Nicht der Luigi von Rippenspreizer!
Denn gegen einen 30 Tonner Betonmischer hat ein Porsche eh keine Chance..
Luigi ist bei Rippenspreizer zuständig für Securo e Inkasso, hat eine Ristaurante Italiano, ist Hauptperson mehrerer Romanteile, und hat zwei seeehr zuverlässige Hauptmitarbeiter.:-)
:-top :-dafür
Luigi habe ich in letzter Zeit eh drüben sehr vermisst... Dachte schon, er hat sich selbst ein paar hübsche Betonschuhe gemacht :-wow
fruehgriller
16.01.2011, 15:19
So wie diese hier:
Anmerk. Natürlich sind alle Personen dieser Handlung frei erfunden, und etwaige Ähnlichkeiten mit Lebenden oder verstorbenen Personen REIN zufällig.:-)
Es wird eng für Dr. Dolor
Es war wieder einmal einer dieser Dienste, die Dr. Dolor haßte: Draußen schönstes Sommerwetter, die weibliche Bevölkerung hatte sich den sommerlichen Temperaturen mit der Kleidung angepaßt, und Dr. Dolor saß hier in der Klinik fest!
Wenigstens hatte er sich den NEF Piepser ergattern können. Wenn er auch normalerweise keinen gesteigerten Wert auf dieses Blaulichtgeeiere legte, so war es heute doch die einzige kleine Chance aus diesem Klinikum herauszukommen.
Dr. Rudel hatte er wieder zurück auf die Urologie geschickt, damit er dort dem Personal auf die Nerven gehen und Patienten gefährden konnte.
Während Dr. Dolor in seiner Kaffeetasse rührend einer jungen Frau nachschaute, die Ihre Kleidung besonders stark dem heißen Sommer angepaßt hatte, riß ihn der scharfe Ton des NEF Piepsers aus seinen sehr hormonell gesteuerten Gedanken.
Langsamen Schrittes (man darf mit Holzklogs ja schließlich nicht rennen) ging Dr. Dolor zum NEF Parkplatz. Beim Einsteigen schallte ihm schon dieses fröhliche "Hallo Dr" entgegen, das nur von diesem komischen Rettungsassistenten namens Daniel kommen konnte, der regelmäßig einen Clown zu frühstücken schien.
Nachdem sich Dolor mit einem angewiderten Gesichtsausdruck ins NEF gesetzt hatte, legte sich plötzlich von hinten eine feuchtgeschwitzte Hand auf seine Schulter, und ein "Hallo Herr Dolor" traf sein Ohr. Beim Umdrehen erkannte er PJ Uwe, der anscheinend heute seine NEF Stunden sammelte. Was konnte da noch schlimmer werden???
Laut Leitstelle sollten Sie zu einem Italienischen Lokal in der Stadtmitte fahren, dort hatte ein Patient einen Kreislaufkollaps.
"Auch das noch!!!" dachte sich Dolor, Mediterrane Patienten "liebte" er besonders. Na mal sehen, vielleicht hatte einer dieser Zitronenschüttler ja wirklich ausnahmsweise was ernstes.
Nach kurzer Fahrt hielten Sie vor dem italienischen Lokal, wo Ihnen schon eine auffallend hübsche junge Dame aufgeregt zuwinkte.
Nach Betreten des Lokals fanden Sie einen älteren Herrn auf einem Stuhl sitzend vor, der zwar recht blaß aussah, aber sonst recht frisch wirkte.
"Na, da ist doch was zum üben für unseren PJ" dachte sich Dolor.
Der Patient wurde von einem auffallend muskulös gebauten Kellner gestützt, und war von ca. 10 Angehörigen umringt, die lautstark in Ihrer Muttersprache lamentierten.
"Was ist denn eigentlich passiert??" fragte Dolor in die Runde, um hier mal Ruhe reinzubringen. Schließlich war er jetzt hier, da gab’s für andere keinen Platz!!
"Ah Signore Dottore, bueno, grazie dasse Sie sinde gekommen so schnelle! Meine Name iste Luigi Lasagna, unde dasse hier iste Signore Curioso, meine Pate!! Bitte helfe subito!!
