Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eigen- oder Fremdgefährdung? Der Psychiatertreffpunkt
Vielen Dank für Eure Hinweise und Erfahrungen.
Das Neurojahr würde ich immer als erstes machen, aus vielerlei Gründen.
Ich werde mein letztes PJ-Tertial in einer Psychiatrie machen, in der ich im Anschluss im Rahmen eines festen Rotationsprogramms die vollen 4 Psychiatriejahre machen könnte. Es gibt außerdem eine Kooperation mit einer neurologischen Klinik in der Nähe.
Einerseits denke ich auch, dass das Neurojahr am Anfang sinnvoll ist. Andererseits müsste ich mich dann ja für die Neurologie bewerben und nicht für das Psychiatrieprogramm was ich ja eigentlich machen mlchte. Oder kann man das offen sagen? Ich bin örtliche gebunden und habe wenig Auswahlmöglichkeiten.
Ich werde außerdem in Teilzeit starten, da meine Kinder noch klein sind. Ich könnte mir vorstellen, dass das in der Neuro schwieriger umzusetzen ist als in der Psychiatrie!?
Ich werde mein letztes PJ-Tertial in einer Psychiatrie machen, in der ich im Anschluss im Rahmen eines festen Rotationsprogramms die vollen 4 Psychiatriejahre machen könnte.
Nur eine Anmerkung am Rande: Wenn du dir mit Psychiatrie so sicher bist, warum machst du das Wahltertial nicht in einem ganz anderen Fach? Wäre doch viel spannender.
Nur eine Anmerkung am Rande: Wenn du dir mit Psychiatrie so sicher bist, warum machst du das Wahltertial nicht in einem ganz anderen Fach? Wäre doch viel spannender.
Das was ich in den Blockpraktika in der Psychiatrie kennengelernt habe fand ich sehr spannend. Dennoch habe ich viele Bereiche wie beispielsweise Sucht noch nicht gesehen und viele administrative Aufgaben kaum mitbekomme ( aus meinem früheten Berufsleben als Krankenschwester habe ich in verschiedenen somatischen Bereichen auch das Drumherum bereits miterlebt). Und es waren immer höchste 5 Wochen am Stück und dann kam wieder ein somatisches Fach. Ich hoffe also mit den 5 Monaten ( Teilzeit) mir in meiner Entscheidung sicherer zu werden odee eben zu merken, dass mir das über einen längeren Zeitraum doch nicht liegt ( Als Alternative habe ich Allgemeinmedizin im Kopf). Im Hinblick auf das M3 ergibt es für mich Sinn, ein Fach zu lernen, welches mir im darauffolgenden Berufseinstieg hilft und was mich eben wirklich interessiert.
Hallo ihr lieben,
Ich bräuchte nochmal Beratung..
Bin weiterhin in der Praxis und generell zufrieden. Ich bin eher im letzten Drittel der WB, die Psychotherapien sind angelaufen, und ich benötige noch etwa 1 Jahr Psychiatrie-Zeit. Soweit, so gut.
Meine Stelle ist von der KV gefördert und jetzt kommt der Hammer, fürs 2. Jahr (also ab Mitte 2025) stellen sie die Förderung ein, aufgrund „ja nee is nich, der Topf ist leer“
Meine Chefin gibt an, dass sie mich nicht im gleichen Maß wie die Förderung bezahlen kann. Wir müssen also das Gehalt neu aushandeln. Sie warf schon etwas von „Drei Iwas“ in den Raum und ich bin -gelinde gesagt- schockiert. Ich möchte auf keinen Fall für 3000-Iwas brutto ÄRZTLICH tätig sein. Und schon gar nicht 4-5 Tage Woche, wie aktuell. Es müssten laut meiner Rechnung mindestens 4200 brutto sein, aber auch das ergibt etwa 2700 netto und ich bin umgerechnet im ca. 5. WB-Jahr..
Habt ihr eine Idee, was/ wie ich besser verhandeln kann? Es würde (und wird) mir unfassbar auf Gemüt und Motivation schlagen, da ich -laut Praxis und Patienten, und auch eigener Wahrnehmung- sehr gute Arbeit leiste.
Bin Mitglied im Marburger Bund - Beratung diesbzgl Vlt. hilfreich?!
PS: denke schon über einen Wechsel bzw. Rückkehr in meine letzte Klinik zurück, was ich eigentlich nicht möchte. Zudem - was wird dann aus meinen Pat., insbesondere den Psychotherapie Patienten? Ich möchte die Therapien regulär dort und in der Arbeitszeit zu Ende bringen, denn das läuft dort echt gut.
