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Also... irgendwie kriegen wir jetzt doch Muffensausen. Vielleicht verhandeln die ja noch mal ein bisschen (Verkauf von privat, ohne Makler). 50.000 weniger würden uns sicher durch die Elternzeit bringen im Falle eines zweiten Kindes.
ninakatharina
13.07.2020, 05:45
Ich drücke euch die Daumen, dass ihr noch verhandeln könnt - oder etwas geeigneteres findet.
Für mich wäre das gar nix, mich über Jahrzehnte einer Bank zu verpflichten, ich hab aber auch erlebt, wie Andere genau von sowas krank geworden sind bzw. es ein wichtiger Cofaktor war. Ohne familiäre Unterstützung wären wir sicher bis auf Weiteres zur Miete wohnen geblieben.
Hier in der Pampa (also ab 20 km außerhalb der Stadt in der ich wohne) könnte man für einen Bruchteil der Kosten für unsere zukünftige Wohnung ein Haus/riesiges Grundstück kaufen. Aber nicht Auto fahren zu müssen und alles in Radweite zu haben, bedeutet für mich im Moment noch mehr Lebensqualität als einen Garten/ein Häuschen zu haben.
tragezwerg
13.07.2020, 07:17
Für uns war es extrem wichtig, dass ein Gehalt im Zweifel für den Kredit reicht (und dass wir ihn selbst bei fehlender Möglichkeit zur Sondertilgung noch weit vor der Rente abbezahlt haben). Wir haben auch die Möglichkeit, unsere monatlichen Raten zu verändern, falls es mal eng wird.
Vor 6 Jahren war es gut möglich, für diese Ansprüche ein Grundstück zu finden und ein günstiges Haus zu bauen. Aktuell sind die Preise explodiert. Ein Bekannter ist Architekt, laut ihm würde unser Haus allein an Baukosten 150k mehr kosten mittlerweile.
Colourful
13.07.2020, 09:13
Ja, ich finde die Preise auch absurd. Also zumindest hier im Rhein-Main-Gebiet, dort, wo wir uns locker und gut auch von einem Vollzeitgehalt ein Haus leisten könnten, da würden wir dann beide mindestens 50min pendeln. Das mache ich nicht. Und zudem haben wir auch beide wenig Lust und Energie für den Mehraufwand "eigenes Haus mit Garten", da ist ja doch noch mal mehr zu tun als hier in einer Mietwohnung.
Hat alles seine Vor-und Nachteile. Es ist herrlich, hier im Grünen zu wohnen, bei uns etwas auswärts in einer Großstadt. Und es ist wirklich auch ganz toll für die Kinder, die können einfach zur Haustür raus, ohne daß wir uns Sorgen machen müssen.
Der Garten ist aber auch monsterviel Arbeit, dann muß man noch bedenken, daß man oft noch zusätzliche Kosten hat wie Terrasse, Zufahrt/ Wege pflastern, Carport -und all diese Dinge kosten immer mal Minimum ein paar Tausende. Bei nem gekauften Haus gibts die Dinge zwar schon, aber man muß ggf. an Sanierung, Renovierung denken.
Wenn man 2 *volle* Gehälter braucht, um es zu finanzieren, würde ich auch davon abraten. Es gibt soooo viele Unsicherheiten, die man nun wirklich nicht vorhersehen kann -Corona, längerer Krankenstand etc. Dadurch in Existenzängste gebracht zu werden, am besten dann noch mit mehreren Kindern, das wünsche ich niemandem.
Je nachdem, wo man wohnt, braucht man dann evtl. zwei Autos, auch wieder Kosten.
Auch ich schließe mich den Vorschreibern an. Wir tilgen aktuell beide gleich viel vom Kredit. Im Falle von längerer Elternzeit oder Wegfall eines (Teil) Gehaltes ist es möglich die Rate von einem Gehalt zu tilgen. Zudem sind noch Sondertilgungen vereinbart. Die füttern wir aktuell mit dem Geld der verkauften Eigentumswohnung. Plus Rücklagen für Instandhaltung eines 30 Jahre alten Hauses. Da fällt immer was an. Auch wenn es nix großes ist kommt einiges Zusammen.
denkstdu
13.07.2020, 13:36
@ Kindergartenplatz: Als wir umgezogen sind, haben wir vorher bei jedem Kindergarten angerufen und nachgefragt, die haben alle gemauert und nicht mit der Sprache rausgerückt ob noch ein Platz frei wäre. Nachdem wir den Mietvertrag hatten, riefen wir dann direkt bei der Gemeinde an und schwupdiwup war ein Kindergartenplatz auf einmal doch da. Und auch direkt zu dem Monat in dem wir umgezogen sind.
@ Finanzierung: Wir haben es bei uns durchgespielt mit dem Gehalt meines Mannes (ohne sämtlichen Boni wie Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und Sonderzulagen) und meinem läpperlichen Elterngeldgehalt welches auch nicht die max. Höhe erreicht hat. Es bleibt noch genug zum Beiseitelegen übrig und somit für evt. Sondertilgungen, neue Anschaffungen wie Auto oder so.
