Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Krieg in der Ukraine
So wie es aussieht schafft Putin Fakten und macht die Ukraine platt. Der Westen schaut hilflos zu und kann sich nachher die Wunden lecken. Was für ein Desaster.
Autolyse
12.03.2022, 22:24
Man kann zwar ganze Städte zusammenkartätschen, aber erobert sind sie damit noch nicht. Die russischen Truppen sind noch nicht in stark verteidigten Städten angekommen. Der Albtraum wird erst noch kommen...
In den Augen der Autokraten sind die offenen Gesellschaften etwas zwischen unerzogenen, respektlosen Bengeln und naiven Schwächlingen. Ernst nimmt man die sicher nicht.
Solchen Leuten sein Zeug verkaufen um Geld zu verdienen, das wird genauso gemacht wie vom Westen aus.
Eine Einigung wird es aber nicht geben.
Offenheit und Toleranz sind ein Zeichen von Schwäche.
Das sieht man teilweise auch bei der älteren Generation hier.
Christoph_A
13.03.2022, 09:46
So wie es aussieht schafft Putin Fakten und macht die Ukraine platt. Der Westen schaut hilflos zu und kann sich nachher die Wunden lecken. Was für ein Desaster.
Ein Desaster ist es wohl eher für die russische Seite. Wirtschaftlich ruiniert, außenpolitisch auf Jahre geächtet und militärisch ebenfalls ruinös, der Verlust an Menschen und Material gegen einen unterlegenen Gegner ist enorm, und das Schlimmste wird im Häuserkampf noch kommen. Gegen einen gut ausgerüsteten Gegner wären sie konventionell himmelhoch unterlegen, da brauchts nicht mal die Amis, da reichen kampferprobte Armeen wie Frankreich oder Großbritannien aus. Und die nukleare Option, tja, da hat die Nato selber genug im Keller, als daß Wladi das riskieren würde.
Daß er irgendwann die Ukraine erobert ist sicher immer noch wahrscheinlich, halten wird er sie auf Dauer nicht können. Die Zeit läuft gegen ihn und das wird er wissen.
Bin gespannt, wann er das zurückrudern anfängt, denke mal, viel wird an der Schlacht um Kiew liegen.
In den Augen der Autokraten sind die offenen Gesellschaften etwas zwischen unerzogenen, respektlosen Bengeln und naiven Schwächlingen. Ernst nimmt man die sicher nicht.
Solchen Leuten sein Zeug verkaufen um Geld zu verdienen, das wird genauso gemacht wie vom Westen aus.
Eine Einigung wird es aber nicht geben.
Offenheit und Toleranz sind ein Zeichen von Schwäche.
Das sieht man teilweise auch bei der älteren Generation hier.
Das ist auch ein sehr männliches Denken. Mit mehr Gleichberechtigung würde es sowas nicht geben.
][truba][
13.03.2022, 10:59
Allen voran ist es ein Denken von Narzissten. Und die gibt es in jedem Geschlecht. Wenn man sich die Aussagen der neuen Stadthalterin von Melitopol ansieht, fragt man sich ob es nicht tiefgreifender ist.
The dictators handbook als Literaturtipp zu all dem Schlamassel
Autolyse
13.03.2022, 11:02
Das ist auch ein sehr männliches Denken. Mit mehr Gleichberechtigung würde es sowas nicht geben.
Ich muss zugeben, dass ich zu Beginn des Krieges auch etwas enttäuscht über die ukrainische Ausreisebeschränkung für Männer war. Der Gleichberechtigung wegen wäre die Erwartung diesen Krieg nur durch Frauen kämpfen zu lassen gerechtfertigt gewesen.
Das ist auch ein sehr männliches Denken. Mit mehr Gleichberechtigung würde es sowas nicht geben.