Das wirklich Fiese ist IMHO, dass der Gesetzgeber bei dieser Thematik äußerst ärztefeindliche Grundlagen geschaffen hat - denn man darf den Praxisumfang durch einen Weiterbildungsassistenten ja nicht erhöhen, außer es handelt sich um einen geförderten Weiterbildungsassistenten eines grundversorgenden Facharztes. (Und auch dann gibt es wieder KV-spezifische Obergrenzen.) Nur eine Steigerung der Fallzahl um maximal 25% gilt meines Wissens als regresssicher. Und wenn man sich anschaut, wie lächerlich niedrig die Honorarumsätze in der Psychiatrie leider sind, bedeutet das, dass wir im deutschlandweiten Durchschnitt da von einer Steigerung des Honorarumsatzes um nur ca. €52k pro Jahr sprechen - in manchen Bundesländern (Berlin, Hessen) nochmal deutlich weniger.
Wenn man als Praxis das Gesetz einhält, kann man im deutschlandweiten Durchschnitt einem nicht geförderten Weiterbildungsassistenten also maximal €3600 brutto im Monat zahlen - denn das entspricht Arbeitgeberkosten von ca. €52k pro Jahr.
Dass das unrealistisch ist, und auch komplett dem Sinn eines Weiterbildungsassistenten widerspricht, sowohl aus Sicht des Weiterbildungsassistenten, als auch aus Sicht der Praxis, auch als, zumindest wenn man länger denkt als bis zum Ende des laufenden Kalenderjahres, aus Sicht der KV, der Patienten, und der Gesundheitsversorgung, kümmert natürlich niemanden. Dass das die Weiterbildung in Fächern mit niedrigen Fixkosten, wie der Psychiatrie, systematisch erschwert, natürlich auch nicht.
So, rant over...
Langer Rede kurzer Sinn, realistisch betrachtet würde ich dir empfehlen, dir eine geförderte Stelle in einer anderen Praxis zu suchen. Der Gesetzgeber zwingt einen leider immer wieder dazu, unsinnige Dinge zu machen.
Hallo ihr lieben,
Ich bräuchte nochmal Beratung..
Bin weiterhin in der Praxis und generell zufrieden. Ich bin eher im letzten Drittel der WB, die Psychotherapien sind angelaufen, und ich benötige noch etwa 1 Jahr Psychiatrie-Zeit. Soweit, so gut.
Meine Stelle ist von der KV gefördert und jetzt kommt der Hammer, fürs 2. Jahr (also ab Mitte 2025) stellen sie die Förderung ein, aufgrund „ja nee is nich, der Topf ist leer“
Meine Chefin gibt an, dass sie mich nicht im gleichen Maß wie die Förderung bezahlen kann. Wir müssen also das Gehalt neu aushandeln. Sie warf schon etwas von „Drei Iwas“ in den Raum und ich bin -gelinde gesagt- schockiert. Ich möchte auf keinen Fall für 3000-Iwas brutto ÄRZTLICH tätig sein. Und schon gar nicht 4-5 Tage Woche, wie aktuell. Es müssten laut meiner Rechnung mindestens 4200 brutto sein, aber auch das ergibt etwa 2700 netto und ich bin umgerechnet im ca. 5. WB-Jahr..
Habt ihr eine Idee, was/ wie ich besser verhandeln kann? Es würde (und wird) mir unfassbar auf Gemüt und Motivation schlagen, da ich -laut Praxis und Patienten, und auch eigener Wahrnehmung- sehr gute Arbeit leiste.
Bin Mitglied im Marburger Bund - Beratung diesbzgl Vlt. hilfreich?!
PS: denke schon über einen Wechsel bzw. Rückkehr in meine letzte Klinik zurück, was ich eigentlich nicht möchte. Zudem - was wird dann aus meinen Pat., insbesondere den Psychotherapie Patienten? Ich möchte die Therapien regulär dort und in der Arbeitszeit zu Ende bringen, denn das läuft dort echt gut.
