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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : TdL Tarifverhandlungen 2023



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dissection
23.02.2024, 19:42
Ich habe dieses Jahr die Uniklinik verlassen und muss sagen dass man schon ausserordentlich realitätsfern, unpragmatisch und finanziell ungebildet sein muss um sich die Arbeit unter diesen Bedingungen (work-life-finance balance) heutzutage noch anzutun. Impact haben oder etwas bewegen wird man durch die Selbstaufopferung an der Uni auf jeden fall nicht.
Ich hoffe die Streikbereitschaft der verbliebenen Idealisten wird entsprechend hoch ausfallen dass universitäres Arbeiten nicht vollends unattraktiv wird.

Dooly
23.02.2024, 21:01
Okay das ist geil, d. h. Du könntest mir die Frage beantworten, ob man nach Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis noch rückwirkende Gehaltserhöhungen oder Einmalzahlungen bekommt.

dissection
23.02.2024, 21:10
Okay das ist geil, d. h. Du könntest mir die Frage beantworten, ob man nach Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis noch rückwirkende Gehaltserhöhungen oder Einmalzahlungen bekommt.

Ja, die letzte Einmalzahlung war bedingt im Sinne von Anstellung im Zeitintervall x an der Uni. Dann bekam man die afaik auch nach Wechsel.

JAK1
23.02.2024, 21:18
Ich habe dieses Jahr die Uniklinik verlassen und muss sagen dass man schon ausserordentlich realitätsfern, unpragmatisch und finanziell ungebildet sein muss um sich die Arbeit unter diesen Bedingungen (work-life-finance balance) heutzutage noch anzutun. Impact haben oder etwas bewegen wird man durch die Selbstaufopferung an der Uni auf jeden fall nicht.
Ich hoffe die Streikbereitschaft der verbliebenen Idealisten wird entsprechend hoch ausfallen dass universitäres Arbeiten nicht vollends unattraktiv wird.

Bin den selben Weg gegangen und habe die Uniklinik verlassen. Man muss schon absoluter Idealist oder absoluter Idiot sein um sich diese Scheiße weiter anzutun.

Dooly
23.02.2024, 21:33
Ja, die letzte Einmalzahlung war bedingt im Sinne von Anstellung im Zeitintervall x an der Uni. Dann bekam man die afaik auch nach Wechsel.Denke ich auch so. Wäre dann mit rückwirkender prozentualer Erhöhung nicht anders. Bin wirklich gespannt, was du berichten kannst, wenn diese Runde mal endlich ein Ende findet. Die Gefahr einer Einmalzahlung ist ohne Steuerbefreiung zum Glück etwas geringer als eingangs befürchtet.

Edit: meeeh, die Steuerbefreiung für bis zu 3000 Euro ist noch bis zum Jahresende gültig. :(

Salatsultan
24.02.2024, 06:06
Eine steuerfreie Einmalzahlung findet sich aktuell wegen der gesetzlichen Möglichkeit in fast allen Tarifabschlüssen (siehe zuletzt Uniklinik Mainz). Die TdL sieht diese als Teil einer jeden Einigung.
Alle betroffenen hätten gerne eine schnelle Einigung, wichtiger bleibt ein brauchbarer Kompromiss. Die TdL ist nach dem ersten Warnstreik anscheinend weiterhin mit dem gleichen Verhandlungsvolumen unterwegs. Eine schnelle und einfache Einigung seh ich da nicht. Der Druck auf die TdL muss jetzt über die Länder und das Wechselspiel der TdL mit der Politik kommen.

Salatsultan
24.02.2024, 06:08
Okay das ist geil, d. h. Du könntest mir die Frage beantworten, ob man nach Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis noch rückwirkende Gehaltserhöhungen oder Einmalzahlungen bekommt.

Man könnte sich auch bei belastbaren Quellen informieren. Natürlich hat man Anspruch auf Lohn für die Zeit in der man beschäftigt war. Wenn es rückwirkende 5% und ne Einmalzahlung gäbe, würde man die auch rückwirkend erhalten.

Dooly
24.02.2024, 06:34
Ich kenne leider keine belastbare Quellen. Wenn du mir eine verlinken könntest wäre ich dankbar

blaabc
24.02.2024, 08:01
Man könnte sich auch bei belastbaren Quellen informieren. Natürlich hat man Anspruch auf Lohn für die Zeit in der man beschäftigt war. Wenn es rückwirkende 5% und ne Einmalzahlung gäbe, würde man die auch rückwirkend erhalten.

