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ThomAl
09.12.2023, 17:44
Leute, korrigiert mich aber das Entscheidende ist doch, dass die 200 Euro nicht tabellenwirksam sind. Man kann sie also nicht einfach in die prozentuale Steigerung einreichnen. Der Effekt verpufft direkt…

Endoplasmatisches Reticulum
09.12.2023, 17:48
.........

ThomAl
09.12.2023, 17:58
Eben nicht. Das fängt erst im November 24 an. Vorher Nullrunde da alles nicht tabellenwirksam

Endoplasmatisches Reticulum
09.12.2023, 18:52
.....

Nefazodon
09.12.2023, 20:01
Die Einkommen der Beschäftigten steigen ab dem 1. November 2024 tabellenwirksam um einen Sockelbetrag von 200 Euro. Ab dem 1. Februar 2025 kommt darauf eine weitere Entgelterhöhung um 5,5 Prozent.

Die 200 Euro Sockelbetrag sind tabellenwirksam.
Bei 4000 Euro entspricht das einer Erhöhung von 5% bei 6000 Euro Brutto von 3,3%.
Zusammen mit den 5,5% macht das also einer Erhöhung von 8,8% bis 10,5%.
ALLERDINGS nach einer Nullrunde in 2024 und damit einem weiteren Jahr Inflation.

Dooly
09.12.2023, 20:58
Unfassbar dieser Abschluss. War fast zu erwarten, dass die Runde beendet wird, weil Verdi immer wieder gesagt hat, dass sie vor Weihnachten einen Abschluss haben will, aber das erzielte Ergebnis bei krasser Streikbeteiligung ist schon -12/10.
Dann freuen wir uns mit deutlich zahnloser Gewerkschaft doch jetzt schon mal auf 1500€ Netto Sonderzahlung und dann 23 Monate 0-Runde, anschließend 3,5% ab 10/2025. :-angelVKA, wie gesagt, hat Verdi den MB sogar unterboten meiner Meinung nach. Mitte/Ende Januar ist der 3. Termin dann ist der alte Vertrag schon im 4. Monat beendet. Der TdL spielt die Zeit natürlich zu, wenn die Termine schon so beknackt liegen. Der MB soll sich nicht noch mehr zum Affen machen und nen Fake Show Warnstreik abhalten, sondern einfach voran machen, hoffentlich.


Na Verdi ist ja immerhin so fair und lässt die Beschäftigten über den aushandelten Vertrag abstimmen - wenn die Mehrheit mit der angebotenen Lohnerhöhung einverstanden finde ich den Abschluss legitim.Ey aber ich wundere mich, wie auch damals der VKA Abschluss in der Mitgliedsbefragung Zustimmung gefunden hat. Beim MB sind die Mitglieder zum größten Teil teilnahmslos, der aktive Teil sind merkwürdige Gruselgusten. Wenn der MB ne Mitgliedsabstimmung machen würde, würden vielleicht auch merkwürdige Einigungen angenommen?

Nefazodon
09.12.2023, 21:13
Das Problem mit der Abstimmung darüber ist doch: Defacto akzeptiert man das, was rausgekommen ist und bekommt damit in diesem Fall 1800 Euro bar sofort und die prozentuale Erhöhung sicher, oder man lehnt es ab, und steht dann aber erstmal mit *nichts* da, für eine ungewisse Zeit.

Gleichzeitig haben die Vorsitzenden mit der Vorlage des Angebotes ja schon implizit zum Ausdruck gebracht, dass sie nicht weiter kämpfen möchten.

Wie hoch sind da die Erfolgschancen?

Und so werden die meisten wohl zustimmen....(zumal das Ergebnis gerade für die unteren Gehaltsgruppen nicht so schlecht ist mit dem Sockelbetrag)


Ich fände es gut, wenn auch der Marburger Bund über Ergebnisse von Tarifverhandlungen abstimmen ließe.

Dooly
09.12.2023, 22:16
Ja stimmt. Mir ist es egal, ob der MB abstimmen lässt oder nicht. Ich erwarte nichts und bin dementsprechend auch eh kein Mitglied mehr.

anignu
10.12.2023, 22:01
VKA, wie gesagt, hat Verdi den MB sogar unterboten meiner Meinung nach.
Ich dachte immer dass du der Meinung bist Verdi sei ach so toll im Vergleich zum MB?

Und so werden die meisten wohl zustimmen....
Klar. Wie immer. Die Abstimmung ist eine reine Formsache. Genauso wie Urabstimmungen ob man streiken soll. Ich hab noch nie gehört dass so eine Urabstimmung ein "nein" ergeben hätte.

Ich fände es gut, wenn auch der Marburger Bund über Ergebnisse von Tarifverhandlungen abstimmen ließe.
Wieso? Die Logik versteh ich nicht. Auf der einen Seite sagst du (zu Recht) dass bei der Abstimmung doch die Leute eh zustimmen werden und dann willst du beim MB auch eine Abstimmung haben. Wofür?

Ja stimmt. Mir ist es egal, ob der MB abstimmen lässt oder nicht. Ich erwarte nichts und bin dementsprechend auch eh kein Mitglied mehr.
Das Thema hatten wir schon. Austreten und in einem anonymen Forum Posts verfassen ist deine Form des konstruktiven Beitrags.
Wie geht der Spruch? Jedes Volk hat die Anführer die es verdient? Wir haben den MB...

