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epeline
12.07.2021, 16:20
Ja, gibt sicherlich auch andere Gegenden als Thüringen....

Hey.... ;-)

Thomas24
12.07.2021, 17:24
Ja, gibt sicherlich auch andere Gegenden als Thüringen, wobei ich da.ja auch hinziehen würde. Aber wir sind örtlich unflexibel.

Aber Lava wäre es nicht. Ihr Mann kann remote arbeiten, Lava ist FÄ und braucht keine WB Stelle mehr. FÄ Ortho/Unfall sind durchaus gesucht. Mit 2 kleinen Kindern sind die Karriereambitionen für die nächsten 5 Jahre auch eher überschaubar, da steht vermutlich eher die Familie, als die Arbeit/ Karriere im Vordergrund.

Fazit: Wenn einem "ein eigenes Reich" (inkl. Garten, Arbeitszimmer usw.) sooo wichtig ist, dann kann man durchaus bekommen. Auch für überschaubares Geld. Aber eben nicht unbedingt, da wo Sie jetzt lebt. Arbitrage eben, da hat Espressa schon recht.
Unter dem Gesichtspunkt, dass es eine überschaubare Zeit ist, wo man diese Fläche "braucht" (eben bis die Kids das Haus verlassen), also vielleicht 15 Jahre, und man sich danach evtl. eher sogar wieder verkleinern möchte, kann man sich das durchaus mal überlegen.

Colourful
12.07.2021, 17:36
@Thomas
Ich finde dein Argument ja total valide und vermutlich würde ich mir, wenn ich flexibel wäre, auch eher ein Haus auf dem Land in SH suchen und halt dann ab und zu (okay öfter) nach Hamburg fahren. ;-)
Aber es geht ja um Lava.

Mir ist das alles eh nicht so wichtig.

*milkakuh*
12.07.2021, 19:06
Letztendlich muss das ja jeder für sich entscheiden. Für uns wäre ein Umzug in eine komplett andere Region auch nicht gewollt gewesen. Allerdings haben wir hier noch nicht ganz die Preise wie in Lavas Region. Wir hatten aber auch Glück mit dem Verkäufer, der sehr fair war.

epeline
12.07.2021, 19:22
Hier scheitert es derzeit einfach am Angebot.
Region und Preise ncoh vertretbar.

Aber ich teile Lavas Sehnsucht nach Haus und Garten.
Und ich will endlich eine eigene und schöne Küche *jammer*

Thomas24
12.07.2021, 20:57
Aber ich teile Lavas Sehnsucht nach Haus und Garten.
Und ich will endlich eine eigene und schöne Küche *jammer*

Na dann, bei der nächsten Wahl nicht grün wählen. Dann wird man für solche Wünsche wenigstens nicht
als Umweltsünder verurteilt und in die stille Ecke gestellt - zum angemessenen schämen :-wow *duckundweg*

epeline
12.07.2021, 21:05
Na dann, bei der nächsten Wahl nicht grün wählen. Dann wird man für solche Wünsche wenigstens nicht
als Umweltsünder verurteilt und in die stille Ecke gestellt - zum angemessenen schämen :-wow *duckundweg*

Und das bringt mich jetzt wie genau weiter?

Thomas24
12.07.2021, 21:42
War zwar nicht 100% Ernst gemeint...
Aber wenn du schon fragst: durch deine politische Beteiligung stellst du sicher, dass auch in Zukunft das EFH (dass sich immerhin 70% der Bevölkerung als Wohnform wünschen), eine Option darstellt- und nicht von vornherein als Wohnform ausgeschlossen wird. Und ja, es gibt tatsächlich genügend Mitbürger, die solche Eingriffe in deine Wahlfreiheit (wie möchte ich mit meiner Familie leben) für geboten halten, um die Umwelt/Klima usw. zu retten.

Anne1970
13.07.2021, 09:14
@Thomas24 - für Politik/ Wahl gibt’s andere Threads.
Bitte bleibt beim Thema.
Danke :-)
Anne1970 , Mod.

