Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eigen- oder Fremdgefährdung? Der Psychiatertreffpunkt
Dann aktiviere mal deine Privaten Nachrichten :)
SteffiChap
02.05.2018, 18:22
Dann aktiviere mal deine Privaten Nachrichten :)
Hab dir mal geschrieben, denn laut meinen Einstellungen sind PNs frei. :)
Herbstblume90
11.08.2018, 20:04
Hallo! Ich habe Ende des Monats ein Vorstellungsgespräch in der KJP. Was sollte ich da auf alle Fälle fragen? Ich war nur 2 Wochen im Rahmen de PJs da, sonst hab ich keine vorerfahrung, aber ich kann es nur gut als Alternative zur Pädiatrie vorstellen.. aber da ich nicht so viel Erfahrung habe bin ich unsicher was ich fragen sollte. Was mir einfiele:
- Art und Anzahl der Dienste
- Einarbeitung
- Zuschuss zur Therapeuten Ausbildung
Fällt euch noch was ein?
erdbeertoertchen
11.08.2018, 20:33
Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologische Ausbildung?
Möglichkeiten einer Rotation für das Fremdjahr
Gibt es Bildungsurlaub?
Vergütung der Dienste
Wird wert auf Supervision gelegt? Unterstützung des OA auf Station?
Die letzten beiden Anmerkungen sollte man lieber im Rahmen einer Hospitation rausfinden
Herbstblume90
12.08.2018, 18:53
Danke für deine Antwort! Das nehme ich auf alle Fälle mit auf. Ich dachte immer, man könne sich die Richtung aussuchen, ist das nicht so?
erdbeertoertchen
12.08.2018, 19:24
Danke für deine Antwort! Das nehme ich auf alle Fälle mit auf. Ich dachte immer, man könne sich die Richtung aussuchen, ist das nicht so?
Kommt auf die Klinik an, manche Kliniken machen nur eine Richtung, andere sind gemischt.
Gast17092018
17.08.2018, 18:26
Hallo,
ich frage mich hier mal auch noch mal durch :-)
Wie schätzt ihr denn im Psychiatrie/Psychotherapie-Bereich momentan die Arbeitsumstände ein, wie man unter eventuellen Sparreformen leidet bzw. vor allem die Patienten...welche Aufgaben machen eher die Ärzte, welche eher die Psychologen...und wie entwickelt sich das ganze wohl später mit der NIederlassung hinsichtlich der KV-Dienste? Für die dann später ev. keine Vertreter mehr bezahlt werden können weil die schlicht nicht existieren? herzlichen dank! :)
BlaBlubberFasel
18.08.2018, 08:10
Hallo an alle, ich hätte mal eine Frage an euch :).
Ich habe vor kurzem angefangen, in einer großen Psychostrie zu arbeiten. Ich muss sagen, dass ich ganz schön erschrocken bin über die Umstände, die dort herrschen.
- Enorm viele sehr aggressive, gewalttätige Patienten, bei denen man oft nicht mehr macht als sie zu isolieren.
- Bisher keinerlei Weiterbildung, obwohl die im Vorstellungsgespräch hoch gelobt wurde.
- Insgesamt alte Klinik, somatisch schlecht aufgestellt, selbst für eine Psychiatrie (nicht mal eine BGA kann man dort machen).
Besonders der 1. Punkt hat mich doch etwas schockiert. Ich habe vorher oft in der Psychiatrie famuliert und auch dort mein PJ gemacht, aber in diesem Ausmaß kenne ich das so nicht. Hier kommt für mich auch einfach die Frage nach Gefährdung für einen selbst hinzu. Wie geht ihr damit um? Die mögliche Gefahr ignorieren? Andere Klinik (weniger akut) suchen?
Würde mich über Antworten sehr freuen!
