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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragensammlung - Bewerbungsgespräch



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Feuerblick
29.09.2024, 15:45
Auch wenn du es nicht glaubst: Die Moderatoren lesen hier durchaus mit. „Moderiert“ heißt aber nicht, dass wir ständig in Erscheinung treten, wenn diskutiert wird. Wir sind hier nicht im Kindergarten sondern unter eigentlich erwachsenen Menschen. Weshalb auch nicht jeder Blödsinn angezählt wird. Bei „HDF“ hört es allerdings auf. Das ist einfach nicht mal mehr unter „harte Diskussion“ zu verbuchen. Also achte auf deinen Tonfall.

Gruß
Feuerblick
MediLearn-Moderatorin

Dooly
29.09.2024, 16:34
Ein Posting, dem ich definitiv nicht zustimme, aber noch tolerieren kann. Genau, wie Kackes.

milz
29.09.2024, 18:12
Gibt es nicht eine Antidiskriminierungsstelle an die man sich mal wenden kann? Das ist ja schon eine hochgradig systematische Benachteilgung.

JAK1
29.09.2024, 20:26
Gibt es nicht eine Antidiskriminierungsstelle an die man sich mal wenden kann? Das ist ja schon eine hochgradig systematische Benachteilgung.

Realitätsfern, Aussage gegen Aussage

Thomas24
29.09.2024, 21:20
Gibt es nicht eine Antidiskriminierungsstelle an die man sich mal wenden kann? Das ist ja schon eine hochgradig systematische Benachteilgung.

Welche Antidiskriminierungsstelle wäre denn zuständig? Es wird gegen keines der 8 geschützten Merkmale des allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes verstoßen.

anignu
29.09.2024, 22:15
Nur die Frauen zu fragen ist nicht unangemessen, sondern realitätsbezogen. Oder wie sind deine beruflichen Erfahrungen dazu? Bei uns betreffen Ausfälle wegen Kindern zu annähernd 100% weibliche Kolleginnen.

Ob nun in der Theorie Männer hier mehr eingebunden werden sollten, darüber kann man streiten (meiner Meinung nach: nein), aber das ist ein ganz anderes Thema.
Ich teile mir die Kindkrank-Tage exakt auf mit meiner Frau. Wir haben beide Jobs von denen wir glauben dass sie wichtig wären, also muss jeder mal zu Hause bleiben...

Mir hätte ja die eine oder andere Praxis schon gepasst, aber es wurde gegen mich entschieden. Ich denke, zum größten Teil aufgrund meiner Familiensituation (1 Kleinkind) und Teilzeit-Wunsch (geht bei mir gar nicht anders).
Naja, also ehrlich: wenn man einen Vollzeit-Mitarbeiter sucht und einen solchen auch findet dann verliert derjenige der Vollzeit kategorisch ausschließt. Wundert dich das?

Natürlich darf jeder Unternehmer selbst entscheiden, wen er bevorzugt. Ich habe nur nicht damit gerechnet, dass mir solche Fragen so direkt gestellt werden. War ja in den Kliniken bisher nicht so offensichtlich der Fall.
In einer Klinik kannst du Teilzeit oder Ausfälle viel leichter kompensieren weil du es schlicht über die Masse an Ärzten und dann über den Dienstplan machst. Außerdem geht es in einer Klinik viel weniger um das eigene Geld. In einer inhabergeführten Praxis schon.

Ich finde gut dass du endlich mal erwähnt hast dass du auch Teilzeit gefordert hast. Endlich mal alle Karten auf den Tisch legen. Das bringt aber die ganze initiale Diskussion bzgl. der Frage nach den Kindern halt in eine völlig andere Richtung. Wer Teilzeit fordert muss sich auch die Frage nach dem Grund dafür gefallen lassen, meiner Meinung nach. Erst Teilzeit fordern und dann beschweren dass nach Kindern gefragt wurde ist schon komisch irgendwie. Ich würde auch wissen wollen warum jemand Teilzeit haben will. Oder kannst du deine Vorstellungsgespräche genauer beschreiben?

Dooly
30.09.2024, 01:10
Hast du den Wunsch nach Teilzeit nicht vorab geäußert?


Gibt es nicht eine Antidiskriminierungsstelle an die man sich mal wenden kann? Das ist ja schon eine hochgradig systematische Benachteilgung.Schlussendlich sind die Gründe Jump unklar und hier wird man sehr wahrscheinlich nichts geltend machen können, im Gegensatz zu den bekannten Fällen, wo es eindeutige Nachweise gibt. Davon abgesehen ist Kind nur ein Grund, man kann bekanntermaßen viele Gründe vorschrieben, weshalb eine andere Person besser geeignet war. Dokumentieren kann man solche Erlebnisse auf jeden Fall, das wird für den Verdachtsfall auch empfohlen, direkt bei der Antidiskriminierungsstelle. https://www.antidiskriminierungsstelle.de/DE/wir-beraten-sie/jetzt-kontakt-aufnehmen/kontaktformular/Seite_1/_node.html

JumpRopeQueen
01.10.2024, 07:26
Hast du den Wunsch nach Teilzeit nicht vorab geäußert?

