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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Single-Thread 2021: come to the solo side, we have cookies and Tinder!



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Kandra
06.09.2021, 20:19
Äh ja… bisschen verquere Denke, finde ich. Ich würde beim vierten Date nicht über Kinder sprechen. Aber sei’s drum :-nix

Ab einem gewissen Alter finde ich das garnicht so merkwürdig. Wenn einer Kinder will und der andere nicht, dann sollte man eventuell nicht allzu viel Zeit "verschwenden" in das Daten einer dahingehend "inkompatiblen" Person.

Feuerblick
06.09.2021, 20:25
Hm, mir wäre „in einem gewissen Alter“ nie die Idee gekommen, über sowas zu reden. Ich fand das immer befremdlich, wenn die Männer mit sowas anfingen.
Man sucht sich seinen Partner doch nach Sympathie aus und nicht danach, ob er denn Kinder haben möchte. Oder anders: Wenn man sich verliebt, schießt man dann wirklich, wirklich nen Partner in den Wind, nur weil der keine Kinder will? Auch wenn sonst alles passt? Und nimmt man einen Mann zum Partner, den man nett findet, aber in den man nicht verliebt ist, nur, weil er Kinder möchte?

Seltsame Vorstellung. Die Idee wäre mir ehrlich nie gekommen.
Wobei ich zu den Menschen gehöre, bei denen es entweder bei den ersten Dates funken muss oder das Ganze endet sowieso in der Friendzone. Verlieben auf den 100sten Blick kann ich nicht. Insofern wäre ich alleine deshalb schon nicht auf dieses Thema gekommen.

nie
06.09.2021, 20:39
Man sucht sich seinen Partner doch nach Sympathie aus und nicht danach, ob er denn Kinder haben möchte. Oder anders: Wenn man sich verliebt, schießt man dann wirklich, wirklich nen Partner in den Wind, nur weil der keine Kinder will? Auch wenn sonst alles passt? Und nimmt man einen Mann zum Partner, den man nett findet, aber in den man nicht verliebt ist, nur, weil er Kinder möchte?


Das machen mehr Menschen als du dir vorstellen kannst. Hab’s aus der ersten Reihe bei einer guten Freundin schon mitbekommen….

Feuerblick
06.09.2021, 20:43
Nichts hätte mir je ferner gelegen. Wenn ich mir vorstelle, mit einem Partner, den ich maximal nett finde, auch noch Kinder aufziehen und einen Großteil meines Lebens verbringen zu müssen… Neee, danke.
Oder ne gute Zeit mit einem tollen Kerl zu verpassen, weil der keine Kinder will und ich aus Vernunftgründen dann lieber solo bleibe und weitersuche…

Thomas24
06.09.2021, 21:11
Nichts hätte mir je ferner gelegen. Wenn ich mir vorstelle, mit einem Partner, den ich maximal nett finde, auch noch Kinder aufziehen und einen Großteil meines Lebens verbringen zu müssen…

Naja, die zwei Dinge müssen heutzutage nicht zwingend zusammengehören. 2021 ist Alleinerziehend zu sein nicht mehr mit einem gesellschaftlichen Stigma behaftet, während das althergebrachte Konzept der Kernfamilie immer mehr an Boden verliert.

Wenn Frau (es sind ja öfters Frauen, als Männer von denen man das hört) für ihren Lebensplan unbedingt Kinder haben möchten -und gewissermaßen das Zeitfenster für die Partnerwahl eng wird- dann werden einige Damen recht "pragmatisch" in der Auswahl der Partner- und manchmal auch, ähm, pragmatisch in der Wahl der Methoden. Letzteres wird dann manchmal sogar noch rationalisiert ("Den Mann zu seinem Glück zwingen usw."). Jedenfalls: gemeinsame Kinder bedeuten heutzutage nicht mehr zwingend, dass man danach auch zusammenbleibt.