Das ist vor allem das Denken von Menschen, die autoritär erzogen wurden und an Autoritäten glauben. Ich empfehle immer wieder Renz-Polsters "Erziehung prägt Gesinnung". Solche Menschen gibt es hier wie dort und je nachdem welche Gesellschaftsstrukturen überwiegen, werden Andersdenkende entweder toleriert oder diskriminiert. Dass damit autoritäre Strukturen sich selbst verstärken, liegt auf der Hand.
Feuerblick
13.03.2022, 19:06
Steile These… :-nix
Kackbratze
13.03.2022, 21:31
Letztendlich sind antiautoritäre Gesellschaften ohne Fleisch, Auto und Armee unterwegs und damit besser, weil sich innerhalb dieser Gesellschaft Stammeskulturen bilden, die die schwächeren Gruppen ausbeuten oder unterdrücken werden, weil ja die Autorität fehlt, die so ein Verhalten sanktioniert.
Und es fehlen die Leute, die diese überholten Dinge wie Nahrungsproduktion, Technik oder Sicherheit konsequent pflegen und weiterentwickeln.
Bis dann wieder die bösen Autoritäten kommen.
Aber bis dahin wird antiautoritäre Erziehung den Krieg in der Ukraine, Jemen, Eritrea oder Mali beendet haben.
Thomas24
13.03.2022, 22:21
Russland bittet China angeblich um militärische Unterstützung.
https://www.ft.com/content/30850470-8c8c-4b53-aa39-01497064a7b7 (hinter Paywall)
Matzexc1
14.03.2022, 05:55
N-tv ohne paywall
https://www.n-tv.de/politik/US-Medien-Moskau-bittet-Peking-um-militaerische-Hilfe-article23193195.html
Wenn die Berichte aus Weißrussland stimmen wird er das langsam nötig haben, genau wie tschetschenische/syrische Söldner
https://www.n-tv.de/politik/Leichenhallen-in-Belarus-sind-wohl-ueberfuellt-article23192876.html
Gro?erDenker
14.03.2022, 14:06
Das ist auch ein sehr männliches Denken. Mit mehr Gleichberechtigung würde es sowas nicht geben.
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/feministische-aussenpolitik-101.html
Letztendlich sind antiautoritäre Gesellschaften ohne Fleisch, Auto und Armee unterwegs und damit besser, weil sich innerhalb dieser Gesellschaft Stammeskulturen bilden, die die schwächeren Gruppen ausbeuten oder unterdrücken werden, weil ja die Autorität fehlt, die so ein Verhalten sanktioniert.
Und es fehlen die Leute, die diese überholten Dinge wie Nahrungsproduktion, Technik oder Sicherheit konsequent pflegen und weiterentwickeln.
Bis dann wieder die bösen Autoritäten kommen.
Aber bis dahin wird antiautoritäre Erziehung den Krieg in der Ukraine, Jemen, Eritrea oder Mali beendet haben.
Du hast da etwas Grundlegendes nicht verstanden. Eine Autorität, die ausbeuterisches Verhalten sanktioniert, muss es ja geben, sie muss nur demokratisch wähl- und vor allem abwählbar sein. Und warum sollte man, wenn nicht autoritär erzogen ist, sich nicht um Nahrungsproduktion kümmern können? Deine Kommentare sind ja häufig Schnellschüsse, dieser ist jetzt SEHR unbedacht.
Und dann ist die Alternative zu autoritärer Erziehung nicht antiautoritäre Erziehung, aber soweit müssen wir jetzt nicht gehen...
Der ntv-Bericht isst krass, wenn das stimmt, frage ich mich, wie Putin es den vielen Angehörigen der Soldaten erklärt, wenn auf einmal Massen an Familien fragen, wo ihre Brüder/Männer/Söhne bleiben...
