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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Prognose Wartezeit WS 2019/20



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mkbeh
14.08.2018, 21:13
Aber müssten dann nicht die Leute, die im Winter bereits einen Platz bekommen haben raus fallen und die DN eher „niedriger“ sein? Wartesemester ist klar

davo
14.08.2018, 21:39
Nicht unbedingt. Es sind ja auch viel weniger Studienplätze. Im SS 2018 gab es in der Wartezeitquote 16014 Bewerbungen für 482 Plätze, im WS 2017/18 waren es 29128 Bewerbungen für 2547 Plätze. Das Verhältnis von Bewerbungen zu Plätzen ist im Sommersemester also VIEL schlechter (33 vs. 11).

Zusätzlich verkompliziert wird das durch die vielen Bewerber, die sich vorher nicht ordentlich informiert haben und deshalb, obwohl sie eigentlich irgendwo einen Studienplatz bekommen hätten können, keinen Studienplatz bekommen haben weil sie nur unerreichbare Unis angegeben haben.

Lichtmoment
15.08.2018, 00:15
DN 2,9
WS 14
Rang 2845

Mal eine Frage: Für nächstes Jahr habe ich für Oldenburg mit SK 2 gute Chancen oder? SK 3 2,4 bedeutet doch, dass alle die das Kriterium WS 14 und DN 2,3 geschafft haben bis SK 3 DN 2,4 und besser zugelassen wurden oder?

mkbeh
15.08.2018, 06:30
Nicht unbedingt. Es sind ja auch viel weniger Studienplätze. Im SS 2018 gab es in der Wartezeitquote 16014 Bewerbungen für 482 Plätze, im WS 2017/18 waren es 29128 Bewerbungen für 2547 Plätze. Das Verhältnis von Bewerbungen zu Plätzen ist im Sommersemester also VIEL schlechter (33 vs. 11).

Zusätzlich verkompliziert wird das durch die vielen Bewerber, die sich vorher nicht ordentlich informiert haben und deshalb, obwohl sie eigentlich irgendwo einen Studienplatz bekommen hätten können, keinen Studienplatz bekommen haben weil sie nur unerreichbare Unis angegeben haben.

Ja okay, das macht Sinn, es gibt viel viel weniger Plätze im Sommer.

Inwiefern verkomplizieren die Leute das? Weil die keinen Rangplatz haben, da sie ja eigentlich zugelassen worden wären? Sind das wirklich so viele? Ich lese hier halt bzgl dessen hauptsächlich Leute, die ohne Sozialkriterium versuchen nach Berlin oder Hamburg zu kommen, was ja mehr oder weniger unmöglich ist.
Das Problem habe ich zum Glück nicht, da ich immer den Haken für die Verteilung an andere Unis setze.

aendi0789
15.08.2018, 07:27
WS 18/19 14 2,3
WS 17/18 14 2,6
WS 16/17 14 2,9
WS 15/16 14 3,3
WS 14/15 12 1,9
WS 13/14 12 2,2
WS 12/13 12 2,5
WS 11/12 12 2,7
WS 10/11 12 3,5
WS 09/10 10 2,2
WS 08/09 10 2,8

Was würde ich für ein 2.1 im kommenden Jahr geben...


Ich will dich ja nicht in Panik versetzen, aber bei einem 2,2 Schnitt nächstes Jahr wärst du sicherer drin als bei 2,1. Wenn es mehrere Bewerber gibt, die 2,1 haben aber nicht genug Plätze, dann wird schon im ersten Schritt eiskalt gelost. :( ich sage das aus persönlicher Erfahrung vom letzten Jahr :( ich wünsche es dir wirklich nicht :)

swalle25
15.08.2018, 10:15
Ich will dich ja nicht in Panik versetzen, aber bei einem 2,2 Schnitt nächstes Jahr wärst du sicherer drin als bei 2,1. Wenn es mehrere Bewerber gibt, die 2,1 haben aber nicht genug Plätze, dann wird schon im ersten Schritt eiskalt gelost. :( ich sage das aus persönlicher Erfahrung vom letzten Jahr :( ich wünsche es dir wirklich nicht :)

Naja das ist ja nun Quatsch. Mit der besseren Note hat man immer bessere Chancen. Wenn bei 2,1 gelost wird ist man mit 2,2 erst Recht raus da man bereits an der 1. Hürde der Vergabe scheitert.

aendi0789
15.08.2018, 10:39
Naja das ist ja nun Quatsch. Mit der besseren Note hat man immer bessere Chancen. Wenn bei 2,1 gelost wird ist man mit 2,2 erst Recht raus da man bereits an der 1. Hürde der Vergabe scheitert.