Herbstblume90
13.07.2021, 11:03
Wir haben ja auch jahrelang was zum kaufen gesucht und den Zeitpunkt verpasst. Am Anfang mussten wir erstmal heraus finden, was wir wollen… und dann sind die Preise explodiert. Das eine oder andere hätten wir im Nachhinein machen sollen.. aber naja.

Es gibt ja immer diese Miete oder kaufen Rechner (darf ich den Link hier posten? Sonst Google..). Da kommt ja immer raus, dass man mit Mieten deutlich besser fährt. Ich frage mich da aber immer, ob die berücksichtigen, dass man am Ende ein Haus hat das man ggf. Weiter verkaufen kann.. so ganz verstehe ich diese Rechner nicht.

epeline
13.07.2021, 11:45
Wobei es mir persönlich nicht um die Aufrechnung geht sondern um den Komfort.
Ich weiß ja auch, das ein Fahrrad billiger als ein Auto ist.

Espressa
13.07.2021, 11:59
Hier ist es sicherlich auch der Wunsch nach Komfort und eben eigene Gestaltungsmöglichkeiten.
Wir haben gern Gäste und wollen eben entsprechend Raum haben.
Das geplante Haus wird auch recht groß, mit 4 Kindern eben… Ich hoffe dass dann eins der Kinder es für sich und seine Familie möchte, und uns dafür zum Tausch einen kleineren Bungalow baut. Und sonst kann man immer noch verkaufen oder vermieten, wenn man sich im Alter wieder verkleinern will.
Man schafft ja auch Werte mit Wohneigentum, das sollte in die Überlegung auch mit einfließen.

Thomas24
13.07.2021, 13:43
Wir haben ja auch jahrelang was zum kaufen gesucht und den Zeitpunkt verpasst. Am Anfang mussten wir erstmal heraus finden, was wir wollen… und dann sind die Preise explodiert. Das eine oder andere hätten wir im Nachhinein machen sollen.. aber naja.

Es gibt ja immer diese Miete oder kaufen Rechner (darf ich den Link hier posten? Sonst Google..). Da kommt ja immer raus, dass man mit Mieten deutlich besser fährt. Ich frage mich da aber immer, ob die berücksichtigen, dass man am Ende ein Haus hat das man ggf. Weiter verkaufen kann.. so ganz verstehe ich diese Rechner nicht.

Eine Wohnungsmiete ist eben ein zuverlässig berechenbarer Cashflowposten.
Und zudem hat ein Mieter viele Verpflichtungen einfach nicht, die man als Eigentümer hätte.
Dachsanierung? Ausfall der Heizungsanlage? Anliegerstraße wird saniert und die Kosten auf die Anwohner umgelegt? Für den Mieter irrelevant, für einen Eigentümer hingegen schon. Du vergleichst also Äpfel mit Birnen. Insofern verstehe ich deine Aussage zum "Miete oder kaufen Rechner" nicht.

Was Punkt 2 den Hauswert bei Veräußerung angeht. Was eine gebrauchte Immobilie dann tatsächlich mal zum Zeitpunkt X "wert" sein wird, zeigt sich ja erst beim Verkauf, in Abhängigkeit von Lage, Zustand, Nachfrage (Demographie?) und dem dann herschenden Zinsniveau. Der Glaube, dass Immobilien im Preis stets steigen müssen müssen ist ja bekanntermaßen ein Irrglaube. In einigen Gegenden Deutschlands kann man das jetzt schon sehen: die Nachfrage ist mau. Und außerdem: wenn deine selbstbewohnte Immobilie erstmal verkauft ist (ob mit Gewinn oder nicht sei mal dahingestellt), musst du ja trotzdem irgendwo wohnen. Es kommen also zusätzliche Kosten auf dich hinzu.

EDIT: man kann es sich bei der Betrachtung "macht Mieten Sinn, oder eher kaufen" auch etwas einfacher machen. Nimm deine monatliche Belastung für deine gewünschte Wohnsituation (Fläche, Zustand, Lage, Ausstattung wie Garten usw.) und vergleiche einmal exakt dieselbe Situation in einem Kaufszenario (z.B. 20% EK, Tilgung 2%, Zins 1,2%- oder die Finanzierungsparameter so wählen, dass du auf jeden Fall das Objekt vor dem Eintritt ins Rentenalter getilgt hättest und noch genügend Rücklagen für Sanierung, Renovierung deines Eigentums hättest).

