Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragensammlung - Bewerbungsgespräch
Hab noch nie erlebt, dass Fachfragen gestellt wurden. Leider, fände das wesentlich angenehmer als das ganze persönliche Zeug.
Aber man kann es sich eben nicht aussuchen.
Im IT-Bereich ist es dagegen gängig, dass man eine Art Prüfung durchläuft, beispielweise Programmierprobleme lösen muss.
Bonnerin
19.11.2020, 21:33
Aber man kann es sich eben nicht aussuchen.
Im IT-Bereich ist es dagegen gängig, dass man eine Art Prüfung durchläuft, beispielweise Programmierprobleme lösen muss.
Fände ich auch viel besser als die Frage, ob ich in der Freizeit lieber golfe oder segle...
Aber in der IT schauen die Firmen i.d.R. halt auch danach, dass die Bewerber wirklich geeignet sind. Bei uns reicht ja in der Regel schon "Anerkennung des ausländischen Studienabschlusses könnte bald kommen" (auch bei Deutsche, dir irgendwo waren, nicht nur bei Eingewanderten) oder "Approbation existiert". Womit wir aber direkt auch wieder beim Personalmangel sind, der dadurch verschärft wird, dass immer mehr schlechter oder nicht qualifiziertes Personal eingestellt wird und sich dann auch kaum noch wer bewirbt, der "richtig" qualifiziert wäre.
Medizininteressentin87
22.11.2020, 13:42
Einerseits finde ich es ja interessant, das die Reaktion getestet wird. Oder auch ob man ruhig bleiben kann und professionell bleiben soll. Aber fachlich gesehen, kann ich nur zustimmen, dass es im IT-Bereich definitiv mehr Wert auf die richtige Eignung gelegt wird und Fachwissen.
Ich wurde über meine Diss gefragt, wo ich PJ gemacht habe. Ob ich dort mit den OA gut ausgekommen bin. Was denn die Aufgabe einer Uniklinik sei (SOPs erstellen, Lehre, Forschung, Vorreiter...). Und dann hat sich der Chef auch sehr lange Zeit genommen meine Fragen zu beantworten bzw. ich durfte alles fragen, was mich interessiert.
Zum Schluss habe ich auch direkt die Rückmeldung durch den Chef bekommen, was die OAs (es gab erst ne OA Runde und dann ne Chef Runde) von mir dachten und dass die Rückmledung, dass ich eine Zusage erhalte, bzw. der Vertrag mir zugeschickt wird.
Anne1970
02.01.2021, 16:01
Gratulation!
Ich dachte immer, dass es gut sei wenn man seine Strategie darauf hin ausrichtet den anderen möglichst viel reden zu lassen und möglichst viele Fragen zu stellen. Hab mich da aber offensichtlich getäuscht - in einem Fall in dem das sehr gut gelungen ist gab es dann trotzdem einige Wochen später eine Absage. Habe es immer maximal intransparent gefunden was letztlich den Ausschlag gab. So ein Chef ist eine einzige Black Box.
Menschen sind unterschiedlich. Die Erkenntnis des Tages :-p
Feuerblick
03.01.2021, 12:14
Das Bewerbungsgespräch läuft gut, wenn es ein halbwegs gleichmäßig verteilter Dialog und Austausch ist. Verhöre (egal, wer da ständig die Fragen raushaut) sind selten gut.
Das Bewerbungsgespräch läuft gut, wenn es ein halbwegs gleichmäßig verteilter Dialog und Austausch ist. Verhöre (egal, wer da ständig die Fragen raushaut) sind selten gut.
Wenn es gut läuft, haben die Chefs die Bewerbung durchgelesen, glauben du kommst grundsätzlich in Frage und stellen dann ein paar Fragen/wohlwollender Dialog, wo man feststellen soll, ob man gut miteinander arbeiten kann.
Schlecht ist, wenn sie sich die Bewerbung nicht durchgelesen haben und viele kritische Fragen stellen. Eigentlich brauch man dann kein Gespräch unbedingt. Finde es auch sehr schwer in so kurzer zu entscheiden, ob man miteinander arbeiten will.
Feuerblick führt möglicherweise öfter Bewerbungsgespräche als AG durch, wir sollten die Tipps beachten.
Ich (aus meiner Berufserfahrung als MTA) habe Erfahrung gemacht, wenn im VG viele komische Frage gestellt werden, wollen sie dich mehr als Persönlichkeit testen. Wie benimmt man sich, wenn man genervt wird. Oder wenn man nett bei doofen Fragen bleiben soll. Also nicht ernst nehmen, sondern versuchen das Gespräch auf einem angenehmen Ton zu beenden.
Manche zeigen irgendwelche inadequate Reaktionen auf Fragen.
