Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eigen- oder Fremdgefährdung? Der Psychiatertreffpunkt
Und hast du eine volle Stelle?
Ja, 42 h/Woche (Tarifvertrag ist angelehnt an den der Unikliniken).
Herbstblume90
21.05.2023, 19:57
Ah, ok. Wahnsinn! Ist es bei euch dann außergewöhnlich gut oder bei uns außergewöhnlich schlecht? Ich kenne wenige Häuser im Vergleich. Wir haben einfach einen Riesen Sektor und sind oft überbelegt. Aber auch wenn wir regulär belegt wären hätte ich planmäßig vier Patient Innen.
Zum PPB gibt es ein AMDP Buch und eigentlich ein Seminar zu.
Ansonsten gibt es bei YouTube den Kanal Psychiatrie2go, den finde ich persönlich ganz gut und kurzweilig.
@onkotrux Zum PPB gibt es ein AMDP Buch und eigentlich ein Seminar zu.
Ansonsten gibt es bei YouTube den Kanal Psychiatrie2go, den finde ich persönlich ganz gut und kurzweilig.
Ah, ok. Wahnsinn! Ist es bei euch dann außergewöhnlich gut oder bei uns außergewöhnlich schlecht? Ich kenne wenige Häuser im Vergleich. Wir haben einfach einen Riesen Sektor und sind oft überbelegt. Aber auch wenn wir regulär belegt wären hätte ich planmäßig vier Patient Innen.
Ich denke, dass es auch auf die Station ankommt. Wir arbeiten auf der Therapiestation ja mit einer Warteliste, unsere geschlossene Akutstation ist ebenfalls sehr oft überbelegt.
Tragt ihr eigentlich auf eurer Arbeit in der Psychiatrie eure Armbanduhren? Ich lege die immer ab, insbesondere im Dienst natürlich. Habe aber bemerkt, dass sonst sonst echt fast alle Kollegen auch nachts mit ihrer Uhr rumlaufen. In der Somatik wäre das ja ein absolutes no Go.
Selbstverständlich trage ich immer meine Armbanduhr. Bei uns ist es zum Glück auch üblich, Privatkleidung zu tragen.
In der Somatik wäre das ja ein absolutes no Go.
Wieso sollte das so sein?
Relaxometrie
25.05.2023, 17:51
Wieso sollte das so sein?
Diese Frage ist jetzt nicht Dein Ernst?
Hygienebasics (https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Krankenhaushyg/Schmuck_Piercing/FAQ_01.html)
Diese Frage ist jetzt nicht Dein Ernst?
Hygienebasics (https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Krankenhaushyg/Schmuck_Piercing/FAQ_01.html)
Ja. Warum halten sich bloß meine somatischen Kollegen nicht daran (auf den Normalstationen)?
Relaxometrie
25.05.2023, 20:56
Das musst Du diejenigen fragen, die sich nicht an die Hygienevorschriften halten :-))
Wird wohl eine Mischung sein aus: "ist mir egal" + der Meinung, dass diese Regeln übertrieben sind + einer Portion Ahnungslosigkeit seitens der Kollegen + nicht konsequent arbeitenden Hygienebeauftragen.
][truba][
25.05.2023, 21:22
Selten gesehen in allen 3 meiner bisherigen Kliniken. Aber gibt ja immer welche die sich nicht dran halten.
Ich habe mal eine fachliche Frage: Ab welcher Alkoholmenge ist davon auszugehen, dass jemand einen stationären Entzug bzw. eine medikamentöse Unterstützung braucht? Woher weiß man, wann jemand eine medikamentöse Unterstützung benötigt? Ist das vor allem von der Dauer des Alkoholmissbrauchs oder der Menge des konsumierten Alkohols abhängig? Wie entscheidet ihr ob jemand für so was aufgenommen werden muss? Und welche Medikamente sind bei euch Standard, Distraneurin oder Benzodiazepine?
