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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Geschichten aus dem Alltag



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RS-USER-DocMezzoMix
16.06.2003, 16:13
Das mit dem Anästhesie/Intensivpfleger im RD hatten wir in den Medi.Learn Foren schon mal besprochen, ich bin da nichtso begeistert von (als Grunqualifikation, nicht von Pflegern die aus Fun mal mitfahren bzw. auch noch nen RA / RS haben)

Es ist doch so, im Prinzip haben wir alle nur zwei Feinde: die PAtienten und die schlechten Hausärzte.
Da sollten Schwestern, Pfleger, Ärzte, Sanis, Polizisten und alle die sonst noch regelmässig mit drin hängen zusammen halten und nicht sich (aus unwissenheit über die Arbeit des anderen) miteinander Kabbeln.

Wie ne Klinik verbieten kann, das seine Mitarbeiter sich anderweitig, ja, ich würde es so nennen, Zusatzgualifizieren is mir unbegreiflich:confused:

RS-USER-DerDings
16.06.2003, 16:29
@DocCola-orangensaftmischgetränk ;)

ich hab' nur gute erfahrungen mit den pflegern gemacht. patientenbetreuung spitze und fachliche kompetenz auch, ist ja nicht so das die die anästhesie pfleger werden und auf dem nef fahren dürfen, natürlich müßen die auch 'ne ausbildung dazu absolvieren, genau wie ein sani/arzt auch. die notfallmed.-theorie haben die anästhesiepfleger ausbildungstechnisch sicher besser/gleich gut intus wie ein sani und praktische kompetenzenaus dem op auch. ist auch schon vorgekommen das ein junger notarzt mit noch nicht so viel erfahrung eine schwierige intubation den anästhesiepfleger mit jahrelanger erfahrung durchführen hat lassen. die erfahrung die ein freiwilliger nfs zusammenkriegt reicht niemals an die erfahrung eines anästhesiepflegers heran! natürlich kommt es auch auf den pfleger (entschuldigt das ich nur in der m-form schreibe;)) an, aber ich habe bisher noch nie einen schlechten erlebt und das einer mal mürrisch zu 'nem patienten ist nur weil er gegen ende einer 24h schicht nochmal ausfahren muß sowieso nicht, ganz anders als bei manchen herren in weissen kitteln.
ich freue mich immer wieder darauf in dornbirn fahren zu können, was die lange zugfahrt von graz nach vorarlberg (>8,5h) leider nur bei ferien zuläßt...

Ghoose
16.06.2003, 16:55
Original geschrieben von DocMezzoMix

Es ist doch so, im Prinzip haben wir alle nur zwei Feinde: die PAtienten und die schlechten Hausärzte.


Deine Freunde halte dir nahe, deine Feinde noch viel näher...nur gut, dass du so genau weisst, wer Deine Feinde sind. Malst du dir auch so kleine schwarze Patienten auf die Fahrertür, für jeden, den du erledigt hast? :(

Venensuchgerät
16.06.2003, 17:10
Original geschrieben von Ghoose
Deine Freunde halte dir nahe, deine Feinde noch viel näher...nur gut, dass du so genau weisst, wer Deine Feinde sind.
jep. :( Ich würde Patienten auch nicht als meine "Feinde" bezeichnen. Im Gegenteil. Eher als die Schutzbedürftigen, für die sich die genannten Berufsgruppen Hand in Hand einsetzen ;)

RS-USER-Claudi
16.06.2003, 17:59
Original geschrieben von DocMezzoMix

Es ist doch so, im Prinzip haben wir alle nur zwei Feinde: die PAtienten und die schlechten Hausärzte.

Das meinst du jetzt nicht wirklich ernst, oder?? :confused: Vor allem die Patienten auf eine Stufe mit einem schlechten Hausarzt zu stellen, ist schon arg krass.

SchwesterA
16.06.2003, 19:44
Ich muss mich meinen Vorrednern da anschliessen.
1. können die (meisten) Patienten nichts dafür, dass sie in die Situation, Patient zu sein, reinrutschen,
2. geht es ihnen meistens in der Situation nicht gut und da kann man in meine Augen viel "übersehen", von dem, was die Herrschaften so los lassen und
3. hat man sich diesen Job in der Regel selbst ausgesucht.
Klar, nerven viele Leute, aber andererseits wären wir hier allesamt arbeitslos, gäbe es sie nicht.
Ich glaube nicht, dass ich ein hochgradiges Helfersyndrom kultiviere, aber ich helfe meinen Patienten gerne, das sehe ich ein Stück weit als Sinn meines Berufs an. Und wenn ich auch hin und wieder mal die Schnauze voll hab und mich über Pflegefälle auslasse, sie nicht gerne auf meiner Station aufnehme und schwarze Witze reisse, das alles heisst nicht, dass ich meine Patienten als meine Feinde ansehe. Wenn ich soweit bin, wird es Zeit, mir einen neuen Job zu suchen!
So, ich kann da nur von mir reden, ich bin immer der Meinung, jeder kann was an seiner Arbeitseinstellung tun und nur, wer seine Job sagen wir zu 90% der Zeit gerne macht, kann ihn gut machen!

