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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Syrien-ISIS-Irak-Diskussion



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Matzexc1
17.08.2014, 16:36
Und ja, ich bin auch dafür, dass ISIS-Unterstützer hier in Deutschland schnell ausgewiesen werden, aber das gibt aktuell wohl weder unser Rechtssystem noch der politische Wille her.

:-meinung

Kretschmann
17.08.2014, 20:03
Und ja, ich bin auch dafür, dass ISIS-Unterstützer hier in Deutschland schnell ausgewiesen werden, aber das gibt aktuell wohl weder unser Rechtssystem noch der politische Wille her.

Wohin sollen Sie denn ausgewiesen werden?
Ich würde lieber einen potentiellen Feind im Auge behalten (Verfassungsschutz) als ihm im Ausland einfach machen zu lassen.

WackenDoc
17.08.2014, 20:10
Die wenigsten ISIS-Anhänger sind deutsche Staatsbürger. Die können gerne dahin zurück, wo sie her kommen.
Es kann nicht sein, dass es so Angriffe wie in Herford gibt. Oder dass sich Christen in Flüchtlingsunterkünften vor Übergriffen fürchten müssen(wobei das nicht unbedingt ISIS-Anhänger sind).
ISIS-Flaggen können in Deutschland frei gezeigt werden, weil sie nicht als verfassungsfeindliche Symbole gelten.
DAS finde ich nicht richtig.

Kretschmann
17.08.2014, 20:22
Die wenigsten ISIS-Anhänger sind deutsche Staatsbürger. Die können gerne dahin zurück, wo sie her kommen.
Es kann nicht sein, dass es so Angriffe wie in Herford gibt. Oder dass sich Christen in Flüchtlingsunterkünften vor Übergriffen fürchten müssen(wobei das nicht unbedingt ISIS-Anhänger sind).
ISIS-Flaggen können in Deutschland frei gezeigt werden, weil sie nicht als verfassungsfeindliche Symbole gelten.
DAS finde ich nicht richtig.

Wie willst du dann dem syrischen/libanesischen Christen/Schiiten erklären? Dein Ansatz ist ja richtig (bestrafen), bloß das Ausweisen halte ich für falsch. Damit hättest du dir dann einen neuen Feind erschaffen. Ich könnte verstehen, wenn dann die verfolgten Minderheiten in dem jeweiligen Land ein Hass auf Deutschland hätten.
Deutschlands Justiz ist für solche Fälle einfach zu lasch aber das dürfen wie nicht auf andere Justizsysteme im Ausland schieben, wo der Cousin dann vermutlich mit 1000 Dollar die Typen wieder raus bekommt - oder gleich das ganze Gefängnis stürmt.

WackenDoc
17.08.2014, 20:58
Feind sind wir für die entsprechenden Kandidaten eh schon.

Unsere eigenen Staatsbürger sind unser Problem, auch wenn sie radikalisiert sind. Bzw. die sind ein Fall für den Verfassungsschutz.

Aber Gäste haben sich an unsere Gepflogenheiten zu halten (hört sich jetzt rechter an als es gemeint ist). Und wer meint als Gast seine extremistischen Meinungen zu verbreiten, unsere Grundrechte und Freizügigkeit mit Füßen zu treten, Straftaten begehen zu wollen, andere zu drangsalieren und zu terrorisieren etc. der kann gerne wieder gehen. Und dann ist es mir auch relativ egal, mit welchem Status derjenige hier ist.

ehemaliger User_25062015
17.08.2014, 21:06
Aber Gäste haben sich an unsere Gepflogenheiten zu halten (hört sich jetzt rechter an als es gemeint ist). Und wer meint als Gast seine extremistischen Meinungen zu verbreiten, unsere Grundrechte und Freizügigkeit mit Füßen zu treten, Straftaten begehen zu wollen, andere zu drangsalieren und zu terrorisieren etc. der kann gerne wieder gehen. Und dann ist es mir auch relativ egal, mit welchem Status derjenige hier ist.

Gott danke, dass das mal jemand sagt!! Habs satt, dass man sich immer als Nazi beschimpfen lassen muss, nur weil man nicht jeden Vollidioten hier sein Unwesen treiben lassen will..

