Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eigen- oder Fremdgefährdung? Der Psychiatertreffpunkt
Bandwurm
27.02.2019, 21:14
Mir hat es geholfen von der Vorstellung wegzukommen, wie es wäre wenn mein Kind dort liegen würde zu dem: Was würde ich sagen, wenn mein Kind sich an der Wand den Kopf aufgeschlagen hätte, alles aufgeschlitzt hätte, sich stranguliert hätte, ect. und die Klinik hätte nichts/zu wenig gemacht.
Und wenn Kinder da widerstand leisten finde ich fair und gut. 90%>hauen und schlagen auch nicht gezielt zu. Hilft m. E. auch durchaus bei der Bewältigung.
Fixierungen in der Erwachsenen Psychiatrie bedeuten, dass alle anderen Maßnahmen zur Abwendung einer akuten Gefahr versagt haben. Das hat mich emotional deshalb nie wirklich belastet, weil es für mich immer rational eine notwendige Ultima Ratio in einem umschriebenen Kontext war. Mich belastet eher dass Gefühl, wenn ich nicht helfen kann, weil der Patient z. B. Behandlung ablehnt.
SarahJulia90
09.03.2019, 19:48
Wo seht ihr denn eigentlich so alle eure beruflichen Zukunft? Ich wollte eigentlich immer Oberärztin werden, aber wenn ich jetzt sehe, was meine Oberärztin so macht den ganzen Tag, finde ich das gar nicht mehr so attraktiv. Im ambulanten Bereich angestellt sein klingt gerade ganz gut, aber da hab ich keine Ahnung, was da für Konditionen üblich sind.
Ich bin seit Sommer letzten Jahres Oberärztin. Es macht mir Spaß, allerdings bin ich mir auch nicht sicher, ob ich das restliche Arbeitsleben in der Klinik bleiben werde. Ich denke, ich werde die Elternzeit dazu nutzen, mir weiterführende Gedanken dazu zu machen.
Als Oberarzt hast Du einfach viel Papierkram, den man als Assistenzärztin/-arzt so nicht mitbekommt. Und die ganze Politik im Hintergrund.
Ich geh nicht mehr in die Klinik zurück. Ich bin in der Praxis völlig zufrieden. Ich kann Patienten nach meinen eigenen Anspruch behandeln, habe ein nettes Team, viel Schriftkram wird mir durch unsere MFAs und Praxismanagerin abgenommen und finanziell stehe ich sogar deutlich besser da, als in der Klinik (und das als Angestellte Ärztin). Ich kann mich auf das wesentliche konzentrieren: Patienten behandeln. Außerdem mache ich wesentlich mehr Psychotherapie (4-5 Einzel- PTs und eine Gruppen PT pro Woche) als in der Klinik. Zumindest komm ich mir (überspitzt gesagt) nicht mehr wie der Handlanger für Medis und Schriftkram vor. Das macht mich zufriedener. Und die Feiertage und Wochenenden habe ich frei, was mir endlich mal ein geregeltes Leben mit Familie und Hobbies beschert. Für mich war es die genau richtige Entscheidung.
Die Tätigkeit als Oberarzt ist eine Zwischenlösung, auf keinen Fall bis zur Rente. Entweder man wird zeitnah Chef oder geht in die Niederlassung.
Ich für meinen Teil finde weder Chefarztposten noch Selbständigkeit aktuell attraktiv. Kann sich in den nächsten Jahren aber auch noch ändern.
Colourful
11.03.2019, 17:15
Nee, ist doch jetzt beides nicht so geil?
Nee, ist doch jetzt beides nicht so geil?
Momentan nicht :-) ich muss mal schauen wie's wird, wenn das Kind da ist, ob ich da nicht eher mit dem Gesundheitsamt o.ä. liebäugel :-))
Colourful
11.03.2019, 19:20
SPDi? Ist ja auch noch immer mal eine Option? Würde ich für mich später ganz interessant finden.
Wobei ich mich eigentlich überhaupt nicht beklagen konnte, ich hab auch als Assistentin in fortgeschrittener Weiterbildung einen interessanten Job, hab die letzte Zeit in der Institutsambulanz gearbeitet und da auch sehr viel selbstverantwortlich gearbeitet. Das ist mit Familie auch wirklich ganz nett.