Elena1989
18.08.2018, 09:45
Hallo! Ich habe Ende des Monats ein Vorstellungsgespräch in der KJP. Was sollte ich da auf alle Fälle fragen? Ich war nur 2 Wochen im Rahmen de PJs da, sonst hab ich keine vorerfahrung, aber ich kann es nur gut als Alternative zur Pädiatrie vorstellen.. aber da ich nicht so viel Erfahrung habe bin ich unsicher was ich fragen sollte. Was mir einfiele:
- Art und Anzahl der Dienste
- Einarbeitung
- Zuschuss zur Therapeuten Ausbildung
Fällt euch noch was ein?
Mir würde ergänzend zu dem von Erdbeertörtchen noch einfallen:
- Versorgungsauftrag ja oder nein? Wie groß ist das Gebiet?n (Einwohner)
- Therapeutenausbildung im Rahmen der Arbeitszeit oder wie ist das organisiert? Wo bekommt man die Therapiepatienten für die Therapiestunden her? Auf Station? Müssen sie ambulant gemacht werden? Wenn ja, während der regulären Arbeitszeit? Oder danach?
- Weiterbildungsermächtigung (okay, das kann man vorher nachsehen, aber nicht jede KJP hat die vollen 4 Jahre)
Ich habe damals in meinem Vorstellungsgespräch fast gar nichts gefragt, aber das wären wohl Dinge, die mich jetzt interessieren würden.
erdbeertoertchen
18.08.2018, 10:10
Hallo an alle, ich hätte mal eine Frage an euch :).
Ich habe vor kurzem angefangen, in einer großen Psychostrie zu arbeiten. Ich muss sagen, dass ich ganz schön erschrocken bin über die Umstände, die dort herrschen.
- Enorm viele sehr aggressive, gewalttätige Patienten, bei denen man oft nicht mehr macht als sie zu isolieren.
- Bisher keinerlei Weiterbildung, obwohl die im Vorstellungsgespräch hoch gelobt wurde.
- Insgesamt alte Klinik, somatisch schlecht aufgestellt, selbst für eine Psychiatrie (nicht mal eine BGA kann man dort machen).
Besonders der 1. Punkt hat mich doch etwas schockiert. Ich habe vorher oft in der Psychiatrie famuliert und auch dort mein PJ gemacht, aber in diesem Ausmaß kenne ich das so nicht. Hier kommt für mich auch einfach die Frage nach Gefährdung für einen selbst hinzu. Wie geht ihr damit um? Die mögliche Gefahr ignorieren? Andere Klinik (weniger akut) suchen?
Würde mich über Antworten sehr freuen!
Ich würde mir noch andere Kliniken anschauen. BGA macht man bei uns auch nicht, somatische Auffälligkeiten werden im somatischen Haus abgeklärt. Wir haben auch nur Labor und EKG. Labor nicht im eigenen Haus.
erdbeertoertchen
18.08.2018, 10:16
Hallo,
ich frage mich hier mal auch noch mal durch :-)
Wie schätzt ihr denn im Psychiatrie/Psychotherapie-Bereich momentan die Arbeitsumstände ein, wie man unter eventuellen Sparreformen leidet bzw. vor allem die Patienten...welche Aufgaben machen eher die Ärzte, welche eher die Psychologen...und wie entwickelt sich das ganze wohl später mit der NIederlassung hinsichtlich der KV-Dienste? Für die dann später ev. keine Vertreter mehr bezahlt werden können weil die schlicht nicht existieren? herzlichen dank! :)
Wie in allen Häusern ist auch die Psychiatrie vom Sparzwang und Ärztemangel betroffen, da es von Haus zu Haus unterschiedlich gehandhabt wird, lohnt es sich mehrere Höuser anzuschauen. In manchen Kliniken müssen zB Psychologen Dienste machen.
Außerhalb eines interdisziplinären Hauses wird man in keiner alleinigen Psychiatrie eine BGA bekommen. Es gibt da selten mehr Diagnostik als ein Labor und EKG. Alles was somatisch kränker ist, muss halt verlegt werden. Ist aber in Rehakliniken auch nicht anders...