Kackbratze
14.03.2022, 15:31
In der Demokratie entwickeln sich genauso autoritäre oder auch diskriminierende Strukturen. Letztendlich ist die Begegnung mit einem Aggressor nicht mit dem begrenzenden Selbstentfaltungsansatz der Erziehungsmethode erreichbar. Die Idee, die Welt umerziehen zu wollen wird spätestens an China oder afrikanischen Ländern scheitern, wo eben die gesamte Gesellschaft durch Religion, Staatsidee oder Hunger mit anderen Ansätzen arbeitet.
Und dann?
Hier hat ja die Bundeswehr weder Geld noch Soldaten zur Verfügung, was meiner Meinung so ist, weil Sicherheit als unwichtig erachtet wird und die Anzahl derer, die sich der Verteidigung Anderer widmen wollen durch die individuelle Erziehung mit maximaler Selbstentfaltung immer weniger werden.
Ich will ja nicht die Welt umerziehen, es war nur ein Erklärungsansatz, warum manche Menschen eben so auf Macht abfahren. Warum Putin wie viele andere über Leichen geht um sein Bedürfnis nach Anerkennung zu befriedigen und warum auch so viele andere mitmachen. Natürlich ist auch Narzissmus ein Ansatz.
Es ist vielleicht schwierig, mich zu verstehen. Daher nochmal: Wenn ich eine mögliche Ursache für ein Problem beschreibe, heißt das NICHT automatisch, dass ich die Lösung im Gegenteil der Ursache vorschlage, ok, Kackbratze?
Indem du das nämlich jedes Mal so suggerierst, schneidest du völlig die Diskussion ab.
LasseReinböng
14.03.2022, 16:31
Das ist auch ein sehr männliches Denken. Mit mehr Gleichberechtigung würde es sowas nicht geben.
In meiner Ecke Deutschlands gibt es sehr viele Russlanddeutsche, u.a. auch beim Klinikspersonal…. da habe ich im Laufe der Jahre auch von weiblicher Seite genügend Sympathien für Putin vernommen.
So easy ist das m.E. leider nicht…
LasseReinböng
14.03.2022, 16:43
Ich muss zugeben, dass ich zu Beginn des Krieges auch etwas enttäuscht über die ukrainische Ausreisebeschränkung für Männer war. Der Gleichberechtigung wegen wäre die Erwartung diesen Krieg nur durch Frauen kämpfen zu lassen gerechtfertigt gewesen.
Da hatte die „Hashtag-Aufschrei“-Fraktion wohl gerade keine Zeit dagegen zu demonstrieren sonst hätte sie es sicherlich getan…
Autolyse
14.03.2022, 18:32
Ich will ja nicht die Welt umerziehen, es war nur ein Erklärungsansatz, warum manche Menschen eben so auf Macht abfahren. Warum Putin wie viele andere über Leichen geht um sein Bedürfnis nach Anerkennung zu befriedigen und warum auch so viele andere mitmachen. Natürlich ist auch Narzissmus ein Ansatz.
Es ist vielleicht schwierig, mich zu verstehen. Daher nochmal: Wenn ich eine mögliche Ursache für ein Problem beschreibe, heißt das NICHT automatisch, dass ich die Lösung im Gegenteil der Ursache vorschlage, ok, Kackbratze?
Indem du das nämlich jedes Mal so suggerierst, schneidest du völlig die Diskussion ab.