In der EU liegen die Zahlen irgendwo zwischen 8% Alleinerziehende Haushalte (Kroatien), und Schweden, wo fast 34% aller Haushalte alleinerziehend sind. Deutschland liegt im europäischen Durchschnitt mit ca. 15% Alleinerziehenden.
https://ec.europa.eu/eurostat/de/web/products-eurostat-news/-/edn-20210601-2

Feuerblick
06.09.2021, 21:26
Nee, aber eine gewisse Zeit muss man den „Samenspender“ schon ertragen. Und das ohne ernsthafte Gefühle? Nur weil er Kinder wollte? Och nö…
Und ich bin mir nicht sicher, ob alleinerziehend ein erstrebenswerter Status ist. Siehe Postings der Alleinerziehenden hier.

Thomas24
06.09.2021, 21:40
Nee, aber eine gewisse Zeit muss man den „Samenspender“ schon ertragen. Und das ohne ernsthafte Gefühle? Nur weil er Kinder wollte? Och nö…

Alles eine Frage der Perspektive :D Nicht vergessen: Gefühle füreinander sind eine Erfindung des europäischen 18 und 19 Jahrhunderts ;-) Davor war das eher unüblich, bzw. entbehrlich. Es ging da um andere Faktoren. Und auch noch heute ist es in Teilen der Welt gesellschaftlich völlig akzeptable Norm, dass Eheleute keine Gefühle füreinander haben- und sich noch nicht mal selbst gegenseitig ausgesucht haben. *


Und ich bin mir nicht sicher, ob alleinerziehend ein erstrebenswerter Status ist. Siehe Postings der Alleinerziehenden hier.

Naja, das ist ja hierzulande nicht immer gewollt oder so beabsichtigt gewesen.
Fakt ist aber auch: wenn man es in der richtigen Jurisdiktion (!) richtig anstellt, kann das auch sehr angenehm für die alleinerziehende Mutter laufen (siehe beispielsweise PJ Washington /Brittany Renner).

*Fun fact: anscheinend verlaufen arrangierte Ehen im Durchschnitt noch nicht mal unglücklicher als westliche Liebesheiraten. Fand ich einen interessanten Befund.

Mr_McDreamy
07.09.2021, 07:44
Alles eine Frage der Perspektive :D Nicht vergessen: Gefühle füreinander sind eine Erfindung des europäischen 18 und 19 Jahrhunderts ;-) Davor war das eher unüblich, bzw. entbehrlich. Es ging da um andere Faktoren. Und auch noch heute ist es in Teilen der Welt gesellschaftlich völlig akzeptable Norm, dass Eheleute keine Gefühle füreinander haben- und sich noch nicht mal selbst gegenseitig ausgesucht haben. *



Naja, das ist ja hierzulande nicht immer gewollt oder so beabsichtigt gewesen.
Fakt ist aber auch: wenn man es in der richtigen Jurisdiktion (!) richtig anstellt, kann das auch sehr angenehm für die alleinerziehende Mutter laufen (siehe beispielsweise PJ Washington /Brittany Renner).

*Fun fact: anscheinend verlaufen arrangierte Ehen im Durchschnitt noch nicht mal unglücklicher als westliche Liebesheiraten. Fand ich einen interessanten Befund.

Mag sein, dass Gefühle in einer Ehe ein neuartiges Phänomen sind. Nur weshalb sollten sie nicht ein ausschlaggebendes Kriterium sein? Ich könnte mir eine Beziehung/Partnerschaft mit einer Frau, für die ich keine Gefühle empfinde, unter keinerlei Umständen vorstellen. An sich ist es so gar der Grund, warum ich seit 2 Jahren single bin.

Ich finde es sehr verblüffend, dass laut Studien arrangierte Ehen "glücklicher" verlaufen als Liebesheiraten. Das zeigt eigentlich nur, wie beschie**en die ausgesuchten Ehen waren, denn die Hochzeit meiner Eltern war leider auch arrangiert. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass irgendjemand in dieser Ehe glücklich war.

