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Loreleye
10.11.2021, 19:48
Irgendwie hat man zur Zeit keine richtige Auswahl entweder ich nehme irgendwas extrem teuer oder es gibt gar nichts. Vor 10 Jahren gab es verschiedene Baugebiete, viele bestehende Häuser. Aktuell ist alles richtig abgegrast und nichts neues in Sicht.

Leucovorin
01.12.2021, 18:57
Bei uns geht's nicht um Häuser, sondern eine Wohnung: Gute Lage, ruhig, 3 Zimmer, halbwegs modern. Eine der Mio-Städte in Deutschland. Der Markt ist leergefegt. Hunderte Bewerber, falls mal was kommt. Dann oft Bieterverfahren. Mit Nebenkosten ist man immer bei der halben Mio. Euro. Wenig Neubau, und wenn dann kosten bereits 2 Zimmer ca. 480 Tsd. Ehrlich gesagt habe ich den Eindruck die Preise sind überteuert. Aber wenn die Bevölkerung dank Zuzug weiter wächst, wird sich das nicht ändern.

Ich bin depremiert und hör ehrlich gesagt erstmal auf zu suchen.

Anne1970
02.12.2021, 05:31
Erinnere mich gut, dass meine Eltern in meiner Grundschulzeit bei der Grundstückssuche genau geschaut haben; wegen Hochwasser-Gefahr oder durch ehemaligen Bergbau. Mein Vater ( Ingenieur :grins: ) hatte Karten auf seinem Zeichenbrett befestigt und mir dazu erklärt, warum dieser und jener Bereich nicht in Frage kam.

Lava
03.12.2021, 10:32
Hab heute mal nachgefragt, was denn unsere Bewerbung für ein Grundstück macht. Von 200 Bewerbungen sind wir im hinteren Bereich, hieß es. Weiß nicht mehr, wieviel Plätze vergeben wurden. Zwischen 20 und 40,glaube ich. Da ich gleich auf spätere Vergaben verwiesen wurde, scheinen wir keine große Chance zu haben. Na ja, ich hoffe weiter auf ein Wunder. Dass bei den anderen die Finanzierung noch platzt oder so... :-oopss

epeline
03.12.2021, 12:16
Ich bin depremiert und hör ehrlich gesagt erstmal auf zu suchen.

Hier genauso. Ich mag einfach nicht mehr suchen

Christoph_A
03.12.2021, 12:18
In den meisten Hotspots ist mieten eh dtl. günstiger als kaufen, also warum sich den Stress machen. Und spätestens, wenn jetzt nach Covid die erste Pleitewelle anrollt, werden eh einige Menschen ihre Kredite nicht mehr bedienen können, dann muß man bereit stehen. Momentan bringt suchen nix.

Matzexc1
03.12.2021, 12:28
In den meisten Hotspots ist mieten eh dtl. günstiger als kaufen, also warum sich den Stress machen. Und spätestens, wenn jetzt nach Covid die erste Pleitewelle anrollt, werden eh einige Menschen ihre Kredite nicht mehr bedienen können, dann muß man bereit stehen. Momentan bringt suchen nix.

Darauf warten auch Freunde von mir, ich würde allgemein Covid abwarten. Das Wohnungsangebot vergrößert sich so auf jeden Fall

Kandra
03.12.2021, 12:56
Wir besichtigen morgen ein Grundstück in meinem Heimatort. Preis natürlich utopisch, aber was soll man machen :-nix Der Vorteil wäre, dass wir da zusammen mit einem befreundeten Pärchen bauen könnten. Allerdings hab ich echt Bauchschmerzen bei dem Gedanken, sich so krass zu verschulden. Die geforderten 20-25% Eigenkapital haben wir, aber trotzdem sind das Summen die mein Kopf gar nicht richtig erfassen kann.
Aber drunter geht hier einfach nix und ob sich in unseren Breiten das Warten auf einen eventuellen Corona-Zusammenbruch lohnt, bezweifel ich irgendwie.

