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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Prognose Wartezeit WS 16/17



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BloodyMaryOntherocks
23.02.2016, 16:46
Warteodyssee trifft's!

sterntagebücher
24.02.2016, 10:41
Was ist denn jetzt mit dem Urteil vom BVerfG? Sollte doch jetzt eigentlich kommen

Dergenthiner
25.02.2016, 12:57
ich glaube aber nicht, dass sich was wirklich ändert.. Ich finde z.B es wäre sinnvoll, wenn man für eine medizinische Ausbildung auch in der Wartezeitquote einen Bonus bekommt. Man kann ja nicht vergleichen , wenn eine Bürokauffrau sich mit 20 WS zum ersten Mal bewirbt und eine Krankenschwester mit NUR 13 WS , dafür aber eine, die wirklich schon 6,5 Jahre auf das Studium wartet. Oder dass man vllt mehr Teilstudienplätze einführen soll.

Dergenthiner
25.02.2016, 13:27
Dann ist mir noch was eingefallen. Es geht nur darum, ob es verfassungswidrig wäre, länger als 6,5 Jahre zu warten. D.h. das Urteil vom BVerfG. bezieht sich nur auf eine ziemlich kleine Gruppe, die schon über6,5 Jahre warten und nachweisen können, dass sie sie sich durchgehend bei Hochschulstart beworben haben. Korrigiert mich, wenn ich es falsch verstanden habe.

Pat89
25.02.2016, 18:36
....naja zum Thema Wartezeit-Bonus bei medizinischer Ausbildung: ich finde jeder kann in seiner Wartezeit machen was er will...nur, um schneller einen Studienplatz zu bekommen würde ich keine dementsprechende Ausbildung machen... wer Lust daran hat, Okay, aber nur deswegen etwas anzufangen, worauf man eigentlich keine Lust hat, finde ich nicht so toll. Da ist man dann ja auch garnicht 100% dabei, sonder macht es nur, weil man "muss".
Nicht nur Krankenschwestern warten aufs Studium :-):-):-):-)

xenopus laevis
27.02.2016, 07:33
Ich glaube es geht nicht um die Art der Ausbildung, sondern um die Art der Wartezeit. Es macht schon ein Unterschied ob ich bewusst 7 Jahre jeden Tag daran denke oder noch mit > 20 Wartesemester spontan dazu entscheide.
So habe ich es verstanden.

Auch egal. Wartezeit ist halt Wartezeit. Macht das beste draus und bereist die Welt, lernt Sprachen, werdet Nationalspieler, aber macht euch nicht verrückt. :D

Dergenthiner
27.02.2016, 16:31
Nicht nur Krankenschwester. Aber all die jenigen Wartler, die ich kenne, oder die schon angefangen haben zu studieren, haben alle eine medizinische Ausbildung, weil sie sich halt nur im medizinischem Beruf vorstellen können. Natürlich freiwillige Helfer in der Krankenpflege sollen auch einen Pluspunkt bekommen. Egal wer was davon hält und welche Vorschläge man hat,wir entscheiden nicht.

Dergenthiner
27.02.2016, 16:45
"Wartezeit ist halt Wartezeit. Macht das beste draus und bereist die Welt, lernt Sprachen, werdet Nationalspieler, aber macht euch nicht verrückt."
Typische Situation: meine Freundin, Anfang 30, keine Familie, wohnt noch bei den Eltern, wird dieses Jahr mit dem Medizinstudium fertig, dann will aber noch die ersten Erfahrungen sammeln. Wann soll sie denn endlich anfangen zu leben?
Oder ich, schon verheiratet, mit Kind.. Wir können kein Haus kaufen, sparen jeden Cent, damit man wehrend meines Studiums nicht "verhungert", wir können nicht umziehen, weil ohne Eltern mein Studium gar nicht zu schaffen wird. Mein Mann sagt schon, er wartet bis ich 30 werde und wenn ich bis dahin keinen Studiumplatz bekomme, soll ich mich aufgeben. Er ist einbischen älter und hat keine Lust irgendwann mitte 40 endlich anfangen sein Leben zu geniessen.

EVT
27.02.2016, 20:06
Wie definierst du denn leben? Man sollte nie Dinge auf später verschieben. Man weiß nie, was noch passiert.

Wie alt bist du denn und wieviele Wartesemester und welche DN hast du denn?

PrinzessinAmygdala
28.02.2016, 13:20
Also erst einmal finde ich ich das mit dem Bonus für medizinische Ausbildungen nicht so gut. Die brauchen auch ihre Leute, die den Beruf dauerhaft machen und nicht nur welche, die nach ein paar Jahren wieder das Handtuch werfen, weil es nur ein Überbrückungsjob war.