Was hast Du denn für einen Vertrag und wer bekommt die Förderung ausgezahlt? Arbeitsrechtlich kann der Arbeitgeber ja das vertraglich vereinbarte Gehalt nicht einfach nach eigenen Gutdünken verändern… außer in deinem Vertrag finden sich irgendwelche Klauseln oder. Vertragist befristet.
cardiodexter1
07.12.2024, 13:13
Hallo in die Runde, mag mir wer eine Einschätzung hierzu geben (vor allem Leute mit viel Klinikerfahrung):
Ich bin mittlerweile im 5. WBJ Psychiatrie (Beginn). Ich bin gerade in einer Spezialambulanz in einem großen Haus (affektive Störungen). Davor war ich in der Sucht und Akutstation (Sucht 8 Monate, Akut 4 Monate), Rest ambulant in einer Praxis + Fremdjahr.
Da es einen enormen Mangel an erfahrenen Leuten gibt, bin ich seit kurzem Funktions-OÄ. Ich hab mich grundsätzlich gefreut, war aber auch verwundert bei meiner wenigen Erfahrung. Aber: da ich in der Ambulanz ärztlich unter der CÄ mit ein paar Psychologen ganz alleine bin, hat das in meinem Alltag relativ wenig Bedeutung.
Außer: ab Februar soll ich Hintergrund-Dienste machen fürs ganze Haus inkl. somatischem Schwerpunktversorger nebenan. Ich möchte das eigentlich nicht, weil a) eben keine FÄ und b) zu wenig stationäre bzw. akut-Erfahrung (ich soll Notfall-Konsile im benachbarten Schwerpunktversorger machen, ich habe noch nie ein Konsil gemacht in meinem Leben und war 4(!) Monate in der Akutpsychiatrie...). Aktuell fühle ich mich maximal unwohl und das ganze Konstrukt ist doch auch ein bisschen fahrlässig. Mir wurde versichert, dass für mich so eine Art Notfall-Hintergrund (Hintergrund-Hintergrund) eines erfahrenen OA zur Verfügung steht, aber das klingt für mich auch nicht nach einer perfekten Lösung...
Das halte ich für keine gute Idee. Es macht einen psychiatrischen Riesenunterschied, ob jemand mit Termin/Überweisung (und daher mit eigenem Anliegen) zu einer festen Uhrzeit auf einem Stuhl in einer dafür geschaffenen Raum vor dir sitzt, oder ob du spätabends/nachts "mal eben" nach einer Schwangeren/einem Deliranten/einem Psychotischen ohne Krankheitseinsicht und Problemverständnis schauen musst.
Natürlich gibt es in solchen Situationen auch keine 25 therapeutische Möglichkeiten, aus denen du auswählen müsstest.
Allerdings muss sich im Konsildienst auch immer wieder klar positioniert werden, und dafür braucht man mMn eine eigene klare innere Linie/Haltung, die man mit ein paar akutpsychiatrischen Monaten nur schwerlich haben wird.
@cardiodexter1
Dein Empfinden der zu geringen Qualifikation für eine solche Tätigkeit ist ganz richtig.
Wenn du stationär tatsächlich nur 12 Monate warst, davon sogar nur 4 Monate Akutstation, ist das sehr sehr wenig - nicht nur im Hinblick auf die Aufgabe, die dir angetragen wurde, sondern überhaupt für einen Facharzt, der du ja bald sein willst!
Mich erschreckt es immer wieder, welch stark abnehmende Qualität sich in unserer Medizin verbreitet und dass derartig gering Qualifizierte zu extrem verantwortungsvollen Aufgaben und Lehre herangezogen werden.
cardiodexter1
07.12.2024, 13:44
Ich sehe das genauso. Meine Überlegung war: wenn mir die Möglichkeit gegeben wird, in den nächsten 1-2 Jahren genügend Erfahrung zu sammeln (insbesondere Akutstation, die ich keinesfalls vermeiden will, ich habe sogar Lust, aber eben als AÄ, gerne ein Jahr oder mehr, ich habe nie auf eine frühe OA-Stelle oder FA so schnell wie möglich gepocht), ich gerne mehr Verantwortung als FÄ und Hintergrund-OÄ übernehme, aber eben dann und nicht jetzt. Bisher wurden zaghafte Versuche meinerseits immer abgetan mit "geht doch schon irgendwie"
Rudiologe
07.12.2024, 15:20
An deinem Haus herrscht ja offensichtlich eklatanter Personalmangel und gleichzeitig scheinst du in dem Laden ein gutes Standing zu haben. Da würde ich einfordern, was du möchtest und beschrieben hast. Also Sammeln von Erfahrung im Akutsetting. Und keine Hintergrunddienste. Mitmachen werden die das sowieso.