epeline
03.12.2021, 13:00
Naja, irgendwann ist man zu alt für gewisse Kreditsummen. Und ich hätte gerne einen Garten, solange die Kinder noch draußen spielen.
Allerdings bin ich die Frustration leid

Kandra
03.12.2021, 13:05
Das kommt noch dazu. Das Ganze muss ja schon irgendwie realistischer weise vor der Rente abbezahlbar sein ohne sich totalem Stress auszusetzen. Meine Eltern hatten das Haus mit Mitte 50 abbezahlt und hatten dann noch gemütliche knappe 10 Jahre Zeit, sich ein Polster für Reparaturen nach der Rente zuzulegen. Das Haus hat damals aber auch nur 1/3 von dem gekostet was wir jetzt zahlen müssten.
Dann hat man eine Zeit lang ja nicht nur die Rate für den Kredit sondern auch noch die normale, nicht niedrige, Miete an der Backe. Zum Kotzen.

Absolute Arrhythmie
03.12.2021, 13:32
In den meisten Hotspots ist mieten eh dtl. günstiger als kaufen, also warum sich den Stress machen. Und spätestens, wenn jetzt nach Covid die erste Pleitewelle anrollt, werden eh einige Menschen ihre Kredite nicht mehr bedienen können, dann muß man bereit stehen. Momentan bringt suchen nix.
Also wir würden in einer größeren, Home Office und Familientauglichen Wohnung deutlich mehr Miete bezahlen, als die Kreditrate für ein entsprechendes Haus wäre... Kommt natürlich aufs Eigenkapital und die genauen Gegebenheiten an, aber so pauschal kann man das nicht sagen.

Loreleye
03.12.2021, 21:27
Vielleicht wird man irgendwann etwas einfacher und günstiger bei uns bauen, wie z. B. im Skandinavien und Kanada.
Hier waren die Vorgaben von dem Bauamt so starr, das man das Ökohaus von Baufritz leider gar nicht bauen durfte. Nur Massivbau und verklinkert.
Und es werden kaum bis gar keine neue Baugebiete ausgewiesen. Als ob ein Feld mit Mais Monokultur für die Umwelt so viel besser wäre. Es gibt auch viele umweltfreundliche Ansätze beim Bau, siehe die "Sendung mit der Maus", z. B. Dämmung aus Pilzen oder Recycling.

Auf den Preisrückgang warte ich auch schon seit 10 Jahren, momentan ist durch die Gelddruckerei die Inflation da, was bei den hohen Krediten günstig für den Kreditnehmer ist.

Für uns ist auch ein Kredit deutlich günstiger als Miete, bzw. eine Miete für das Haus bei 2 Mittelschichtgehältern als Angestellte nicht bezahlbar. Und wir wohnen nicht mal in einer Metropole.
Momentan hat man als Durchnittsangesteller die Wahl: Landleben oder eine Wohnung in der Stadt, viele meine Kollegen entscheiden sich inzwischen für ein Haus auf dem Land und pendeln.

Leucovorin
04.12.2021, 20:22
Ich sehe die jetzige Entwicklung, dass in manchen Städten Mieten preiswerter ist als Kaufen in den Top-Städten kritisch, wobei hier teilweise Preise wie in Paris oder London langsam üblich werden.

Letzendlich ist es Kaffeesatzleserei, ob die Immobilienpreise sich zumindest stabilisieren hierzulande.
Entweder tritt Szenario a) Entspannung am Wohnungsmarkt: Viele Boomer verlassen altersbedingt ihr Häuser und Wohnungen, die wirtschaftliche Entwicklung stagniert/ verlangsamt oder Szenario b) die Wirtschaft wächst stark, wir haben viel Zuzug aus dem europäischen wie internationalen Ausland, die Spannung/Preise des Wohnungsmarkt steigt.
Es gibt noch den unklaren Faktor: neues Bauministerium, angeblich 400.000 Wohnungen pro Jahr, aber ob die das hinbekommen???
Hier ziehen sich Stadtentwicklungsprojekte (sprich von alten Industrieanlagen zu neuem Wohnviertel) gern mal 10-20 Jahre hin. In meiner Uni-Stadt gibt es ein innerstädtisches Entwicklungsprojekt in Toplage seit 1982 (!), wo jetzt (!) gerade Abrissarbeiten erstmal stattfinden.