Laelya
17.08.2014, 21:12
Aber Gäste haben sich an unsere Gepflogenheiten zu halten (hört sich jetzt rechter an als es gemeint ist). Und wer meint als Gast seine extremistischen Meinungen zu verbreiten, unsere Grundrechte und Freizügigkeit mit Füßen zu treten, Straftaten begehen zu wollen, andere zu drangsalieren und zu terrorisieren etc. der kann gerne wieder gehen. Und dann ist es mir auch relativ egal, mit welchem Status derjenige hier ist.

:-meinung

Kretschmann
17.08.2014, 21:31
Feind sind wir für die entsprechenden Kandidaten eh schon.

Unsere eigenen Staatsbürger sind unser Problem, auch wenn sie radikalisiert sind. Bzw. die sind ein Fall für den Verfassungsschutz.

Aber Gäste haben sich an unsere Gepflogenheiten zu halten (hört sich jetzt rechter an als es gemeint ist). Und wer meint als Gast seine extremistischen Meinungen zu verbreiten, unsere Grundrechte und Freizügigkeit mit Füßen zu treten, Straftaten begehen zu wollen, andere zu drangsalieren und zu terrorisieren etc. der kann gerne wieder gehen. Und dann ist es mir auch relativ egal, mit welchem Status derjenige hier ist.


Wie kommt bei Dir das Bild in den Kopf, dass diese Leute Deutschland hassen? Während des WM-Finale in Syrien!, sind 10000 Leute in Damaskus auf die Straßen gegangen und haben die deutsche Flagge hochgehalten und gejubelt. Machen das Menschen die Deutschland hassen? Das Perfide dabei: Deutschland trägt sogar eine Mitschuld an dem Schlamassel da unten.
Zweitens: Gäste - wen meinst du damit? Leute mit Fiktionsbescheinigung? Das ist doch paradox! Die Leute sind doch aus diesen Ländern geflüchtet und versuchen sich in Deutschland ein neues Leben aufzubauen.
IS Anhänger sind fast ausschließlich Menschen mit deutschen Pass und ggf. mit Migrationshintergrund.
Nicht aber der Asylant, der für mehrere 1000 Euro sein Leben und das seiner Familie, während der Seefahrt nach Italien aufs Spiel gesetzt hat.


Und die ISIS Anhänger begehen oftmals keine Straftaten, indem Sie einfach nur ihre Meinung kundtun. Wenn Sie Leute überfallen, Menschen direkt bedrohen/beleidigen etc., werden Sie auch von der Justiz bestraft. Das steht außer Frage.

Gast26092018
17.08.2014, 22:15
Was haben die Menschen in Damaskus mit Isisanhänger zu tun?

Diese Menschen die diese Greultaten ausüben sind geisteskrank, die sind krank im Kopf.

Der Schlüssel zum Sieg über diese Teroristen sind die Sunniten...man muss die Sunniten wieder in die irakische Regierung einbinden und ins Boot holen...ohne ihre Unterstützung geht gar nichts. Nur durch die Sunniten konnten diese Terroristen in den Irak infiltrieren.

Nurbanu
17.08.2014, 22:17
Habe ich etwas verpasst oder sollen diese Leute keine Sunniten sein? Es werden doch auch Schiiten verfolgt und getötet. Nur weil die kurdischen Yeziden dermaßen in den Medien vertreten sind, heißt es doch nicht, dass sie die einzige verfolgte Gruppe sind.

Gast26092018
17.08.2014, 22:21
Ich rede von den Sunniten die im Irak leben, die müssen in die Politik eingebunden werdden. Die haben sich mit der Isis verbündet, weil sie so benachteiligt und ausgegrenzt wurden von der malakiregierung. Die Isis hat schon hunderte Shiiten exekutiert, die wollen ihre Heiligtümer in Schutt und Asche legen

Kretschmann
17.08.2014, 22:30
Was haben die Menschen in Damaskus mit Isisanhänger zu tun?



