Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : TdL Tarifverhandlungen 2023
Nefazodon
20.03.2024, 06:08
Kenne es auch so, dass man an der Uni UND am Klinikum befristet angestellt ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter nach Wissenschaftszeitvertragsgesetz.
Es soll aber wohl auch Unikliniken geben, an denen das nicht so ist.
Ich fand die Praxis schon immer fragwürdig. Als ich an der Uni war, durfte ich die ganze Zeit nur die Station schrubben, ohne Möglichkeit wissenschaftlich zu arbeiten....
Aber vielleicht ändert sich diese Praxis mit der Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetz. Ärzte sollen da jetzt ja ausgenommen werden und Befristungen nach ÄArbVtrG erfolgen....
Endoplasmatisches Reticulum
20.03.2024, 09:16
Guck mal, da, in der Besenkamm.. äääh, im Bereitschaftsdienstzimmer der Uniklinik. Siehst du das auch?
Eine gemauschelte Elternzeitvertretung in ihrem natürlichen Habitat!
Bei uns sind nur diejenigen Ärzt*innen an der Uniklinik angestellt, die eben keine wiss. MA sind, sondern nur als Ärzt*innen angestellt sind. Das ist eher selten, z. B. in den Mangelbereichen möglich oder bei denjenigen, die sonst wegen WissZeitVG die Hochschule verlassen müssten aber bleiben sollen. Alles sonstiges (nicht nur ärztliches) wissenschaftliches Personal ist an der Hochschule beschäftigt.
schnix25
20.03.2024, 16:14
Weiß eigentlich jemand wie sich sie Änderung des Wissenschaftzeitvertraggesetzes auf den ärztlichen Bereich auswirkt? Die Zeiten nach Promotion sollen ja deutlich verkürzt werden. Wird es hier auch wie bisher eine Sonderregelung für Medizin geben?
Wann ist nächste Verhandlung?
Ist im Detail noch in der Ausarbeitung. Was bisher bekannt ist, findest du beim BMBF. Wir haben hier auch nen Thread zu dem Thema. https://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?109040-%C4nderung-des-Wissenschaftszeitvertragsgesetzes-Auswirkungen-auf-Mediziner
Bla, nächste Woche Montag. Wurde anscheinend den Mitgliedern mitgeteilt. Vgl. https://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?109488-TdL-Tarifverhandlungen-2023&p=2277184&viewfull=1#post2277184
Qwert1133
20.03.2024, 22:36
Bla, nächste Woche Montag. Wurde anscheinend den Mitgliedern mitgeteilt.
Ist auch für nicht Mitglieder öffentlich einsehbar ;-) https://www.marburger-bund.de/bundesverband/pressemitteilung/starke-beteiligung-der-streikenden-uni-aerzte-kundgebungen-im-ganzen
Bei uns gibt es neuerdings ein Bikeleasing Angebot mit dem die Klinik für sich wirbt. Einschlusskriterium: Beim Abschluss unbefristeter Vertrag oder mind. 3 Jahre Vertragsrestdauer :D Das trifft auf keinen einzige Assistenzarzt oder FA in der Klinik zu. So eine bodenlose Frechheit -.-
Ah so auf der Bundesverband Seite, ok.
Guck mal, da, in der Besenkamm.. äääh, im Bereitschaftsdienstzimmer der Uniklinik. Siehst du das auch?
Eine gemauschelte Elternzeitvertretung in ihrem natürlichen Habitat!
Genau, bei uns wird definitiv immer geschaut wie man das rechtlich ok gemauschelt bekommt. AG ist definitiv Uniklinik, wahrscheinlich eben mit irgendeinem Konstrukt was Firebird angesprochen hat, dass wir dennoch Teil der Uni sind oder so. Es scheint schon rechtlich seine Richtigkeit zu haben, da sie ja sonst Entfristungsklagen Tür und Tor öffnen würden. Aber als Ergbnis bleibt eben, dass in userem Bereich das WissZeitVG eben schamlos ausgenutzt wird und so lange das rechtlich so sein darf wird das auch so bleiben, da es für den AG maximal super ist. Das mit dem Jobrad zeigt doch sehr schön, welche Wertigkeit uns zugemessen wird ...
Das mit dem Jobrad ist doch vollkommen unabhängig von den Verträgen die der Arbeitgeber macht. Jobrad wird über eine externe Firma angeboten und in deren Bedingungen steht das eben so drin. Denen ist vollkommen egal was der AG macht, die haben ihre Bedingungen und fertig.