DerBlinde
16.06.2003, 19:50
Nochmal eine kleine, bißchen kuriose Geschichte aus dem Alltag...
Ich habe früher gerne Sport gemacht und hatte ein Phase, da habe ich mir jeden Morgen ordentlich Haferflocken mit Milch, Zucker und Mohn regelrecht reingerammt ;)
Im Rahmen eines Wettkampfes mußten wir dann auch Urin-Proben abgeben. Meine war Opiat-Positiv und mir wurde daher der Konsum von diversen Rauschmitteln unterstellt ;) Ich konnte mir das erst nicht erklären, denn ich halte persönlich nichts vom Konsum illegaler Drogen. Wie dem auch sei... nach langem Hinundher haben wir dann herausgefunden, woran es lag... Das Gleiche kann auch nach dem Essen einer Mohnschnitte oder stinknormalen Mohnbrötchen passieren.
Schon witzig, wie sensitiv diese Tests manchmal sein können... ;)

der Irritator
16.06.2003, 19:53
obwohl mir mal irgendein Schlaumeier klar machen wollte, dass es sich dabei um völlig verschieden Pflanzen handeln soll ;)

DerBlinde
16.06.2003, 19:55
Kenn ich mcih jetzt nicht so genau aus...
Aber ist nicht Mohn im Prinzip gleich Mohn?

RS-USER-Schädelspalter
16.06.2003, 20:08
Es handelt sich um verschiedene Mohnsorten. Zu Gewinnung von Rauschmitteln wir der Schlafmohn benutzt. Andere Sorten (Klatschmohn etc. ? Botanik ist nicht so mein Fall) haben weniger Opioide.
In der ZEIT (ja, noch ein outing, ich lese die ZEIT :rolleyes: ) wurde in der Rubrik "Stimmt`s?" eine Leseranfrage "Macht Mohn Kinder dumm?" beantwortet. Angeblich sollen erst mehere Stücken Mohnkuchen bei Klein-/Kleinstkindern zu neurologischen Symptomen führen.
Alle Angaben ohne Gewähr :D

Ghoose
16.06.2003, 21:11
allllllsoooo, ich hab als Kind immer total gerne Mohn gegessen !?!

<--- *blblblbl*

PS: Respekt Blinder! geschickt von der Krise weg und zum Thema zurückgefunden.

PPS: Claudi: Du sprichst mir wieder mal ganz aus der Seele

<--- pflegt sein Helfersyndrom mit Perwoll

RS-USER-DocMezzoMix
16.06.2003, 21:29
Oh oh oh, da hab ich mir ja direkt was geleistet!
Also nur um das noch schnell klarzustellen:

Mein Ziel war es eigentlich eher für eine Einheit der Berufsgruppen unter einander zu plädieren (geht am ehesten mit nem gemeinsamen Feindbild) Aber es war natürlich nicht mein Sinn den Patienten (beim schlechten Hausarzt war das Wort wohl eher zu recht gewählt) als Feind im eigentlichen Sinne darzustellen! Kein Patient an sich ist mein Feind!!! Und ich mal mir auch keine schwarzen oder roten Männchen auf die Tür! Ich hab mich da eindeutig falsch ausgedrückt. Mir ist bewusst, das wir (mehr den je) auch Dienstleister an einem Kunden sind. Klar hab ich auch mal Probleme mit nem Patienten (gerade wenn sie Gewaltätig sind und einen Angreifen(leider nicht unbedingt selten)) aber ich kann mich auch an viel nette Gespräche mit NaDingAz erinnern die mir auch persönlich viel gepracht haben. Und klar ist mir auch, das mancher Patient, der sonst ein lieber Kerl ist, in einer so hilflosen Situation sich anders Verhält als wenn er gesund ist.
Ich möcht mich da nochmal entschuldigen, eindeutig falsche Wortwahl.