Und zum Thema Leben: Bin vor meinem Studium auch viel gereist etc. Hab das alles mitgenommen. Zwar geht das jetzt alles nicht mehr so, aber ja ich lebe trotzdem. Auch das Studentenleben hat seinen Reiz, auch wenn man etwas sparsamer sein muss. Aber die große Kohle hatte ich früher als Schülerin auch nicht und hab da auch gelebt. Ich hab mein Semesterticket, mit dem ich überall in der Umgebung hin komme und bekomme als Studentin auch Rabatte z.B. im Kino. Und wenn ich genug nebenbei jobbe, ist auch mal ein bisschen Urlaub o.ä. drin.
Mal ganz abgesehen davon habe ich im laufenden Semester auch gar nicht die Zeit ständig essen, auf Konzerte etc. zu gehen. Die Zeit geht viel zu schnell um und ich genieße meine Freizeit ganz anders. Es macht trotzdem Spaß.
Und auch mit Kind lässt sich das regeln. Habe im Studium eine sehr gute Freundin, die ist auch Mutter, arbeitet nebenbei 60% (!) und hat trotzdem noch Zeit für die Lerngruppen bzw. mit ihrem Kind in den Tierpark zu fahren oder mit uns in den Studentenbars was essen zu gehen.

Das Studium erfordert nun mal viel Diszilpin, Wille und eine gute Organisation. Aber damit ist dann auch vieles möglich. ;-)

nie
28.02.2016, 13:57
Bezüglich Ausbildung: gerade in der Pflege liest/hört man immer wieder von Leute, die das wirklich nur halbherzig als Überbrückungsjob machen und dementsprechend auch Arbeiten. Das ist natürlich schade und auch unnötig. Allerdings haben hier in der Umgebung viele Pflegeschulen schon Konsequenzen gezogen. Ein Bekannter von mir hat mit einem Abi von 1,7 keine Ausbildungsstelle in der Pflege bekommen. Begründet wurde das damit, dass ja klar sei, dass er das nicht dauerhaft machen würde und man lieber Leute ausbilden wolle, die langfristig in der Pflege bleiben wollen.
Mein Arbeitgeber (Rettungsdienst) plant einen gewissen "Schwund" von vorne herein ein und geht automatisch davon aus, dass die Abiturienten früher oder später wieder verschwinden. Ich hatte es damals auch deutlich schwerer Vertragsverlägerung bekommen als meine Kollegen mit Realschulabschluss. Und ich habe nie öffentlich geäußert, dass ich Medizin studieren will. Auch die Ausbildungsplätze für den Notfallsanitäter werden bevorzugt an Leute vergeben, bei denen man damit rechnen kann, dass die nicht in ein paar Jahren (im "schlimmsten" Fall direkt nach Ende der Ausbildung) wieder weg sind.

Und die Leute, die wirklich 7 Jahren warten müssen, werden auch weiterhin Ausbildungen machen. Irgendwie muss man die Zeit schließlich rumkriegen und egal welche Ausbildung man macht, man wird immer einen Arbeitsplatz besetzen, den ein anderen haben könnte, der vielleicht langfristig bleibt. Letzten Endes hat man aber auch bei allen anderen Leuten keine Garantie, dass sie bleiben werden.
Wir waren 6 Auszubildende, davon sind heute noch 2 Leute im Rettungsdienst. Die anderen machen alles was anderes. Und ich bin die einzige von denen, die Medizin studiert (bzw. überhaupt studiert...).

Zum Thema Leben: ich hatte vor der Ausbildungs ein volles Gehalt und war alleinstehend. Obwohl ich viel fürs Studium gespart habe, habe ich gut gelebt, Konzerte/Festivals besucht, bin durch die Welt gereist usw. Musste mir da nichts verkneifen.
Man kann die Zeit vor dem Studium ja auch zu Leben nutzen, was soll ich auch sonst in den Wartezeitjahren machen.
Und heiraten/Kinder kriegen ist ja auch eine Art von Leben. Es muss halt jeder Prioritäten setzen. Ich hätte jetzt vor dem Studium keine Familie gegründet, dafür habe ich mir eben viele anderen Sachen geleistet. Alles auf einmal geht bei den wenigsten Leuten. Und wie PrinzessinAmygdala schon sagt, kann man auch während des Studiums leben. Viele fahren trotzdem ins Ausland, verbinden Famulaturen mit Urlaub usw. Ich habe z.B. jetzt durch Semesterticket und Wohnort viel mehr Möglichkeiten Konzerte, Veranstaltungen etc. zu besuchen als vorher. Und manchmal ist man auch einfach froh, wenn man mal nur auf dem Sofa sitzen kann und will gar nichts unternehmen.

