Rettungshase
16.04.2018, 16:31
@ Cadherine:
Der Chef wartet nicht auf dich. Je früher die ihre Bewerber feststehen haben, desto eher können die planen. Im Zweifel kann es dir halt passieren, dass die zwar was haben, aber erst in 6 Monaten z.B.. Die Zeit musst du dir erst mal finanzieren...
Ich würde es aber immer wieder so machen, dass man im Bewerbungsschreiben freundlich seine Verfügbarkeit zum Antritt der neuen Stelle ab dem Soundsovielten anbietet.

Und mal ernsthaft: Wie viele Leute fallen schon durchs Mündliche?!

pesanserinus
16.04.2018, 20:25
@Cadherine Ich habe dem Chef per Mail eine komplette Bewerbung geschickt: Anschreiben, Lebenslauf, PJ-Zeugnisse, Arbeitszeugnisse und Abschlüsse. War vorher extra richtige Fotos machen. Im Anschreiben habe ich gesagt, wann das mündliche Stex ist und ab wann ich arbeiten möchte. Ich hatte vorher meinen Oberarzt aus dem PJ angesprochen, wann ich mich am Besten bewerben sollte und er hat mir dann gesagt im April für den Herbst und ich solle ihn ruhig im Anschreiben erwähnen.

Wenn du also in dein PJ-Haus willst, lohnt es sich vielleicht, wenn du dort jemanden fragen kannst, wie der Chef die Bewerbungen wünscht und wann (ich hatte den Stationsarzt ausgefragt und er hat mir gesagt, der Professor liest seine Mails alle selber, daher solle ich es mailen, das wäre im lieber).

Cadherine
16.04.2018, 23:13
@Rettungshase
Deswegen mache ich mir keine Sorgen ich weiß dass die im Moment mehrere Stellen freihaben (eine Stelle ist ausgeschreiben und ich weiß das noch jemand schwanger und demnächst weg ist) außerdem haben die seit 5 Jahren nie alle Stellen besetzt gehabt.

Der Chef liest/ beantwortet seine Mails selber, glaube ich frage einfach mal nach wie es so aussieht bei denen, wenn die ne vollständige Bewerbung haben wollen werden sie mir das dann ja mitteilen, ist ne kleinere Abteilung also kennen die mich auch alle. Die wollten eigentlich auch schon dass ich direkt im PJ unterschreibe aber ich wollte aber erst mein Wahlfach abwarten damit ich mir wirklich 100% sicher bin dass es Innere ist.
Vielleicht gehe ich auch einfach bei der Sekretärin vorbei, bin die Woche eh im Haus.

Vielleicht bin ich ein bisschen abergläubisch habe irgendwie Angst dass es Unglück bringt wenn ich jetzt schon alles klarmache vor der Prüfung.
Ausserdem könnte es ja auch sein das ich krank werde oder was auch immer und nicht teilnehmen kann ,außerdem sagte mein Vorsitzender im Vorgepräch er hätte kein Problem damit jemanden durchfallen zu lassen also sicher ist noch gar nichts. Klar es ist unwahrscheinlich aber ich fühle mich einfach unwohl dabei .

@pesanserinus Danke für die Infos

pesanserinus
17.04.2018, 08:07
@Cadherine Ich verstehe dich absolut und ich bin auch so abergläubisch, aber bei mir ist es der finanzielle Druck, der das nötig gemacht hat. Ich bekomme nur bis Juni BAföG und ich kann mich nicht nur mit meinem Studentenjob monatelang über Wasser halten. Wenn ich dann zum JobCenter gehe, bin ich ja gezwungen auch was anzunehmen was ich nicht will. Ärztestellen gibt es ja genug, die sie einem dann vorschlagen können vermute ich mal. Deshalb will ich das schon möglichst klar regeln, falls möglich. Das nimmt vielleicht auch etwas Druck weg. Man steuert nicht so ins Ungewisse. Auch wenn die Prüfung natürlich erstmal bestanden werden will - weshalb ich mich jetzt wieder meiner Liste von Karzinomen widme, die uns der eine Prüfer gegeben hat. :D

Cadherine
17.04.2018, 16:01
@pesanserinus
Das kann ich gut verstehen! ich wohne noch Zuhause und meine Mutter unterstützt mich finanziell deswegen bin ich nicht so in Zugzwang ,möchse natürlich auch das alles zeitig klappt, aber falls nicht steh ich auch nicht auf der Straße.
Meine Prüfung ist in ca. 4 Wochen ich weiß nicht ob das jetzt so einem Unterschied macht ob ich mich jetzt melde oder in 4 Wochen. Bin aber morgen im Haus ,da einer meiner Prüfer aus dem Haus kommt und gehe danach vielleicht nochmal kurz bei denen vorbei und sage Hallo.
Vielleicht deute ich schon mal was an oder frage unverbindlich nach wie es denn zum 1.8 aussehen würde.