Feuerblick
07.09.2021, 07:53
Naja, man sollte auch in Betracht ziehen, dass arrangierte Ehen oftmals deshalb „glücklicher“ verlaufen, weil gerade die Frau in solchen Zeiten und/oder Kulturkreisen alleine nicht wirklich Chancen hatte/hat, über die Runden zu kommen. Entweder, weil sie finanziell abhängig ist oder weil sie aus kulturellen Gründen ohne Mann nichts „zählt“.
Ich könnte auch nicht mit einem Partner zusammensein, den ich mir aus irgendwelchen finanziellen oder biologischen Gesichtspunkten ausgesucht hätte, für den ich aber maximal Freundschaft empfinden würde. Auch ein Grund, warum ich Single bin. Beziehungen zu Männern, die ich nur „nett“ finde, habe ich mein Leben lang rigoros abgelehnt. Für mich ist das keine Basis für eine Beziehung.
Und sind wir mal ehrlich: Bei einer Trennung und wenn es um Kinder und Unterhalt geht, wird von demjenigen, der zahlen muss, gerne beschissen. Und selbst WENN das Finanzielle gut geregelt ist und man sich sogar nach der Trennung noch gut versteht und einig ist, hat man als Alleinerziehender trotzdem die gesamte Bürde von täglichen Entscheidungen, Problemen und sonstiges am Hals. Sehe ich täglich im näheren und ferneren Umfeld.
Ich glaube nicht, dass die Position Alleinerziehender irgendwas ist, was man sich wünschen oder anstreben sollte.

Thomas24
07.09.2021, 14:39
Naja, man sollte auch in Betracht ziehen, dass arrangierte Ehen oftmals deshalb „glücklicher“ verlaufen, weil gerade die Frau in solchen Zeiten und/oder Kulturkreisen alleine nicht wirklich Chancen hatte/hat, über die Runden zu kommen.

Klar. Könnte mir auch andere Erklärungsmuster vorstellen. Z.b. dass in eher kommunal, als individualistisch eingestellten Gesellschaften soziale Vernetzungen zwischen Familien, "Kasten", "Stämmen" einen ohnehin stärkeres Gewicht genießen, als die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen. Oder das ein hohes Maß an Übereinstimmung im gemeinsamen sozio- ökonomischen und kulturellen "Background" viele potentielle Fettnäpfchen von vorneherein ausschließt, weil man einen gemeinsamen Habitus erlernt hat und Kernwerte teilt usw. pp. Mein Punkt war nur: ich fand den soziologischen Befund, dass arrangierte Ehen im Schnitt nicht unglücklicher als "Liebesheiraten" sind, interessant. Könnte mir vorstellen, dass das an vielen inter- und intraindividuellen Variablen liegt- unter anderem daran, dass sich die Persönlichkeiten im Laufe des Lebens nochmal deutlich wandeln können, und die Person "von der man sich trennen möchte, einfach nicht mehr die Person ist, in die man sich damals verliebt hatte/ oder wir haben uns auseinandergelebt". Und bei den arrangierten Ehen, wo dieser individuelle Persönlichkeitsfaktor von vorneherein kein Auswahlkriterium für die beteiligten Familien gewesen ist, dann eben weniger ins Gewicht fallen würde.


Entweder, weil sie finanziell abhängig ist oder weil sie aus kulturellen Gründen ohne Mann nichts „zählt“. Spielt sicher auch eine bedeutende Rolle, zumal ja auch in der BRD erst mit der Liberalisierung des Arbeitsmarktes für Frauen die Scheidungsquote nach oben ging. Vorher konnten sich auch in Deutschland viele Frauen nicht scheiden lassen, weil die Versorgung durch eigene Arbeit/ Verdienst nicht ausreichend gesichert war.


Ich könnte auch nicht mit einem Partner zusammensein, den ich mir aus irgendwelchen finanziellen oder biologischen Gesichtspunkten ausgesucht hätte, für den ich aber maximal Freundschaft empfinden würde. Auch ein Grund, warum ich Single bin. Beziehungen zu Männern, die ich nur „nett“ finde, habe ich mein Leben lang rigoros abgelehnt. Für mich ist das keine Basis für eine Beziehung. Noch nicht einmal, wenn es kleines Häuschen an der Alster gäbe? Come on... :-D


Und sind wir mal ehrlich: Bei einer Trennung und wenn es um Kinder und Unterhalt geht, wird von demjenigen, der zahlen muss, gerne beschissen. Und selbst WENN das Finanzielle gut geregelt ist und man sich sogar nach der Trennung noch gut versteht und einig ist, hat man als Alleinerziehender trotzdem die gesamte Bürde von täglichen Entscheidungen, Problemen und sonstiges am Hals. Sehe ich täglich im näheren und ferneren Umfeld.
Ich glaube nicht, dass die Position Alleinerziehender irgendwas ist, was man sich wünschen oder anstreben sollte.