SPDi? Ist ja auch noch immer mal eine Option? Würde ich für mich später ganz interessant finden.
Wobei ich mich eigentlich überhaupt nicht beklagen konnte, ich hab auch als Assistentin in fortgeschrittener Weiterbildung einen interessanten Job, hab die letzte Zeit in der Institutsambulanz gearbeitet und da auch sehr viel selbstverantwortlich gearbeitet. Das ist mit Familie auch wirklich ganz nett.
Ja, oder eben auch eine andere Stelle im Gesundheitsamt. In der Klinik in der ich aktuell bin macht es keinen Unterschied in Station, PIA oder TK, es ist stressig und pünklich raus ist schwierig... Mal sehen.
Was das Inhaltliche angeht finde ich eine Arbeit beim sozialpsychiatrischen Dienst super. Finanziell ist das aber eine mittlere Katastrophe. Da verdient man als Facharzt ja weniger als als Assistenzarzt im ersten Ausbildungsjahr (jedenfalls wenn man die Dienstzulage mitrechnet).
Eine ehemalige Kollegin, die inzwischen in Gesundheitsamt arbeitet meinte, man kann gut über das Gehalt verhandeln als Facharzt. Na ja, ich hab mich noch nicht entschieden und ist auch nichts was in den nächsten paar Monaten ansteht.
vanilleeis
27.03.2019, 06:57
Die Anwendung des TV-VKA Ärzte auf den ÖGD ist ja eines der inhaltlichen Themen der aktuellen Tarifrunde. Vielleicht bewegt sich ja was.
Herbstblume90
15.05.2019, 18:52
Ich hoffe das Thema war hier noch nicht.. ich stehe gerade vor der Entscheidung Einzel- oder Gruppen Selbsterfahrung. Ich tendiere zu Einzel, bin mir aber ob des Preises nicht sicher.. was meint ihr so? Ich werde TP machen.
Ich hoffe das Thema war hier noch nicht.. ich stehe gerade vor der Entscheidung Einzel- oder Gruppen Selbsterfahrung. Ich tendiere zu Einzel, bin mir aber ob des Preises nicht sicher.. was meint ihr so? Ich werde TP machen.
Ich finde eine Mischung gut, ich hatte letztendlich 30 Stunden Einzel und 150 Stunden Gruppe. Damit bin ich gut gefahren und es hat mir viel gebracht. Ich hab allerdings die Gruppe in 3 Blöcken à 50 Stunden innerhalb von 1.5 Jahren gemacht, für die 30 Einzel hab ich glaub ich ein bisschen länger als ein Jahr gebraucht.
Die Kosten sind für Einzel tatsächlich recht hoch - ich hatte mich damals, nachdem ich das erste Mal die Gruppe zusätzlich gemacht hatte für diese Mischung entschieden, weil es für mich so am besten war, die Kosten waren damals nicht das ausschlaggebende.
Ich fand meine TP Gruppenselbsterfahrung super. Das war echt tolle Gruppe und wir hatten aber auch einen erfahrenen alt eingesessenen Gruppenleiter, der das richtig gut geleitet hat. Ich habe da keine Einzel Selbsterfahrung vermisst.
Herbstblume90
15.05.2019, 19:58
Danke für eure Antworten!
Kann man Einzel und Gruppe mischen? Meine Chefin meinte es ginge nur entweder oder?
Bei uns (LÄK Hessen) war mischen absolut ok! In der Weiterbildungsordnung steht auch nur 150 Stunden Einzel oder Gruppe, aber nicht ausschließlich. Ich hatte damals bei der LÄK (schriftlich) angefragt, die gaben an es sei ok. Da ich letztendlich die 150 voll hatte (Gruppe) kann das aber auch gar nicht zur Sprache.
Bei einer Kollegin ging's durch, sie hätte sonst die Stunden nicht zusammen bekommen vor der Prüfung.
Elena1989
15.05.2019, 22:02
Danke für eure Antworten!
Kann man Einzel und Gruppe mischen? Meine Chefin meinte es ginge nur entweder oder?
Man kann es schon mischen, man muss halt bei den Angeboten darauf achten, viele Gruppen sind ja auf die 150h ausgelegt.
Ich habe nur Gruppenselbsterfahrung gemacht und das hat mir völlig gereicht. Hatten aber auch ne super Gruppenleiterin!
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