Nicht zu voreilig. Ich rede von der allgemeinen Grenze. Wenn die 14 WS und 2,2 beträgt ist er drin. Wenn die 14 WS und 2,1 ist was ist wohl dann ?

davo
15.08.2018, 10:44
Das ist korrekt, hat aber überhaupt nichts mit der Situation von Pharmy zu tun. Der hat nämlich nächstes Jahr 14 / 2,1, er hätte also gerne, dass der Grenzwert 14 / 2,1 wäre, damit er überhaupt eine Chance hat. Auf einen Grenzwert von 14 / 2,2 zu hoffen wäre doch ziemlich absurd wenn man bedenkt, dass er dieses Wintersemester schon bei 14 / 2,3 liegt - das tut er aber auch gar nicht.

Er hofft einfach, dass der Grenzwert 14 / 2,1 beträgt, damit er evtl. Losglück hat, statt der deutlich wahrscheinlicheren Variante von 14 / 2,0, wo er gar keine Chance hätte.

Context matters :-p

mkbeh
15.08.2018, 11:12
Meinst du wirklich die Grenze steigt nur auf 14/2,0 ? Ich habe immer noch Angst vor den Spontanbewerbern, die ihre letzte Chance sehen vor der Reform.
(Ja ich weiß, ich mache mich selber zu sehr verrückt das es wieder nicht reichen könnte, das habe ich gestern oft gehört).

davo
15.08.2018, 11:24
Mit 16 / 2,9 müssten sich, wenn man davon ausgeht, dass die Spontanbewerber einer ähnlichen Notenverteilung wie die anderen Wartezeitbewerber folgen, mehr als tausend zusätzliche Leute die 2010 oder früher Abi gemacht haben bewerben, damit du ein Problem bekommst.

Doch ziemlich unwahrscheinlich, oder? :-p

Vor allem wenn man bedenkt, dass der Medienrummel in den letzten Monaten ja doch enorm war, und der Grenzwert von 14 / 2,3 dennoch exakt so war wie anhand der bisherigen Entwicklung vorhergesagt. Es gab also trotz des enormen Medienrummels um die Abschaffung der Wartezeitquote keine nennenswerte Veränderung im Grenzwert. Warum soll das nächstes Jahr anders sein?

mkbeh
15.08.2018, 11:29
Ja da hast du schon Recht, aber die entgültige Abschaffung der Wartezeitquote wurde erst bekannt geheben, als die Bewerbungsfrist bei HSS schon vorbei war, insofern konnte sich das ja noch nicht so stark auswirken.
Ich weiß, ich glaube auch nicht wirklich, dass sich wirklich 1000 zusätzliche Leute bewerben. 😅. Aber ich habe schon nicht selten gelesen, das die Wartezeit trotzdem auf 16 ansteigen könnte.

davo
15.08.2018, 11:41
Zum Teil hast du Recht. Aber nur zum Teil. Das Urteil gab es schon im Dezember, und es war ja eigentlich schon im Dezember klar, dass das für Leute mit Wartezeit Probleme bedeuten würde, und wurde auch schon damals aktiv im Forum diskutiert. Und es gab auch schon im Mai, also noch rechtzeitig für die Altabiturienten, erste Zeitungsberichte, die in diese Richtung gingen. Aber die KMK hat sich erst Mitte Juni offiziell dazu geäußert, das ist korrekt.

Man liest viel. Man liest auch, dass man für jedes Wartesemester einen Bonus auf die DN bekommt :-p Man liest im Internet viel Unsinn, weil im Internet halt jeder Mensch ungefiltert seine Meinung äußern kann. (Was ja durchaus auch Vorteile gegenüber der Beschränkung auf offizielle Medien hat.)

Die Wahrheit ist natürlich, dass niemand weiß was passieren wird. Alles ist möglich, und man wird es erst im August 2019 wissen. Trotzdem glaube ich, dass sich wahrscheinlich nicht viel tun wird.