Da bin ich spektisch!

JJ*
24.02.2024, 09:00
Der MB sagt „ja“ und berichtet von entsprechenden Urteilen (https://www.marburger-bund.de/niedersachsen/meldungen/geld-vom-alten-arbeitgeber), nennt aber (unverständlicherweise) leider nicht die Aktenzeichen.

Dooly
24.02.2024, 09:44
Oh und es ging bis vors BAG. Neben der übergeordneten Frage, wie die rechtliche Situation ist, ist ein Erfahrungsbericht, z. B. von Diss weiterhin interessant.

FirebirdUSA
24.02.2024, 14:41
Oh und es ging bis vors BAG. Neben der übergeordneten Frage, wie die rechtliche Situation ist, ist ein Erfahrungsbericht, z. B. von Diss weiterhin interessant.

Ich verstehe es eher so, dass es gazu schon älteres Urteil gibt...

Dooly
24.02.2024, 19:48
Macht es rechtlich einen Unterschied, ob dieser oder ein früherer Fall vom BAG verhandelt wurde?

FirebirdUSA
25.02.2024, 06:26
Nein, inhaltlich überhaupt nicht. Es klang nur so, als ob du es spannend fandest das dieser konkrete Fall bis vors BAG ging. Hatte ich offensichtlich einfach falsch verstanden.
Ich warte ja noch auf Autolyse für die Aktenzeichen... schon lange nicht mehr gesehen.

Carina2
25.02.2024, 21:43
Es ist echt deprimierend; wenn sich nichts tut, müsste man eigentlich wirklich aus Prinzip kündigen. Schlechtester Tarifvertrag + befristete Veträge, super Sache und gute Argumente warum man an einer Uniklinik arbeiten sollte ... Es werden sich aber weiterhin Kolleg:innen finden, die dort trotzdem arbeiten, so dass die Motivation in den Chefetagen etwas zu ändern gegen 0 gehen dürfte.

Salatsultan
26.02.2024, 12:38
Es ist echt deprimierend; wenn sich nichts tut, müsste man eigentlich wirklich aus Prinzip kündigen. Schlechtester Tarifvertrag + befristete Veträge, super Sache und gute Argumente warum man an einer Uniklinik arbeiten sollte ... Es werden sich aber weiterhin Kolleg:innen finden, die dort trotzdem arbeiten, so dass die Motivation in den Chefetagen etwas zu ändern gegen 0 gehen dürfte.

Gegen 0 glaube ich nicht einmal. Es gibt sicher auch dort Leute die strategisch und langfristig denken. Es finden sich aber auch primär und ausreichend Menschen mit auffallendem psychopathologischem Profil die jeden Einsatz für Arbeitsbedingungen oder tarifliche Verbesserungen als Kritik an ihrer Karriere und ihrem wirken auffassen.

Endoplasmatisches Reticulum
26.02.2024, 15:45
.........

FirebirdUSA
27.02.2024, 18:37
Verhandlungen gelten wohl erstmal als gescheitert und es sind weitere Warnstreiks geplant... ich hoffe nur alle beteiligten Unikliniken bekommen auch ihren Arsch hoch

Qwert1133
27.02.2024, 19:46
Also in meiner Abteilung laufen die Vorbereitungen schon wieder an und sinnvollerweise fällt der Streik auf einen Montag. Mehr als ärgerlich ist aber natürlich die TDL mit ihrer Verzögerungstaktik, anscheinend gibt es noch nichtmal ein Datum für die nächste Runde.

Im letzten Onlinetreffen klang es leider auch nicht so, als wäre mit einer schnellen Einigung zu rechnen. Ich denke wir streiken jetzt nochmal fleissig und anschließend läuft nochmal eine frustrane Verhandlungsrunde ende März. Dann wird es spannend, weil ein weiterer Warnstreik offensichtlich nicht zielführend ist. Der Tenor in dem Treffen hat mich aber eher hoffnungsvoll gestimmt, dass der MB, sollte kein Aufschluss an den VKA Vertrag angeboten werden, weiter eskalieren wird.

tragezwerg
27.02.2024, 20:40
Ich glaube nicht dass sich mit eintägigen Warnstreiks irgendwas erreichen lässt. Wenn es nach mir ginge müsste mindestens zwei Wochen am Stück nix mehr elektives laufen, damit die Unzufriedenheit der Angestellten mal im Elfenbeinturm der TdL ankommt.