Die Wertigkeit wiederum ist rein ein Thema des AG. Ob und wie die befristen machen die unabhängig von Jobrad und Sonstigem.
Aber als Ergebnis bleibt eben, dass in userem Bereich das WissZeitVG eben schamlos ausgenutzt wird und so lange das rechtlich so sein darf wird das auch so bleiben, da es für den AG maximal super ist.Du hast es oben schon mal geschrieben, dass es vorteilhaft ist, für die AG. Welche Vorteile meinst du?
Qwert1133
24.03.2024, 16:32
Du hast es oben schon mal geschrieben, dass es vorteilhaft ist, für die AG. Welche Vorteile meinst du?
Hä, dass prinzipiell jeder AN alle 2 Jahre um eine Vertragsverlängerung bitten muss ist wohl der feuchte Traum jedes Unternehmens in Deutschland. Schwanger? Vertrag läuft aus und wir suchen jemand neuen. Der Arzt will Elternzeit? Kein Problem, Vertrag läuft aus und wir suchen jemand neuen. Der AA klagt seine Überstunden ein? Da wird es aber schwierig mit der Vertragsverlängerung. Chronische Erkrankung mit zu vielen Fehlzeiten? Unbequeme Arbeitnehmer müssen nicht aufwendig inkl. Abfindung gefeuert werden sondern es reicht einfach noch ein paar Monate abzuwarten bis der Vertrag auslauft.
Der Arbeitgeber (Staat!!!) wird vollständig von seiner sozialen Verantwortung für seine Angestellten entbunden. Es ist auch überhaupt nicht einzusehen warum unbefristete Arbeitsverhältnisse für ein kommunales Klinikum zumutbar sind, aber die Unikliniken reihenweise Befristungen aussprechen dürfen. Zumindest bei uns ist ja auch so dass nur ein kleiner Teil der Assistenzärzte über Drittmittel bezahlt werden - die Uniklinik hat eine Menge Planstellen für Assistenzärzte.
So leicht findet sich bei uns in der Pampa kein ärztliches Personal. Bin mir relativ sicher, wenn es um Personal-Austausch geht, würden die Direktionen unserer Uniklinik lieber Mindestarbeitsverträge statt Befristungen haben wollen.
Endoplasmatisches Reticulum
24.03.2024, 21:03
..........
Ich verstehe leider gar nicht den Zusammenhang von dem, was du sagst. Widersprichst du dich nicht?
Da kann es aus Chefsicht sinnvoll sein, Personalhaltung anzustreben, wenn ein Ausfall die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Abteilung beeinträchtigen würde. Gefragt war ja aber nach den Vorteilen der Arbeitgeber, und die werden durch die betriebswirtschaftlichen Abteilungen vertreten, weniger durch Chefärzte
Das Umlaufvermögen (Gehälter, Material, ...) wird über die DRGs von den Kassen getragen und unterliegt damit denselben Mechanismen wie private Kliniken.Auch den kaufmännischen Direktionen ist die wirtschaftliche Relevanz von ärztlichem Personal bekannt. Hat die Arbeitgeberin abgesehen von der Flexibilität in der Personalgestaltung, von der ihr sprecht, noch mehr Vorteile von den befristeten Verträgen bei ärztlichem Personal? Aber müssen wir hier gar nicht diskutieren, im Zusammenhang mit der aktuellen Verhandlungsrunde, wie ihr wollt.
Kennt ihr die Serie "Lohnt sich das?" vom BR? Vor kurzem hatten sie ein Video veröffentlich von einer hauptamtlichen Verdi Angestellten. https://youtu.be/wE0ScWpHpJ8?feature=shared Die Kommentare sind sehr unterhaltsam.
Mal gucken, was bei der heutigen Runde rauskommt. Bin wirklich gespannt.
Endoplasmatisches Reticulum
25.03.2024, 10:06
.......
PeterG90
25.03.2024, 18:23
Ist schon etwas von heute durchgesickert?
Auf der Seite zur TdL Tarifrunde und bei Insta nicht.
Nach der Logik würde kein Arbeitgeber ein Interesse an befristeten Verträgen haben, weil die Angestellten erlösrelevant sind, sonst wären sie nicht angestellt.Nein, das ist doch nicht generisch auf andere Arbeitgeber und Jobs übertragbar.
Anscheinend gab es eine Einigung
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