Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragensammlung - Bewerbungsgespräch
Nefazodon
18.10.2022, 13:37
Könnte ich meine Bewerbung an der selbe Klinik schicken aber eine andere Abteilung ? Meint ihr, dass sich die Chefs darüber unterhalten werden? Ich muss bis 15.Nov schon was gefunden habe.
Das kannst Du machen. Ob die Chefs sich darüber unterhalten werden?:-nix Keine Ahnung. Das hängt von deren Verhältnis ab und kann so oder so sein.
Wenn Du zu schnell eine andere Bewerbung an das selbe Haus schickst kann das hektisch und verzweifelt wirken.
Ich würde dir raten, es etwas ruhiger angehen zu lassen. Zwischen zwei Wochen und 3 Monate bis es Rückmeldung auf eine Bewerbung gibt, ist alles möglich und "normal".
Eine Antwort erzwingen kannst Du nicht. Du solltest dich in Geduld üben.
Nur weil es für dich eilig ist, gilt das eben nicht für die andere Seite. Wenn Du etwas sinnvolles in der Wartezeit tun willst, überlege dir dich schonmal an *anderen* Häusern zu bewerben.
Endoplasmatisches Reticulum
18.10.2022, 13:58
.....
Familie L
18.10.2022, 14:25
Ich habe was geschickt, danke für die rasche Antworten
Ich überlege, wenn zu einer Vorstellungsgespräch kommen würde, wie ich das Begründen soll, warum ich nicht direkt in der Abteilung mich bewerben habe, warum ich die andere machen wollte. Ich würde auch drauf verzichten eine Hospitation zu machen, wenn es geht aber wahrscheinlich wird es ohne Hospitation problematisch. Es kostet alles Zeit, zudem kenne ich schon jemanden, der aktuell dort arbeitet und die Person hat mir fast alles erzählt, was ich hören will.
Nefazodon
18.10.2022, 14:30
Du wirkst immer noch sehr unter Druck....ist das wirklich notwendig?
Zeitdruck ist nie ein guter Ratgeber.
Ich würde auch drauf verzichten eine Hospitation zu machen, wenn es geht...
Es kostet alles Zeit, zudem kenne ich schon jemanden, der aktuell dort arbeitet und die Person hat mir fast alles erzählt, was ich hören will.
Ja, genau...was Du hören willst....nicht das derjenige einfach nur einen Kollegen braucht der Dienste übernimmt....ach, ein Schelm wer Böses denkt.
Ich habe was geschickt, danke für die rasche Antworten
Mach, wie Du meinst. Du bist ja erwachsen.:-nix
Mit "erstmal grundsätzlich klinische Erfahrung sammeln" oder "Allgemeinmedizin kann ich mir sehr gut vorstellen" sollte das mit der anderen Abteilung ausreichend abgehandelt sein. Sollte es zu einer Absage kommen ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass diese Angelegenheit die Ursache war.
Eine Hospitation signalisiert Interesse, auch wenn sie formal keine Pflicht ist. Wenn du sie machst, sollten die Bedingungen aber gut sein und du solltest dich gut präsentieren. Deine zukünftigen Kollegen sollen idealerweise das Gefühl haben, dass sie sehr gern mit dir zusammenarbeiten würden. Und die werden so gut wie immer vom Chef befragt. Manchmal auch Pflegekräfte oder anderes Personal (auch die Sekretärin nicht vergessen).
Wünsch dir auf jeden Fall viel Erfolg!
Familie L
19.10.2022, 13:08
Hallo
Ich wollte meine Freude mit euch teilen, ich habe die Stelle zugesagt bekommen 😍
Die andere Abteilung hat sich heute bei mir auch gemeldet bezüglich Vorstellungsgespräch 😂 jetzt muss ich denen wohl enttäuschen, dass ich bereits was habe.
Keine Absage ohne beiderseitig unterschriebenen Vertrag, würde ich empfehlen.
Scratchyx
01.11.2022, 14:26
Schon alt die Nachricht, aber das Gehabe mit zwei Vorträgen und "one slide five minutes" scheint es immer noch zu geben - Finger weg, haben hier alle richtig eingeschätzt...
sonnenblume42
14.01.2023, 21:37
Hallo an alle,
ich bewerbe mich gerade aus der Elternzeit heraus, mein letzter Vertrag hat währenddessen aufgrund Befristung geendet, zurück wollte ich ohnehin nicht.