Hatte Signore Curioso gelese Brief von alte Heimat in Sicilia, hatte siche geregt furchtbar auf, und hat gesagte, habbe Schmerze in Brust!!!"
Währenddessen traf das RTW Team ein, und wurde von Dolor gleich mal angeschnauzt. "Los mach dem Mann da mal ein EKG und dann sehen wir weiter.." Karl Heinz und Vincent, das RTW Team taten wie befohlen, schließlich kannten sie Dolor zur genüge.
"Oh Mann, doch wieder nur ein Morbus Mediterrane" murmelte Dolor sauer vor sich hin, als sein Blick auf die auffallend hübsche junge Dame fiel, die am Eingang auf sie gewartet hatte.
"Uwe, das machen Sie, irgendwann mal müssen Sie es ja lernen!!" fuhr Dolor den PJ Uwe an. "Ich gehe jetzt mal ne Anamnese erfragen"
Sprachs, wandte sich an die junge Dame und führte sie aus dem Gastraum in die Küche, wo sie alleine waren.
Dolor Hormonproduktion lief auf Hochtouren! So ein nettes Mädel... Schwarze Haare, ca. 1,75 groß, max. 65 Kilo olivenfarbene Haut, dunkle Augen... "Also, sagen sie mir bitte mal, was da passiert ist."
"Oh, große Ungluck, bin isch jetzte noch ganz aufgeregte, meine Herz rase, schreckliche!!! Weis ich auch nix genaue was ist passiert."
Das war Dolor`s Chance: "Ihr Herz rast?? Ihr Glück, ich bin Arzt, lassen Sie mich mal sehen" sagte Dolor, griff nach dem Handgelenk der jungen Dame, und fühlte ihren Puls. "Oh sehr schnell. Da müßte ich mal Ihr Herz abhören, " und griff nach seinem Stethoskop, um es unter Ihre Bluse zu schieben. Dies war der jungen Dame natürlich nicht recht, und Sie versuchte sich abzuwenden. Gerade als Dolor sie herumziehen wollte, hörte er hinter sich eine Stimme:
"Wasse isste hiere los???“
Als Dolor sich umdrehte sah er in der Türe diesen Luigi stehen. Jetzt erst fiel Ihm auf, das sowohl der alte Patient als auch dieser Luigi und noch ein paar andere der Familienangehörigen Nadelstreifenanzüge, Hüte, Sonnenbrillen, und schwarze Lackschuhe trugen. Komisch, fand Dolor, na ja Nudeltunker eben!
„Madonna!!! Maria, wasse tust du da???? Dottore, nemme schnell Hand weg von Nichte von große Don Curioso, Pronto, avanti!!!“
Luigis Hand war unter seine linke Achsel gerutscht. Zuerst wunderte sich Dolor darüber, was er da machte, aber nur Sekunden später trat der pure Angstschweiß auf die Stirn von Dr. Dolor: Luigi zog eine 365er Magnum mit Perlmuttgriffen hervor, und richtete diese auf Dr. Dolor.
„Mario!!! Francesco!!! Avanti, komme subito in Cucina!!!“ rief Luigi, während Dolor verzweifelt versuchte ein Wort herauszubringen.
Nur Sekunden später beraten 2 wahre Kleiderschränke auf Beinen die Küche und stellten sich neben Luigi.
„Allora Dottore ische hore was du habbe zu sagge, aber, uberlege gut, was du sagge, habbe ische nixe viel Geduld!“
„Äh, öhm, also, wissen Sie.... das war so, die junge Dame sagte Sie habe Herzrasen, und da ich ja Arzt bin, wollte ich Ihr helfen, und sie untersuchen..“
„Tja, Dottore gude Geschischte, die du da erzähle, aber du habbe ein problema! Isch glaube dir nix eine Wort davon!
Maria, wasse iste wirkliche passiert???“
„Luigi, grazie dasse du bist gekomme!!! War letzte Sekunde! Wollte diese böse Dottore mir lange unter Bluse, obwohl ich nixe wollte das!! Grazie!!!!“
Während Dolor verzweifelt darüber nachdachte, wie er sich aus dieser Situation befreien könnte, hörte er von draußen das typische Türenschlagen des RTW, und kurz darauf das Martinshorn des sich entfernenden RTW und NEF.