Miss_H
19.04.2018, 10:07
Wenn man zum Gespräch mit Hospitation kommt und schon weiß, dass man mit in die Frühbesprechung geht, dann kann man sich schon mal ein paar Sätze überlegen wie man sich vorstellt. (Hätte man auch vorher drauf kommen können ;-))

Miri_Ka
18.06.2018, 20:16
War heute bei einem Bewerbungsgespraech (Uni, Psychiatrie) und wurde nur voll wenig gefragt:

Nur 0,01% der Medizinstudenten im ersten Semester wollen Psychiatrie machen. Warum wollen Sie Psychiatrie machen?
Warum haben Sie sich gerade hier beworben?
Welches Krankheitsbild interessiert Sie am meisten?
Auf welcher Station wuerden Sie gerne anfangen?
Teilzeit oder Vollzeit? (Das fand ich etwas komisch, weil das eigentlich in meinem Anschreiben stand und sie das auch vor sich liegen hatten... na ja.)

Dabei waren die Chefaerztin und eine von der Personalabteilung. Letztere hat nichts gefragt.

Dann sollte ich Fragen stellen, hab ich dann auch gemacht (hatte mir auch vorher viele Fragen ueberlegt). Die Fragen wurden sehr ausfuehrlich (man koennte fast sagen weitschweifig) beantwortet und das war's dann. Noch ein bisschen Smalltalk zum gerade stattfindenden Jahrmarkt und zur Stadt, dann war ich nach ca. 40 Minuten raus. Hab noch die Nummer von der Sekretaerin bekommen, bei der ich mich wg. Hospitation melden soll.

Bin jetzt etwas verwirrt... aber ist ja eigentlich gut? Ich dachte, ich werde nach meinen Staerken und Schwaechen gefragt oder wie ich mit dieser oder jener schwierigen Situation verhalten wuerde oder nach meinen Erfahrungen im PJ (mache gerade Wahltertial in der Psychiatrie), oder dass noch Nachfragen auf meine Antworten kommen, aber nichts.

Miss_H
18.06.2018, 20:24
Das klingt doch ganz normal.
Bei mir waren alle Gespräche sehr kurz (sind aber auch operative Fächer).
Kommen eigentlich immer die gleichen Fragen: Warum das Fach, warum die Stadt, warum dieses KH? Dann meist noch die Frage nach Fragen.
Bei mir war es aber auch immer mit einer Hospitation verbunden und ich hatte schon viel von den Assistenten erfahren im Laufe des Tages.

davo
18.06.2018, 21:06
0,01% halte ich dann doch für etwas zu pessimistisch :-))

Nessiemoo
19.06.2018, 08:43
Das ist normal, dass Bewerbungsgespräche für Arztstellen (v.a die mit großem Bewerbermangel) eher "untypisch" verlaufen, also nicht so wie bei einer sozusagen normalen Wirtschaftsstelle. Bei drei Bewerbungsgesprächen liefen die alle so ähnlich ab wie bei dir.

Shade
19.06.2018, 09:20
Meine Bewerbungsgespräche liefen auch eher untypisch ab, würde ich sagen..

Beim ersten war es direkt mit einer Hospitation verbunden, nach kurzer Vorstellung beim Chef ging es also direkt mit in die Frühbesprechung und auf Station. Da quatschte ein Oberarzt in Ruhe mit mir, machte aber eher Werbung für die Klinik, als dass ich ausgefragt wurde.. Später auf Chefvisite nahm mich der Chef dann fachlich ganz schön in die Mangel und prüfte mein bisheriges Wissen, jedoch stets freundlich. Erst am Nachmittag folgte dann das richtige "Vorstellungsgespräch" mit OA und Chefarzt, wo sie nur meinten "Hat uns fachlich gefallen, wir würden sie nehmen". :D Alle vorher überlegten Antworten auf Fragen zu Stärken, Schwächen etc. waren also für die Katz ;)

Beim Zweiten schwärmte der Chef auch nur stundenlang von der eigenen Klinik, wollte nur kurz wissen, warum ich dieses fach will. Danach folgte dann noch die etwas überraschende Frage "Was sind Ihre Hobbies?" :-oopss Also nichts, auf was man sich hätte vorbereiten können

Rettungshase
19.06.2018, 10:57
Die Hobbies wurde ich auch gefragt; das würde ich auch unbedingt vorbereiten, weil es für den Chef ein nettes semi-Smalltalk-Thema ist.

