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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Geschichten aus dem Alltag



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RS-USER-Sventilator
04.06.2003, 14:58
Original geschrieben von DerDings
aber der versicherungskaufmann wird sicher noch näher darauf eingehen können.

Leider kenne ich mich sowas nicht wirklich aus, da das Militär als Bundesorgan ein sogenannter Selbst- oder Eigenversicherer ist genau wie Organe der Länder (Polizei) sowie Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern. Diese Eigenversicherer müssen und können also Ihre Fahrzeuge, darunter zähle ich auch Luftfahrzeuge, nicht Haftpflicht- bzw. Kaskoversichern. Somit trägt der Bund, das Land oder die Gemeinde den Schaden selbst. Es kann jedoch der Verursacher im Haftpflichtbereich bei vorsätzlichem Handeln sowie im Kaskobereich bei grob fahrlässigem bzw. vorsätzlichem Handeln in Regress gezogen werden. Dies bezweifle ich jedoch in diesem Fall, da dieser Schaden sicherlich über der Grenze von ich glaube 10.000 oder 15.000 EUR liegt die der Bund zurückfordern kann, außer bei Vorsatz (bezweifle ich aber auch). Wie gesagt, ich kenne mich nicht so richtig gut damit aus, weil wir damit selten zu tun hatten.

Gruß

sventilator

Großintubator
04.06.2003, 16:04
Original geschrieben von Hoffi
Leukoplast das Allheilmittel in Medizinberufen. :D :D :D

Panzerpflaster. Oder Uhu... Uhu Maatjes zum Beispiel...

RS-USER-Bene
04.06.2003, 16:07
..hmmm, so'n VW Bulli als Cabrio hat bei diesen Temperaturen doch auch Vorteile ! :-p

RS-USER-Gasmann
04.06.2003, 19:57
Original geschrieben von Sventilator
Naja da stellen sich mir als Versicherungskaufmann zwei Fragen:
...Ist es grob fahrlässiges Handeln wenn man in einem geparkten Auto poppt und sich dabei die Handebremse löst.
Hätte der Gute vielleicht noch einen Gang einlegen bzw. das Lenkrad einschlagen sollen?


Noch einen Gang zulegen? Oder wie war das? Nee, ich glaube, das war nicht mehr nötig, bei dem Tempo, daß die wahrscheinlich schon draufhatten .... sonst hätten die das anrollen ja noch rechtzeitig bemerkt! ;)

RS-USER-Sani
04.06.2003, 20:01
*gg* ....soooooooo ;) kann man es auch sehen :D

Carlbaer
05.06.2003, 19:01
Der Alptraum jedes Retters:
Du kommst an ne Einsatzstelle und da liegt jemand den du kennst und gern hast !!!

Hat unser NA berichtet:
Einsatz vor paar jahren als er noch recht frisch dabei war.
Einsatz NEF und RTW!
Einsatz, Wohnhausbrand A-Straße soundsoviel.
RA wird kreisdebleich.
Da wohn ich !

wenig später:
RTW meldet REA am Kind.
NA: Vieleicht ne andere Wohnung im Haus viekleicht keines deiner Kinder!
RA: Da wohnen nur wir !!!

kurz vor dem Einsatzort:
RTW meldet zweite REA am Kind!

Am Einsatzort, muss der NA sich entscheiden mit welchem er anfängt, da das Mädchen die bessere Überleebenschance hatte hat er mit ihr begonnen!!!
Das Mädchen ( Tochter der Ehefrau, nicht des RA´s ) überleebt!
der Junge schaft es nicht ( Kinde der Beiden ).

RS-USER-fruehgriller
05.06.2003, 19:17
:( :( :( :( :( :( :(

Was soll mann dazu sagen??

Worst Case ever can be!!!!

Der arme Kollege.
Ich arbeite zwar nicht in meinem Wohnbereich, sondern 65 Km weiter, aber trotzdem ist man vor ähnlichem nicht gefeit. Schlimmste ist, wenn unser Heli in meine Heimatrichtung fliegt....:(

RS-USER-Sani
05.06.2003, 19:23
ich kann mich fruehgriller nur anschliessen....

