Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : TdL Tarifverhandlungen 2023
Bonnerin
26.03.2024, 21:25
Ich glaub es gilt zunächst die Unschuldsvermutung, lasst uns doch erstmal das Ergebnis abwarten, bevor wir die Fackeln und Mistgabeln herausholen.
Ich verstehe aber nicht, warum man nach den Beratungen in den internen Gremien nicht zunächst auf die Mitglieder zugeht und das Ganze da auch abstimmen lässt anstatt am Donnerstag alles in Form vollendeter Tatsachen der Presse zu präsentieren.
Eine weitere Schwierigkeit bestand darin, für die Zukunft sicherzustellen, dass eine zeitliche Parallelität mit den Verhandlungen zum Öffentlichen Dienst der Länder ausgeschlossen ist.Bin gespannt, wieso das wichtig ist und wie man das sicherstellen will.
Wegen dieser Sachlage werden zunächst die Tarifgremien des Marburger Bundes und der TdL diese Einigungsbestandteile kurzfristig intern bewerten.Das liest sich so, als ob man das ausnahmsweise so macht, wie läuft es denn sonst? Eigentlich hat der MB immer verzögert informiert. Nach 1-2 Tagen blubberte der erste Bericht ohne tiefergehende Infos und dann folgte wiederum 1-2 Tage später eine etwas detailliertere Mitteilung (und Zickigkeit ggü. Kritik). Bin gespannt, welcher Twist und am Do erwartet. :D Hach einige Kommentare werden wieder sehr schlecht altern. https://www.instagram.com/p/C4-t6ZoNkIZ/?igsh=d3ZmNmZnaTN3MTVi Auf Insta ist auch so ein super stupid passiv aggressiver MB Typ in den älteren Kommentaren. Freu mich, wenn der morgen wieder auftauchen sollte.
Choranaptyxis
26.03.2024, 21:32
Ich verstehe aber nicht, warum man nach den Beratungen in den internen Gremien nicht zunächst auf die Mitglieder zugeht und das Ganze da auch abstimmen lässt anstatt am Donnerstag alles in Form vollendeter Tatsachen der Presse zu präsentieren.
Ohne dass mich der Abschluss betrifft, verstehe ich das auch nicht. Zumal gefühlt zumindest dieses Mal auch der Wunsch nach mehr deutlich war, auch weil VKA eben mehr Geld gibt, und die Streikbereitschaft da. Da hätte man mal Druck ausüben können und eben nochmal gestreikt. Die GDL zeigt ja, man kann immer wieder streiken und zwischendurch verhandeln.
Wenn das wirklich auf etwas wie 40h Woche rausläuft, was man sich selbst mit Phantasie als Verhandlungsergebnis nicht vorstellen kann, müssen wir uns wehren. Dafür hat der MB kein Mandat. Es gab eine Forderung, insbesondere nach der letzten Nullrunde, und zwar eine Erhöhung der Entgelte. Wenn man diese einfach so wegwischt, ohne richtigen Streik, hat man meiner Meinung nach das Mandat klar verfehlt.
Endoplasmatisches Reticulum
26.03.2024, 23:12
......
7. Entgeltstufe 3 Jahre nach Stufe 6 (+150€)
+1 Tag Urlaub im Jahr je 2 Jahre Betriebszugehörigkeit (max. +3)
BD-Stufen +5 % (nur die ersten 3 Dienste im Monat)
Niedrigste 2 Zuschläge jetzt additiv (max. +5% zu vorher)
-5 % Wochenarbeitszeit (bei nur -2.5 % Gehalt)
Sonderzahlung 1.000€ je 5 Jahre Betriebszugehörigkeit (bei Zehnern +1 Flasche Riesling)
Rückeinführung 13. Gehalt, max. 500€ brutto, ab Dezember 2026 für am Stichtag ganzjährig beschäftigt Gewesene (TZ anteilig)
Arbeitgeberanteil zur Betriebsrente +1% (Zuschuss zum Öffi-Ticket kann gegengerechnet werden)
Übernahme des Kammerbeitrages durch den AG (max. 200€ im Jahr)
Abzug von BD-Arbeitszeit vom Folgetag maximal zu 90% (ab der 17. Stunde)
Rufbereitschaft für chirurgische Oberärzte +200% und 1 Plüschtier im OP-Kittel (mit Firmenlogo)
(Pick one, obviously.)
