Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragensammlung - Bewerbungsgespräch
Melina93
20.04.2021, 11:22
ist Mumpitz, ein Chef den du von Anfang an unsympathisch findest, würde ich lassen.Gerade in Hinblick auf die sehr arbiträre "Weiterbildung" in DE (Rotationen, Logbuch, Fertigkeiten).
Am Besten ist, wenn du einen positiven Gesamteindruck hast. Stell dir vor du bist OA oder CA dort und bist gegenüber Bewerbern wenig motiviert/wenig sympathisch....dann wollen die dich auch garnicht wirklich.
Dafür gibt es dann doch zu viele freie Stellen.
Absage höflich...
"Sehr geehrter Herr Prof. XY. Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen und die Einladung zum Bewerbungsgespräch. Ich habe in der Zwischenzeit allerdings ein anderes Angebot erhalten, was noch ein wenig besser zu mir passt. Darum muss ich meine Bewerbung wieder zurückziehen. Falls ich Ihnen mit meiner Entscheidungen Umstände bereite, bedauere ich dies sehr. Ich bitte dennoch um Ihr Verständnis. Ihre Klinik hat auf mich einen sehr guten Eindruck gemacht“
Ich denke es muss schon möglich sein ehrlich zu sagen, dass man es dort eben nicht gut fand. Höflich, aber doch ehrlich. Ich würde wenn ich absage niemals behaupten ich fand es toll dort wenn das nicht der Fall ist und das ja sogar der Grund für die Absage ist.
Wieso sollte man ehrlich sein? Glaubst du ernsthaft dass es in einem Bewerbungsverfahren die Arbeitgeberseite ist? "Wir haben Sie abgelehnt weil wir schon so viele Frauen im Team haben und lieber mal wieder einen Mann wollten der nicht schwanger werden kann" und so? Alles klar, die Klage kommt gleich, dauert nur noch Sekunden.
Man muss ja jetzt nicht lügen dass alles so toll war. Einfach ein unkompliziertes: "Vielen Dank für das Bewerbungsgespräch. Ich habe mir einige Kliniken angesehen und mich für eine andere Klinik entschieden. Daher ziehe ich meine Bewerbung bei Ihnen zurück. Ich bitte um Zurücksendung/Löschung meiner Bewerbungsunterlagen. Mit freundlichen Grüßen"
Völlig neutral, nicht gelogen, nicht geschleimt.
Melina93
21.04.2021, 06:18
Lol, chill mal...
Ich habe lediglich geschrieben, dass ich nicht einsehen würde zu behaupten, dass es super toll war wenn es eigentlich unter aller Sau gewesen ist- und das höflich in die Absage verpacken (War nicht kompatibel- Bla Bla)
Dass Arbeitgeber sich viel erlauben ist klar. Und ebenso klar ist, dass man höflich bleiben sollte. Aber die auch noch loben? Nö, Sicher nicht.
Feuerblick
21.04.2021, 07:28
Eben... Und deshalb (wie von anignu geschrieben) einfach neutral „habe mich für eine andere Klinik entschieden“. Man muss das nicht begründen. Interessiert den Chef und die Personalabteilung sowieso nicht.
Seh ich nicht so.
Wenn es ein Chef einer einigermaßen großen Abteilung ist dann delegiert er und dann sind Rotationen Sache eines entsprechenden OA, die Ausbildung erfolgt meist eh über die OA und das Logbuch ist eine einfache Sache: es wird unterschrieben was gemacht wurde.
Man muss nicht der beste Freund des Chefs sein.
Sehe ich nicht so, zumindest langfristig. Oberärzte wechseln mal gern, tja und dann ist niemand da und man hat mit dem Chef zu tun.
Bei einem Chef zu arbeiten, den man vom ersten Tag total unsympathisch findet, würde ich nicht machen.
Kann gerne jeder selbst ausprobieren.
@DaCapo: deine hier (und in allen anderen arbiträr von dir bedachten) Threads dargestellte Sicht auf die „Weiterbildung in DE“ ist subjektiv und überwiegend überholt. Möglicherweise würde ein aktualisierter Faktencheck helfen? :grins:
Freundlicher Gruß
Anne1970 (u.a. Delegierte der LÄKH)
Es wurde einiges getan seitens der ÄK um die argsten "arbiträren" Verhältnisse in der WB zu beenden. Das ist zu loben. Trotzdem ist es im Großen und Ganzen nicht so toll und das haben auch einige andere hier gesagt. Hier wären doch einige Weiterbilder auszusortieren, allein wegen des Aspektes "persönliche Eignung". Das würde aber zuviel Wirbel verursachen. Da ich die Weiterbildung gerade hinter mir habe, sind meine Erfahrungen aktuell.