EVT
28.02.2016, 16:02
Mit 1.7 kann man ja auch noch sehr schnell an einen Studienplatz kommen. Da würde ich als Pflegeschule auch eine andere Person bevorzugen. Man braucht ja wirklich ausreichend Pflegekräfte. Andererseits arbeiten auch viele während des Studiums noch weiter.

Bei der Aussicht auf 7+x Jahre Wartezeit empfehle ich aber eher den Gang ins Ausland, entweder Österreich oder Rumänien, notfalls mit Auslandsbafög (da werden ja auch die Studiengebühren vom ersten Jahr übernommen) und/oder Studienkredit.

fMRI
29.02.2016, 04:30
Allerdings haben hier in der Umgebung viele Pflegeschulen schon Konsequenzen gezogen. Ein Bekannter von mir hat mit einem Abi von 1,7 keine Ausbildungsstelle in der Pflege bekommen. Begründet wurde das damit, dass ja klar sei, dass er das nicht dauerhaft machen würde und man lieber Leute ausbilden wolle, die langfristig in der Pflege bleiben wollen.

Das ist aber nicht konsequent -- auch Leute mit 4.0 Abitur bekommen in Deutschland nach der Wartezeit (die für alle Wartenden gleich lang ist, unabhängig von der Note) einen Studienplatz in Medizin. Vielleicht liegt es auch am Arbeitsspektrum der Pflege, dass viele es nicht langfristig machen möchten? Er könnte das in der Pflegeschule mal ansprechen...

Absolute Arrhythmie
29.02.2016, 05:58
Leute mit 1,7er Abi können aber aufs AdH hoffen und entweder die Ausbildung abbrechen oder direkt nach dem Abschluss mit dem Studium beginnen. Ein 4,0er muss aktuell immerjin noch 4 Jahre im Job arbeiten.

Ines-Lucia
29.02.2016, 10:27
Mein Mann sagt schon, er wartet bis ich 30 werde und wenn ich bis dahin keinen Studiumplatz bekomme, soll ich mich aufgeben. Er ist einbischen älter und hat keine Lust irgendwann mitte 40 endlich anfangen sein Leben zu geniessen.

......

Greystash
02.03.2016, 13:43
So sehe ich das auch!

In den 7 Jahren Wartezeit kann man sein Studium im Ausland ja schon abschließen.
Daher überlege ich auch zum Studium ins Ausland zu gehen.
Das wäre mir dann auch einen Studienkredit wert, wenn ich dadurch 7 Jahre eher in meinen Traumberuf starten und Geld verdienen kann.

Übrigens finde ich auch nicht schön, wenn Menschen halbherzig in ihren "Überbrückungsjobs" arbeiten.
Und ich schätze ich wäre auch recht frustriert, wenn ich jahrelang in einem Job festhängen würde, der mich nicht erfüllt.
Daher fiel diese Alternative für mich direkt weg.

xenopus laevis
03.03.2016, 07:44
Ist halt schwer bei mieser Bezahlung und Personalmangel freudestrahlend aus dem Bett zu hüpfen und sich auf seine Arbeit zu freuen.

Und das jemand seinen Job halbherzig ausführt, habe ich eher beim Personal erlebt, was die nächsten 40 Jahre noch dort arbeiten muss.

Und die übermotivierten landen alle wegen burn out in der Psychiatrie.

Bamamilo
08.03.2016, 11:56
Wie siehts aus?

WS 16/17 sollten Bewerber mit 14 wartesemestern und ABI bis 2,5/2,6 doch drin sein oder?

Was sagt ihr dazu?

Absolute Arrhythmie
08.03.2016, 15:37
Wie siehts aus?

WS 16/17 sollten Bewerber mit 14 wartesemestern und ABI bis 2,5/2,6 doch drin sein oder?

Was sagt ihr dazu?

Chancen stehen gut, aber keine Garantie. Vor allem auch Ortswahl beachten!

Dergenthiner
11.03.2016, 10:53
Hast du dich schon mal beworben? Wie man schon hier geschrieben hat, Diejenigen mit einem Rang unter 3000 im WS 15/16 sollen schon einen Studienplatz bekommen. Ich galube die Wahrscheinlichkeit mit 2,5 ist hoch, Hauptsache man ist mit jeder Uni einverstanden.