Dooly
10.12.2023, 22:07
Ich dachte immer dass du der Meinung bist Verdi sei ach so toll im Vergleich zum MB?
Was hat dich das denken lassen?

Nefazodon
10.12.2023, 22:13
Wieso? Die Logik versteh ich nicht. Auf der einen Seite sagst du (zu Recht) dass bei der Abstimmung doch die Leute eh zustimmen werden und dann willst du beim MB auch eine Abstimmung haben. Wofür?

Demokratische Legitimation.

Ich finde, der MB kann ruhig mehr auf seine Mitglieder eingehen, anstatt noch nicht mal die theoretische Möglichkeit einer Wahl zu bieten.

Es würde den MB wenig kosten und wäre ein Zeichen, dass man die Mitglieder ernst nimmt meiner Meinung nach.

Dooly
10.12.2023, 22:18
Das Thema hatten wir schon. Austreten und in einem anonymen Forum Posts verfassen ist deine Form des konstruktiven Beitrags.
Wie geht der Spruch? Jedes Volk hat die Anführer die es verdient? Wir haben den MB...Zum Glück anonym. Seit ich hier von einer irren MB Vetretung dreimal bedrängt wurde, meine Klardaten mitzuteilen, weiß ich meine Identität tausendmal mehr als vorher zu schützen. Ich habe wirklich oft genug gesagt, dass und weshalb ich mich nicht beim MB engagieren werde.
Aber was ich dich fragen wollte: was ist denn dein konstruktiver Beitrag? Bist du schon lange von MB Wirkungsbereich betroffen und was sieht deine Berufsplanung vor, wie lange du es bleiben willst?

anignu
10.12.2023, 22:58
Aber was ich dich fragen wollte: was ist denn dein konstruktiver Beitrag? Bist du schon lange von MB Wirkungsbereich betroffen und was sieht deine Berufsplanung vor, wie lange du es bleiben willst?
Mein konstruktiver Beitrag? 1. Beitrag zahlen (Geld hilft denen ihre Arbeit zu machen) 2. Mitglied sein (mehr Mitglieder = mehr Legitimation) 3. bei Streiks in Frankfurt und München tatsächlich vor Ort zu sein.
Und in der Vergangenheit war ich bei den Streiks 2006 dabei. Google mal danach wenn du nicht weißt was damals war.

Vom Wirkungsbereich bin ich selbst quasi ewig betroffen. Auch in anderen Verträgen (privat oder kirchlich) ist es in unserer Gegend so dass diese jeweils die Gehaltstabellen des TVÄ-VKA übernehmen. Meine kurz- und mittelfristige Planung sieht auch vor in dem Wirkungsbereich zu bleiben. Langfristig wird man sehen. Weiß man ja nie wirklich.

Und nochmal zum MB, ich kann nur wiederholen dass ich es auf der einen Seite gut finde was sie erreicht haben. Thema Begrenzung der Dienste, Anwesenheitszeit = Arbeitszeit, mehr Urlaub, Gehaltssteigerungen etc. Auf der anderen Seite hätte ich gern natürlich mehr Geld, wie jeder. Aber wichtiger wären mir klare Regelungen bzgl. Rufdienst. Wenn du mal wüsstest was da in den Kliniken derzeit abgeht würdest du das verstehen. Aber ich muss auch ganz klar sagen: ich kann mir nicht vorstellen dass es auch nur annähernd eine Gewerkschaft gibt oder gegeben hätte die diese klaren Begrenzungsregeln Richtung Bereitschafts- und Rufdienste durchgesetzt hätte. Es gibt einfach niemanden außer dem MB der sich für solche arztspezifischen Dinge interessiert. Insofern bin ich, trotz aller Kritik, froh dass wenigstens irgendwer unsere Interessen vertritt und finde die Mindestbeteiligung, wie ich sie mache, wichtig.

Endoplasmatisches Reticulum
10.12.2023, 22:58
.......

anignu
10.12.2023, 23:05
Wo hörst und liest du denn regelmäßig über Urabstimmungen zum Thema Streik?
AKtuell? GDL zum Beispiel. Ist doch regelmäßig ein Thema in den Nachrichten.

Nefazodon
10.12.2023, 23:38
Da kann man von halten, was man will, aber es ist zumindest ein in sich schlüssiger Ansatz.

Und welche Schlüsse ziehst Du daraus?
Glaubst Du, dass sich große Organisationen ändern können?
Glaubst Du, dass wir bewirken können, dass sich große Organisationen ändern?
Gehst Du noch wählen? Bei irgendeiner Wahl?

Endoplasmatisches Reticulum
11.12.2023, 09:09
.......

rafiki
11.12.2023, 09:36
Es wird noch (viel) schlimmer werden.

Genau.

Und aus der beschriebenen sehr ungünstigen Konstellation heraus, wird es sich nicht vermeiden lassen, viele billige "Halbärzte" zu beschäftigen, egal ob es hochqualifizierte Pflegekräfte, PA oder Prekärapprobierte sind. Oder man findet andere Möglichkeiten, sich der "Schwemme" zu entledigen.

Endoplasmatisches Reticulum
11.12.2023, 09:55
..........

Moosachat
11.12.2023, 13:34
Man werfe einen kurzen Blick nach England, wo das bereits der Fall ist.
PAs verdienen dort bereits mehr als Ärzte zu Beginn ihrer Laufbahn in den Foundation Years, die Verantwortung für ihr Tun trägt aber natürlich ein Arzt und Nachtdienste dürfen sie auch nicht machen...