Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : TdL Tarifverhandlungen 2023
FirebirdUSA
18.11.2023, 07:32
Wie kommt das, dass das bei euch so genau erhoben und mitgeteilt wurde? Dein MB ist völlig anders als unsere Betriebsgruppe oder der gesamte Landesverband oder der Bundesverband. Die Forderungen von Beschäftigten oder wenigsten Mitgliedern wurde hier nie erhoben und man ist auch nicht im internen Kreis willkommen.
Das ist die Erfahrung der letzten Warnstreiks und aktuell die Stimmung auf dem Flurfunk, erhoben wurde das aktiv nur von der Klinikleitung
Und wie? Hat die Leitung ne Umfrage erstellt, wer streiken wird?
Wann war der letzte Streik? Warnstreik 2021 oder?
Endoplasmatisches Reticulum
18.11.2023, 08:05
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Die Pandemie war wirklich die Jahrhundertchance. Ich habe ja schon mal gesagt, meiner Meinung nach ist die Entscheidung gegen den Streik bereits gefallen. Wir sehen seit Monaten live bei Verdi, wie viel Vorarbeit einem Streik vorausgeht. Der MB organisiert lediglich am 30.11. eine “Online Streikschulung”? Ich find den Ablauf an Firebirds Uni extrem merkwürdig. Eine Klinikleitung, die vorab die Streikbereitschaft erfragt? Wer antwortet denn auf so was?
Sieht man ja auch immer am Einwurf, Kritiker sollten sich doch mal selbst engagieren und nicht immer nur faul auf die Gewerkschaft zeigen.Pseudoargument.
Endoplasmatisches Reticulum
18.11.2023, 08:33
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Das ist genau so was, wo ich mir früher Unterstützung vom MB erhofft hätte. Stellungnahme, Handlungsempfehlung, selbst wenn es natürlich klar ist, dass man solche Anfragen nur trollt.
FirebirdUSA
18.11.2023, 11:03
Ich glaube du hast mich falsch verstanden. Beim letzten Streik 2021 wurden die Streikenden erfasst (um - natürlich zu Recht - den Lohn zu sparen). Bei uns ist die Anästhesie historisch bedingt gut organisiert (& kann auch am meisten "Schaden" wirtschaftlich anrichten) und würde vermutlich auch wieder Streiken. Wenn man sich unterhält ("Flurfunk") wollen alle Veränderungen aber nur ein Bruchteil der anderen Abteilungen ist bereit dafür auf Lihn zu verzichten o.ä.
Ah so, ja das ist klar, dass die Streikenden erfasst werden. Die „Forderungen“, die du oben erwähnt hast, sind also ebenfalls nicht seitens MB von Mitgliedern oder Beschäftigten eingeholt worden, sondern aus irgendwelchen formlosen Gesprächen, die du hattest? Dass ohne gescheite Mobilisierung nur ein Bruchteil streikt, ist weiterhin nicht überraschend. War 2021 wirklich ein Warnstreik? Ich hab nur 4.2.2020 gefunden.
Edit: 2021 konnte man nicht streiken. Ist gar nicht so einfach die jüngere Geschichte der Tarifverhandlungen schnell nachzuvollziehen. Wenn ich Langeweile hab, mach ich das mal ab 2006/TdL. Wie es bei schneller Recherche aussieht war ein TV vom 01.10.2019-20.06.2022 gültig. Dann das Meisterwerk von letztem Jahr und nun geht’s weiter.
Tramaldol
18.11.2023, 11:56
Als AiW ist die gesamte Weiterbildungsstruktur auf Repression ausgelegt, deshalb finde ich Vergleiche z.B. mit der Pflege/Verdi auch immer schwierig. Ich warte ja darauf, dass in dem Moment, wo Ärzte wirklich mal 2 Wochen streiken, sich gleich die Ärztekammer meldet und Ausbildungabschnitte aberkennt, weil man ja nicht weitergebildet wurde ... zur Wahrung der Versorgungsqualität in der Ausbildung, natürlich.
