Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : TdL Tarifverhandlungen 2023
Nefazodon
20.11.2023, 08:43
@Salatsultan: Finde es schade, dass Du inhaltlich nicht mehr auf meinen Post eingegangen bist.
Ich glaube immer noch, der MB muss sich ändern, muss aktiver, demokratischer und bissiger werden.
Wie die GDL.
Natürlich macht man sich damit dann nicht nur Freunde.
Choranaptyxis
20.11.2023, 09:39
Ich glaube immer noch, der MB muss sich ändern, muss aktiver, demokratischer und bissiger werden.
Wie die GDL.
Theoretisch gebe ich dir Recht, praktisch streikt bei der GDL auch einfach jeder.
Wenn der MB zum Streik ausruft, müsste ich lügen, ob ich 5 Kommilitonen kenne (jetzt arbeitend), die streiken würden.
Einem in einer Abteilung wurde es verboten bzw allen, da die Notbesetzung (=Dienst) die Patientenversorgung nicht gewährleisten würde, welch Witz. Beim Rest dürften die meisten wegen Weiterbildung, Befristung, Angst vor Konsequenzen nicht streiken.
Wie willst du denn da Drohgebärden aufbauen, wenn die meisten Abteilungen trotz Streik genauso weiterlaufen wie immer?
Bei uns sind auch Oberärzte und Fachärzte sehr engagiert, es streikt die ganze Abteilung, das hat schon was. Wenn man dann aber aufm Römer aus 1000 anderen Krankenhäusern nur 10x so viele andere hat wie man selbst, klar, da funktioniert was nicht.
Wobei natürlich Fachärzte engagierter streiken müssten, die sind nicht so WB-abhängig...
Erste Verhandlungsrunde ist durch.
https://www.marburger-bund.de/bundesverband/meldungen/tarifverhandlungen-aufgenommen
" Wie erwartet erbrachte diese erste Runde nichts Substanzielles in der Sache. Lediglich die Forderungen wurden erörtert und trotz deren rechtzeitiger Übermittlung bereits Anfang Oktober sahen sich die Vertreter der TdL nicht in der Lage, inhaltlich konkret Stellung zu beziehen. "
Das Ganze 1,5 Monate nach Ende des Tarifvertrages...
https://www.marburger-bund.de/bundesverband/seminar/schulung-zum-arbeitskampfrecht
hier der Link zur angekündigten Streikschulung, bzw. hier für die Anmeldung dafür https://fortbildungen.marburger-bund.de/checkout/JGvv002Mo2F6QV3TS3k90IpIMSf63NZP Ist anscheinend nur für Mitglieder.
Arbeitszeitreduzierung? 40 Stunden-Woche bei gleichem Lohn wäre doch mal ein Fortschritt.
Zusatzurlaub bei Schicht und Wechselschicht erhöhen
Weihnachtsgeld
Mehr Fortbildungstage, vielleicht 5 anstatt 3.
Alles Punkte, die gar kein Thema sind...
Endoplasmatisches Reticulum
03.12.2023, 11:46
......
Bei weniger Arbeitszeit wäre aber der Personalschlüssel anders zu berechnen. Dann müssen weniger pat. elektiv aufgenommen werden oder mehr Personal eingestellt werden. Außerdem ist es wie bei der GDL-- der Job wird attraktiver und mehr Leute kommen (vielleicht). Wenn wir eine Besserung wollen, dann müssen wir auch dafür einstehen und nicht selbst immer alles im Keim ersticken.
Bei uns wird keine Stempeluhr installiert, weil angeblich die Raucher dann Probleme hätten....80% meiner Kollegen notieren keine Überstunden oder nur sehr sehr sporadisch. Wenn man um 21 Uhr noch da ist, obwohl Dienstschluss 16:30 Uhr war, würde das Eintragen noch mehr Zeit kosten oder man hat Angst vor dem Personaloberarzt.
Eine Sonderzahlung zusätzlich zur Linearen Erhöhung wäre schon nice, sowie bei meiner Pflege. Bei denen ist das Weihnachtgeld ja auch ein prozentualer Anteil und steigt mit der linearen Erhöhung ebenfalls.
Endoplasmatisches Reticulum
03.12.2023, 12:49
.....
ehem-user-04-01-2024-1151
03.12.2023, 16:44
Bei weniger Arbeitszeit wäre aber der Personalschlüssel anders zu berechnen. Dann müssen weniger pat. elektiv aufgenommen werden oder mehr Personal eingestellt werden. Außerdem ist es wie bei der GDL-- der Job wird attraktiver und mehr Leute kommen (vielleicht). Wenn wir eine Besserung wollen, dann müssen wir auch dafür einstehen und nicht selbst immer alles im Keim ersticken.