1. Hängt nicht primär von der Menge ab.
2. Wenn er Entzugssymptome hat, unruhig ist/wird, Craving hat/bekommt.
3. Weder noch. Eher vom Muster des Konsums, aber ist auch stark individuell.
4. Klinische Erfahrung - wenn er es ambulant nicht schaffen wird.
5. Benzodiazepine sind weltweit Standard. Clomethiazol ist veraltet, hat stärkere Nebenwirkungen und ist international kaum noch üblich. Oxazepam hat den Vorteil, dass es durch seine Halbwertzeit weder zu schnell anflutet noch zu sehr akkumuliert und wird de facto nicht über die Leber verstoffwechselt, weshalb es eigentlich die erste Wahl sein sollte.
Wir machen das eigentlich mit Clonazepam. Distra habe ich bisher nur einmal mitbekommen, da sagte der Pat. dass er nicht auf Rivotril anspricht.
Ansonsten gehst du ja nach AES Skala vor, dann merkst du ja, wie stark die Entzugssymptome sind.
Wie davo schon sagt, ist einwenig Ermessenssache. Wenn ich das Gefühl habe, dass es zu Hause gar nicht geht und es dem Pat. mies geht, nehme ich auf.
Oma Meyer mit 1 Piccolo Sekt zum Einschlafen pro Tag vielleicht dann eher weniger. 🤷🏻*♀️
Danke erstmal für eure Antworten.
Wie ist es eigentlich mit dem Risiko für Krampfanfälle? Ist das nicht Abhängig von Menge und Dauer? Finde es schwer einzuschätzen wann das Risiko für so was besteht.
Wenn außerdem ein massiv hoher Blutalkohol besteht - ab wann ist von Lebensgefahr auszugehen? Das ist ja auch davon abhängig, wie viel jemand "gewohnt" ist, wie gut er Alkohol metabolisieren kann (CYP Polymorphismus) und vielleicht auch weiteren Faktoren. Aber es ist ein Thema mit dem so gut wie jedes Fach konfrontiert ist; und natürlich auch bei KV Diensten.
Aber wirklich Ahnung davon und eine größere Routine haben wohl nur Psychiater.
Der kommt ja im Entzug, nicht im Rausch. Eigentlich also ganz einfach: Entzug behandeln, dann ist das Risiko eines Krampfanfalls gering. Oxazepam ist diesbezüglich, wenig überraschend, sicherer als Clomethiazol.
Nitrazepam ist in Österreich auch recht gängig, aber hat einige wichtige Nachteile gegenüber Oxazepam (schneller anflutend, somit stärker suchtfördernd, außerdem längere HWZ, somit größere Gefahr der Kumulation und höheres Risiko bei riskantem Konsum, außerdem, wie auch Clonazepam und die anderen Nitrobenzodiazepine, stärker hepatotoxisch). Ich nehme deshalb immer Oxazepam.
Warum interessiert dich dieses Thema auf einmal so sehr?
Sollte eine Karriere in der Psychiatrie angestrebt werden, würde ich ja empfehlen, sich nicht ausschliesslich auf Checklisten/Scores/Fragebögen/Werte … zu verlassen.
Für jede F-Diagnose (und häufig auch für jedes Subsymptom) gibt es 50+ validierte Instrumente - und trotzdem musst du nachts um 3 dann doch eine individuelle Entscheidung/Abwägung für einen bestimmten Menschen treffen.
Sollte eine Karriere in der Psychiatrie angestrebt werden....
...um Himmels willen.
Relaxometrie
05.06.2023, 19:47
Sollte eine Karriere in der Psychiatrie angestrebt werden.
Gut möglich, denn in der Labormedizin scheint es ihm/ ihr ja nicht gefallen zu haben, woraufhin er/ sie eine Coaching-Karriere begonnen hat. Nach kurzer Schulung in dem Bereich hat es ihm/ihr vielleicht so gut gefallen, dass die Psychiatrie jetzt Fach der Wahl sein wird.
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