Das bezog sich darauf, dass WackenDoc meinte, dass Minderheiten in Nahen Osten sowieso gegen den Westen sind.

Matzexc1
17.08.2014, 22:50
Das bezog sich darauf, dass WackenDoc meinte, dass Minderheiten in Südostasien sowieso gegen den Westen sind.


Syrien liegt geographisch im Nahen Osten. Der Irak im Mittleren


Machen das Menschen die Deutschland hassen? Das Perfide dabei: Deutschland trägt sogar eine Mitschuld an dem Schlamassel da unten.

Wieso ist Deutschland Schuld? Und bitte eine sachlich fundierte Begründung. Ich persönlich würde das gerne Wissen.

Kretschmann
17.08.2014, 23:31
Wieso ist Deutschland Schuld? Und bitte eine sachlich fundierte Begründung. Ich persönlich würde das gerne Wissen.


Ich will Dir nicht den ganzen Konflikt von Anfang bis Ende über das Internet erklären, dafür fehlt mir die Geduld.
Zweitens: Ich habe nicht gesagt, dass Deutschland die volle Schuld trägt. Ich habe Mitschuld geschrieben.

Der Konflikt geht seit über 3 Jahren. Deutschland hat mit den Menschen in Syrien gespielt. Viel geredet aber keine klare Haltung eingenommen. Das ist der Grund, wieso dieser Konflikt sich noch sehr lange hinzieht.

Zuerst hatten die Aufständischen die volle Unterstützung. Geld floss, hochrangige syrische Politiker verschwanden nach Europa und wurden mit offenen Armen empfangen. Man zeigte sich mit den Patriots solidarisch mit der Türkei und schwörte dass Assad keine Zukunft hatte.
Dann wurde nach und nach die Versorgung der Aufständischen unterbunden. Sie hatten kaum noch Waffen und es bildeten sich langsam Ableger von Al Kaida in Syrien, die mit Waffen und festen Gehalt rekrutierten.
Der Westen, besonders Deutschland, hat viel Unterstützung zugesprochen aber am Ende doch nichts geleistet. Die Leute haben also in der Hoffnung: "Es kommt noch mehr Unterstützung" weiter gekämpft.
Währenddessen hat Al Kaida an Stärke zu genommen, die Aufständischen wurde zurück gedrängt und der Westen distanzierte sich langsam von den Aufständischen komplett. Mittlerweile gibt es kaum noch Aufständische (alle abgeschlachtet - von allen Seiten) und es kämpft Al Kaida und ISIS (auch gegeneinander) auf der einen Seite und die syrische Armee, die National Defence Force und die Kurden auf der anderen Seite. Der Westen zeigt sich plötzlich solidarisch mit Assad. Vor 6 Monaten gab es auch wieder erste Kontakte zwischen den beiden Geheimdienste (syrische/deutsche) - unter den Vorwand: Potentielle Terroristen die Ausreise nach Deutschland zu verweigern. Ist klar...
Dann noch so Sachen wie: Aufhebung des Öl-Embargos in Syrien (vor knapp 1 1/2 Jahren). Grund: Die Aufständischen, also die gemäßigten Leute, sollen durch den Öl-Exporte sich selbst finanzieren. Die Ölfelder im Norden waren aber quasi einen Monat nach Verkündung, in der Hand von Fundamentalisten (erst al Nusra - jetzt ISIS). Das Embargo ist bis heute nicht aufgehoben. Sodass die Radikalsten der Radikalen sich lustig weiterfinanzieren mit dem Export von Öl (natürlich über Mittelsmänner) in die EU.
Dass die Radikalen (al Nusra pi pa po) tonnenweise, teure Industrie-Maschinen aus Syrien in die Türkei schmuggeln, bzw. die Türkei generell ihre Grenzen für solche Leute offen hält (natürlich bestreitet sie das), spricht auch Bände. Wer sich nicht dagegen aufhebt, findet sowas gut. Ganz einfach.