2 Wochen nicht, aber ab 6 Wochen bestimmt. Die Zeiten in der Weiterbildung zu erreichen, sollte das geringste Problem sein. Ja besonders toll ist die Weiterbildung nicht. Aber man stößt auch auf Null Interesse wirklich was zu verbessern an der Weiterbildung.
Ich glaube ehrlich gesagt nicht an einen großen Streik. Das Grundgehalt ist nicht schlecht im Tarifvertrag. Ich meine das erhält jeder. Der mit dem 1 Fehltag und der mit den 40 Fehltagen, der auch nur maximal 10 Patienten betreuen kann und falls es mehr wird, ausfällt. Man kann sich auch Stellen raussuchen mit weniger Diensten, wenn die auch rarer gesäht sind (und wegen fehlender oder weniger Dienstbelastung) schlechter bezahlt.
Die Forderungen jetzt vom MB bzgl. Arbeitszeit inde ich gut. Mal schauen, was draus wird.
Aber man stößt auch auf Null Interesse wirklich was zu verbessern an der WeiterbildungIch habe großes Interesse an der Verbesserung der WB und empfehle bei Interesse diesbezüglich bei deiner jungen Fachgesellschaft sowie weiteren jungen Vereinigungen zu gucken. Es gibt sehr wohl durchaus realistische und sinnvolle Bestrebungen. Ah so, Edit: Bzgl. Fehlzeiten und Streikrecht gibt es bei den Azubis immer wieder mal Palaver und Rechtsstreitigkeiten. Auch jetzt bei den TdL Verhandlungen. Wäre mal interessant bei den WB-Zeiten. Mein Gefühl sagt, das wäre kein Problem. Werden wir aber wahrscheinlich eh nicht erleben.
Die Forderungen jetzt vom MB bzgl. Arbeitszeit inde ich gut.Welche Forderung meinst du?
Endoplasmatisches Reticulum
18.11.2023, 14:16
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Tramaldol
18.11.2023, 14:21
Ich habe großes Interesse an der Verbesserung der WB und empfehle bei Interesse diesbezüglich bei deiner jungen Fachgesellschaft sowie weiteren jungen Vereinigungen zu gucken.
Das ist löblich. Möglicherweise haben wir auch andere Vorstellungen. Ich glaube nicht, dass es in der ÄK große Interessen an Veränderungen gibt insbesondere mit Hinblick auf Transparenz, Qualität und Objektivität und Beschneidung der Macht der WB-Befugten.
Welche Forderung meinst du?
https://www.marburger-bund.de/Forderungen
(ist mir bewusst, dass sie zum Teil schon umgesetzt wurden/in den TV Einzug erhalten haben)
Tramaldol
18.11.2023, 14:22
https://www.marburger-bund.de/bundesverband/meldungen/tarifverhandlungen-aufgenommen
Die erste Runde bestand also seitens der TdL darin, sich die seit über einem Monat bekannten Forderungen brötchenfutternd vorlesen zu lassen und dann zu sagen: "Besprechen wir. Tschüss bis zum nächsten Mal."
Ist das nicht eigentlich Verhandlungsverweigerung? Eigentlich könnte man die erste Runde auch einfach auf einen Monat vor Bekanntgabe der Forderungen datieren. Beschleunigt vielleicht das Verfahren und offensichtlich verliert man inhaltlich nichts.
Wahrscheinlich wollte man sich einfach mal kennenlernen, etwas zusammen essen gehen nach langer Zeit
Möglicherweise haben wir auch andere Vorstellungen. Ich glaube nicht, dass es in der ÄK große Interessen an Veränderungen gibt insbesondere mit Hinblick auf Transparenz, Qualität und Objektivität und Beschneidung der Macht der WB-Befugten.Wir haben definitiv völlig unterschiedliche Vorstellungen.
Salatsultan
18.11.2023, 15:53
Wahrscheinlich wollte man sich einfach mal kennenlernen, etwas zusammen essen gehen nach langer Zeit
Primär horrende Sitzungsgelde kassieren!