Bei uns wird keine Stempeluhr installiert, weil angeblich die Raucher dann Probleme hätten....80% meiner Kollegen notieren keine Überstunden oder nur sehr sehr sporadisch. Wenn man um 21 Uhr noch da ist, obwohl Dienstschluss 16:30 Uhr war, würde das Eintragen noch mehr Zeit kosten oder man hat Angst vor dem Personaloberarzt.
Eine Sonderzahlung zusätzlich zur Linearen Erhöhung wäre schon nice, sowie bei meiner Pflege. Bei denen ist das Weihnachtgeld ja auch ein prozentualer Anteil und steigt mit der linearen Erhöhung ebenfalls.
In welchem Fach arbeitest du denn?
Hahaha, ja die Raucherdiskriminierungsstelle von Marlboro wird sonst ganz abgefuckt. Will noch unbedingt sagen, dass ich auf Wattis Seite bin was die Arbeitsstunden betrifft. Will niemand von dieser Streik Info-Schulung berichten? Insbesondere, ob da noch was zur aktuellen TdL Runde gesagt wurde? Verdi warnstreikt nun endlich vorerst einmal abschließend und geht dann diese Woche in die letzte Verhandlungsrunde. Schlichtung wurde, so wie ich das mitbekommen habe, nicht vereinbart. Schätze entweder gibt es dann diese Woche eine Einigung oder dann eben Streik.
Feuerblick
04.12.2023, 09:14
*lach* Bei uns wurden Zeitstempel installiert, DAMIT die Raucher endlich mal Probleme bekommen und nicht ihre Pausenzeiten unendlich verlängern mit jedem Zigarettchen. :-))
Verdi Abschluss ist da. Seh nur ich das so oder ist das verar****? Erstes Jahr nix tabellenwirksames…
Ab 02/25 5.5% Brutto. Wow, da hat Verdi sich aber so richtig verarschen (oder kaufen) lassen.
Dann freuen wir uns mit deutlich zahnloser Gewerkschaft doch jetzt schon mal auf 1500€ Netto Sonderzahlung und dann 23 Monate 0-Runde, anschließend 3,5% ab 10/2025. :-angel
Arbeit lohnt sich in Deutschland! Freuen Sie sich jetzt schon auf die nächste neue Steuer, die man sich ausdenkt, weil trotz Rekordeinnahmen die Ausgabenseite einfach nicht gedeckt werden kann.
Nefazodon
09.12.2023, 12:44
In der Tarifrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder haben die Tarifparteien Samstagmittag (9. Dezember 2023) in Potsdam ein Tarifergebnis erzielt, das im Kern dem Abschluss mit Bund und Kommunen vom April 2023 entspricht. „Mit diesem Ergebnis knüpfen die Beschäftigten der Länder an die Tarifentwicklung bei Bund und Kommunen an. Gleichzeitig konnten eine Reihe weiterer wichtiger Regelungen vereinbart werden, darunter ein erster wichtiger Schritt hin zu einem zukünftigen Tarifvertrag für studentisch Beschäftigte“, betonte Frank Werneke, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).
Durch den Tarifvertrag erhalten die Länderbeschäftigten eine steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichszahlung in Höhe von 3.000 Euro: Für den Dezember 2023 wird ein Betrag von 1.800 Euro netto gewährt. Von Januar bis einschließlich Oktober 2024 gibt es monatliche Zahlungen in Höhe von je 120 Euro netto. Die Einkommen der Beschäftigten steigen ab dem 1. November 2024 tabellenwirksam um einen Sockelbetrag von 200 Euro. Ab dem 1. Februar 2025 kommt darauf eine weitere Entgelterhöhung um 5,5 Prozent. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 25 Monate bis zum 31. Oktober 2025. Im Durchschnitt steigen die Gehälter der Länderbeschäftigten während der Laufzeit um mehr als elf Prozent.
Dual Studierende, Auszubildende und Praktikantinnen und Praktikanten erhalten demnach im Dezember 2023 ein Inflationsausgleichsgeld von 1.000 Euro sowie in der Zeit vom Januar bis zum Oktober 2024 monatlich jeweils 50 Euro netto. Die Ausbildungsentgelte steigen ab 1. November 2024 um 100 Euro, ab dem 1. Februar 2025 um weitere 50 Euro. Außerdem konnte eine unbefristete Übernahme von Auszubildenden vereinbart werden, die eine Abschlussnote von 3 oder besser erzielt haben.