Wir haben Geheimdienste, hochintelligente Menschen. Wer mir erzählen will, dass sie das nicht hätten kommen sehen, soll mir sagen warum. Wie schon damals geschrieben: Der Westen profitiert von der (nur) Schwächung dieses Landes (denn Assad, so paradox es klingt, ist ein Sicherheitsfaktor in dieser Region)
Moderner Kolonialismus unter dem Deckmantel der Demokratie nenne ich sowas. Gleichzeitig hat man die Hisbollah und indirekt den Iran geschwächt und selbstverständlich die inländischen "Ich will Ungläubige töten" (vorerst) aus dem Land bekommen (Wiederkehrer sind extrem selten - #burnmypassport ist der neue ISIS Hashtag) und wenn die Leute wiederkommen, hat man sie zumindest auf dem Schirm. Wäre ich so ein dreckiger Politiker, wäre ich Stolz auf mein Werk. Wie viele hundert Fliegen hat man mit einer Klappe geschlagen?!

PS: Ich bin es auch Leid in irgendwelche Verschwörungsecken gestellt zu werden. Wer Beweise will, versteht so eine Politik nicht! Nicht direkt an dich gerichtet aber was erwarten die Leute immer? Dass ich denen ein amtliches Dokument zeige, wo Frau Dr. Merkel mit ihrem Blut unterschrieben hat, dass Europa so ein Ziel verfolgt?!

Gast26092018
18.08.2014, 07:52
Ja, aber jetzt westlichen Ländern im Nachhinein die Schuld zuzuschiebn:-nix
Obama hat alles getan, was in seiner Macht stand um den Rebellen zu helfen, er war kurz davor Assad zu bombardieren...Assad hatte aber die Unterstützung von Russland/Iran und somit einen guten Partner.
Das Problem ist v.a. dass es kaum gemäßigte Führungskräfte in der Region gibt, einfach irgendwelchen Rebellengruppen mit Waffen zu beliefern kann ein zweischneidiges Schwert sein.
Ich hatte auch kein gutes Bauchgefühl dabei. Klar ist der Westen schuld, aber nicht weil man Rebellen nicht unterstützt hat, sondern weil man in den Irak einmarschiert ist, das war die Geburtsstunde von isis, alqaida im Irak etc. ....und ich habe schon damals gesagt: "Die Büchse der Pandora wurde eröffnet".

Rico
18.08.2014, 08:26
Wir haben Geheimdienste, hochintelligente Menschen. Wer mir erzählen will, dass sie das nicht hätten kommen sehen, soll mir sagen warum.Also mit dem, was diverse Geheimdienste nicht haben kommen sehen, da kann man mehrere Bücher füllen. Ich hab immer das Gefühl, Geheimdienste gehören zu den am meisten überschätzten Organisationen weltweit. Die können auch nicht zaubern und sind auf Informanten und Quellen angewiesen. Das hat zu Zeiten des kalten Krieges gut geklappt, weil es in jedem nationalen, politischen System Leute (auch in Schlüsselpositionen) gibt, die, die politische Linie ihres Landes nicht gut findendes deshalb mit anderen Nationen paktieren.
Bei ideologisch orientierten Organisationen wie den islamistischen Terrororganisationen dürfte die. Zahl derer, die nicht überzeugte Islamisten sind zumindest in den relevanten Führungsebenen sehr überschaubar sein. Noch schwieriger dürfte es sein an Informationen aus diesen Ebenen zu kommen.

Braucht man ja bloß die Jagd nach Bin Laden anschauen... 10 Jahre gesucht und schließlich ist es ganz Old School der Chauffeur, den das Kopfgeld lockt. Keine Sternstunde der Geheimdienste...


Wie schon damals geschrieben: Der Westen profitiert von der (nur) Schwächung dieses Landes (denn Assad, so paradox es klingt, ist ein Sicherheitsfaktor in dieser Region)
Moderner Kolonialismus unter dem Deckmantel der Demokratie nenne ich sowas. Gleichzeitig hat man die Hisbollah und indirekt den Iran geschwächt und selbstverständlich die inländischen "Ich will Ungläubige töten" (vorerst) aus dem Land bekommen (Wiederkehrer sind extrem selten - #burnmypassport ist der neue ISIS Hashtag) und wenn die Leute wiederkommen, hat man sie zumindest auf dem Schirm. Wäre ich so ein dreckiger Politiker, wäre ich Stolz auf mein Werk. Wie viele hundert Fliegen hat man mit einer Klappe geschlagen?!