Ich würde nur nicht unbedingt etwas mit extrem hoher Verletzungsgefahr nehmen, weil der Chef dich dann gleich in der Langzeitkrankschreibung sieht ;D
Ich hatte damals Klettern gesagt. Hier finde ich Entspannung, ein körperliches Gegengewicht zu langen Lernphasen, Teambuilding und klare Kommunikationsstrukturen (was halt auch nett auf die Anästhesie übertragbar ist, für dich ich mich beworben hab) - hab's nicht ganz so schmalzig erzählt. Hab dann gleich hinterhergeschoben, dass ich das vornehmlich aus Konditionsgründen betreibe und sehr risikobewusst unterwegs bin.

Miri_Ka
20.07.2018, 15:16
Bin verwirrt und traurig, vielleicht kann einer von euch Licht auf die Situation werfen.

Hatte mich fuer Maerz 2019 bei einer Klinik beworben, erst wurde mir gesagt, sie koennten so lang noch nicht im Voraus planen, dann wurde ich doch zum Vorstellungsgespraech eingeladen und auf meinen Wunsch hin wurde auch eine Hospitation vereinbart. Beim Vorstellungsgespraech wurde mir dann gesagt, dass eine Kollegin naechstes Jahr in ein anderes Klinikum rotieren moechte und dass ich dann quasi deren Stelle fuellen wuerde. Am Ende wurde ich gefragt, wie viel Zeit ich brauche, um mich zu entscheiden (hatte mich noch woanders beworben und das auf Nachfrage auch gesagt). Ich sagte, eine Woche.
Nach einer knappen Woche habe ich dann eine Mail geschrieben, mich fuers Gespraech bedankt und gesagt, dass ich gern dort anfangen wuerde. Gestern Abend bekomme ich dann eine Mail zurueck, "leider können wir Ihnen zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Stelle anbieten."

???

Ich habe auch zurueck geschrieben und hoeflich nach den Gruenden gefragt, diese Bitte wurde mir jedoch nicht erfuellt. Ich hatte jetzt auch nicht das Gefuehl, dass ich bei der anschliessenden Hospitation irgendwas grossartig falsch gemacht habe O.o Sehr komisch. Und das war meine Traumstelle! Sowohl von der Weiterbildung/Forschung usw. als auch von der Stadt her. :(

Krötino
20.07.2018, 15:21
Gründe werden bei einer Absage meines Wissens nach nie genannt weil man sich damit aus juristischer Sicht angreifbar gegenüber einer Klage (wie auch immer die dann aussieht) machen könnte. Zumindest wurde es mir mal so erklärt.

davo
20.07.2018, 15:23
Kommt halt vor, ist ein ganz normaler Teil des Bewerbungsalltags. Deshalb muss man noch lange nicht verwirrt und traurig sein. Woanders bewerben, Problem gelöst.

Miri_Ka
20.07.2018, 15:41
Kommt halt vor, ist ein ganz normaler Teil des Bewerbungsalltags. Deshalb muss man noch lange nicht verwirrt und traurig sein. Woanders bewerben, Problem gelöst.

Ich bin ja auch nicht verwirrt und traurig, weil mir abgesagt wurde (okay, deshalb auch), sondern weil impliziert wurde, dass ich die Stelle quasi schon habe und mich dann nur noch fuer oder gegen die Klinik entscheiden muss. Und dann koennen Sie mir auf einmal keine Stelle mehr anbieten? Ich haette absolut kein Problem mit einer Absage gehabt, wenn sie am Ende des Gespraechs nicht gesagt haetten "Wie viel Zeit brauchen Sie, um sich zu entscheiden?" sondern, "Wir melden uns dann in X Wochen noch mal bei Ihnen."

davo
20.07.2018, 15:48
Auch das ist völlig normal. Vielleicht hat sich später noch irgendwer beworben, den sie besser fanden. Vielleicht gibts einen anderen Grund. Ist doch völlig egal. Sich darüber den Kopf zu zerbrechen ist verschwendete Zeit, das ist, wie schon geschrieben, ganz normaler Alltag.