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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragensammlung - Bewerbungsgespräch



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Lava
01.09.2008, 17:10
- Sie haben Abi mit X,Y? War das das Beste Ihres Jahrgangs (nein, war es nicht)
- Haben Sie Ärzte in der Familie (nein)

Komische Fragen. Uniklinik?

John Silver
01.09.2008, 21:38
- Sie haben Abi mit X,Y? War das das Beste Ihres Jahrgangs (nein, war es nicht)
- Haben Sie Ärzte in der Familie (nein)
- wo studiert, famuliert?
- wie weit mit Doktorarbeit?
Dann ist er noch auf meine Sprachkenntnisse eingegangen und mein soziales Engagement.
außerdem:
- warum an diese Klinik?

Tut mir leid, aber diese Auswahl an Fragen würde mich abschrecken, wäre ich der Bewerber. Wen interessiert schon die Abi-Note? Ich kenne einige Leute, die eine 1,X im Abi hatten, und nichtdestotrotz zu blöd zum Steinehüten sind. Ob's das beste Ergebnis des Jahrgangs war? Hä? Damit man sich einen darauf runterholen kann? Zu mehr taugt diese "Platzierung" kaum. Wo studiert - heutzutage doch nun wirklich wurscht, angesichts der dämlichen und allseits bekannten Vergabepraxis der ZVS.

"Warum diese Klinik" ist auch eine idiotische Frage, die aus dem Buch "Bewerber-Bashing für Dummies" stammt. Wohl nicht wegen des astronomischen Gehaltes, und auch kaum ob der tollen Arbeitszeiten.

Insgesamt hört es sich schwer nach dem möchtegern-elitären selbstverliebten Typ Chef an, der sich einen Dreck um Assistenten schert und diese nur ausbeutet, wo es geht, ohne dabei die stete Rechtfertigung zu vergessen, dies sei ja Ausbildung, und Lehrjahre seien keine Herrenjahre, bla blub Schwachsinn.

synovia
02.09.2008, 13:52
Zwei Bewerbungsgespräche, gestern Kreiskrankenhaus, heute Uniklinik.

Kreiskrankenhaus, Gespräch mit Chef. Dieser völlig unvorbereitet (hat sich meine Bewerbung glaube ich gar nicht angeschaut), hat mich wohl nur eingeladen, weil er musste (bin die einzige weibliche Bewerberin auf die Stelle), ich hatte das Gefühl, dass er lieber einen Mann einstellen möchte.

Heute Uniklinik Chef, Oberarzt, Frauenbeauftragte. Kam gut an, dass ich meine Unterlagen im Original (Zeugnisse, Approbation...) in einer ordentlichen Mappe dabei hatte. Nettes Gespräch.

Bei beiden Stellen weder Zu- noch Absage, das Warten macht mich ganz kribbelig...

Ich ärgere mich gerade voll, weil ich bei der Uni-Stelle ganz vergessen habe zu fragen, wie der Vertrag befristet ist :-/

Janny
02.09.2008, 18:23
Vielleicht eine etwas doofe Frage, aber was macht denn die Frauenbeauftragte (mittlerweile korrekterweise "Gleichstellungsbeauftragte" ....) beim Vorstellungsgespräch?
Entweder der Chef stellt eine Frau "freiwillig" ein oder ich pfeife auf die Stelle, denn ich glaube nicht, dass ich mit einer Stelle, die ich nur dank einer Frauenbeauftragten bekommen habe, glücklich werden würde... :-???

Lava
02.09.2008, 18:50
Bei beiden Stellen weder Zu- noch Absage, das Warten macht mich ganz kribbelig...


Ja, es ist zum :-kotz


ich glaube nicht, dass ich von einer Stelle, die ich nur dank einer Frauenbeauftragten bekommen habe, glücklich werden würde...

Ich schon!!!!! Egal wie - ich will diese eine (oder die andere) Stelle!

synovia
02.09.2008, 22:07
Vielleicht eine etwas doofe Frage, aber was macht den die Frauenbeauftragte (mittlerweile korrekterweise "Gleichstellungsbeauftragte" ....) beim Vorstellungsgespräch?


Keine Ahnung, was sie da eigentlich macht. Anstandsdame vielleicht ;) Nein, im Ernst. Bei mir saß sie nur dabei. Hat kein Wort gesagt, die Möglichkeit, mir Fragen zu stellen, hat sie nicht genutzt. Hat zugehört, sich irgendwas aufgeschrieben und ist wieder gegangen.

vlsime
03.09.2008, 13:18
Hallo!


