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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eigen- oder Fremdgefährdung? Der Psychiatertreffpunkt



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Colourful
18.09.2020, 08:04
Herzlichen Glückwunsch! Willst du mich anstellen? Bist aber leider zu weit weg.

Reflex
18.09.2020, 12:09
Danke! Noch habe ich keinen Sitz. Aber ich arbeite dran... und der Pott ist echt schön. Ich hab grad erst eine Kollegin aus der Klinik zu uns erfolgreich vermittelt... da geht bestimmt noch was...

Relaxometrie
18.09.2020, 12:14
Ich hab die Woche endlich meine Facharztprüfung gehabt und hab endlich das Double Feature! 🤗
Das erwähnst Du so in einem Nebensatz??? Herzlichen Glückwunsch!!!:-top

Colourful
18.09.2020, 12:31
Danke! Noch habe ich keinen Sitz. Aber ich arbeite dran... und der Pott ist echt schön. Ich hab grad erst eine Kollegin aus der Klinik zu uns erfolgreich vermittelt... da geht bestimmt noch was...

Ach, der Pott ist sicherlich schön. Aber ich bin örtlich gebunden. :-) Wie war die Prüfung denn?

vanilleeis
18.09.2020, 15:34
Ich mag für die Pharmakotherapie sonst auch sehr den Benkert/Hippius - Kompendium der psychiatrischen Pharmakotherapie. Da gibt es wohl Anfang Dezember eine Neuauflage.

Auch für die EKT gilt halt wie für andere invasivere Therapien auch: korrekte Indikationsstellung und Abwägen der Risiken.

Ich hab die Woche endlich meine Facharztprüfung gehabt und hab endlich das Double Feature! 🤗

Herzlichen Glückwunsch!

Gudhjem
18.09.2020, 20:27
Ich hab die Woche endlich meine Facharztprüfung gehabt und hab endlich das Double Feature! 🤗

Herzlichen Glückwunsch!

Reflex
19.09.2020, 05:57
Danke für die Glückwünsche! :-love Ich bin froh jetzt da endlich alles hinter mich zu haben.

Die Prüfung war gar nicht ohne. Erstaunlicherweise empfand ich die Neuroprüfung deutlich einfacher. Ich bin einmal Querbeet alles gefragt worden (Schizophrenie, Depression, Rechtsgrundlagen, Suchtmedizin, ADHS, Integrierte Versorgung, transkulturelle Psychiatrie), aber weniger Fall orientiert (wie ich es durch die Protokolle erwartet hätte). Das war alles gut machbar, aber so Themen wie Neurofeedback Verfahren bei Depression oder Opferschutz Gesetz hab ich jetzt nicht so unbedingt erwartet.

Muriel
19.09.2020, 06:41
Kannst du denn in der jetzigen Praxis bleiben? Bist du dort als FÄ Neuro oder WBA Psych angestellt bisher? Bei uns hatte es nach dem FA meiner Kollegin einen riesigen Aufstand gegeben, weil der Sitz erst zwei Monate nach der Prüfung offiziell da war. Also ein vorhandener Sitz der Praxis wurde geteilt, aber eben erst zu Juli, Prüfung war im Mai. Gab dann massive Kürzungen etc. Sehr ärgerlich alles

Reflex
19.09.2020, 09:17
Das Gute ist, dass die Praxis zwei Weiterbildungsermächtigungen für jeweils zwei Jahre hat. Derzeit bin ich übergangsweise erst einmal als Ärztin in Weiterbildung zum Facharzt für psychosomatische Medizin für zwei Jahre angestellt. Daher ist das alles unproblematisch. Ich möchte gerne dort weiter bleiben und wurde auch schon gefragt, ob ich mir einen Einstieg vorstellen kann, denn der eine Chef steht kurz vor dem Ruhestand. Abwarten, wie die sich das so vorstellen und vor allem zu welchen Modalitäten, was ja hinterher auch das entscheidende ist. Aber bei uns wird hier gerade eine Menge frei und für mich gibt es auch genügend andere Alternativen, weil mein Mann nicht räumlich gebunden ist und ich ja theoretisch auf einem neurologischen, psychiatrischen oder sogar psychotherapeutischen Sitz (finanzielle wäre aber letztens als Einzelpraxis die schlechtere Wahl) arbeiten kann. Das ist für mich der nächste Schritt, dass jetzt in Ruhe anzugehen und zu planen.

agouti_lilac
20.09.2020, 10:08
Herzlichen Glückwunsch!! :-):-top

davo
20.09.2020, 16:02
Herzlichen Glückwunsch! :-top

Aliaalex
09.10.2020, 10:28
Liebe Kollegen, ich schließe eine Einschätzungsbitte an.