@cardiodexter1:
Ich denke auch, dass dir für eine sinnvolle, qualifizierte Tätigkeit als Facharzt einfach noch einiges fehlt. Du hast deutlich zu wenig Erfahrung in der stationären Psychiatrie - und eben auch viel zu wenig Erfahrung in der stationären Akutpsychiatrie.
Stelle deshalb unbedingt sicher, dass du mindestens noch ein halbes Jahr Erfahrung in der stationären Akutpsychiatrie sammeln kannst, dass du, wenn möglich, auch in der eher therapeutisch orientierten stationären Subakutpsychiatrie noch Erfahrung sammeln kannst, und dass du auch in der Konsiliarpsychiatrie etwas Erfahrung sammeln kannst.
(Die ist IMHO meist nicht besonders psychiatrisch anspruchsvoll, aber man muss lernen, zu priorisieren, man muss lernen, nein zu sagen, man muss sich viel mit Interaktionen mit somatischen Medikamenten beschäftigen, und auch viel mit möglichen somatischen Differentialdiagnosen. Außerdem ist man dafür verantwortlich, den Kollegen der anderen Fachbereiche immer wieder die Grundlagen der Psychiatrie zu vermitteln, ihnen immer wieder zu vermitteln, wie eine sinnvolle Konsiliaranforderung aussieht und wie nicht, wann ein Konsil gerechtfertigt ist und wann nicht, etc. In Summe also durchaus ein großer Lerneffekt, und eine Rolle, in der man viel Sichtbarkeit nach außen hat.)
Trotzdem muss man schon auch dazusagen, dass die Akutpsychiatrie je nach Einzugsgebiet sehr unterschiedlich sein kann. In einem mittelständischen, kleinstädtischen Milieu ist es durchaus denkbar, dass du schon jetzt ausreichend qualifiziert für den Dienstbetrieb bist. In einer sozial schwachen Großstadt mit viel Migration hingegen werden auch Fachärzte mit jahrzehntelanger Akutpsychiatrie-Erfahrung immer wieder bis an ihre Grenzen gefordert. Prinzipiell finde ich das Modell mit dem Hinter-Hintergrund nicht schlecht, kenne es auch selbst, würde es nicht von vornherein verdammen. Aber ob, bzw. wie schnell es realistisch ist, hängt IMHO sehr stark vom Einzugsgebiet deiner Klinik ab.
In Summe stellt sich natürlich auch die Frage, wie es bei dir nach dem Facharzt weitergehen soll. Auch das macht einen großen Unterschied.
In einem mittelständischen, kleinstädtischen Milieu ist es durchaus denkbar, dass du schon jetzt ausreichend qualifiziert für den Dienstbetrieb bist.
Da muss ich leider widersprechen aus eigener Erfahrung an verschiedenen Orten: Mittlerweile sind sämtliche akutpsychiatrische, auch suchtmedizinische, sozialmedizinische (Verwahrlosung) und forensische Störungsbilder in allen geographischen Regionen (ausgenommen vielleicht Starnberg und ähnliche Orte) angekommen. Es ist sogar manchmal so, dass sich eine außerklinische psychiatrische "Lokalszene" (sowohl offiziell als auch auf der Straße) an Orten entwickelt hat, die erst vor 20 Jahren eine "Dorfpsychiatrie" am örtlichen Allgemeinhaus in der Provinz aufgebaut hat - mit ganz erheblichen Dynamiken, die durchaus auch quantitativ im selben Verhältnis stehen wie in Großstädten.
@cardiodexter: Arbeitest Du in der Schweiz?
Züschata
07.12.2024, 18:32
Ich würde mich überflüssigerweise auch den Vorrednern anschließen wollen. Ich habe bei größeren Häusern, insbesondere auch den Unileuten, teilweise den Eindruck, dass durch die starke Subdifferenzierung mit Spezialstationen und -ambulanzen der Aufbau der zwischenmenschlichen Beziehung zu den besonders Kranken und Schwachen nicht so richtig funktioniert und sehe das aber als unser wichtigstes Werkzeug. Von daher ein Plädoyer für die „Klitschen“ und Akutstationen.
Mal ne andere Frage: Wer arbeitet/e in einer Institutsambulanz und kann dazu ein bisschen was berichten? Also Abläufe, häufige Fragestellungen, Schwierigkeiten, Zufriedenheit etc. Danke vorab!