Brauchst du inzwischen schon zwei Wochen um posts von mir rauszusuchen um dann das Gegenteil zu schreiben? ;-)
Und bzgl. "Oberärzte wechseln mal gern": 1. seh ich das weniger so, einzelne ja aber die meisten bleiben eher länger und 2. kann dir das beim Chef auch passieren, einzelne wechseln mal gern aber die meisten bleiben eher länger. Oh, an Nicht-Uni-Kliniken muss ich noch dazu schreiben. An Unikliniken ist die OA-Position eigentlich nur eine Vorbereitungsposition für einen CA-Posten woanders. Sonst würde man sich das nicht antun...
Und seit wann schreibst du dass sich die WB-Verhältnisse verbessert hätten? Ich dachte dein Job hier ist die Weiterbildung grundsätzlich mies zu reden.
Apropos nicht so tolle Weiterbildung: das liegt übrigens IMMER am Weiterbildungsbefugten, also immer an der Klinik. Nie an was anderem wie zum Beispiel dem WBA ;-)
Kribbelkrabbel
03.05.2021, 08:54
Hey Leute,
Ich hätte da einige Fragen:
1. Wie läuft das mit der Rückmeldung nach Bewerbungsgespräch bzw. Hospitation? Bei mir steht noch das M3 (Ende Juni) aus und die Approbation würde ich - wenn alles gut und schnell abläuft - Ende Juli in der Hand halten. Arbeitsbeginn angepeilt August oder September. Hatte bei meinem ersten Bewerbungsgespräch/Hospitation vereinbart, dass ich mich bis zum 1. Juli melden werde. Wie läuft das üblicherweise ab?
2. In der besagten Hospitation habe ich mich nicht so gut verkauft und war ehrlich zum Chef: Ich sagte zu ihm, dass ich mir noch nicht sicher bin ob ich Unikarriere machen möchte oder darauf verzichte und am Städtischen anfangen möchte. Bräuchte da etwas Bedenkzeit. Ich finde dass Ehrlichkeit besser ist, wie was vorzuheucheln und dann abzusagen. Denn wenn ich mich für dieses Städtische Haus entscheiden sollte, weis ich worauf ich mich einlasse und bin zu 100% von meiner Entscheidung überzeugt. Oder ist das die falsche Taktik und man soll sich immer gut verkaufen und den Chefs Honig um den Mund schmieren?
Bonnerin
03.05.2021, 12:28
Zuallererst: Wie oft müssen dir noch die Red Flags dieser Stelle gezeigt werden? Keine Hospitation, mehrere freie Stellen, weil es keine "passenden Bewerber" geben würde...passend bedeutet in dem Fall vermutlich Personen, die uninformiert genug sind, dass sie sich so eime gruselige Stelle um der Location Willen antun.
Zu 1.:
Man hat durchaus teilweise unter Vorbehalt den unterschriebenen Arbeitsvertrag. Mein Vertrag kam Ende April, noch vor dem M3. Habe dann unterschrieben, Einstellung natürlich vorbehaltlich des M3-Bestehens. Ich wurde bei meiner ersten Stelle ein paar Tage nach dem Gespräch angerufen und habe mündlich die Stelle zugesagt bekommen.
Bei der Bewerbung auf die Stelle, auf deren Vertrag ich gerade warte wurde mir nach Abschluss des Bewerberverfahrens inkl. Vorstellungsgespräche die Stelle ebenfalls telefonisch angeboten. Ich hatte dann aber darum gebeten, noch ne Hospitation da zu machen, war überhaupt kein Problem, die haben sich über mein Interesse gefreut und alles in die Wege geleitet. Am Tag nach der Hospitation hab ich dann per Mail zugesagt. Wechselt also alles so ein bisschen von Arbeitgeber zu Arbeitgeber.
Zu 2.:
Falsche Taktik. Man sollte nicht rumschleimen, das wirkt immer ganz schlecht. Aber eben etwas...bestimmter formulieren. Halt eben in nem universitären Krankenhaus das Interesse an der Forschung (oder auch der Lehre, das hab ich damals gesagt) betonen. In nem kleineren Haus halt eher Richtung volle Konzentration auf die Arbeit als Arzt etc.
Und ansonsten: Es ist in gewissem Sinne für beide Seiten ein Bewerbungsgespräch. Wenn man nicht gerade die Charité oder das UKE in HH ist, dann wollen die auch durchaus versuchen, einem die Vorzüge des Betriebs zu nennen. Wenn da schon gar nix kommt...mieses Bauchgefühl.