Es ist traurig und absurd, (aber durchaus möglich) dass der MB sich auf solche Sachen einlässt.
Ich erwarte auch einen schlechten Abschluss. Und dadurch wird der für die kommunalen Krankenhäuser auch nicht viel anders aussehen „man will keine unterschiedlichen Mediziner-Klassen“
7. Entgeltstufe 3 Jahre nach Stufe 6 (+150€)
+1 Tag Urlaub im Jahr je 2 Jahre Betriebszugehörigkeit (max. +3)
BD-Stufen +5 % (nur die ersten 3 Dienste im Monat)
Niedrigste 2 Zuschläge jetzt additiv (max. +5% zu vorher)
-5 % Wochenarbeitszeit (bei nur -2.5 % Gehalt)
Sonderzahlung 1.000€ je 5 Jahre Betriebszugehörigkeit (bei Zehnern +1 Flasche Riesling)
Rückeinführung 13. Gehalt, max. 500€ brutto, ab Dezember 2026 für am Stichtag ganzjährig beschäftigt Gewesene (TZ anteilig)
Arbeitgeberanteil zur Betriebsrente +1% (Zuschuss zum Öffi-Ticket kann gegengerechnet werden)
Übernahme des Kammerbeitrages durch den AG (max. 200€ im Jahr)
Abzug von BD-Arbeitszeit vom Folgetag maximal zu 90% (ab der 17. Stunde)
Rufbereitschaft für chirurgische Oberärzte +200% und 1 Plüschtier im OP-Kittel (mit Firmenlogo)
(Pick one, obviously.)
- Man darf dem Chefarzt einmal alle zwei Jahre sagen, dass er ein Wixxer ist ohne eine Abmahnung zu erhalten
-Dienstzimmer müssen im Winter nun geheizt werden (Mindestens 17 Grad Raumtemperatur)
-Eine extra Portion Pommes in der Klinik-Cafeteria
-An jedem 29.02 [Schaltjahr] gibt es 200€ Brutto Schaltjahresausgleich
Können wir uns denn wirklich nicht wehren? Das ist doch ein Schlag ins Gesicht.
FirebirdUSA
27.03.2024, 05:53
Können wir uns denn wirklich nicht wehren? Das ist doch ein Schlag ins Gesicht.
Bisher ist doch völlig unklar was wirklich verhandelt wurde. Da die große Tarifkommission erst zustimmen muss, wird bisher nichts gesagt (ist üblich).
Ih vermute auch am ehesten Reduktion der WAZ. Da meine Überstunden korrekt erfasst werden, wäre das für mich ok... ich befürchte für viele wären es einfach mehr unbezahlte Überstunden.
Salatsultan
27.03.2024, 08:38
Ich wäre auch für eine frühzeitige Mitgliederinfo aber es soll halt anders sein. War bei der Bahn/GDL ja auch - ok weniger Stunden aber es wurde nicht sofort informiert.
Ansonsten spannend wie über einen schlechten Abschluss geunkt wird, ohne das irgendwas bekannt ist.
Ansonsten spannend wie über einen schlechten Abschluss geunkt wird, ohne das irgendwas bekannt ist.
Wahrscheinlich wegen der Formulierung des MBs: "Die Einigung ist komplex und hat durchaus einen anderen Fokus, als zunächst zu erwarten war." Fokus waren die 12,5%
Die GDL hat Fokus auf 35h Woche gehabt und hat diese offensichtlich durchgedrückt. Keine schwammige Kommunikation nach außen.
