Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragensammlung - Bewerbungsgespräch
MissUmbrella
06.08.2018, 20:30
Danke
So lief es bei mir in der Uniklinik ( keine Dissertation oder gar große Erfahrung im Fach )
- Oberarzt No 1. holte mich ab, gingen zur Morgenbesprechung -> Vorstellung der Kollegen, Einteilung
- Direkt im OP mit dem OA No 2. als 1.Assistent, nach einer Weile kam der Chef und haben auch geplaudert wo ich studiert hätte, was ich zurzeit so mache ( war im PJ ), wieso dort und hat mir eigentlich zur OP paar Sachen erklärt und Anatomie - sehr kollegial.
- Station: Talk mit den Assistenzärzten und Kuchenessen
- Gespräch mit dem nächsten OA No 3, auch ziemlich nett. keine besonderen Fragen, konnte meine Fragen selbst an ihm stellen
- Gespräch mit dem Chef im Büro: " Sehr guter Lebenslauf, sie waren ja sehr aktiv in der Uni mit Forschung und Publikation", Konnte selbst dann paar fragen stellen bezüglich promovierung usw. Ich sags nochmal Sehr cooler Chef und sehr locker !
- Neues Gespräch mit dem anderen OA No 4 der für die Personalplanung zuständig ist - nix besonderes
- Letztes Gespräch mit einem anderen OA No 1 der mir die ganze Zeit gesagt hat wie gut ich ins Team passen würde ^^
Alles im allem: Sehr kollegial, keine stressigen Situationen, man hat mich quasi versucht zu überreden bei denen anzufangen.
MissUmbrella
16.08.2018, 21:03
Habe übrigens jetzt Stelle in Haus B zugesagt bekommen..Haus A muss ich dann wohl absagen ( hab bissl Schiss davor, auch dass die iwie rechtlich gegen mich vorgehen da ich ja schrifltich per Email gesagt habe dass ich mir auch vorstellen kann bei denen zu arbeiten und sie mir den arbeitsvertrag zuschicken können)...aber hab ja noch immer keinen Vertrag und nix unterschrieben. Ganz schön nervenaufreibend dieses ganze Bewerbungsverfahren finde ich ...
Solange du keinen Arbeitsvertrag unterschrieben hast kann dir gar nichts passieren. Wenn dem so wäre, könnte doch auch jeder Arbeitergeber verklagt werden der sagt "wir könnten uns durchaus vorstellen Sie bei uns zu sehen".
MissUmbrella
16.08.2018, 21:14
Lustig ,die haben mir nämlich in der Zusage-Email geschrieben " vorbehaltlich der zustimmung aller gremien könnten wir uns gut vorstellen, Sie bei uns als Assistenzärztin einzustellen"
Das war mMn nämlich auch iwie keine absolute Zusage in dem Sinne..aber bin ja keine Juristin^^
Rettungshase
16.08.2018, 21:52
Der Arbeitgeber ist nicht dein Freund.
Bedank dich herzlich für das Bewerbungsverfahren und sag höflich die Stelle wieder ab.
MissUmbrella
16.08.2018, 22:05
Ja, da hast du wohl recht..
Die chefärzte sind beide im selben klinikverbund,aber dieser hat recht viele hier in der stadt..wenn die sich natürlich austauschen hab ich evtl. Ein problem..
(P.s. bitte nicht zitieren..danke!!)
Ja, da hast du wohl recht..
Die chefärzte sind beide im selben klinikverbund,aber dieser hat recht viele hier in der stadt..wenn die sich natürlich austauschen hab ich evtl. Ein problem..
(P.s. bitte nicht zitieren..danke!!)
mach dir nicht son stress :)
escitalopram
17.08.2018, 20:13
Als ob die Chefs nichts Besseres zu tun haben, als sich über dich auszutauschen und sich einen bösen Plan zu überlegen, es dir heimzuzahlen... Du scheinst wirklich irrationale Ängste diesbezüglich zu haben.
Als ob die Chefs nichts Besseres zu tun haben, als sich über dich auszutauschen und sich einen bösen Plan zu überlegen, es dir heimzuzahlen... Du scheinst wirklich irrationale Ängste diesbezüglich zu haben.
Logisch, insbesondere in kleinen Fächern und im Klinikverbunden kennen sich CA ja nicht und reden noch weniger miteinander, schon gar nicht über Mitarbeiter.