PS: Ich bin es auch Leid in irgendwelche Verschwörungsecken gestellt zu werden. Wer Beweise will, versteht so eine Politik nicht! Nicht direkt an dich gerichtet aber was erwarten die Leute immer? Dass ich denen ein amtliches Dokument zeige, wo Frau Dr. Merkel mit ihrem Blut unterschrieben hat, dass Europa so ein Ziel verfolgt?!Wobei man bei dieser These sich schon mit dem Verschwörungsgedanken auseinandersetzen muss...
Denn mir erscheint das doch recht aufwändig für einen sehr überschaubaren Nutzen für den Westen, der Hauptprofiteur des ganzen Unterfangens seit 2002 sind doch bislang die Islamisten.
Der Westen hat außer einen teuren Krieg und versenkten Milliarden in gescheiterte Wiederaufbauprojekte von dem ganzen Feldzug der Willigen und dem Nachspiel in keiner Weise profitiert. Im Gegenteil, durch die jahrelangen Unruhen in einem ölfördernden Land ist der Preis für Öl - der wichtigste zu importierende Rohstoff für die westlichen Industrienationen - auf Rekordniveau gestiegen.
Abgesehen davon profitieren die westlichen Volkswirtschaften in keiner Weise von Instabilität! Bei jeder Krise und jedem Krieg fallen die Aktienkurse (Vermögen der (einflussreichen!!!) Vermögenden verpufft - die werden es also auch nicht toll finden).
Die westlichen Industrienationen haben von diesem Konflikt (wie von jedem Konflikt, der ihre Handelspartner und Absatzmärkte betrifft) eigentlich nur Nachteile - und zwar ordentliche. Dahingegen werden mit stabilen Ländern wie China (und bis vor kurzem Russland) dickste Geschäfte in allen Sektoren gemacht, das freut Politiker (wollen für erfolgreiche Politik wiedergewählt werden) wie Wirtschaft (wollen ihre Produkte in auf stabilen Märkten absetzen) wie Arbeitnehmer (verdienen an der Wertschöpfungskette).

Also nochmal: Cui bono? Wer profitiert Deiner Meinung nach so relevant, dass es all diese Nachteile für die Reichen, Mächtigen und Einflussreichen rechtfertigt?
Die paar Radikalen, die sich ja zudem größtenteils erst seit dem erkennbar fragwürdigen Einmarsch im Irak so radikalisiert haben, die hätten die Sicherheitsstrukturen unserer Länder vielleicht auch einfacher in den Griff gekriegt... überzeugt mich überhaupt nicht.
Ein Politiker, der - wie von Dir behauptet - sowas angeblich inszeniert hätte, hat nicht 100 Fliegen mit einer Klappe geschlagen, sondern eine Elefantenherde getötet beim Versuch, eine Fliege zu treffen, die leider entwischt ist.

Matzexc1
18.08.2014, 09:12
Zuerst hatten die Aufständischen die volle Unterstützung. Geld floss, hochrangige syrische Politiker verschwanden nach Europa und wurden mit offenen Armen empfangen. Man zeigte sich mit den Patriots solidarisch mit der Türkei und schwörte dass Assad keine Zukunft hatte.
Dann wurde nach und nach die Versorgung der Aufständischen unterbunden. Sie hatten kaum noch Waffen und es bildeten sich langsam Ableger von Al Kaida in Syrien, die mit Waffen und festen Gehalt rekrutierten.

Was hätte den deiner Meinung nach gesschehen sollen? Bundeswehr entsenden? Waffen liefern? Das hat Saudi-Arabien im Auftrag der USA gemacht,das hat Katar gemacht. Das Ergebnis haben wir vor Augen.

In Libyen haben die USA geholfen Gaddafi zu stürzen.Schau dir das Land heute an,sie bringen sich gegenseitig um. Die USA marschierten in den Irak mit völlig idiotischen Gründen ein und was ist das Ergebnis?