Aber die schlechten Hausärzte darf ich weiter Feinde nennen.
Ich kann das auf Wunsch gerne belegen:
Standart ist da der Infarkt in der Arztpraxis, der einem mit nem rosa Zettel und schmerzverzerrtem Gesicht entgegen läuft und auf der Treppe kollabiert (hat ich mehr als einmal).

LG der MischgetränkeMann:-p

Abendstern
17.06.2003, 04:19
Mal wieder was zum Schmunzeln aus dem Alltag....

vor einigen Monaten durfte ich die Op-Kompetenz und Rundumversorgung meiner Station erleben....Einige Tage nach überstandener Op saß ich auf dem Flur und habe mir meine Antibiose selber angeschlossen.......eine andere Patientin lief an mir vorbei und meinte dann zu ihrem Begleiter in einem eher mitleidigen Tonfall:"Oh , wie gut das ich privatversichert bin."

Ich hab mich kringelig gelacht..........dachte die Gute doch tatsächlich, Nichtprivate müssten sich ihre Infusionen etc. selber anschließen....
(was hätte sie wohl gesagt, wenn sie gesehen hätte das ich mir das Zeug euch selber gerichtet hab;) ) :D :D

Jaja - unsre Gesundheitssystem geht echt den Bach runter.. :D :D

Carlbaer
17.06.2003, 17:29
haben am samstag morgen nen Patienten geholt der war voll wie ne Strandhaubitze;
Hat über imens starke Magenkrämpfe geklagt.
Später hab ich mitgegrigt das ihn Kolegen das WE davor schon wegen dem Selben geholt hatten und das WE davor und das WE davor.................immer im KH stationär..............vor 4 Wochen ham, sen sogar mal ein paar Tage dabehalten und ne Magenspiegelung gemacht, aber nix gefunden !!!!

Am Sonntag dan einsatzt wegen Blut erbrechender Person:
Was sahen meine Augen ???
Genau, jenen.......ohne Blut......dafür aber wieder auf Station !!!!

Auf Station haben sie sich natürlich rießig gefreut .... klar ..... denen war er nämlich am Vortag nach Mitagessen und Waschen spurloß abhanden gekommen :D

Zahlen tuts das Soztialamt :D :D :D

Ghoose
20.06.2003, 09:39
Original geschrieben von Carlbaer

Am Sonntag dan einsatzt wegen Blut erbrechender Person:
Was sahen meine Augen ???
Genau, jenen.......ohne Blut......dafür aber wieder auf Station !!!!

Auf Station haben sie sich natürlich rießig gefreut .... klar ..... denen war er nämlich am Vortag nach Mitagessen und Waschen spurloß abhanden gekommen :D

Zahlen tuts das Soztialamt :D :D :D

Ja, hast schon recht, aber du musst höllisch aufpassen, es reicht, dass mal einer von den doch was hat, was früher oder später passieren wird...wenn der Säufer ne Zirrhose bekommt, sind die Ösopahgusvarizen nicht mehr fern...bei uns hier im Kanton ist vor ca. 2 Wochen ein Betrunkener in der Ausnüchterungszelle verstorben...da haben die Bullen auch blöd geschaut!

RS-USER-Schädelspalter
20.06.2003, 16:06
In meiner Heimatstadt gibt es Aufnahmetage für Krankenhäuser, d.h., alles was der RD so auf der Straße findet, geht in das Haus, das an dem Tag dran ist (mit Ausnahmen).
Ein stadtbekannter Alki hatte auch ein Lieblingskrankenhaus, leider dasd, in dem ich gearbeitet habe - und man konnte darauf wetten, dass er alle 2 Wochen mit akutem Nichts ohne Erbrechen bei uns auf der Matte stand.
Wenn er hinkte, flehte der Internist gen Himmel: "Bitte laß es was chirugisches sein" und der Chirurg: "bitte laß es eine konservativ zu behandelnde Thrombose sein"
Der Hit war, als der diensthabende Interneist und der Chirurg einmal "gerade oder ungerade" darum gespielt haben, wer ihn aufnehmen muß... :rolleyes:

RS-USER-Hoffi
20.06.2003, 16:07
Klasse, was da wohl aussenstehende gedacht haben...

Ghoose
23.06.2003, 11:37
..ach was, die Götter auf dem Olymp haben doch auch um die Schicksale der Sterblichen gewürfelt... *ggg* :-p

RS-USER-Claudi
24.07.2003, 20:39
Hab einen Brief gefunden, den angeblich wirklich jemand ans Finanzamt geschickt haben soll. Kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber wer weiß. ;)

RS-USER-Hoffi
24.07.2003, 20:42
finanzbeamter möcht ich auch nicht sein.