WackenDoc
17.08.2018, 20:31
Naja- aber der eine Chef wird sich im Zweifel freuen, dass ER dich bekommen hat und nicht die Konkurrenz.
Warum ist es eigentlich völlig normal, dass ein potenzieller Arbeitgeber sagt: "Tut uns leid, wir haben uns für einen anderen Bewerber entschieden."
Aber wenn der Bewerber sagt "tut mir leid, ich habe mich für einen anderen Arbeitgeber entschieden" ist das irgendwie total das Drama.
Und "Sehr geehrter Arbeitgeber, leider haben Sie meine Erwartungen nicht erfüllt und die Probezeit nicht bestanden" ist irgendwie auch nicht üblich.
Naja- aber der eine Chef wird sich im Zweifel freuen, dass ER dich bekommen hat und nicht die Konkurrenz.
Warum ist es eigentlich völlig normal, dass ein potenzieller Arbeitgeber sagt: "Tut uns leid, wir haben uns für einen anderen Bewerber entschieden."
Aber wenn der Bewerber sagt "tut mir leid, ich habe mich für einen anderen Arbeitgeber entschieden" ist das irgendwie total das Drama.
Und "Sehr geehrter Arbeitgeber, leider haben Sie meine Erwartungen nicht erfüllt und die Probezeit nicht bestanden" ist irgendwie auch nicht üblich.
:-dafür
Rettungshase
17.08.2018, 21:07
Die Leute heute wissen einfach nicht mehr, was sie auf dem Arbeitsmarkt wert sind.
Als ob die Chefs nichts Besseres zu tun haben, als sich über dich auszutauschen und sich einen bösen Plan zu überlegen, es dir heimzuzahlen... Du scheinst wirklich irrationale Ängste diesbezüglich zu haben.
Also in kleinen Fächern oder wenn du aus einer anderen Klinik kommst passiert das definitiv. Gerade wenn es um fortgeschrittenere Stellen (FA/OA) geht kannst du sicher sein, dass der neue potentielle Chef sich über dich erkundigt.
Außer es ist Innere an einer winzigen Klitsche auf dem Land und der Chef hat gar keine Wahl, dann vielleicht nicht aber ansonsten...
Kann Wacken Docs Aussage nur beipflichten. Mir wurde ein Vertrag mal am allerletzten möglichen Tag erst verlängert. Gut, war “nur“ ein Nebenjob.. An dem aber schon irgendwie hing.. Ob ich Rechnungen zahlen kann. Was zu essen haben werde nächsten Monat... Ich habe Blut und Wasser geschwitzt.
Seitdem würde ich ohne mit der Wimper zu zucken mir fünf Arbeitsverträge zuschicken lassen und die in angemessener Zeit schön miteinander vergleichen, bevor ich einen unterschreibe, wenn es dazu kommen würde.
Kann Wacken Docs Aussage nur beipflichten. Mir wurde ein Vertrag mal am allerletzten möglichen Tag erst verlängert. Gut, war “nur“ ein Nebenjob.. An dem aber schon irgendwie hing.. Ob ich Rechnungen zahlen kann. Was zu essen haben werde nächsten Monat... Ich habe Blut und Wasser geschwitzt.
Seitdem würde ich ohne mit der Wimper zu zucken mir fünf Arbeitsverträge zuschicken lassen und die in angemessener Zeit schön miteinander vergleichen, bevor ich einen unterschreibe, wenn es dazu kommen würde.
Meiner hochschwangeren Frau (1. Kind) wurde vor Jahren als Krankenschwester der befristete Arbeitsvertrag in einem "christlichen" Krankenhaus auch nicht mehr verlängert, ich noch Student, plötzlich keine Kohle mehr, das werde ich nie vergessen. Krankenhäuser sind keine *sozialen* Einrichtungen!
Muss wohl nicht erwähnen, dass ich danach aus der Kirche ausgetreten bin.
Ich verstehe MsUmbrellas Angst davor, der Klinik abzusagen, gar nicht. Solange der Arbeitsvertrag noch nicht vorliegt, ist doch sowieso nichts entschieden. Meiner Erfahrung nach (sicherlich sehr von der Klinik abhängig) ist es auch gar nicht so unüblich, dass Leute nach einer Zusage wieder absagen. In dem ländlichen Haus, in dem ich eine Zeitlang gearbeitet habe, hat geschätzt jeder zweite, der (in der Inneren) mündlich zugesagt hatte, danach wieder abgesagt bzw. den Vertrag nicht unterschrieben. Es sind sogar Leute, die unterschrieben hatten, dann doch nicht gekommen. Mir selbst hat auch mal eine Klinik, die mir eine klare (mündliche) Zusage gegeben hatte, zwei Wochen später wieder abgesagt, weil die Stelle von der Geschäftsführung gestrichen worden sei (wurde dann auch tatsächlich nicht besetzt).