Und jetzt? Die Kurden kriegen Hilfe aus dem Westen und der Irak hat vor Wochen russische Kampfflugzeuge bekommen.

Von allen anderen Staaten in der Region hörst du nichts,außer vielleicht vom Iran.


die Türkei generell ihre Grenzen für solche Leute offen hält
Davon halte ich auch nichts. Ich hätte die Patriot-Batterien gar nicht erst dorthin geschickt.


Moderner Kolonialismus unter dem Deckmantel der Demokratie nenne ich sowas. Gleichzeitig hat man die Hisbollah und indirekt den Iran geschwächt und selbstverständlich die inländischen "Ich will Ungläubige töten" (vorerst) aus dem Land bekommen (Wiederkehrer sind extrem selten - #burnmypassport ist der neue ISIS Hashtag) und wenn die Leute wiederkommen, hat man sie zumindest auf dem Schirm.

Wie willst du die alle auf dem Schirm behalten? Selbst KGB und STASI haben es zu ihren Glanzzeiten nicht geschafft alle zu überwachen und das soll dann unsere Polizei,die sich in manche Gegenden nicht mehr ohne Hundertschaft reinwagt, unsere Geheimdienste,denen permanent Inkompetenz/Rechtsradikalismusförderung vorgeworfen wird?
Sollen wir sie dann versorgen und ihnen die Möglichkeit gebenhier neues Kanonenfutter zu rekrutieren oder Hass gegen andere zu predigen?

Einsperren ist in unserem Staat ja nicht möglich.

Es hat schon mehr als ein Dschihadist gesagt,dass es ihm egal ist ob sein Pass verloren geht.

MissGarfield83
18.08.2014, 09:49
@kretschmann : Dass Saudi Arabien, Katar, der Iran und die Türkei dort gezündelt haben im Ringen um Macht und Einfluss scheint in deiner Betrachtung aber eigentlich gar keine Rolle zu spielen oder? Wenn man sich mal anschaut wieviel Unterstützung seitens der Kataris für ISIS durch dunkle Kanäle läuft ...

Es ist nicht immer so einfach wie es scheint.

@ maxi : Du spuckst immer große Töne wenn es um militärisches geht - Fachwissen und eine wirklich fundierte Meinung spreche ich dir aber ab. Die einzige die hier wirklich Gefechtserfahrung hat ist Wacken Doc. Also ist es müßig hier große Töne über die Feigheit im Felde zu spucken während du deinen Arsch im sicheren, sauberen und trockenen Wohnzimmer ohne wirkliche Entbehrungen parkst.

@Ausweisungen : Ich wäre durchaus dafür, dass Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft die Deutsche verlieren wenn sie sich gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung in unserem Land wenden. Straftaten einer gewissen Schwere und Art sollten durchaus mit dem Entzug der Bürgerrechte geahndet werden können. Sippenhaft ist leider rechtlich problematisch - aber es wäre eine Überlegung wert, die nähere Familie ebenfalls mit dem Verlust der Staatsbürgerschaft und Ausweisung zu "bedrohen". Solange diese Individuen nach Deutschland in einen "sicheren Hafen" zurückkehren können, wird sich da nicht viel ändern ...

Kretschmann
18.08.2014, 12:30
Was hätte den deiner Meinung nach gesschehen sollen? Bundeswehr entsenden? Waffen liefern? Das hat Saudi-Arabien im Auftrag der USA gemacht,das hat Katar gemacht. Das Ergebnis haben wir vor Augen.

Das was du fragst, passt mit meiner Theorie nicht zusammen. Der Westen hat bewusst diese Situation herbeigeführt. Zu fragen: "Wie hätten Sie es anders machen können" passt nicht. Denn Sie haben von dem Ziel ausgehend: Chaos/Destabilisierung in Syrien zu erzeugen, alles richtig gemacht hat.
Wenn es darum geht, wie man den Konflikt hätte beenden können, gibt es zwei Wege:
1.) volle Unterstützung der Rebellen
2.) keine Unterstützung der Rebellen


In Libyen haben die USA geholfen Gaddafi zu stürzen.Schau dir das Land heute an,sie bringen sich gegenseitig um. Die USA marschierten in den Irak mit völlig idiotischen Gründen ein und was ist das Ergebnis?