Vielleicht eine etwas doofe Frage, aber was macht denn die Frauenbeauftragte (mittlerweile korrekterweise "Gleichstellungsbeauftragte" ....) beim Vorstellungsgespräch?

In vielen Bereichen ist die Beteiligung von Gleichstellungs-, Behindertenbeauftragte, Arbeitnehmervertretern / Personalrat o.ä. in Bewerbungsvorgänge vorgeschrieben, um zu gewährleisten, daß niemand aufgrund unzulässiger Kriterien benachteiligt wird, und daß das gesamte Verfahren fair abläuft.

Grüße!

Ersa
19.10.2008, 12:38
So, jetzt kann ich hier auch mal was beisteuern :-)

Anwesend waren neben dem Chef noch zwei OÄ. Insgesamt nette Stimmung, alle drei schienen meine Unterlagen zu kennen (fand ich schon mal gut :-wow )

Warum wollen Sie denn Pädiatrie machen? In welchen Kliniken waren Sie schon (Famulatur, PJ)? Schon Subspezialisierung ins Auge gefasst?
Dann ging´s weiter zur Forschung: Was für ne Dr-Arbeit gemacht (darüber haben wir echt eeeeewig gesprochen!!!)? Daten schon mal irgendwo auf nem Kongreß vorgestellt? Wenn Sie die Arbeit heute noch mal beginnen würden, worauf würden Sie achten (ging darum, ob ich Schwachstellen der Arbeit benennen kann)? Von der OÄ: Wie stellen Sie sich das denn mit der Forschung vor (während der Kernarbeitszeit, Freizeit, das übliche halt)? usw.

Dann hat der Chef ein bisschen vom Haus erzählt und ich konnte Fragen stellen. Anschließend hat mich ein weiterere OA über die Stationen geführt (inkl. Blick ins Forschungslabor ;-) ) und quasi noch ein zweites Vorstellungsgespräch absolviert. Auch da ging´s wieder hauptsächlich um Forschung, also was ich für ne Dr.-Arbeit gemacht habe (schient ihn tatsächlich inhaltlich zu interessieren), welche Methoden etc.

Alles in allem sehr nett, die Zusage kam am nächsten Tag :-top :-dance :-party

apple
19.10.2008, 14:07
So, jetzt kann ich hier auch mal was beisteuern :-)

Anwesend waren neben dem Chef noch zwei OÄ. Insgesamt nette Stimmung, alle drei schienen meine Unterlagen zu kennen (fand ich schon mal gut :-wow )

Warum wollen Sie denn Pädiatrie machen? In welchen Kliniken waren Sie schon (Famulatur, PJ)? Schon Subspezialisierung ins Auge gefasst?
Dann ging´s weiter zur Forschung: Was für ne Dr-Arbeit gemacht (darüber haben wir echt eeeeewig gesprochen!!!)? Daten schon mal irgendwo auf nem Kongreß vorgestellt? Wenn Sie die Arbeit heute noch mal beginnen würden, worauf würden Sie achten (ging darum, ob ich Schwachstellen der Arbeit benennen kann)? Von der OÄ: Wie stellen Sie sich das denn mit der Forschung vor (während der Kernarbeitszeit, Freizeit, das übliche halt)? usw.

Dann hat der Chef ein bisschen vom Haus erzählt und ich konnte Fragen stellen. Anschließend hat mich ein weiterere OA über die Stationen geführt (inkl. Blick ins Forschungslabor ;-) ) und quasi noch ein zweites Vorstellungsgespräch absolviert. Auch da ging´s wieder hauptsächlich um Forschung, also was ich für ne Dr.-Arbeit gemacht habe (schient ihn tatsächlich inhaltlich zu interessieren), welche Methoden etc.

Alles in allem sehr nett, die Zusage kam am nächsten Tag :-top :-dance :-party
Dann hast du wahrscheinlich gesagt, dass du gerne in deiner Freizeit forschst, oder ? ;-)

Glückwunsch !!! :-top

Ersa
19.10.2008, 17:30
Dann hast du wahrscheinlich gesagt, dass du gerne in deiner Freizeit forschst, oder ? ;-)

Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen ;-) Mal schauen, wie´s so wird, bin sehr gespannt!

Rumpelstilzchen
05.11.2008, 20:33
In meinem erfolgreichen Vorstellungsgespräch lief das in etwa so.

1. Wie geht's Ihnen?
2. Sie wollen also hier arbeiten?
3. Was macht Ihre Frau?
4. Warum also [kleines Kreiskrankenhaus]?
5. Sie passen zu uns. Wegen mir können Sie hier anfangen, haben Sie noch Fragen?