Der Marburger Bund ist ein Arbeitgeberverband. Anders ist dieses ständige Versagen nicht zu erklären. Wenn dein Verhandlungspartner zu ersten Sitzung nicht weiß worum es geht- sorry das würde für mich direkt zum Streik führen. Die MB Clowns sitzen da aber ruhig und sagen "Joa dann bis Dezember, lest es euch halt mal durch"
Endoplasmatisches Reticulum
19.11.2023, 09:15
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Salatsultan
19.11.2023, 09:24
Was wäre den euer konstruktiver Vorschlag wie es anders laufen soll? Was ist den eure realistische Erwartung an den ersten Verhandlungstermin (von drei terminierten) und was versteht ihr ganz konkret unter "bissiger"?
Bitte berücksichtigen, ein Teil der Forderungen sind unkonkret gehalten um Verhandlungsspielraum zu halten, die TdL verhandelt gerade für zwei Bereiche die ein vielfaches der Personen unseres Tarifvertrages betrifft.
BTW. Wir haben in NRW eine Umfrage an unsere Mitglieder geschickt wie die einzelnen Aspekte gewichtet und priorisiert werden sollen. Rücklaufquote knapp 10%, Kohle am aller wichtigsten.
Salatsultan
19.11.2023, 09:31
Dass der MB partout nicht bissiger auftreten möchte, verstehe ich auch nicht. Aber uns wurde in den letzten Jahren ja hinlänglich erklärt, das man nur in Kuschelformation verhandeln kann, weil ja zwei Unterschriften auf das Papier gehören. Die Verhandlungsgegner sehen und handhaben das zwar nachweislich ganz anders, aber hmm ...
Am Ende muss halt ein von beiden Seiten tragbarer Kompromiss gefunden werden. Das ist das Prinzip von Verhandlungen. Diese Tatsache wird einen Teil der betroffenen nie zufrieden stellen, aber auch das liegt halt einfach in der Sache der Natur. Die Diskussionen hier sind primär getragen von der wiederholt vorgetragenen Frustration einzelner die runtergebrochen alles scheisse finden. :-nix
Nefazodon
19.11.2023, 09:44
Der Marburger Bund ist ein Arbeitgeberverband. Anders ist dieses ständige Versagen nicht zu erklären.
Definitiv ist es so, dass viele hochrangige Mitglieder des MB auch Präsidenten ihrer jeweiligen Ärztekammer sind. Und die können sich natürlich nicht in die Öffentlichkeit stellen und sagen: "Wir streiken"!
Wenn dein Verhandlungspartner zu ersten Sitzung nicht weiß worum es geht- sorry das würde für mich direkt zum Streik führen.
Seh ich auch so. Forderungen vorher übermitteln (so wie es jetzt ja auch gemacht wurde) ABER direkt verbunden mit dem Hinweis, dass man in der ersten Sitzung ein Konstruktives Angebot dazu erwartet und sonst gestreikt wird.
Was wäre den euer konstruktiver Vorschlag wie es anders laufen soll? Was ist den eure realistische Erwartung an den ersten Verhandlungstermin (von drei terminierten) und was versteht ihr ganz konkret unter "bissiger"?
Konkreter Vorschlag: Mehr wie die GDL vorgehen. Die haben auch direkt gestreikt. Weder Bahn noch Bevölkerung finden es gut, aber es funktioniert....
Zweiter konkreter Vorschlag: Öffentlichkeitswirksam fordern! Am Tag des Bahnstreiks habe ich ein Radiointerview mit einem Lokführer gehört. Sowas würde ich mir für Ärzte wünschen.
Am Ende muss halt ein von beiden Seiten tragbarer Kompromiss gefunden werden. Das ist das Prinzip von Verhandlungen.
Ja, schon, aber es ist nicht Aufgabe des MB diesen Kompromiss für alle vorweg zunehmen, wie ein Vermittler.
Das Prinzip von erfolgreichen Verhandlungen ist, dass man mit seinen Maximalforderungen einsteigt, die etwas höher liegen, als das, was man wirklich erreichen will. Dann schaut man, dass man der Gegenseite möglichst viel abringt.
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