Mitte Februar werden wir die Grenzwerte für das SS 2019 erfahren, dann wird man ja sehen ob es mehr Bewerber als bisher gab oder nicht. Ich würde trotzdem versuchen mich nicht zu sehr fertigzumachen, denn letztlich kannst du es ja ohnehin nicht ändern. Es wird so kommen wie es kommt, also genieß das Jahr lieber als dich ein Jahr lang stressen zu lassen.

aendi0789
15.08.2018, 12:48
Das stimmt. Ich wollte lediglich darauf hinaus, dass pharmy bei einer Grenze von 14/2,1 nicht 100% Prozent sicher sein kann, ohne böse Absichten.

swalle25
15.08.2018, 13:52
Das stimmt. Ich wollte lediglich darauf hinaus, dass pharmy bei einer Grenze von 14/2,1 nicht 100% Prozent sicher sein kann, ohne böse Absichten.

Das stimmt natürlich!

ilovemedicine
15.08.2018, 21:23
Hey, ich benötige deine Unterstützung! Ich bin aktuell 26 Jahre alt und warte schon 14 Wartesemester auf meinen Humanmedizinstudienplatz mit einem NC von 3,4.
Ich habe eine medizinische Ausbildung absolviert und arbeite aktuell im Krankenhaus.

Dieses WS 2018/19 wurde ich leider nicht zum Studium zugelassen. Mein aktueller Rang liegt bei 3109.

Bist du Experte und kannst ungefähr für mich einschätzen ob ich im WS 2019/20 für ein Studium zugelassen werde?
Ich warte schon so viele Jahre geduldig und bin bereit alles zu geben um Medizin zu studieren, dennoch werde ich jedes Jahr immer älter und möchte zumindestens ein wenig Gewissheit haben ob ich irgendwann mal zum Studium zugelassen werde.

Zu dem habe ich ein wenig Angst, weil die Wartezeitquote demnächst abgeschaffen werden soll, dass sich nächstes Jahr viel mehr Leute bewerben und meine Chancen dafür sinken zugelassen zu werden.

Weißt du ob die Regelung schon nächstes Jahr eingeführt wird oder erst zum übernächsten Jahr?

Vielen Dank im Voraus!

Liebe Grüße!

Pharmy
15.08.2018, 23:39
Genau, ich wollte meine Träume mit dem letzten realistischen Hauch einer Chance kombinieren. Bin mir aber natürlich darüber bewusst, dass das eher nichts wird.

Ich stehe immer noch in regem Kontakt zu den Ministerien. Keines wagt jedoch eine Prognose auf irgendeine Weise zu stellen. Es scheint nach wie vor keine Einigkeit bzw. viel Diskussionsbedarf zu geben.
Lediglich die, die wie ich einen in Deutschland zulassungsbeschränkten Studiengang IM AUSLAND absolvieren, haben es nach Meinung des bayrischen Ministeriums verkackt.
Ich studiere in der Schweiz Pharmazie. Dann meinte ich auf dieses fragwürdige Statement: Warum? - Ja, weil sonst eine Konkurrenzsituation entsteht (Pharmazie studieren, obwohl Medizin anvisiert ist). Dann meinte ich wiederum: Erstens bin ich ins Ausland gegangen, damit ich eben NIEMANDEM einen Pharmaplatz wegnehme (für die ganz fuchsigen: nein, in der CH ist Pharma nicht zulassungsbeschränkt, da wird im ersten Jahr ausgesiebt) und dazu weiterhin Wartesemester sammle. - Ja ne, das geht nicht. Man kann nicht einen dt. Pharmastudenten nicht bonieren, aber einen, der Pharma im Ausland studiert hat schon.
Äh doch?! Jeder weiss, dass man keine Wartesemester sammelt, wenn man an einer dt. Hochschule eingeschrieben ist. Das ist aktuelle Praxis - Ja ne, das geht nicht.