Finde sowas merkwürdig. Wollen sie jmd. überhaupt einstellen, wenn man sowas fragt? Hätte dort ein schlechtes Gefühl anfangen zu müssen.
Pampelmuse
15.01.2021, 13:38
Hat sich in den letzten Wochen mal jemand beworben? Wie läuft das momentan mit den Vorstellungsgesprächen- vor Ort oder eher online?
Schatzi87
15.01.2021, 14:35
Ich hatte ein ganz normales Vorstellungsgespräch (mit Maske) mit Hospitation in der Anästhesie. Lief ganz normal ab.
McLaren422
19.01.2021, 20:21
hatte heute eines vor Ort mit anschließender Hospitation. Hatte aber auch nur eine Videokonferenz. Is wohl vom Haus abhängig.
Vorstellungsgespräch nur über eine Videokonferenz? Geht das in dem Beruf überhaupt? Kann mir kaum vorstellen dass es allein auf der Basis von so was zu einer Anstellung kommen könnte...
Warum denn nicht?! :-)) Ein normales Vorstellungsgespräch ist doch auch nicht aussagekräftiger.
Ich hatte zwei Vorstellungsgespräche. Beide vor Ort, mit Maske. Wenn mehrere Personen anwesend waren (Chef + Oberärzte), dann in großem Raum mit genug Abstand dazwischen und Fenster auf Kipp.
McLaren422
21.01.2021, 17:57
Vorstellungsgespräch nur über eine Videokonferenz? Geht das in dem Beruf überhaupt? Kann mir kaum vorstellen dass es allein auf der Basis von so was zu einer Anstellung kommen könnte...
ich hab dann noch nen Wunsch nach ner Hospitation geäußert, die hab ich aber dann wieder abgesagt (hatte bessere Angebote). Ich glaub aber, dass die mich nach der Hospitation genommen hätten. :D
war aber alles sehr sehr komisch (die Situation, die Fragen, die Verhältnisse in der Klinik), nur die von der Personalabteilung war echt süß^^
Lotte104
22.01.2021, 09:17
Nach 3 Bewerbungsgesprächen in dieser Woche habe ich jetzt 3 mündliche Zusagen und mit allen zunächst auf meinen Wunsch eine Hospitation vereinbart. Die Gespräche waren alle sehr unkompliziert und wohlwollend. Meist habe ich mich kurz vorgestellt und dann wurde mir die Klinik vorgestellt und mir Raum für Fragen gegeben. Die Zusage erfolgte bei allen schon während des Gesprächs.
Mein Favorit kann mir leider erst wegen eines Coronaausbruchs auf der Station in 2 Wochen einen Hospitationstermin geben. Wir haben im Gespräch vereinbart, danach alles dingfest zu machen und dass ich mich in 2 Wochen melde um einen Hospitationstermin auszumachen. Der Chef hat während des Gesprächs immer wieder angedeutet, dass im Konzern aufgrund der Coronalage eigentlich Einstellungsstopp ist, er mich aber unbedingt einstellen möchte. Jetzt sitze ich aber wie auf heißen Kohlen und würde am liebsten sofort auch schon vor der Hospitation zusagen. Die zwei Wochen halte ich nicht durch. Meint ihr es ist legitim, von sich aus auch bevor ich irgendetwas Schriftliches aus der Klinik habe zuzusagen und aber trotzdem an der Hospitaion festzuhalten?
Eine vorzeitige Zusage deinerseits ändert ja nichts daran, dass dich der CA sowieso einstellen will, und ändert auch nichts am aktuellen Einstellungsstopp. Du würdest mit einer vorzeitigen Zusage deinerseits also lediglich deine eigene Position verschlechtern, ohne irgendeinen Vorteil zu haben.
Ganz ehrlich Chefs können ganz viel wollen. Wenn die Verwaltung nein sagt, dann bekommst du keinen Vertrag und sitzt ohne alles da. Daher solltest du dringend schauen etwas in trockenen Tüchern zu haben, auch wenn es nicht deine Wunschstelle ist.
Haematopoesie
22.01.2021, 17:13
aber wie kann man denn als leitender Oberarzt auf seinem Handy spielen beim Bewerbungsgespräch? Und der Chef ist eher der klassische Fall von narzisstischem Vollproll, der einen auf dicke Hose macht- meinte, er schaue sich ja noch zwei Wochen jetzt Bewerber
Ich habe vorm Studium in einem anderen med. Beruf gearbeitet und beim Bewerben ist mir da auch mal so ein Exemplar über den Weg gelaufen - hat während dem Gespräch (mehrfach!) privat telefoniert und seinen nächsten Pokerabend geplant. Ich saß echt nur fassungslos da...
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