Ich habe es mit Teilzeit hier gar nicht erwähnt, weil dies bei mir sowohl in der Bewerbungsemail als auch im Bewerbungsschreiben ganz klar steht, sogar mit genauer Stundenangabe. Ich gehe davon aus, dass wenn man mich zum Bewerbungsgespräch einlädt, kommt derjenige mit dem Teilzeitwunsch zurecht.

Thomas24
01.10.2024, 08:35
In einer Klinik kannst du Teilzeit oder Ausfälle viel leichter kompensieren weil du es schlicht über die Masse an Ärzten und dann über den Dienstplan machst. Außerdem geht es in einer Klinik viel weniger um das eigene Geld. In einer inhabergeführten Praxis schon.

Es ist sogar noch einfacher: weder der Betriebsrat, noch die Personalabteilung oder der/die Gleichstellungsbeauftragte oder sonst jemand aus der Teppichetage einer Klinik arbeiten in der klinischen Versorgung. Somit haben Sie persönlich null Konsequenzen zu befürchten. Fällt an der "Front" (aus welchen Gründen auch immer) jemand aus, kann denen das völlig schnuppe sein. Formal ist halt die Stelle besetzt... ob funktionell im echten Leben auch genügend Personal vorhanden ist, kann der Teppichetage erstmal recht egal sein. Sie betrifft es ganz einfach nicht, weder arbeiten Sie mehr, schneller /mit höherer Belastung oder haben mehr Dienste/ Überstunden zu befürchten ;)

In einer Inhabergeführten Praxis ist das halt anders: fällt dort kurzfristig jemand aus (ggf. Zu kurzfristig um um- oder abzubestellen) hast du im worst Case Szenario halt deine eigene plus die andere Sprechstunde on top an der Backe. Im best case Szenario halt die Telefoniererei der MFAs, die den Patienten erklären darf, warum ihr -seit langem bestehender- Termin doch halt kurzfristig auf einen anderen Tag/anderen Arzt verlegt/ oder ganz ausfallen muss.

Dooly
01.10.2024, 09:17
Ich habe es mit Teilzeit hier gar nicht erwähnt, weil dies bei mir sowohl in der Bewerbungsemail als auch im Bewerbungsschreiben ganz klar steht, sogar mit genauer Stundenangabe. Ich gehe davon aus, dass wenn man mich zum Bewerbungsgespräch einlädt, kommt derjenige mit dem Teilzeitwunsch zurecht.Ja das hab ich auch angenommen.

JumpRopeQueen
01.10.2024, 09:30
Naja, also ehrlich: wenn man einen Vollzeit-Mitarbeiter sucht und einen solchen auch findet dann verliert derjenige der Vollzeit kategorisch ausschließt. Wundert dich das?

Ich finde gut dass du endlich mal erwähnt hast dass du auch Teilzeit gefordert hast. Endlich mal alle Karten auf den Tisch legen. Das bringt aber die ganze initiale Diskussion bzgl. der Frage nach den Kindern halt in eine völlig andere Richtung. Wer Teilzeit fordert muss sich auch die Frage nach dem Grund dafür gefallen lassen, meiner Meinung nach. Erst Teilzeit fordern und dann beschweren dass nach Kindern gefragt wurde ist schon komisch irgendwie. Ich würde auch wissen wollen warum jemand Teilzeit haben will. Oder kannst du deine Vorstellungsgespräche genauer beschreiben?

In meinem Fall waren die Karten meinerseits schon vor dem Bewerbungsgespräch auf den Tisch gelegt. Ich habe nun mal nicht im Bewerbungsschreiben erwähnt, dass ich ein Kind habe. Die Teilzeit aber schon. Wenn jemand eine VZ-Kraft sucht, dann lädt er mich doch nicht zum Gespräch ein?

In einem Gespräch wurde mir am Ende gesagt, dass die Ärztin mehrere Bewerber hat und sich insbesondere nach der Familiensituation (Kinder) entscheiden wird. Deshalb wollte ich fragen, ob es den anderen in der Allgemeinmed.-WB auch so geht.

Thomas24
01.10.2024, 18:50
In meinem Fall waren die Karten meinerseits schon vor dem Bewerbungsgespräch auf den Tisch gelegt. Ich habe nun mal nicht im Bewerbungsschreiben erwähnt, dass ich ein Kind habe. Die Teilzeit aber schon. Wenn jemand eine VZ-Kraft sucht, dann lädt er mich doch nicht zum Gespräch ein?


Nur wenn auch ausreichend Bewerber für eine VZ Stelle vorhanden sind. Wenn halt nur Bewerbungen für TZ Stellen reinkommen, schaut man mal, was geht.

anignu
02.10.2024, 12:43
In einem Gespräch wurde mir am Ende gesagt, dass die Ärztin mehrere Bewerber hat und sich insbesondere nach der Familiensituation (Kinder) entscheiden wird.
Sowas finde ich ehrlich gesagt schlichtweg dumm.
In der aktuellen Zeit in der es viel zu viele Leute gibt die aus den haarsträubensten Gründen wegen Verletzungen des AGG klagen, leg ich meine Karten doch nicht auf den Tisch. Da sag ich einfach "danke, wir melden uns" und bei einer Ablehnung ein schlichtes "wir haben uns für einen anderen Bewerber entschieden".

