Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eigen- oder Fremdgefährdung? Der Psychiatertreffpunkt
Autolyse
10.04.2023, 00:57
Man kann so viel machen wenn einem nur langweilig genug ist...
Es übt. Staatsrecht II ist lange her und gelegentlich braucht man die Grundrechtsdogmatik dann doch.
Ihr lieben, hat jemand Tipps für ein gutes Buch zur Verhaltenstherapie, wo Techniken erklärt werden? - ich weiß, dass es eigentlich Kurse etc. gibt, aber einfach mal zur Überbrückung.
Momentan fällt mir schwer Therapieeinheiten zu planen und umzusetzen. Die Therapie Tools Bücher sind schonmal ganz gut, aber da bräuchte ich mindestens 4 von. Vielleicht gibt es ja was, wo alles gesammelt ist?
Ich mache nicht Verhaltenstherapie, aber ich finde "Verhaltenstherapie in der Praxis" von Brakemeier und Jacobi (Hrsg.) recht gut. Recht kochbuchartig, aber gut gemacht und gut erklärt. Empfohlen wurde uns als Einführung "Praxis der Kognitiven Verhaltenstherapie" von Beck - ist auch so ähnlich, aber kurz und knapp (und amerikanisch).
Ich finde die Behandlungsmanuale von Martin Hautzinger geben auch gute konkrete Anhalte für die Verhaltenstherapeutische Praxis.
Vielen Dank! Sowas wie "Verhaltenstherapie in der Praxis" hab ich gesucht<3
vanilleeis
09.05.2023, 16:09
Aufgrund aktueller Diskussionen bei uns: Wie sind eure Zeitvorgaben im stationären Setting bezüglich Einzeltherapie pro Patient und Woche? Gerne auch KJP-Kollegen. Aus dem PPRL werde ich nicht schlau, die genannten Zahlen (>300 min pro Woche) kann ja keiner erfüllen
Einzeltherapie 45-60 min pro Patient pro Woche.
Finde 300min pro Woche arg viel und zumindest bei uns nicht zu stemmen. Würde ja heißen 1h pro Tag in der Woche.
2 x 50 min in der Woche pro Patient (KJP).
Geht das denn wirklich aus der PPP-RL hervor?
Bei uns sind es in der Regel 45-60min pro Patient und Woche, bei manchen Patienten auch 2x 45-60min pro Woche.
vanilleeis
10.05.2023, 05:46
Danke, das hilft mir sehr weiter. Ja, die PPP-RL gibt Minutenwerte vor, aber die Zusammensetzung ist mir nicht klar, da es dabei nicht explizit um Einzeltherapie geht.
Obscura: Keine Privatklinik oder? Und Elterngespräche/Jugendamtsgespräche kommen on top?
Ja, eben - das sind Gesamtwerte für den Zeitaufwand insgesamt. Inklusive allem, was man als Arzt mit einem Patienten so machen muss. Gedacht als Richtlinie für die Personalplanung, nicht als Therapierichtlinie.
vanilleeis
10.05.2023, 08:01
Jein. Die Personalplanung richtet sich ja danach, zumindest bei uns. Dazu gehört ja essentiell die Frage, wie viele Patienten pro Kopf möglich ist und da sind die Einzeltermine ja das zeitaufwendigste
GloriaSchmidt
10.05.2023, 18:35
1x20 min/Pat/Woche (arbeite da nicht mehr 🙈)
Herbstblume90
10.05.2023, 18:47
Ich bin ja auch in der KJP. Wir haben einmal die Woche Kindervisite, die je nach Kind zwischen 3-30min dauert (15 werden kodiert), und einmal Einzeltherapie. Ich schaffe meist nur 30 min, weil ich mit meinen 22 Stunden 5 Patienten habe. Familiengespräche alle 2 Wochen grob 1 Stunde
Obscura: Keine Privatklinik oder? Und Elterngespräche/Jugendamtsgespräche kommen on top?
Nee, nicht privat; zudem Therapiestation. Familientermine finden ungefähr alle zwei Wochen statt (50 - 60 min), Runde Tische mit dem Jugendamt bei Bedarf.
Ob wie bei Herbstblume die Visite ebenfalls abgerechnet wird, weiß ich gerade gar nicht...
Herbstblume90
11.05.2023, 10:07
Obscura, die Visite habt ihr zusätzlich? Wie viele Patienten habt ihr dann pro Ärztin?
onkotrux
12.05.2023, 08:47
Liebe Kollegen
Als WBA in einer Klinik, in der Weiterbildung eher klein geschrieben wird und die auch nicht gerade großzügig bei der Unterstützung von Fortbildungen ist: Gibt es gute, möglichst kostenlose oder zumindest günstige online-Fortbildungen (per Video)? Da ich noch nicht so weit fortgeschritten bin, thematisch eigentlich nicht eingeengt (Psychopharmakologie, Psychotherapie (VT, KVT), gerne auch Thema Diagnostik / psychopathologischer Befund)
Obscura, die Visite habt ihr zusätzlich? Wie viele Patienten habt ihr dann pro Ärztin?
Genau, wöchentlich Visite sowie multiprofessionelle Teambesprechung. Fallführend betreut man durchschnittlich 4 Patient*innen (in knappen Personalzeiten hatte ich auch mal 6), medizinisch zuständig (KU, Medikamenteneinstellung usw.) ist man für eine Hälfte der Station (zusätzlich 5 - 7 Patient*innen).
Herbstblume90
12.05.2023, 14:19
Genau, wöchentlich Visite sowie multiprofessionelle Teambesprechung. Fallführend betreut man durchschnittlich 4 Patient*innen (in knappen Personalzeiten hatte ich auch mal 6), medizinisch zuständig (KU, Medikamenteneinstellung usw.) ist man für eine Hälfte der Station (zusätzlich 5 - 7 Patient*innen).
Und hast du eine volle Stelle?
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