Brauchst du inzwischen schon zwei Wochen um posts von mir rauszusuchen um dann das Gegenteil zu schreiben? ;-)
Und bzgl. "Oberärzte wechseln mal gern": 1. seh ich das weniger so, einzelne ja aber die meisten bleiben eher länger und 2. kann dir das beim Chef auch passieren, einzelne wechseln mal gern aber die meisten bleiben eher länger. Oh, an Nicht-Uni-Kliniken muss ich noch dazu schreiben. An Unikliniken ist die OA-Position eigentlich nur eine Vorbereitungsposition für einen CA-Posten woanders. Sonst würde man sich das nicht antun...
Und seit wann schreibst du dass sich die WB-Verhältnisse verbessert hätten? Ich dachte dein Job hier ist die Weiterbildung grundsätzlich mies zu reden.
Apropos nicht so tolle Weiterbildung: das liegt übrigens IMMER am Weiterbildungsbefugten, also immer an der Klinik. Nie an was anderem wie zum Beispiel dem WBA ;-)
Der übliche beleidigende Stil.
Kann dir doch egal sein, wann ich antworte.
Ja über einen Zeitraum von 30-40 Jahren von sehr schlecht zu schlecht verbessert immerhin.
Kenne auch Oberärzte an Unikliniken ohne Chefarzt Ambitionen. Die kleinliche Diskussion kann man sich auch sparen. Bestimmt sehr schlau bei einem total unsympathischen Chef anzufangen. Kann gerne jeder machen wie er möchte. Vor allem Wenn er von ihm, wie bei jedem Chef (egal ob Straßenverkehrsamt oder Google), abhängig ist.
Gibt es auch andere Fächer als Chirurgie auf der Welt.
Hey Leute,
......
2. In der besagten Hospitation habe ich mich nicht so gut verkauft und war ehrlich zum Chef: Ich sagte zu ihm, dass ich mir noch nicht sicher bin ob ich Unikarriere machen möchte oder darauf verzichte und am Städtischen anfangen möchte. Bräuchte da etwas Bedenkzeit. Ich finde dass Ehrlichkeit besser ist, wie was vorzuheucheln und dann abzusagen. Denn wenn ich mich für dieses Städtische Haus entscheiden sollte, weis ich worauf ich mich einlasse und bin zu 100% von meiner Entscheidung überzeugt. Oder ist das die falsche Taktik und man soll sich immer gut verkaufen und den Chefs Honig um den Mund schmieren?
Es tut mir leid das zu sagen, aber Ehrlichkeit ist in solchen Fällen nicht erwünscht. Irgendwie sind alle durch diese Feedback-Evaluations-Masche aus dem Studium total geschädigt. Spiegle dem gegenüber deine Wahrnehmung ehrlich wider, damit dieser die Chance auf Verbesserung hat. Das ist leider totaler Bullshit. Es interessiert wirklich niemanden. Ich bin wirklich so doof gewesen, dass zu glauben und entsprechend mehrmals reingefallen. Mein erster Chef hatte Augenbrauen wie Theo Weigel und war auch sonst ein sozialer Autist. Ich kann mich an das Gesicht erinnern, als ich naiver Jungassistent auf seine Aufforderung höflich sein besch... Weiterbildungs- und Forschungskonzept konstruktiv kritisiert habe. Nie wieder. Einfach schön aus der Affäre schleimen, nicht zu dick auftragen, aber doch glitschig genug um sich geschmeidig davonzumachen. Dann sind alle zufrieden.
Hallo,
Eine Bewerbung an der Universität Klinik direkt an der Chef /die Sekretärin ist seit 3 Tagen verschickt worden und bis heute keine Antwort.
Soll man noch hoffen? Wie lange dauert es bis die sich melden?
Hallo,
Eine Bewerbung an der Universität Klinik direkt an der Chef /die Sekretärin ist seit 3 Tagen verschickt worden und bis heute keine Antwort.
Soll man noch hoffen? Wie lange dauert es bis die sich melden?
Wenn er hier mitliest - eher nicht so. Ansonsten würde ich mal 1-2 Wochen abwarten. Telefonisch nachfragen ist sozial legitimiert und kann die Chancen steigern (aber auch reduzieren, je nach Situation)..
Anne1970
08.05.2021, 05:41
Bille :grins:
Kribbelkrabbel
08.05.2021, 15:19
Hey,
Kurze Frage: Wenn man mündlich an einer Klinik zusagt und sich das schriftlich (per Mail) von der Sekretärin bestätigen lässt, ist man doch sicher, oder?
Dann kann man den anderen Kliniken absagen.
Oder wenn man der anderen Klinik vorläufig zusagt, in der Zwischenzeit aber ein besseres Angebot (von der Wunschklinik) bekommt, wie unkompliziert lässt sich die erste mündliche Zusage abwickeln?