Nur wenn auch ausreichend Bewerber für eine VZ Stelle vorhanden sind. Wenn halt nur Bewerbungen für TZ Stellen reinkommen, schaut man mal, was geht.
Schaut was geht, schaut sich die Gründe für TZ an, schaut ob der Bewerber vielleicht doch ein wenig flexibler ist usw... genau das.

Nefazodon
03.10.2024, 13:05
Sowas finde ich ehrlich gesagt schlichtweg dumm.
In der aktuellen Zeit in der es viel zu viele Leute gibt die aus den haarsträubensten Gründen wegen Verletzungen des AGG klagen, leg ich meine Karten doch nicht auf den Tisch. Da sag ich einfach "danke, wir melden uns" und bei einer Ablehnung ein schlichtes "wir haben uns für einen anderen Bewerber entschieden".


Da stimme ich zu. Es ist wirklich dumm, offen zu sagen, dass man nach dem Vorhandensein von Kindern entscheiden wird. Zumal diese Information für die Bewerberinnen keine Rolle spielt, weil es nichts ist, was sie im Nachhinein noch aktiv beeinflussen könnten.

"Oh, diese Stelle gibt es nur für Menschen ohne Kinder? Wo kann ich meins abgeben?"

@JumpRopeQueen: Die Sache ist ärgerlich, aber irgendwo wirst Du schon eine Stelle finden.

Thomas24
04.10.2024, 16:11
Schaut was geht, schaut sich die Gründe für TZ an, schaut ob der Bewerber vielleicht doch ein wenig flexibler ist usw... genau das.

Genau so, vielleicht kommt man doch zusammen, weil man zwei TZ Kräfte finden kann, die komplementär zueinander arbeiten können oder die Kinder sind schon aus dem gröbsten raus und benötigen auf absehbare Zeit weniger Zuwendung bzw. der Partner wechselt nächstes Jahr ins Homeoffice und kann mehr abfangen etc.
Flexbilität ist ja keine Einbahnstraße auf Seiten der Arbeitnehmer- auch Arbeitgeber müssen zunehmend flexibler sein, wie man die vorhandenen Bewerber gut in den Alltag integriert bekommen kann.

Yota
05.10.2024, 17:00
Hallo zusammen,
ich muss mich wahrscheinlich aufgrund eines Wohnortwechsels aus der Elternzeit raus neu bewerben und bin unsicher, wann ich mit der Stellensuche/Bewerbung anfangen soll. Die neue Stelle würde ich gerne ab Juli/August 2025 antreten. Ich habe noch ein Jahr in der Ausbildung übrig und will mich sowohl bei Kliniken als auch Praxen bewerben. Fach ist Radiologie. Hatte an Ende dieses Jahres gedacht, ist das zu früh bzw. habt ihr Tipps für den richtigen Zeitpunkt? Danke schonmal :)

TaraTamm
07.10.2024, 01:45
Hallo zusammen,
ich muss mich wahrscheinlich aufgrund eines Wohnortwechsels aus der Elternzeit raus neu bewerben und bin unsicher, wann ich mit der Stellensuche/Bewerbung anfangen soll. Die neue Stelle würde ich gerne ab Juli/August 2025 antreten. Ich habe noch ein Jahr in der Ausbildung übrig und will mich sowohl bei Kliniken als auch Praxen bewerben. Fach ist Radiologie. Hatte an Ende dieses Jahres gedacht, ist das zu früh bzw. habt ihr Tipps für den richtigen Zeitpunkt? Danke schonmal :)

Welche Region?

Yota
13.10.2024, 23:14
Nördliches BaWü

herschus
27.11.2024, 20:16
Hier noch eine Zusammenfassung von Fragen speziell beim Vorstellungsgespräch von Assistenzärzten durch einen "Insider": hier stand ein Werbelink. Die Frage nach dem Fallbeispiel ist mir persönlich auch schon begegnet. Und wenn man sich nicht ausreichend vorbereitet hat, kann man schon ins Schwimmen kommen.

Lenadrenalin
16.12.2024, 13:42
Hallo liebes Forum!
Mal eine etwas andere Frage. Dachte aber, dass es hier vielleicht reinpasst.

Wie und wann würdet ihr bei einer Stelle nachfragen, die zum Zeitpunkt der Bewerbung keine Stelle frei hatte, aber die Bewerbung ,,behält" um ggf. drauf zurück zu kommen.

Geht um meine Wunschstelle. Ist das Usus? Also nach einer Zeit erneut zu fragen, ob sich was geändert hat an der Stellensituation? Und wie macht man das? Würde mich gerne in Erinnerung rufen :D ob das was bringt..?
Jemand Erfahrung diesbezüglich?