Und das Patientenklientel ist ganz abhängig vom Einzugsgebiet. Allerdings kann es auf den geschlossenen Stationen bei Personalmangel auch mal vor, dass wenn die Patienten sich nicht gesehen fühlen, auch mehr Mist machen, als wenn genügend da sind um Frühzeitig deeskalieren. Niederschwellige Fixierungen werden rechtlich immer schwieriger und oft auch nicht mehr gewünscht.
Je nachdem, in welchem Bundesland Du arbeitest (BW, Bayern) ist es aktuell nach dem Bundesverfassungsgerichtsurteil im Juli auch alles ein wenig im Umbruch, Isolation scheint zumindest dem Urteil nach als weniger drastisch gewertet zu werden. Wie Reflex schon geschrieben hat, wird es außerhalb eines interdisziplinären Haus schwierig, mit umfänglicher somatischer Diagnostik.
Wo bist Du denn (gerne auch per PN)?
erdbeertoertchen
18.08.2018, 12:03
was meinst du im Umbruch? zumindest bei uns in der Klinik wurden Fixierungen immer richterlich abgesegnet.
Hier im Umkreis in dem ich seit Anfang des Monats arbeite (Baden-Württemberg), gibt es seitens des Amtsgerichts noch keine konsequente oder auch transparente Umsetzung des BvGH Urteils. Das bedeutet, dass sich gerade im Nachtdienst alle doppelt und dreifach absichern müssen.
Ich erlebe es ähnlich wie in Hessen bei der Umstellung von HFEG auf PsychKHG, bei dem das Gesetzt im ersten halben Jahr zumindest noch ein lernendes war und gefühlt jeder 2. Tag eine andere Anweisung von Gericht kam.
Bis sich die Zuständigen des PsychKHGs (BW) nicht festgelegt haben, wie die richterlichen Anordnungen der Fixierungen zu handhaben sind und es im Gesetzt festgehalten ist, gehe ich davon aus, dass vieles sich im Graubereich bewegt, was ich hauptsächlich für die Patienten aber auch für die AvDs als sehr unbefriedigend empfinde.
BlaBlubberFasel
18.08.2018, 12:36
Je nachdem, in welchem Bundesland Du arbeitest (BW, Bayern) ist es aktuell nach dem Bundesverfassungsgerichtsurteil im Juli auch alles ein wenig im Umbruch, Isolation scheint zumindest dem Urteil nach als weniger drastisch gewertet zu werden. Wie Reflex schon geschrieben hat, wird es außerhalb eines interdisziplinären Haus schwierig, mit umfänglicher somatischer Diagnostik.
Wo bist Du denn (gerne auch per PN)?
Ich kann dir irgendwie keine PN schicken, sonst verrate ich natürlich gerne wo ich bin.
So viel: in Baden-Württemberg
Ok, dann hatte ich wohl einen zu hohen Anspruch an die somatische Diagnostik in der Psychiatrie, damit kann ich aber leben.
Ich hab Dir mal eine geschrieben, kannst wenn Du magst gerne drauf antworten :-)
BlaBlubberFasel
28.08.2018, 18:14
Danke für eure Antworten! Bin mir nach wie vor nicht ganz sicher bezüglich meiner Entscheidung, aber die Abteilung scheint für mich einfach nicht zu passen.
Eine Frage hätte ich noch: wie viele Patienten kommen bei euch denn circa auf einen Oberarzt?
Danke für eure Antworten! Bin mir nach wie vor nicht ganz sicher bezüglich meiner Entscheidung, aber die Abteilung scheint für mich einfach nicht zu passen.
Eine Frage hätte ich noch: wie viele Patienten kommen bei euch denn circa auf einen Oberarzt?
Ich hab 23 Patienten auf meiner Station im Maximum. In der allgemein Psych ist die Regelbelegung 25/26 pro Station, die aber auch mal auf 29 überbelegt werden können. Die Geronto Psych ist ähnlich wie meine Klinik, da hat ein OA maximal 2 Stationen, hautsächlich in der Ferienzeit.
Wieviel Assistenten seid ihr denn für die 23 bzw. 25. Patienten?
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