--> Blickt das einer von Euch?? :D Sofern überhaupt etwas gewertet/boniert werden sollte (was immer noch in den Sternen steht, btw hat man für die Wartezeitanrechnung in einer neuen Quote scheints durch ein Rechtsgutachten nur einen sehr geringen Spielraum) wären es Berufsausbildungen. Sprich, und bitte, ich finde auch Ausbildungen toll, sie sind für später Gold wert:
Ausbildungen würden bewertet werden.
Medizinnahe (in D problemlos anerkannte!!!) Studiengänge im Ausland würden nicht bewertet werden.
Das blicke ich nicht. Sicherlich ist die USA auch in diesem Bereich kein Vorbild, aber dort darf man btw erst nach 4 Jahren Studium mit dem Medizinstudium beginnen - und in Deutschland sperrt man - meiner Meinung nach durchaus top qualifizierte Leute - einfach mal aus. Weil mans kann, oder wie? Mir fällt wirklich kein einziger Grund dafür ein, weshalb im Ausland erworbene Studienleistungen nicht boniert werden sollten. Bin ja extra ins Ausland gegangen deshalb.

davo
16.08.2018, 08:16
Naja. Es ist halt sinnlos sich darüber Gedanken zu machen. Es ist halt einfach so, dass nur Ausbildungen boniert werden. Das ist eine politische Entscheidung - deren Sinnhaftigkeit zu hinterfragen ist müßig. Es ist besser sich einfach damit abzufinden und die Energie z.B. in die Vorbereitung auf den MedAT-H zu stecken - da sind diese Energien deutlich besser investiert. Durch das Pharmazie-Studium müsstest du da ja einen gewissen Vorsprung haben.

Mit den USA kann man das nicht vergleichen - das hat sich dort historisch halt so entwickelt, und Vorklinik im deutschen Sinn gibts dort ja auch keine.

MedGrazOle
16.08.2018, 10:07
Also Ausbildungen werden in Deutschland praktisch nicht boniert. Die Extrapunkte, die man damit im AdH sammelt, sind verglichen mit dem Aufwand und der Qualifikation ein Witz.

davo
16.08.2018, 10:41
@Graz:

Das kann man so allgemein nicht sagen. In Gießen oder Leipzig hat man z.B. mit Ausbildung einen viel milderen Grenzwert als ohne. Und wenn man z.B. in der Situation von Hope ist (siehe http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?36121-Der-quot-Wie-stehen-meine-Chancen-quot-Thread&p=2066455&viewfull=1#post2066455 ) ist eine Ausbildung (drei Jahre Dauer) natürlich viel sinnvoller als auf die Wartezeitquote zu hoffen (sieben Jahre). (Jetzt mit der Abschaffung der Wartezeitquote natürlich erst recht, aber auch früher schon.)

@ilovemedicine:

Ich hab deine Fragen in dem Thread auf den du eigentlich verwiesen wurdest bereits beantwortet: http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?36121-Der-quot-Wie-stehen-meine-Chancen-quot-Thread&p=2066567&viewfull=1#post2066567

Homunculi
17.08.2018, 20:20
Ich stehe immer noch in regem Kontakt zu den Ministerien. Keines wagt jedoch eine Prognose auf irgendeine Weise zu stellen. Es scheint nach wie vor keine Einigkeit bzw. viel Diskussionsbedarf zu geben.
Lediglich die, die wie ich einen in Deutschland zulassungsbeschränkten Studiengang IM AUSLAND absolvieren, haben es nach Meinung des bayrischen Ministeriums verkackt.

Inwiefern verkackt? Soll das Studium einfach nicht angerechnet werden, oder soll es nun sogar "wartezeitschädigend" wirken? Ersteres wäre verständlich, letzteres der absolute Hammer.

Wie auch immer, abwarten und Tee trinken. Die Entscheidung kommt ja in spätestens in zwei Monaten. Dann gibt es zumindet Klarheit.... auch wenn mir das Ergebnis nicht gefallen sollte.


Sofern überhaupt etwas gewertet/boniert werden sollte (was immer noch in den Sternen steht, btw hat man für die Wartezeitanrechnung in einer neuen Quote scheints durch ein Rechtsgutachten nur einen sehr geringen Spielraum)

Die Tatsache, dass die Wartezeit ohnehin nur vorübergehend boniert werden soll, lässt doch schon darauf schließen, dass man eine Lösung für alle Langzeitwartenden finden möchte.
Ich denke das Problem liegt hier eher bei denen, die jetzt gerade bei 2-3 Jahren Wartezeit stehen. Alle anderen würde man die nächsten Jahre schon noch in die anderen Quoten quetschen können - als Übergangslösung.