ähnlich gin es vor ein paar Jahren den Kollegen vom BRK...sie wurden zu einer Adresse gerufen, disie am Anfang niemandem zuordnen konnten....aber als sie den Namen hörten und davorstanden, muss ihnen schon komisch geworden sein....

denn es war ihr ein Kollege, der eigentlich nachher Spätschicht fahren sollte....er hatte sich nur nicht ganz wohlgefühlt und sich nochmal kurz hingelegt...also er nicht mehr erweckbar war, rief seine Frau den RD..und der NAW musste kommen... Lungenembolie...Ex..allerdings weiß ich nicht, ob reanimiert wurde...war allerdings mein Stiefonkel, zu dem ich ganz wenig Kontakt hatte... :(

RS-USER-Claudi
05.06.2003, 19:25
was für ein Horror! Ich glaube das ist wirklich das Schlimmste was einem in dem Job passieren kann. :(

Großintubator
05.06.2003, 19:39
Original geschrieben von Claudi
was für ein Horror! Ich glaube das ist wirklich das Schlimmste was einem in dem Job passieren kann. :(

Was noch schlimmer ist, ist wenn du selbst zu so einem Notfall gerufen wirst! Ein NA ist zu einem Unfall hingerufen worden, fragt mich nicht was es war, ich habs auch nur von nem Kollegen gehört... er kommt also an, bei sich zuhaus und seine Tochter hatte wohl n Deftiges Problem... und der Mann hatte üpberhaupt keine Peilung was er jetzt machen soll, NIX... er konnte einfach nichts mehr. War alles weg. Die ham dann nen 2. NA anfordern müssen... und hinterher als alles vorbei war meinte der auch "Klar... das und das hät ich amchen sollen... mach ich doch so oft!" shit happens... Da geht nix.

RS-USER-Bene
05.06.2003, 21:23
... ich glaub das ist eine ganz menschliche und verständliche Reaktion.
Wurde mal während meiner Zivildienst Zeit zu 'ner Adresse in einer Bauernschaft in unserem Einsatzgebiet gerufen und die Adresse kam mir irgendwie bekannt vor, hab aber erst hnicht gewusst wer da wohnte. Nach ca. 5 Min. als der Kollege nach 'nem Namen gefragt hat, hab ich's erst gecheckt dass die Adresse von einer Freundin war; da ist mir auch erst mal ganz anders geworden, weil das wieder mal keine richtige Einsatzmeldung war sondern sowas in der Art: "Da ist irgendwie n Autofahrer mit beteiligt; Schuppos mit alamiert; keine weiteren Einzelheiten bekannt!"
Im Endeffekt war's zum Glück relativ harmlos: Die Mutter von meiner Freundin war mit dem Hund raus und wurde vom Außenspiegel eines PKW's am Arm erfasst. Ausser 'ner Prellung, einer Bänderdehung und 'nem tüchtigen Schock ist zum Glück nix passiert, aber das Gefühl auf der Anfahrt war mal so richtig scheiße!

Großintubator
05.06.2003, 22:01
Klar isses menschlich und verständlich. Trotzdem irgendwie ... krass... was in einem Menschen so vorgehen kann. Ich weiß nicht wie cih reagieren würde. Klar, während des einsatzes wahrscheinlich nicht anders als der NA... wenns meine Freundin erwischt hätte... ich mein richtig erwischt. Ich glaub ich würd laut "scheiße" sagen und... zusehen dass ich irgendwo mich hinverpiss, wo ich erstmal allein sein kann udn meine Gedanken ordnen kann... hmm...

Abendstern
05.06.2003, 23:14
In meiner Ausbildung wurde ein OA meines KH bei uns nach AU eingeliefert - von unserem Team auch eingesammelt-und wir kannten ihn alle und seine Frau war da Anästhesistin (und war auch im Dienst) - fand ich auch übel .......ihm ging es auch nicht wirklich gut.....kann heute nicht mehr als arzt arbeiten.

RS-USER-Matze
06.06.2003, 07:48
Jo, wir hatten mal nen Vu mit unserem eigenen RTW zu fahren, dabei sind zwei Kollegen schwer verletzt worden, eine Kollegin war sogar im Fahrzeug eingeklemmt... Das war auch irgendwie ein Scheißtag...

RS-USER-Sventilator
06.06.2003, 08:18
Das Problem mit solchen Einsätzen kenne ich als First-Responder auch.

Meine erste Rea war eine Bekannte (22 Jahre alt) von meinem First-Responder Kollegen. So ca. 8-10 Wochen her. Die Rea war damals erfolgreich. Meinen Kollegen hat das schon ziemlich stark betroffen. Die gute Frau kam dann in die Reha und kam schließlich wieder nach Hause, sie ist auch wieder Auto gefahren etc... Montag auf Dienstag kam dann Nachts die Meldung "Reanimation blabla-Str. so und so" (ich war zum Glück nicht dabei) da mußte das Mädel wieder reanimiert werden. Mittwoch ist sie dann im KH verstorben.