Ich formuliere meine Zusagen inzwischen sowieso immer so, dass ich interessiert bin, aber eine endgültige Zusage natürlich erst geben kann, wenn auch der Vertrag vorliegt.
escitalopram
18.08.2018, 11:56
Logisch, insbesondere in kleinen Fächern und im Klinikverbunden kennen sich CA ja nicht und reden noch weniger miteinander, schon gar nicht über Mitarbeiter.
Jaja, sehr lustig. Es geht darum, dass sie einen Vertrag nicht unterschreiben bzw. eine angebotene Stelle eintreten wird. Als ob ein halbwegs psychisch stabiler CA das seinem Kollegen erzählen würde, mit der Intention, der Bewerberin zu schaden.
Ich verstehe MsUmbrellas Angst davor, der Klinik abzusagen, gar nicht. Solange der Arbeitsvertrag noch nicht vorliegt, ist doch sowieso nichts entschieden.
Ganz abgesehen davon: Es ist doch völlig normal und irgendwie selbstverständlich, dass man sich meistens bei mehreren AG bewirbt um danach entscheiden zu können, welche aller Stellen am besten zu einem passt. Und es ist sowohl moralisch als auch rechtlich absolut in Ordnung, den Vertrag nicht zu unterschreiben bzw. das Angebot abzulehnen. Jetzt hier Panik zu schieben, von wegen der CA würde gegen die Bewerberin rechtlich vorgehen, ist wirklich lachhaft. Wir leben zum Glück in einem Rechtsstaat.
Warum ist es eigentlich völlig normal, dass ein potenzieller Arbeitgeber sagt: "Tut uns leid, wir haben uns für einen anderen Bewerber entschieden."
Aber wenn der Bewerber sagt "tut mir leid, ich habe mich für einen anderen Arbeitgeber entschieden" ist das irgendwie total das Drama.
Und "Sehr geehrter Arbeitgeber, leider haben Sie meine Erwartungen nicht erfüllt und die Probezeit nicht bestanden" ist irgendwie auch nicht üblich.
Exakt.
Die Leute heute wissen einfach nicht mehr, was sie auf dem Arbeitsmarkt wert sind.
:-meinung
Feuerblick
18.08.2018, 12:02
Du glaubst gar nicht, wie viele verhaltensoriginelle Chefärzte es gibt, die genau das tun würden... Ich glaube, „Verhaltensoriginalität“ steht im Jobprofil für Chefärzte. Psychisch stabil sind da die wenigsten... der eine vielleicht mehr, der andere deutlich weniger.
Allerdings muss man sagen, dass es bei Berufsanfängern in aller Regel kein Problem ist. In fortgeschrittener Weiterbildung, wie weiter oben erwähnt, kann dir genau das passieren. Oder dass dein Chefarzt dich bei allen ihm nahestehenden Kollegen schlecht macht. Oderoderoder.
Insofern: Man kann nicht pauschal sagen, dass Chefärzte sich nicht mit anderen Chefärzten unterhalten - auch mit der Intention, dem Bewerber zu schaden.
escitalopram
18.08.2018, 12:09
Ja okay, Feuerblick, das kann ich mir schon vorstellen. Aber trotzdem. RECHTLICH können sie gegen sie nichts anrichten und das scheint ihre Angst zu sein. Und bei einem Arbeitsanfänger kann ich mir nicht vorstellen, dass es ein Problem sein dürfte, welche Stelle man doch im Endeffekt nicht angenommen hat...
Und mal ehrlich, man ist ein freier Mensch. Wenn man mit einer angetretenen Stelle unzufrieden ist, muss man einfach kündigen und eine andere suchen. Jetzt aus Angst heraus die suboptimale Stelle zu nehmen, nur weil der CA eventuell das einem anderen CA erzählen könnte etc., ist echt lachhaft.
Mal nebenbei: Bis einige Bewerben tatsächlich nicht verstehen, was sie heutzutage auf dem Arbeitsmarkt wert sind, muss es mich gar nicht wundern, dass für so viele Anfänger unbezahlte Überstunden, die auf Papier gar nicht existieren, total selbstverständlich sind...
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