Die Fragen die ich mir jetzt stelle:
-Ich war im betrieblichen Beschäftigungsverbot, muss/soll das in den Lebenslauf?
Einerseits sehe ich keinen Grund es zu verheimlichen, andererseits gehts ja auch keinen was an, oder?
-Wisst ihr ob das BV sich auf die Einstufung im Tarifvertrag auswirkt? In dem Fall sollte ich ja entweder das BV angeben oder die Beschäftigungszeit inkl. BV angeben.
Bin für jede Info oder Idee dankbar.:)
Meiner Meinung nach sollte das BV auf die Stufenzeiten angerechnet werden und daher würde ich einfach die Zeit, die ich angestellt war, nennen, ohne auf das BV einzugehen. Ich habe gute Erfahrung mit vorzeitiger Hochstufung gemacht und beobachtet, so dass ich sehr wahrscheinlich eine entsprechende Einstufung aushandeln würde, selbst wenn die Anrechnung rechtlich gar nicht so vorgesehen ist.
P.S.: ich bin zufällig auf diesen Thread über Google gestoßen. Mega cooler Thread. In den letzten 20 Jahren hat sich anscheinend schon was zum positiven geändert, schön zu sehen.
JumpRopeQueen
24.09.2024, 20:52
Sagt mal, ist es üblich, dass man im Bewerbungsgespräch in den Praxen gleich nach der Anzahl der Kinder und deren Alter gefragt wird?
Bisher ist es mir gleich 5 mal im letzten Monat passiert, also fast in jedem Bewerbungsgespräch. Fun fact: die Frage bekomme ich von weiblichen Ärztinnen gestellt, nicht jedoch von männlichen.
Ich bekomme von diesen Praxen auch gleich paar Tage später entweder eine Absage, oder sie reagieren einfach nicht mehr.
Ich bin frustriert...
Oh. Hat sich in den Praxen doch nichts geändert. :( Völlig unangemessene Frage aber wenn man sie stellt, verwendet man die Antwort auch. Wahrscheinlich haben Frauen, bzw. Mütter eine niedrigere Hemmschwelle so was übergriffiges zu fragen. „Ich bin auch ne Frau und fühle mich davon nicht angegriffen.“ Ja Karen, ist gut.
TaraTamm
26.09.2024, 13:57
Oh. Hat sich in den Praxen doch nichts geändert. :( Völlig unangemessene Frage aber wenn man sie stellt, verwendet man die Antwort auch. Wahrscheinlich haben Frauen, bzw. Mütter eine niedrigere Hemmschwelle so was übergriffiges zu fragen. „Ich bin auch ne Frau und fühle mich davon nicht angegriffen.“ Ja Karen, ist gut.
Wie soll sich etwas ändern bei einer Unternehmensgröße, bei der es auf jeden Mitarbeiter ankommt?
Bei einer Mitarbeiterin mit mehreren kleinen Kindern sind 15 „kindkrank“ Tage und etwa weitere 15 zusätzliche Krankheitstage der Mitarbeiterin selbst zu erwarten. Zumindest ist das bei uns in der Abteilung etwa der Schnitt. Mit Ausreißern in beide Richtungen.
Ist ja logisch, dass eine Praxisinhaberin dann nicht sagt: „Egal, die süßen Kinder dieser fremden Frau sind es mir wert in Kauf zu nehmen, dass meine Mitarbeiterin zusätzliche 1,5 Monate im Jahr fehlt.“
Man kann weder der Mutter, noch den Praxisinhabern hier einen Vorwurf machen. Wenn sich was ändern soll, dann seitens der Politik.
Wie wäre es wenn z.B. bis zu einer Unternehmensgröße von 20 Mitarbeitern Müttern 20% des Lohns vom Staat gezahlt werden bis das Kind 10 ist? Erstattung für Kindkranktage der GKV dafür dann abschaffen. Das wäre ein konkreter Anreiz für Praxen, Mütter einzustellen.
Es gibt haufenweise unnötige Staatsausgaben, die weniger wichtig wären und die man stattdessen einsparen könnte.