Colourful
13.07.2020, 14:23
Miss, wo seid ihr denn in etwa hingezogen? Gern auch als PN.
denkstdu
13.07.2020, 16:04
@Lava wo habt ihr etwas gefunden?Gerne auch per PN
Wenn ich das hier so lese, glaube ich, dass es Gegenden in Deutschland gibt, in denen es aber nicht anders geht als mit Risiko. Oder man ist ohnehin reich. Wir werden hier kein Haus für 500.000€ finden. Dafür kriegen wir hier höchstens ein kleines Grundstück mit Geräteschuppen :-nix Natürlich gibt es etwas weiter weg wieder günstigere Häuser. Z.B. in dem Dorf, in dem wir jetzt gerade wohnen. Aber das ist einfach zu weit weg. Die Kita hat hier nur bis 16 Uhr offen, das ist nicht vereinbar mit meinem Job. Da müsste mein Mann dann 50% oder so arbeiten und würde täglich 2 Stunden pendeln mit dem Auto, oder 3 mit ÖPNV. Auch doof auf Dauer.
Und weiter mieten? Ich möchte einfach gern ein Haus. Wollte ich in den letzten 19 Jahren meines Lebens nicht, aber seit wir hierher gezogen sind, möchte ich es. Es fühlt sich an die das fehlende Puzzleteil in unserem Leben.
Colourful
14.07.2020, 11:20
Lava, es kommt eben auch, so denke ich, immer auf euer persönliches Sicherheitsbedürfnis an. Und wenn es sich für euch sicher genug anfühlt da mit 1,5 Gehältern (Oder 1,75) zu planen, dann ist das doch gut so. Und ja, es gibt Gegenden wo es wirklich nicht anders geht und gerade wenn du schreibst, dass es sich wie ein fehlendes Puzzleteil anhört - dann los.
Wir würden hier momentan für ca. 750000 Euro ein Reihenmittelhaus bekommen. Ja, wenn das ein Wunsch wäre, dann würden wir da auch mit 1,7 Gehältern rechnen müssen und ja, das ist so krass. Und wir würden und könnten das auch machen. Ich glaube jedoch, dass ich nicht mit zwei vollen Gehältern rechnen würde. Wenn dann aus der 0,7 eine 0,5 wird, dann würde das ja eventuell noch gehen. Aber mit nur einem Gehalt kriegen wir hier halt kaum eine 2-Zimmer Wohnung.
Hoppla-Daisy
14.07.2020, 15:20
750.000€?!?! Ach du Scheisse! Dafür hat man vor 20 Jahren noch ne Villa bekommen!
Wenn ihr das Gefühl habt, es passt jetzt einfach, dann macht es halt. Ich gebe nur zu bedenken, dass man über viele, viele Jahre die Münzen, zumal wenn nochmal Nachwuchs geplant ist. Man möchte ja auch noch ein bisschen leben oder mal in den Urlaub fahren.
Feuerblick
14.07.2020, 15:26
Weia... ich fand die über 400.000 Euro für unser Nachbarhaus (>40 Jahre alt, Massivbauweise, einstöckig mit Souterrain, Terrasse, Grundstück >1000 qm, ruhige Lage) schon ganz schön knackig...
Bei uns kriegst du Wohnungen ab 600.000, neubau eher 800.000€. Häuser, die nicht auf Erbpachtgrundstücken stehen gehen bei ner Million los.
Deshalb haben wir in München gar nicht geguckt. Da kann man ja schon die Mieten nicht bezahlen.
Ich werde wohl ab August wieder 100% arbeiten und müsste auch in die nächsthöhere Gehaltsstufe rutschen. Damit dürfte ich schonmal auf einen Schlag um die 1000€ netto mehr verdienen als jetzt. Wenn mein Mann seine neue Stelle bekommt, hat er auch 1000€ netto mehr als jetzt und damit hätten wir schonmal fast die Differenz zur jetzigen Miete. Wir rechnen nochmal...
Deshalb haben wir in München gar nicht geguckt. Da kann man ja schon die Mieten nicht bezahlen.
Ich wohne auch nicht in München ;) in münchen kannst du für alles nochmal 50% draufschlagen
Colourful
15.07.2020, 06:26
Kandra, das finde ich schon sehr krass. Also bei uns sind die Preise noch nicht ganz so, aber das kann sich auch nur leisten, wer ordentlich erbt und dann noch sehr gut verdient.
„Hier“ auch knapp eine Million einschließlich Notar und neuem Bad bezahlt.
Ich wollte aber auch ein freistehendes Haus und größeren Garten.
Wir machen es mit 1,5 Gehältern (0,5 im Ausland, also eher 2,0 Deutsche Gehälter).
Hier in der nördlichen Großstadt sind die Preise auch ähnlich, unter ner Million, aber auch schon vor 5Jahren Grundstück gekauft und gebaut -und es ist kein großes Haus, nur das Grundstück ist groß. Heute wahrscheinlich so um und bei einer -krass, wenn man es sich überlegt. Haben wir noch „Glück“‘gehabt ;-)
fx-991es
15.07.2020, 11:02
Wie kalkuliert man eigentlich bei dem Hauskauf.
Angenommen Immobilie kostet 800.000 EUR.
Wieviel muss man Netto-Gehalt haben und wieviel Darlehen darf man maximal aufnehmen?
BG
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