Das ist IMHO eine recht einfache Möglichkeit, um zu überprüfen, ob man sich a) in einem heiß gelaufenen Markt befindet (Tilgung nicht vor dem Renteneintritt möglich, da über 30 Jahre oder mehr erforderlich wären) und ob man b) derzeit eher mieten oder kaufen sollte.

Lava
14.07.2021, 07:58
Ist ja süß, wie ihr über meine (zukünfitge) Wohnsituation diskutiert :-love

Für mich ist das keine rein rationale Entscheidung, sondern hat viel mit Gefühl zu tun. Am Ende muss ich mich wohl fühlen mit meiner Entscheidung. Die meisten Entscheidungen in meinem Leben habe ich so getroffen.

Nochmal umziehen? Das ist es ja gerade, was wir nicht wollen. Nachdem wir in den letzten 10 Jahren 4x umgezogen sind, hab ich echt die Schnauze voll. Unser Ziel war es, jetzt mal was zu finden, wo wir bleiben können. Dazu wäre eine Oberarztstelle natürlich hilfreich gewesen, die ich ja leider noch nicht bekommen habe. Mit neuem Chef und zweitem Kind ist das auch nicht wahrscheinlicher geworden, aber insgesamt fühle ich mich an dieser Klinik wohl und will nicht das Risiko eingehen, wieder zu wechseln um am Ende unglücklich zu werden.

20% Eigenkapital... wenn wir das hätten, hätten wir schon ein Haus :-D Aber da wir bisher nie an eine Immobilie gedacht haben, haben wir auch keinen Grund gesehen, so viel Geld anzuhäufen. Was immer wir an Erspartem hatten, ging für irgendwas drauf. Zuletzt für den Umzug von Berlin hierher. Immerhin haben wir seit letztem Jahr so viel angespart, dass man schonmal die Kaufnebenkosten aus eigener Tasche bezahlen könnte. Im Corona Jahr war das nicht so schwer mit dem Sparen. Außerdem bin ich eine Gehaltsstufe höher gerutscht :-))

Hier im Ort gibts Ende Juli eine Gemeinderatssitzung, wo was zur Grundstücksvergabe nach Einheimischenmodell erzählt wird. Das ist derzeit meine größte Hoffung. Dass wir uns dafür qualifizieren und auf diese Weise ein günstigeres Grundstück bekommen.

DrSkywalker
14.07.2021, 08:41
Auf den Horizont von 20 oder mehr Jahren war es noch nie ein Fehler, Immobilien zu erwerben. Das gleiche gilt für Aktien. Ich denke man muss isch damit abfinden, dass ein Haus in halbwegs gefragter Lage zwischen 750.000 und 1,2Millionen kostet. Das ist auch stemmbar für ein Ehepaar, bei dem zumindest einer Arzt ist.

Die Inflation frisst die Schulden über die Dekaden schon auf, keine Sorge. Mit Mitte 30 eine Million Schulden hört sich viel an, 30 Jahre später wird man sich freuen, was man für einen guten Deal gemacht hat (subjektiv, nicht finanzmathematisch, hier wären Aktien wahrscheinlich besser, aber in meinem ETF kann ich nicht wohnen).

Mein Rat wäre: Wenn der Wunsch da ist: Kaufen, auch wenn es preislich am Limit ist aktuell. Ein Eigenheim fühlt sich einfach verdammt gut an, besonders mit Kindern. Billiger wird es nicht mehr! Es wird jedes Jahr noch teurer. Man sollte dringend sein Vermögen in Sachwerte umschichten, die Inflation klopft nicht nur an der Türe, sie ist schon da.

ehem-user-02-08-2021-1033
18.07.2021, 13:43
Ja, aber was machst du dann nach Ablauf der Zinsbindung bzgl einer Anschlussfinanzierung, wenn du auf Kante finanziert hast?