Natürlich ist das ein Problem des Systems. Davon unabhängig ist, dass die Frage übergriffig ist, leg mir nicht in den Mund, dass irgendjemand anderer Leute Kinder süß finden sollte oder es keine Relevanz hat, ob man ein leistungsstarkes Team hat oder nicht.
TaraTamm
27.09.2024, 11:00
Natürlich ist das ein Problem des Systems. Davon unabhängig ist, dass die Frage übergriffig ist
Du kannst worte aus der woken Blase verwenden so viel du willst, aber es ist und bleibt nun mal Selbsterhaltungstrieb der Praxisinhaberin, diese Frage zu stellen. Sie kann die Ausfälle einer jungen Mutter vielleicht einfach nicht kompensieren.
Anstatt das man nun denjenigen, die das machen, was für sie zum Selbsterhalt notwendig ist, diskreditiert, wäre es halt sinnvoller, Änderungen zu fordern, die die Situation wirklich verbessern. Sonst erreicht man keine Verbesserung der Situation, sondern den Aufbau einer für die Gesellschaft toxischen Pseudomoral.
Wir brauchen faire Regeln, keine Gesinnungspolizei.
leg mir nicht in den Mund, dass irgendjemand anderer Leute Kinder süß finden sollte oder es keine Relevanz hat, ob man ein leistungsstarkes Team hat oder nicht.
Ich wollte dir nur bewusst machen, dass eine Praxisinhaberin logischerweise in erster Linie ihr eigenes finanzielles Wohlergehen im Sinn hat und nicht das der Familie einer Fremden. Also tu bitte nicht so, als hätte ich das in irgendeinen dubiosen anderen Kontext gezogen.
Fakt ist aber auch, dass man die Frage nicht beantworten muss und sogar falsch beantworten darf. Abgesehen davon könnte/sollte sich insofern was ändern, dass sich ja vielleicht auch der Vater an der Betreuung beteiligt und Kind-krank Tage übernehmen kann. Und tatsächlich ist es vermutlich auch immer noch so, dass man das nur die Frauen fragt, aber nicht die Männer und dementsprechend ist es unangemessen.
Ich find die Frage auch schwierig, weil wo es noch keine Kinder gibt, kann es ggf bald welche geben und dann zB 6 Monate Berufsverbot hilft ja auch keinem. Und dann hat man am Ende trotzdem kindkrank-Tage.
Ich sehe den prädiktiven Wert nicht wirklich.
Du wolltest mir etwas bewusst machen? Der Selbsterhaltungstrieb führt zur Selbstzerstörung. Puh, Spinner.
TaraTamm
27.09.2024, 17:39
Fakt ist aber auch, dass man die Frage nicht beantworten muss und sogar falsch beantworten darf. Abgesehen davon könnte/sollte sich insofern was ändern, dass sich ja vielleicht auch der Vater an der Betreuung beteiligt und Kind-krank Tage übernehmen kann. Und tatsächlich ist es vermutlich auch immer noch so, dass man das nur die Frauen fragt, aber nicht die Männer und dementsprechend ist es unangemessen.
Muss man im dem Fall halt abwägen, ob man sein neues Beschäftigungsverhältnis direkt auf einer Lüge aufbauen will.
Nur die Frauen zu fragen ist nicht unangemessen, sondern realitätsbezogen. Oder wie sind deine beruflichen Erfahrungen dazu? Bei uns betreffen Ausfälle wegen Kindern zu annähernd 100% weibliche Kolleginnen.
Ob nun in der Theorie Männer hier mehr eingebunden werden sollten, darüber kann man streiten (meiner Meinung nach: nein), aber das ist ein ganz anderes Thema.
Deine Argumentation sehe ich als schlüssig an. Absurd so eine Frage bei einem Kleinunternehmen als anstößig zu finden. Wenn du dich bei Mercedes-Benz bewirbst - ja dann sicher, aber doch nicht in diesem Setting.
Die Politik ist hier ganz klar gefragt adäquate Betreuungsmöglichkeiten auch bei Krankheit des Kindes zu schaffen oder wirtschaftliche Ausfälle von Müttern zu kompensieren. Da wir lieber Geld für Radwege in Peru ausgeben, sehe ich es als legitim an sich als Unternehmer vor diesem finanziellen Risiko zu schützen.
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