Bin da echt unerfahren, da erster Job ...
Matzexc1
08.05.2021, 15:26
Hey,
Kurze Frage: Wenn man mündlich an einer Klinik zusagt und sich das schriftlich (per Mail) von der Sekretärin bestätigen lässt, ist man doch sicher, oder?
Dann kann man den anderen Kliniken absagen.
Oder wenn man der anderen Klinik vorläufig zusagt, in der Zwischenzeit aber ein besseres Angebot (von der Wunschklinik) bekommt, wie unkompliziert lässt sich die erste mündliche Zusage abwickeln?
Bin da echt unerfahren, da erster Job ...
Mir wurde auch mündlich zugesagt, allerdings musste noch der Personalrat entscheiden(Sitzung 2 Monate nach der mündlichen Zusage), so lange nichts unterschrieben wurde kann man meiner Ansicht nach absagen oder eine Alternative überlegen.
Der Grund lautet bei einer Absage deinerseits nach mündlicher Zusage natürlich nicht:"Hab was besseres und ihr könnt mich mal"
Akzeptiert werden private Gründe meist ohne Probleme.
Was mir auch bei diesem Haus passierte war das mir die Einstellung auf das 1.Quartal zugesichert wurde, später kam raus das man dann für mich eine Drittmittelstelle schaffen muss. Hätte da nein danke sagen sollen und absagen, Einstellungstermin war dann erst später und die Vertragsunterschrift auch
Edit: Ich würde mir aber jede weitere Bewerbung bei einem Haus wo ich absage für längere Zeit sparen
Kribbelkrabbel
08.05.2021, 15:35
Das ist mir klar, dass man sich dort für die nächsten 2-3 Jahre verbrennt oder erst nach dem FA wieder bewerben kann. Oder bei einem Chefwechsel kann man sich ggf. wieder früher bewerben.
Aber danke für den Hinweis. Werde wahrscheinlich Klinik 2 erstmal zusagen und hoffen, dass sich Klinik 1 meldet.
Ist ja fast wie Schach spielen ...
Es tut mir leid das zu sagen, aber Ehrlichkeit ist in solchen Fällen nicht erwünscht. Irgendwie sind alle durch diese Feedback-Evaluations-Masche aus dem Studium total geschädigt. Spiegle dem gegenüber deine Wahrnehmung ehrlich wider, damit dieser die Chance auf Verbesserung hat. Das ist leider totaler Bullshit. Es interessiert wirklich niemanden. Ich bin wirklich so doof gewesen, dass zu glauben und entsprechend mehrmals reingefallen. Mein erster Chef hatte Augenbrauen wie Theo Weigel und war auch sonst ein sozialer Autist. Ich kann mich an das Gesicht erinnern, als ich naiver Jungassistent auf seine Aufforderung höflich sein besch... Weiterbildungs- und Forschungskonzept konstruktiv kritisiert habe. Nie wieder. Einfach schön aus der Affäre schleimen, nicht zu dick auftragen, aber doch glitschig genug um sich geschmeidig davonzumachen. Dann sind alle zufrieden.
Genau, so ist es....so kommt man am schnellsten durch
Pampelmuse
09.05.2021, 19:09
Hey,
Kurze Frage: Wenn man mündlich an einer Klinik zusagt und sich das schriftlich (per Mail) von der Sekretärin bestätigen lässt, ist man doch sicher, oder?
Dann kann man den anderen Kliniken absagen.
Oder wenn man der anderen Klinik vorläufig zusagt, in der Zwischenzeit aber ein besseres Angebot (von der Wunschklinik) bekommt, wie unkompliziert lässt sich die erste mündliche Zusage abwickeln?
Bin da echt unerfahren, da erster Job ...
Aus eigener- mehrmaliger- Erfahrung: "sicher" bist Du erst mit dem Arbeitsvertrag.
Aus eigener- mehrmaliger- Erfahrung: "sicher" bist Du erst mit dem Arbeitsvertrag.
Oder schriftliche Einstellungszusage. Ich habe darauf gewartet und erst dann gekündigt.
Und ja bereits mehrfach gehört und auch erlebt. Job zugesagt und dann 2 Wochen später abgesagt, der Kollege war dann unglücklich arbeitslos zu sein.
Oder Stelle zugesagt und nächster Tag dann nicht mehr.
Beides bei Unikliniken.
escitalopram
10.05.2021, 18:49
Kann ich auch bestätigen. Mündliche Zusage, zwei Wochen später zwar keine Absage, aber drastische Änderungen der vorher besprochenen Vertragsbedingungen, weswegen ich die Stelle nicht angenommen hatte damals. War aber auch eine große Uniklinik in beliebter Stadt.
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.