Endoplasmatisches Reticulum
27.03.2024, 11:57
Der MB hat über die letzten Jahre mannigfaltige Präzedenz für katastrophale bis bestenfalls unterdurchschnittliche Abschlüsse gesetzt. Die jetzige Erklärung lässt verlauten: Die TdL hat Entgeltsteigerungen abgewiesen, die über den Abschluss des öD Anfang des Jahres hinaus gegangen wären. Mehr als 6 - 10 % über 2 Jahre konnten also nicht erwirkt werden. Das kann man bereits jetzt aus dem Wortlaut des MB ableiten, auch ohne den Abschluss zu kennen.
Was nun dieser alternative Kompromissansatz sein wird, da kann man kreativ spekulieren. Klar ist aber auch, dass es wohl nichts sein wird, was die Arbeitgeber Substanz kostet. Aber mal auf prinzipieller Ebene: Der letzte Abschluss war historisch demütigend. Als Begründung für dessen Akzeptanz wurde vorgeschoben, dass man sich in der Folgerunde ja dafür so richtig auf die Gehälter würde fokussieren können. Ging jetzt leider nicht, ah. Wer hätte das erwartet. Also Planänderung. Mir fehlt die Fantasie für realistische Ersatz-Zugeständnisse, die das doch nicht als erneute Bankrotterklärung outen würden.
Aber wer weiß. Vielleicht werden wir ganz positiv überrascht. Diesmal bestimmt. Ganz sicher.
Anne1970
27.03.2024, 13:50
Ich verstehe aber nicht, warum man nach den Beratungen in den internen Gremien nicht zunächst auf die Mitglieder zugeht und das Ganze da auch abstimmen lässt anstatt am Donnerstag alles in Form vollendeter Tatsachen der Presse zu präsentieren.
Die Tarifkommission repräsentiert die Mitgliedschaft (durch demokratische Wahl).
Die Mitglieder der Tarifkommission wurden durch die Delegierten der Hauptversammlung (die entsprechend der Anzahl der Mitglieder jedes Landesverbandes, durch den jeweiligen Landesverbandsvorstand (bestehend aus geschäftsführenden Landesvorstand, den Beisitzern (werden durch die Teilnehmer der Hauptversammlung des jeweiligen Landesverbands gewählt) und den Vorständen der Bezirksverbände (werden von den Mitgliedern des Bezirksverbands gewählt) delegiert wurden) gewählt.
Nefazodon
27.03.2024, 14:04
Die Tarifkommission repräsentiert die Mitgliedschaft (durch demokratische Wahl).
Die Mitglieder der Tarifkommission wurden durch die Delegierten der Hauptversammlung (die entsprechend der Anzahl der Mitglieder jedes Landesverbandes, durch den jeweiligen Landesverbandsvorstand (bestehend aus geschäftsführenden Landesvorstand, den Beisitzern (werden durch die Teilnehmer der Hauptversammlung des jeweiligen Landesverbands gewählt) und den Vorständen der Bezirksverbände (werden von den Mitgliedern des Bezirksverbands gewählt) delegiert wurden) gewählt.
Naja, aber was tut das zur Sache?
Andere große Gewerkschaften lassen auch *alle* Mitglieder über Abschlüsse abstimmen und in Zeiten des Internets wäre das auch durchaus technisch möglich.
Ich habe es schonmal irgendwo geschrieben....Ich finde, der MB könnte demokratischer sein und seine Mitglieder mehr einbeziehen.
Die Tarifkommission repräsentiert die Mitgliedschaft (durch demokratische Wahl).
Die Mitglieder der Tarifkommission wurden durch die Delegierten der Hauptversammlung (die entsprechend der Anzahl der Mitglieder jedes Landesverbandes, durch den jeweiligen Landesverbandsvorstand (bestehend aus geschäftsführenden Landesvorstand, den Beisitzern (werden durch die Teilnehmer der Hauptversammlung des jeweiligen Landesverbands gewählt) und den Vorständen der Bezirksverbände (werden von den Mitgliedern des Bezirksverbands gewählt) delegiert wurden) gewählt.
Das ist aus meiner Sicht Quatsch. Verdi hat auch abstimmen lassen.