Stimmt. Ich persönlich wäre ja dafür, dass die Default Lösung nicht -wie bisher in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle praktiziert- das alleinige Sorgerecht für einen Elternteil (in Deutschland zu über 90% die Mutter) wäre, sondern die grundsätzliche Lösung erstmal das gemeinsames Sorgerecht für beide Elternteile sein sollte, und nur im Ausnahmefall ein alleiniges Sorge- und Aufenthaltsrecht. Aber wir schweifen ab...

Salzi19
07.09.2021, 14:42
Das Sorgerecht behalten i.d.R.beide Elternteile, da muss schon sehr viel schief laufen, damit ein Elternteil das alleinige Sorgerecht zugesprochen bekommt. Das aufenthaltsbestimmungsrecht erhält das Elternteil, bei dem das Kind überwiegend lebt.

Thomas24
07.09.2021, 15:07
Das Sorgerecht behalten i.d.R.beide Elternteile, da muss schon sehr viel schief laufen, damit ein Elternteil das alleinige Sorgerecht zugesprochen bekommt. Das aufenthaltsbestimmungsrecht erhält das Elternteil, bei dem das Kind überwiegend lebt.

Hab nochmal nachgesehen, du hast recht! Danke

Feuerblick
07.09.2021, 15:12
…und das gemeinsame Sorgerecht bedeutet auch, dass gemeinsam entschieden werden muss. Mach das mal, wenn du dich bis aufs Blut zerstritten hast. Hab ich mehrfach im Umfeld erlebt. NICHT gut!

Und nee, auch nicht für ein HAUS an der Alster würde ich mich mit einem Typen zusammentun, den ich nur „nett“ finde. Da bin ich meinungsstabil. :-))

Thomas24
07.09.2021, 15:51
Und nee, auch nicht für ein HAUS an der Alster würde ich mich mit einem Typen zusammentun, den ich nur „nett“ finde. Da bin ich meinungsstabil. :-))

Gut, ich richte es meinem Kumpel aus 😉

Feuerblick
07.09.2021, 16:57
:-)) Findet sich bestimmt eine weibliche Seitendeckung, die mit den Konditionen leben kann.

vanilleeis
07.09.2021, 17:04
Also ich komme da komplett von der anderen Seite: Ich hätte die Liebe meines Lebens treffen können, wenn der aber Kinder von vornherein ausgeschlossen hätte, hätte ich mich definitiv auf keine Beziehung eingelassen. Und so doof das manchmal als Alleinerziehende ist, würde es mir doch wesentlich schlechter gehen, wenn ich keine Kinder hätte. Das war und ist mehr mein Lebensziel/wunsch als alles andere. So ist jeder Jeck anders

Jule-Aline
08.09.2021, 10:41
…und das gemeinsame Sorgerecht bedeutet auch, dass gemeinsam entschieden werden muss. Mach das mal, wenn du dich bis aufs Blut zerstritten hast. Hab ich mehrfach im Umfeld erlebt. NICHT gut!

Und nee, auch nicht für ein HAUS an der Alster würde ich mich mit einem Typen zusammentun, den ich nur „nett“ finde. Da bin ich meinungsstabil. :-))

Das verleitet dazu, dass man als ledige Mama lieber selbst das Sorgerecht behält und keine gemeinsame Sorgeerklärung abgibt.

tragezwerg
10.09.2021, 16:19
Wir haben bei der Arbeit einen neuen Assistenzarzt, der immer wieder mit mir flirtet...er ist nett, aber über 10 Jahre jünger als ich und irgendwie...kindlich...(mir fehlt da das richtige Wort). Jedenfalls ist die Interaktion wirklich seltsam für mich :-oopss Fühle mich alt.

Brutus
10.09.2021, 17:05
^^ Pablo nennt mich Ma'am! ;-) :-))

Jule-Aline
11.09.2021, 06:11
Ach Tragezwerg, du bist nicht alt, du bist erfahren,