Ich bin FÄ für Neurologie. Derzeit an einem größeren Haus und dort schwerpunktmäßig in einer Paragraph 116b Ambulanz tätig.

Meine Vorstellung war immer den FA Psychiatrie dranzuhängen.

An meiner privaten Situation hat sich nun allerdings etwas sehr positives geändert ...

Nach bald anstehender Elternzeit (1,5 bis 2 Jahre geplant) ist ein Wiedereinstieg für mich dann nur in Teilzeit (50%) vorstellbar.

Ist damit ein Psychiatrieeinstieg in Teilzeit (als zwar Neuro FA) aber ja sonst formal „Anfänger“ überhaupt realistisch ?, attraktiv für Arbeitgeber ? und weiterbildungszeittechnisch sinnvoll und machbar?

Danke Euch

Bandwurm
10.10.2020, 23:13
Liebe Aliaalex.
Wird von Seiten der Arbeit kein Problem sein, die Weiterbildung m.E. allerdings schon. Lies dir mal die Weiterbildungsordnung durch, da ist vieles drin, was außerhalb der Arbeitszeit läuft. Z.B. Supervision, Balint, Selbsterfahrung. Da brauchst du ein gutes Netzwerk an Betreuung und zusammen mit den obligatorischen Diensten werden einige Wochenenden zerschossen sein.

charmingbaer
24.11.2020, 21:14
Hallöchen,
ich habe gerade mein M3 bestanden und werde im Februar auch in der Psychiatrie anfangen :-). Habe mir gedacht, dass ich nach Weihnachten schon mal ab und an gerne was nachlesen würde und wollte euch daher mal nach Buchtipps fragen. Tatsächlich war ich nie wirklich in der AP, mein PJ habe ich in der KJP gemacht - was ich sehr schön fand, letztendlich habe ich mich aber doch anders entscheiden.
Vielen Dank :-) !

rafiki
25.11.2020, 04:23
Für mich das beste Buch für Einsteiger, ist der Klassiker Tölle/Windgassen Psychiatrie, schon in der 17. Auflage, flüssig zu lesen und fundiert, so wie die Autoren selbst, einen von ihnen durfte ich noch als Direktor kennenlernen.

anjij
25.11.2020, 15:20
Hi Leute, ist man als Assistenzärztin in der Psychiatrie, vor allem in der Akutstation/Krisenintervention/Rettungsstelle oft tätlichen Angriffen ausgesetzt? Gibt es dort ein Beschäftigungsverbot für schwangere? Habe nämlich noch keinen Arbeitsvertrag und möchte nicht gleich in einer unangenehmen Situation landen.

vanilleeis
25.11.2020, 15:26
Aktuell gibts bei uns sofort ein BV wegen Corona. Ansonsten keine Notfälle, keine Fixierungen. Je nah Station also auch dann ein BV

anjij
25.11.2020, 15:52
Dann behalte ich es lieber erstmal für mich. Gegen Corona kann man ja eine Maske tragen. Aber wie ist es mit tätlichen Übergriffen? Passieren die oft?

vanilleeis
25.11.2020, 15:54
Keine Ahnung. Kommt auf die Abteilung an und was Du als Übergriff definierst.

WackenDoc
25.11.2020, 15:55
Die Frage "gibt es da ein Beschäftigungsverbot" ist in der Form falsch gestellt.

Jeder! Arbeitgeber ist verpflichtet eine Gefährdungsbeurteilung Mutterschutz zu erstellen. Nebnen konkret im Mutterschutzgesetz genannten Ausschlüssen (Umgang mit CMR- Stoffen oder bestimmten Erregern) gibt es den Begriff der "unverantwortbaren Gefährdung". Die dürfte beim Umgang mit aggressiven Patienten in der Regel gegeben sein. Das Problem lässt sich auch durch Umgestaltung des Arbeitsplatzes nicht lösen.
Dann kommt die interne Umsetzung auf einen anderen Arbeitplatz in Frage- da müssen natürlich wiederum alle Gefährdungen (und aktuell besonders Corona) geprüft werden.
Wenn DAS nicht möglich ist, wird ein arbeitgeberseitiges Beschäftigungsverbot ausgesprochen.

Manche Gewerbeaufsichtsämter haben Konkretisierungen zu "unverantwortbare Gefährdung" veröffentlicht. Die Niedersachsen haben da z.B. einiges- ggf. muss man Analogien zu anderen Berufsgruppen ziehen. Z.B. wird der Umgang mit aggressiven Kindern in Kitas als "unverantwortbare Gefährdung" für Erzieherinnen angesehen.
Ansonsten hilft der Blick ins Mutterschutzgesetz an sich. Und das Bundesfamilienministerium hat einen passenden Leitfaden.

Hier habe ich das nochmal zusammengefasst:
https://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?103013-Schwanger-was-nun&highlight=Mutterschutz