Salatsultan
27.03.2024, 14:27
Die Tarifkommission repräsentiert die Mitgliedschaft (durch demokratische Wahl).
Die Mitglieder der Tarifkommission wurden durch die Delegierten der Hauptversammlung (die entsprechend der Anzahl der Mitglieder jedes Landesverbandes, durch den jeweiligen Landesverbandsvorstand (bestehend aus geschäftsführenden Landesvorstand, den Beisitzern (werden durch die Teilnehmer der Hauptversammlung des jeweiligen Landesverbands gewählt) und den Vorständen der Bezirksverbände (werden von den Mitgliedern des Bezirksverbands gewählt) delegiert wurden) gewählt.
Ich find das tatsächlich auch nicht sehr elegant. Weder Kommunikation, mediale Begleitung noch das Ergebnis nicht abstimmen zu lassen. Das schädigt immer der Legitimation eines Abschluss. Wenn 80% dafür sind hat das auch für die Dauerkritiker doch eine andere Wirkung ;)
Choranaptyxis
27.03.2024, 15:55
Ich find das tatsächlich auch nicht sehr elegant. Weder Kommunikation, mediale Begleitung noch das Ergebnis nicht abstimmen zu lassen. Das schädigt immer der Legitimation eines Abschluss. Wenn 80% dafür sind hat das auch für die Dauerkritiker doch eine andere Wirkung ;)
Das ist doch vor allem wie in jedem Dorfverein. Bei der Jahreshauptversammlung/Vorstandswahlen sind immer die gleichen da und die meisten kommen nicht. Wenn es darum geht, wo das neue Clubhaus oder ähnliches gebaut wird, kommen plötzlich viele und wollen mitreden. So eben auch hier.
Die Kommissionsmitglieder mögen zwar legitimiert sein, aber so ein Tarifabschluss ist eben eine andere Stufe und dank Internet sollte doch so eine Abstimmung möglich sein.
Bin hier sonst immer ein stiller Mitleser. Aber hier würde ich auch auch gern betonen, dass ich eine generelle Abstimmung deutlich bevorzugen würde.
Ich bin den verhandelnden Kolleginnen und Kollegen sehr dankbar für ihr Engagement. Die Verhandlungen sind sicherlich alles andere als einfach.
Ich denke dennoch, dass über die Annahme von Kompromissen eine allgemeine Wahl durchgeführt werden sollte. Den Hinweis, dass die Mitglieder der großen Tarifkommission gewählt werden finde ich nicht überzeugend, weil die Abstimmung nach meiner Kenntnis nicht namentlich erfolgt und bei der Wahl der GTK-Mitglieder nicht klar ist, wer wie abstimmen wird.
Es würde den Verhandelnden auch denke eher den Rücken stärken, wenn sich eine Mehrheit gegen einen erreichten Kompromiss und für verstärkte Streikmaßnahmen einsetzen würden. Wenn die Mehrheit wiederum einen Kompromiss will, könnte die dann unzufriedene Minderheit es ebenso nicht mehr der GTK anlasten.
Bei verdi und Vereinigung Cockpit hat man auch alle Mitglieder über Annahme Kompromiss vs. Fortsetzung Streik abstimmen lassen.
Zustimmung! Nur passieren wird es nicht…jeder weiß, wie die Abstimmung ausfallen würde. Das letzte Ergebnis wäre so auch nie zustande gekommen.
Bisher ist doch völlig unklar was wirklich verhandelt wurde. Da die große Tarifkommission erst zustimmen muss, wird bisher nichts gesagt (ist üblich).Nein, das stimmt nicht. Vom Gefühl kommt die Mitteilung der Annahme durch die GTK immer Wochen später. Ich hab jetzt adhoc nichts offizielles gefunden, aber im Thread zur TdL Runde 2022 kann man es nachvollziehen TdL Tarifverhandlungen 2022 (medi-learn.de) (https://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?107443-TdL-Tarifverhandlungen-2022&p=2244844&viewfull=1#post2244844) (Einigung 25.08.2022, Mitteilung zur Annahme durch GTK 12.10.2022)
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