Mal ne andere Frage: Wer arbeitet/e in einer Institutsambulanz und kann dazu ein bisschen was berichten? Also Abläufe, häufige Fragestellungen, Schwierigkeiten, Zufriedenheit etc. Danke vorab!
Aktuell nicht mehr, aber Erfahrung aus mehreren PIA. Der Unterschied zu Praxen ist einfach der zeitliche Luxus, es wird eine halbe Stunde pro Termin reserviert (eine Stunde bei Erstgespräch), öfter erscheint auch mal jemand nicht. Gesamtes Spektrum, nicht schwieriger als in der Praxis, obwohl ja angeblich für schwere Fälle reserviert, dann bekommt eben jeder seine entsprechende Eingangsdiagnose und fertig. Ich habe es als sehr (viel zu) entspannt erlebt, oft einschließlich einer entsprechenden Einstellung beim dortigen Personal; ohne zusätzliche Konsile und andere Aufgaben wäre es mir unerträglich gewesen. Ich habe bayrisches und nicht-bayrisches Modell erlebt, meine Präferenz ist ganz klar ersteres, weil man wöchentliche Psychotherapie abrechnen kann (ohne irgendwelche Anträge), was die Tätigkeit sehr aufwertet, wenn man es mag. Gruselig fand ich in einer PIA, dass die Ärzte dort Rezepte, die sich Psychologen ausgedacht hatten, unterschreiben sollte, was ich ganz klar abgelehnt habe (ohne persönliche Untersuchung kein Rezept), das ist leider natürlich Folge des Ärztemangels. Wöchentlich eine Teamsitzung zwischen einer Stunde und einem Vormittag (!), letzteres vor allem um sich mit sich selbst zu beschäftigen.:-wand
cardiodexter1
08.12.2024, 10:03
Danke für eure Einschätzung. Werde wohl das Gespräch suchen müssen. Hmm es wäre ja dann eine Art Rückstufung von Funktions-OÄ zu AÄ, ich weiß nicht wie das funktioniert. Plus in Bezug auf meine aktuelle Tätigkeit macht die Position de facto kaum einen Unterschied und ich will meine Vorgesetzten, nachdem ich ja selbst angenommen habe, auch nicht enttäuschen... Schwierige Situation
Aber was genau ist denn jetzt deine Aufgabe als FOÄ? Warum genau bist du FOÄ und nicht weiterhin AÄ? Was ist jetzt anders? Mit welcher Begründung hat man dir diesen Posten gegeben? Was würde denn passieren wenn du keine FOÄ mehr wärst? War dir nicht bewusst, dass die Hintergrunddienst machen musst wenn du FOÄ wirst?
Ich war in einer ähnlichen Situation, mir wurde ebenfalls vor dem Facharzt eine Stelle als FOÄ angeboten und da war ziemlich klar, dass es primär darum ging, dass mehr Leute Hintergrunddienste machen.
cardiodexter1
08.12.2024, 13:17
Aber was genau ist denn jetzt deine Aufgabe als FOÄ? Warum genau bist du FOÄ und nicht weiterhin AÄ? Was ist jetzt anders? Mit welcher Begründung hat man dir diesen Posten gegeben? Was würde denn passieren wenn du keine FOÄ mehr wärst? War dir nicht bewusst, dass die Hintergrunddienst machen musst wenn du FOÄ wirst?
Offiziell: Aufgaben vor allem relativ eigenständiges Medikamentenmanagement (Ansetzen, Dosisänderungen, UAW-Management usw.), Mit-Entscheid über Anfragen an die Ambulanz. FOÄ (ebenfalls offizielle Version) weil nach einer Umstrukturierung es diese Stelle gibt und die eben nicht besetzt war (davor gab es die Stelle nicht, da gabs nur die CÄ als ärztlich leitende Position) weil Ausbau geplant.
Angeboten wurde mir die Stelle von dem mittlerweile ausgeschiedenen Klinikdirektor, bei dem ich schon im ersten Gespräch meine Bedenken platziert hatte und dann so sehr unkonkret beruhigt wurde (Dienste seien nicht dringend, eine wirkliche Führungsposition sei es doch gar nicht, nur "Funktion"). Ich sehe jetzt selbst dass es dämlich war, mich da irgendwie drauf zu verlassen, ich war wohl einfach sehr naiv
"Funktionsoberarzt" ist ein Lockmittel, es hört sich so schön wichtig an, und das schon als WBA!
Wer da nicht, bei allen Bedenken, schwach wird und in die Betrugsfalle geht....
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