Bei den weiteren Regelungen konnte unter anderem die Ausweitung der bestehenden Pflegezulage auf den Justiz- und Maßregelvollzug und der Zulage für den Gesundheitsdienst erreicht werden. Für die Sozial- und Erziehungsdienste verständigten sich die Tarifvertragsparteien auf die Gewährung von Zulagen von 130 und 180 Euro für bestimmte Entgeltgruppen in den Stadtstaaten.
Die Vereinbarung sieht zudem vor, dass das Tarifergebnis zeit- und wirkungsgleich auf Beamtinnen und Beamte und Versorgungsempfänger übertragen wird.
„Das Tarifergebnis konnte nur erzielt werden, weil Zehntausende von Beschäftigten mit Streiks quer durch den gesamten Bereich des öffentlichen Dienstes der Länder Druck auf die Arbeitgeber gemacht haben. Dieser Druck hat die Einigung erst möglich gemacht“, betonte Werneke.
ver.di startet nun eine Mitgliederbefragung zum Tarifergebnis. Im Anschluss entscheidet die Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst abschließend.
Quelle: https://www.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++3fe2fbb8-9689-11ee-af8f-d1f22e36377d
Verdi Abschluss ist da. Seh nur ich das so oder ist das verar****? Erstes Jahr nix tabellenwirksames…
@ThomAI: ja, aber die *hohe* Einmalzahlung! Ist doch toll!!!! /Ironie off
Was auffällt: Jetzt wird die "Einmalzahlung", die eben *nicht* tabellenwirksam ist, zum Teil sogar noch auf mehrere Monate verteilt...
Menschen, die sich nicht damit beschäftigen, merken dann gar nicht, dass sie nicht dauerhaft mehr Lohn bekommen.
Da kann man nur sagen: Chapeau! Die Arbeitgeber haben das Spiel verstanden. Verdi und die Angestellten leider wohl nicht....
Was auch auffällt, ist die lange Laufzeit von 25 Monaten.....
Na, dann wissen wir ja, auf was für ein Ergebnis wir uns bezüglich der TdL-Tarifverhandlungen einstellen müssen....
Das ist alles echt nur noch zum Heulen. Wie kann man nur so ein Ergebnis präsentieren? Ich verstehe das alles in Deutschland echt nicht mehr…
Nefazodon
09.12.2023, 13:15
Der Shitstorm in den Kommentaren auf Zeit.de ist allerdings auch nicht unbeachtlich.
Nur wird das leider, wie immer, nichts ändern fürchte ich....
Qwert1133
09.12.2023, 13:29
Na Verdi ist ja immerhin so fair und lässt die Beschäftigten über den aushandelten Vertrag abstimmen - wenn die Mehrheit mit der angebotenen Lohnerhöhung einverstanden finde ich den Abschluss legitim.
Die Einmalzahlung wird in dem Fall jetzt genutzt um die Steuervorteile mitzunehmen - die meisten Arbeitnehmer dürften davon auch wirklich mehr profitieren, als eine Erhöhung um 5,5% direkt ab September ohne Einmalzahlung. Ob jetzt ~10% Erhöhung über 25 Monate adäquat ist sei mal dahingestellt - problematisch ist wohl, dass die zurückliegenden Reallohnverluste nicht vollständig ausgeglichen werden. Aktuell scheint sich die Inflation ja wirklich abzuschwächen, so dass 2024 und 2025 unterm Steich vermutlich eine Steigerung oberhalb der Inflation steht. Über die letzten 4 Jahre betrachtet stehen die Tarifbeschäftigten dann zwar leider immernoch deutlich schlechter dar, aber wie gesagt, wenn die Mehrheit dafür stimmt, ist das von den Betroffenen anscheinend so gewollt.
FirebirdUSA
09.12.2023, 16:37
Es sind erst +200€ Tabellenlohn und danach +5,5%... je nachdem wie hoch das Entgelt ist sind die +200€ durchaus ja ein relevanter Zuwachs und müssen in die prozentuale Steigerung eingerechnet werden.
Für höhere Gehaltsgruppen aber natürlich weniger Steigerung.
Endoplasmatisches Reticulum
09.12.2023, 16:54
........
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