Er war allein zurückgelassen worden!!!!
„Allora Dottore, du habbe gemachte große Fehler! Maria iste Nichte von große Don Curioso! Und große Don Curioso verstehe nixe viele Spaß wenn geht um seine Nichte.
Maria iste anständige Signorita, du verstehe???
Wasse jetzt passiert, iste deine Schuld alleine. Basta!“
„Mario, Francesco, hole die Betonmischer und eine große Eimer, subito!!! Dotorre, wir mache jetzt eine kleine Ausflug zu die Hafen“
Bei Dolor war der Angstschweiß nicht das einzige was jetzt lief!!! Das war wirklich eng!!!!
Luigi drehte sich kurz zu Maria um, um zu sehen wie es ihr ging. Diese Chance musste Dolor nutzen, es war seine einzige!!!
Dolor drehte sich um, und rannte so schnell er konnte quer durch die Küche, aus dem Hinterausgang raus und auf die Straße. Als er die Türe hinter sich ins Schloß warf, hörte einen scharfen Knall, und ein scharfes Sirren knapp an seinem Kopf vorbei. Gleichzeitig hörte er, wie Luigi nach seinen Komplizen rief.
So schnell war Dolor in seinem Leben noch nicht gerannt!!! Jetzt machte sich das Übergewicht von ca. 10 Kilo doch bemerkbar, genauso wie das mangelnde Training.
Hinter sich hörte Dolor wie ein schwerer Motor angeworfen wurde. Ein kurzer Blick nach hinten genügte, um Dolor`s Schritte noch mehr zu beschleunigen: Ein 20 Tonner Betonmischer nahm gerade seine Verfolgung auf!!!
Da! Ein Taxistand, was ein Glück!!!!
Dolor warf sich ins nächste Taxi und röchelte dem Fahrer „Klinikum schnell, sonst bin ich Tod “ zu. Der Fahrer sah Dolors hochroten Kopf, der aussah, als würde er demnächst platzen, hörte seine röchelnde Atmung, und nahm den Satz „sonst bin ich Tod“ ernst.
Der Taxler gab Gas, und überfuhr sämtliche rote Ampeln auf dem weg ins Klinikum, was natürlich die Polizei auf den Plan rief, die das Taxi verfolgte.
Als Luigi die Polizei bemerkte, gab er die Verfolgung auf, und fuhr zurück zum Ristaurante. Diesen Dottore konnte er sich immer noch schnappen.
Mit quietschenden Reifen bog das Taxi in die Notfalleinfahrt des Klinikums ein.
Dolor krabbelte so gut er konnte aus dem Taxi heraus und kroch zur Notaufnahme.
Der Taxifahrer gab Gas und fuhr so schnell er konnte wieder davon, auf diesen Fahrtlohn verzichtete er gerne. Nur weg von diesem komischen kranken Kerl. Wer weiß, was der für ne Krankheit hatte.
In der Notaufnahme kam ihm Sr. Ulla entgegen, die seinen Zustand einfach ignorierte, so als wäre er ein ordinärer Kassenpatient.
Dolor schleppte sich zum Notfallwagen, setzte sich die O² Maske auf, und verabreichte sich selbst ein paar Kreislaufstärkende Medikamente.
Nach ca. 30 Minuten ging es Dolor schon wieder so gut, das er ans Telefon konnte, das Sr. Ulla ihm brachte.
„Ciao Dottore, Luigi hier! Hore gute zu. Ische weiß wo du wohne, wo du arbeite, und wie du heiße. Du sorge gut fur große Don Curioso, und wenn große Don Curioso brauche deine Hilfe, isch rufe dich, und du komme subito, sonst wir mache Ausflug zu die Hafen, capice???“
„Ja, klar, sicher! „ sagte Dolor
„Bist vernunftige Mann Dottore, ciao“
Ein kurzes Klicken und das Telefon war stumm.
"Noch mal davongekommen“ war das letzte, das Dolor noch dachte, bevor er in Ohnmacht fiel.
ENDE
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