Thomas24
19.07.2021, 11:35
Fasst die derzeitige Situation ganz schön zusammen.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wohnen/baukosten-explodieren-der-hausbau-und-geplatzte-traeume-von-familien-17439273.html?printPagedArticle=true#pageIndex_4

"Vor allem Bauholz ist knapp. Die Preise seien bis um das Fünffache gestiegen, schrieb der Bonner Dachdecker Daniel Neuhaus in einer Petition, die in kurzer Zeit mehr als 130.000 Menschen unterzeichneten. Sie richtet sich an den Wirtschaftsminister Peter Altmaier und hat einen Exportstopp des Rohstoffs Holz zum Ziel – zur Sicherung des heimischen Handwerks, denn dem drohten trotz sensationeller Baukonjunktur Lieferengpässe, Insolvenzen, Entlassungen und Kurzarbeit."

Während sich die Bauholzpreise wieder normalisieren werden (bei Zunahme der Sägewerk Kapazitäten und Normalisierung der Lieferkettensituation- die Petition des o.g. Dachdeckers ist für die Normalisierung von Angebot und Nachfrage sogar kontraproduktiv), sind diese Faktoren:

"Neben den Materialkosten seien auch die Preise für Bauland und die Erschließung stark gestiegen. Dazu kämen noch die gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich des Klimaschutzes. „Alles in allem wird diese Entwicklung bei vielen dazu führen, dass sie ihren Bauwunsch nicht realisieren können.“"

für bauwillige Familien ein langfristiges Problem. Vor allem die durch vermeintlichen Klimaschutz hervorgerufenen Folgeeffekte (Stichwort: Folgekosten der Energiewende, Dämmung, neue Auflagen für Beseitigung von Bauschutt, Brandschutz etc.) werden weiter viele Familien aus dem Markt auspreisen. Betrifft aber eher nicht die Teilnehmer dieses Forums, sondern die breite Mittelschicht.

Thomas24
19.07.2021, 11:37
Ja, aber was machst du dann nach Ablauf der Zinsbindung bzgl einer Anschlussfinanzierung, wenn du auf Kante finanziert hast?

Der durchschnittlich vorsichtige Leser wird ja kaum so d**f, äh, risiko-affin gewesen sein und tatsächlich "spitz auf Knopf" finanziert haben. Denn Life happens: Jobwechsel, Krankheit, Scheidung etc. kann einem in einer solchen Situation schnell das Genick brechen.

Lava
20.07.2021, 08:25
Wenn ich das schon lese... "vermeintlicher Klimaschutz"
Aber die Diskussion gehört nicht hierher.

Wir werden uns auch für ein Vergabeverfahren nach Einheimischenmodell in dem Ort, wo ich arbeite, bewerben. Da ich da nur arbeite und nicht wohne, bekommen wir nicht so wahnsinnig viele Punkte, aber es sind viele Grundstücke, die die da vergeben. Mal sehen. Dank unseres finanziellen Missmanagements der letzten Jahre sowie Elternzeit und Teilzeit qualifizieren wir uns auch dafür. :-))

Valoron
02.08.2021, 18:01
In meinem Umfeld haben so gut wie alle Kollegen mit Familie ein Haus über die Jahre und Jahrzehnte gekauft. Die Preise in den beliebten Regionen/Bezirken sind wirklich hoch. Ich denke die meisten werden 500.000 bis 1 Mio als Grenze dort haben.

Die Kollegen, die aufs Land sind in weniger beliebte Regionen, mussten natürlich nicht so viel berappen.
Für mich persönlich wäre es deutlich weniger Lebensqualität in einer Wohnung mit der Familie zu leben. Das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden und ist extrem individuell.

Hier mal ein paar nicht repräsentative Beispiele für verschiedenste Häuser aus dem Nähkästchen&Freundeskreis. Überprüft habe ich die Zahlen nicht.

Nürnberg/Erlangen: Umgebung: 500.000
Köln Umgebung Nah: 750.000
Magdeburg Umgebung Nah: 350.000
ländliches Baden-Württemberg: 450.000
München Umgebung Endhaltestelle einer S-Bahn : >1Mio

Erstaunlich auch die Freunde, die nach Polen, Großbritannien oder Ungarn ausgewandert sind und dort erstaunlich preiswert an Häuser in normalen Gegenden nahe Ballungsgebieten gekommen sind. Mieten sei dort auf die Dauer eher unüblich.