Als mir mein Kollege und Freund Dienstagabend davon erzählte hat man ihm schon angemerkt, daß das an die Substanz ging. Wie gesagt er kannte sie und ihr Familie wirklich gut.

Das ist auch ein ganz großes Problem der First-Responder-Gruppen. Meistens sind diese Leute in ihrem Ort stark eingebunden und kennen viele Leute. Das macht die Einsätze nicht unbedingt leichter. Ich hab das große Glück, daß ich in meinen Ort zugezogen bin und nicht so viele Menschen hier persönlich kenne. Ich hatte aber auch schon einen VU mit einem kiddy aus dem JRK und einen Wohnhausbrand bei einer Bekannten, zum Glück war es bei beiden Einsätzen nix Ernstes.

Da wird einem auf einmal ganz flau im Magen.

PS: ich glaube das Thema wäre einen neuen Thread wert, aber in einem anderen Forumsbereich, ist kein wirklich witziges Thema.

Abendstern
06.06.2003, 09:06
Original geschrieben von Sventilator
Das Problem mit solchen Einsätzen kenne ich als First-Responder auch.
Das ist auch ein ganz großes Problem der First-Responder-Gruppen. Meistens sind diese Leute in ihrem Ort stark eingebunden und kennen viele Leute. Das macht die Einsätze nicht unbedingt leichter. Ich hab das große Glück, daß ich in meinen Ort zugezogen bin und nicht so viele Menschen hier persönlich kenne. Ich hatte aber auch schon einen VU mit einem kiddy aus dem JRK und einen Wohnhausbrand bei einer Bekannten, zum Glück war es bei beiden Einsätzen nix Ernstes.

Da wird einem auf einmal ganz flau im Magen.

PS: ich glaube das Thema wäre einen neuen Thread wert, aber in einem anderen Forumsbereich, ist kein wirklich witziges Thema.

Ich zieh den Hut vor euch, Leute!!! Ehrlich--ich so einer Situation dann noch halbwegs was auf die Kette zu bekommen - RESPEKT!!

RS-USER-Katja
06.06.2003, 16:15
Original geschrieben von Sventilator

PS: ich glaube das Thema wäre einen neuen Thread wert, aber in einem anderen Forumsbereich, ist kein wirklich witziges Thema.

Ja, kann das mal bitte jemand abteilen und verschieben?

Was leider auch immer mal wieder passiert, da die Suizidrate von Ärzten und Pflegekräften doch recht hoch ist, ist daß man da zu jemandem gerufen wird, den man kennt... Gerade vorletztes Jahr zweimal Kollegen von mir passiert, daß sie gute Bekannte so vorfanden, die sich mit Kliniksbeständen hinübergeholfen hatten :(
Grauenhafte Vorstellung :( :eek: :(

RS-USER-Claudi
06.06.2003, 16:25
es ist schon in der Pflege schlimm genug, wenn man Freunde oder auch Kollegen bei schlimmen Erkrankungen pflegt, vor allem wenn diejenigen dann auch noch auf Station versterben, wie z. B. eine ganz liebe Arbeitskollegin und Nachbarin von mir. (hatte Brustkrebs - starb mit 25 Jahren!). Das geht richtig an die Substanz. Aber man ist hier ein wenig vorbereitet. Im Rettungsdienst stell ich mir das wesentlich schlimmer vor. :(
Weil 's so ohne Vorwarnung passiert und man dabei auch noch einen klaren Kopf behalten soll.

RS-USER-Katja
06.06.2003, 21:25
25, das ist ja echt kein Alter :( Eine sehr gute Freundin von mir hat es vor zwei Jahren auch dahingerafft, die war aber "schon" 53...
Wobei die Patientinnen mit MammaCA wirklich immer jünger werden, letztens hatten wir eine 18jährige!
Und mir ist da echt wumpe, was irgendwelche Studien ergeben und was die Jungs von der Pharmaindustrie so sagen: Es gibt garantiert Zusammenhänge mit dem immer früheren Einwerfen der Pille bei den Mädels.

RS-USER-Claudi
06.06.2003, 21:28
und man kriegt den Eindruck, umso jünger die Mädels ihren Ca kriegen, desto schneller gehts mit dem Sterben. :(