Ich bin zwar auch selten mit Kackbratze einer Ansicht, aber meines Erachtens nach insinuiert er das nicht, sondern formuliert deutlich breiter. Wenn jeder sich maximal selbst entfalten soll, dann haben wir nicht nur viele Gender-Studies-Absolvent*:_x, die den Gender-Pay-Gap in MINT-Fächern und die dortige Unterrepräsentanz von weiblich gelesenen Personen beklagen, sondern auch das Problem das die Grundkonzeptionen der meisten Gesellschaftsutopien nicht mehr funktionieren: Unabhängig vom positiven oder pessimistischen Menschenbild ist die Übertragung von Macht an den Staat (und seine Amtswalter) zwingende Notwendigkeit einer Gesellschaft. Wenn diese nun aber keine Mitglieder mehr bereitstellt, die an Stelle des Individuums staatliche Macht projizieren - unabhängig ob nach innen oder außen - dann degeneriert die Gesellschaft und zerfällt, weil sie das Grundbedürfnis nach Sicherheit nicht mehr stillen kann. Es ist dabei gleichgültig, ob das durch eine Prägung passiert, die den archaischen Kämpfertypen a priori abschaffen will, oder strukturell in dem mir die Staatsanwaltschaft Potsdam erst einmal ein Tötungsermittlung an den Hals hängt, wenn man am Hindukusch nicht nur unsere, sondern die persönliche Sicherheit verteidigt. So oder so stellt es eine Aufkündigung des dahinterstehenden impliziten Gesellschaftsvertrages dar und dann geht eben diese Gesellschaft mit Fug und Recht unter. Man kann Gewalt zwar verabscheuen, aber das setzt voraus, dass dennoch jemand da ist, der diese für einen mit staatlicher Sanktion ausübt. Sorgt man aber dafür, dass das niemand mehr tut, dann vermeidet man zwar den Kampf, aber nur vordergründig, denn faktisch kämpft man ganz ohne Dolchstoß(legende) für die Sache des Feindes, da dieser dann keinen Widerstand mehr zu fürchten braucht.
Kackbratze
14.03.2022, 18:48
Zusätzlich glaube ich nicht, dass es Putin nur um die Gewinnung von Anerkennung geht.
"Nicht das Amt führt zur Störung, sondern die Störung führt zum Amt." - die Anstalt, mag die initiale Triebfeder sein um diese Art von Karriere zu suchen, was man allerdings benötigt um einen Krieg zu führen geht wesentlich weiter als das bloss Ego, egal ob gekränkt oder abgehoben.
Der dahinter stehende Staatsapparat, der diesen einen Emporkömmling hochhebt und hält muss auch vorhanden sein und die Ideen teilen oder in den Kopf der Puppe stecken.
Die Vereinfachung, wie sie in der Presse stattfindet: "Ukraine gut, Putin böse" trifft vielleicht den geneigten Medienkonsumenten an der weichstens Stelle, zusammen mit weinenden Frauen/Kindern und zerstörten Häusern, wird aber nicht dafür sorgen, dass die Verhandlungsbereitschaft, die wir ja per se einfordern, sich irgendwann zeigt.
Hypothese:
Die Ukraine verhandelt und es gibt am Ende einen Frieden. Russland zieht sich zurück, die Ukraine wird neutral mit eigener Armee aber ohne klares Bündnis (Schweiz, Finnland). Russland zahlt Reparationen und baut das Land wieder auf.
Natürlich wird Russland/Putin mit Sanktionen durch "den Westen" bestraft werden, aber irgendwann ist die Frage: wie weiter?
Wie soll man versuchen einen gangbaren Weg zum indirekten Regime-Change oder immerhin ein Umdenken in der russischen Bevölkerung + Meinungsbildner hervorrufen, wenn man sich zurückzieht auf "ihr werdet von Satan regiert". Wenn wir von aussen mit solchen Nachrichten bombardiert werden, würden wir uns auch wesentlich mehr hinter die Regierung stellen, oder?
Die toten Soldaten würden uns dadurch erläutert werden, dass der böse Gegner sie ja unschuldig getötet hat und wenn wir nicht so reagiert hätten...
Mit dem Schwarz/Weiss schlagen wir eine Tür zu, von der wir gleichzeitig behaupten, wir müssen sie offen halten.
Jetzt UND in der Zukunft.
P.S. Parallel sind wir vermutlich für jeden Gegner ein schlechter Witz mit unserer Armee. Wie sollen wir Stärke zeigen, wenn wir nicht mal potemkinsche Dörfer in den Kasernen aufbauen können?
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