Du kannst diese Länder nicht mit Syrien vergleichen. Aber die Erkenntnis daraus ist richtig. Den Ländern hat Intervention Chaos gebracht. Trotzdem waren die installierten Regierungen immer noch pro-westlich. Bestes Beispiel ist Mursi. Demokratisch gewählt, ein paar Wochen später war er weg vom Fenster. Der Westen hat geschwiegen.

Von allen anderen Staaten in der Region hörst du nichts,außer vielleicht vom Iran.

Richtig. Das hat aber innenpolitische Gründe. Ein Saudi-Arabien oder Jordanien darf sich nicht offiziell als Gegner der ISIS positionieren. Das würde ein innenpolitisches Beben nach sich ziehen. Saudi-Arabien hat aber (so wie ich es mitgekriegt habe - kenne Menschen vor Ort), der irakischen Regierung Militärfahrzeuge zu kommen lassen. Zu sagen: ISIS wurde von Saudi-Arabien gegründet mag ich bezweifeln. Ich glaube viel eher, dass Saudi-Arabien hat sich die ISIS zu Nutzen gemacht und als Instrument benutzt. Mit der Etablierung des Kalifats ist das Ganze aber so gefährlich für sie selbst geworden, dass sie sich gegen die ISIS stellen müssen. Das Ziel haben Sie bereits erreicht: Ein Abneigung der Muslime (85% der Sunniten) gegenüber den Iran (Schiiten). Natürlich ist das pauschalisiert. Ich beziehe mich immer auf die Leute, die auch zu den Waffen greifen würden. Also die Leute, die dem Sheikh von der Hand fressen würden.

Davon halte ich auch nichts. Ich hätte die Patriot-Batterien gar nicht erst dorthin geschickt.

Gut, dass du es genau so siehst. Wir haben auch ein bisschen mit der Türkei gespielt. Die Politiker haben vermutlich (ich würde es so machen) Zugeständnisse an Erdogan gemacht: "Ja, wir werden definitiv Assad stürzen." Denn auch für die Türkei ist der Iran ein Dorn im Auge. Zwar nicht so groß wie für Saudi-Arabien aber eine pro-türkische, anti-iranische Regierung in Damaskus wäre Erdogan lieber gewesen. Nur so lässt sich sein Verhalten erklären. Wenn Erdogan die innenpolitische Probleme in Syrien als Grund für sein Verhalten angibt, lügt er. Die Probleme (Armut, Diskriminierung etc.) gab es auch lange vor dem Konflikt. Und ratet mal wer über die Jahre hinweg zusammen mit der Familie Assad Urlaub gemacht hat?





Wie willst du die alle auf dem Schirm behalten? Selbst KGB und STASI haben es zu ihren Glanzzeiten nicht geschafft alle zu überwachen und das soll dann unsere Polizei,die sich in manche Gegenden nicht mehr ohne Hundertschaft reinwagt, unsere Geheimdienste,denen permanent Inkompetenz/Rechtsradikalismusförderung vorgeworfen wird?
Sollen wir sie dann versorgen und ihnen die Möglichkeit gebenhier neues Kanonenfutter zu rekrutieren oder Hass gegen andere zu predigen?

Wie gesagt: Die Zahl der Wiederkehrer ist gering. Die kannst du vermutlich mit der Hand abzählen. Sowas sollte unser Verfassungsschutz hinkriegen. Darüber hinaus ist die ISIS (auch in Deutschland) sehr klein. Kennst du einen, kennst du alle.


@MissGarfield83
Ich habe auch Mitschuld geschrieben. Mir ist durchaus bewusst, dass die Türkei, Saudi-Arabien und die anderen auch was vom Kuchen abhaben wollen.

Gast26092018
18.08.2014, 12:36
Mich würde aber genau interessieren wer genau die Isis finanziert hat...waren das saudische, qatarische Privatleute/wohlhabende oder war die Monarchie groß beteiligt?