Altruist
16.12.2008, 09:10
"So, sie wollen aaalllsssooo ... werden?!"

"Sind Sie ein guter Arzt?" (war wohl ernst gemeint!)

"How is your English?"

Ich merkte an, mich nie niederlassen zu wollen - darauf: "Warum nicht?!"

"Was ist denn Ihre Fachalternative?"

Auch so Schoten von mir wie etwa: So schlecht ist Deutschland nicht, oder etwa: Gearbeitet wird überall auf dieser Welt in diesem Job viel (Antwort darauf war ein leises, langgezogenes "Jaaaaa" - haben nicht geschadet!


"Wann können Sie anfangen?!" ... "ok"


Insgesamt hatte ich den Eindruck es handelte sich vielmehr um ein Aufklärungs - denn ein Vorstellungsgespräch!!!

Eine seeehr seltsame Erfahrung!

Lava
16.12.2008, 11:40
Ach ja, neue Frage neulich:

"Sie haben sich doch bestimmt schon mit der Weiterbildungsordnung beschäftigt..." auf diese eher unerwartete Frage konnte ich Gott sei Dank antworten, weil ich tatsächlich schonmal einen Blick darauf geworfen habe. :-oopss Merke: unbedingt mal in die WBO des anvisierten Faches schauen!

Aber wirklich lustig war die erste Frage:

"Erzählen sie doch mal was über Ihr Leben!" :-)) Ich hab's zuerst nicht gecheckt, aber er wollte nur, dass ich der anwesenden Oberärztin meinen Lebenslauf präsentiere, da sie meine Bewerbung nicht gelesen hatte. ;-)

Talelady
16.12.2008, 17:35
"was wollen Sie in 5 Jahren sein?"
- ähm... ich hätte da gerne die Facharztausbildung mehr oder minder durch....
"und was wäre mit einer Habilitation?"
...
:-)

HorstHützel
18.12.2008, 19:33
Hatte auch ein paar Klassiker:

Haben Sie Hobbies ?
Was wollen sie in 5 Jahren geschafft haben ?
Wieviele Dienste könnten sie sich vorstellen pro Monat zu machen ?

Und mein Liebling:
Wer sind ihre ärztlichen Vorbilder (Antwort: ähm...stammel...ööhmm)

Insgesamt nicht sooo prickelnd gelaufen, alles sehr vage geblieben.

Na ja. Beim nächsten Mal.

HH

HorstHützel
23.12.2008, 11:16
Insgesamt nicht sooo prickelnd gelaufen, alles sehr vage geblieben.



Und hat doch geklappt....bin unter der Haube !!:-)) :-wow

Weihnachten kann kommen.

Wünsche allen ein schönes Fest und schon mal einen guten Rutsch !!

HH

snoopie
27.12.2008, 22:26
Ich war jetzt bei 7 Bewerbungsgesprächen Uni und kleine Häuser, aber wirklich keiner hat doofe Fragen gestellt wie "Nennen Sie Ihre Stärken und Schwächen" oder "Warum sollten wir Sie NICHT einstellen" - solche Psychofragen scheinen Ammenmärchen zu sein ;-)

Unangenehm fand ich, dass die UniChefs so auf der Forschung rumgehackt haben und ein Chef an einem 400Betten Haus hat mich fachlich ausgefragt (bestimmt 10 Fragen) und ich hatte halt schon alles wieder vergessen - nicht so doll :-nix.

Tipp: Wenn ihr euch in einem kirchlichen Haus bewerbt, schreibt eure Konfession in den Lebenslauf :) - Ich musste diese Frage gefühlte 1000mal beantworten.

Und von wegen eine (abgeschlossene) Doktorarbeit sei nicht so wichtig - die ganz fertige experimentelle Doktorarbeit hat bei ALLEN große Pluspunkte gebracht.

Lava
27.12.2008, 22:31
Fechten kam auch immer gut an :-D

John Silver
28.12.2008, 19:28
Ich weiß nicht, wie man es als "unangenehm" empfinden kann, daß ein Uni-Chef "auf der Forschung rumhackt". Wenn man sich an einer Uniklinik bewirbt, dann sollte man Interesse an Forschung haben. Wenn man "nur" ein Maximalversorgungshaus sucht, aber keine Forschung und Lehre machen will, dann ist man an einer Uniklinik falsch.

camino
29.12.2008, 10:56
Spielen Sie ein Instrument?

Nehmen Sie am kulturellen Leben Ihrer Stadt teil?


:-oopss

Mal schauen, was die nächsten alles wissen wollen!