Insgesamt finde ich die Städte mit entspannterem Wohnungsmarkt deutlich angenehmer. Allerdings sollte es auch nicht zu viel Leerstand sein. Habe mal 1 Jahr in einer ostdeutschen Großstadt gelebt und fand es mit dem vielen Leerstand dort (obwohl Landeshauptstadt und 35 Jahre nach der Wende) etwas deprimierend.

Christoph_A
06.12.2021, 11:52
Also wir würden in einer größeren, Home Office und Familientauglichen Wohnung deutlich mehr Miete bezahlen, als die Kreditrate für ein entsprechendes Haus wäre... Kommt natürlich aufs Eigenkapital und die genauen Gegebenheiten an, aber so pauschal kann man das nicht sagen.

War auch auf absolute Hotspots gemünzt.
In Muc kostet ein Einfamilienhaus ungefähr 1.5 Mio Euro in Mittelklasselagen, an interessanten Orten bis zum doppelten. Da ist Mieten, selbst im Hochpreissegment, deutlich billiger.
Aber, da viele auf Kante finanzieren, wird da die nächsten Jahre sicher was gehen.
Als ich vor 12 Jahren meine Wohnung gekauft hatte, war das noch etwas anders, aber der Markt ist das letzte Jahrzehnt über explodiert. Mein Nachbar hat jetzt erst seine schnittgleiche Wohnung für das 3.5 fache des ursprünglichen Preises verkauft. Ist irgendwie schon pervers, aber so ist halt der Markt.

Salzi19
06.12.2021, 12:32
Mein Vater freut sich heute noch über den Kauf meiner Studentenwohnung 2007 :-)) Die ist heute mind. 4x so viel wert :-wow

Lava
02.02.2022, 12:51
Ist es üblich, ca. 2/3 des Kaufpreises schon vor Übergabe zu zahlen? Schließlich ist die erst in einem halben Jahr :-(
Ich kann verstehen, dass die Eigentümerin das will, die wird das Geld selber brauchen, aber für uns wäre das doof.

jijichu
02.02.2022, 14:17
Wir haben den vollen Preis zum Termin der Schlüsselübergabe bezahlt. Üblich ist es soweit ich weiß nicht - meine Eltern haben inzwischen ein paar Häuser veräußert und das Geld immer erst zum ausgemachten Termin erhalten (bzw, kurz vorher). Steht es so im Vertrag drin? Was sagt denn der Notar dazu?

aschenputtel1977
02.02.2022, 14:56
Ich hab auch erst am Tag vor Übergabe gezahlt.

Lava
02.02.2022, 16:36
So stehts halt in Vertrag drin, den der Notar aufgesetzt hat. Wir haben bisher noch nicht mit den Notar gesprochen. In der Mail mit dem Vertrag stand aber, man solle sich mit der anderen Partei in Verbindung setzen, wenn man was geändert haben will. Gab auch bisher keine Absprachen, wann das Geld gezahlt werden soll. Vielleicht können wir das zum Anlass nehmen, noch weiter zu handeln :-))

Feuerblick
02.02.2022, 17:04
Ich würde das mit der Vorauszahlung in dieser Höhe wohl ablehnen. In einem halben Jahr kann das Haus noch abbrennen oder komplett ruiniert werden und du hast dann viel Geld bezahlt für etwas, das nicht mehr existiert und den Ärger an der Backe.
Kenne das definitiv nur so, dass bei Übergabe gezahlt wird.