Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eigen- oder Fremdgefährdung? Der Psychiatertreffpunkt
Du hast unbezahlten Urlaub für Weiterbildungsinhalte genommen? Ernsthaft? Bei mir galt Selbsterfahrung, Balint Gruppe und die Theoriestunden der PT (fand im Weiterbildungsverbund einmal pro Monat 40km weit weg statt) als Arbeitszeit, die dann wenn man damit über Wochenarbeitszeit kam, als Überstunden gut geschrieben wurden. Das wurde alles anstandslos von der Klinik bewilligt und samt Fahrtkosten bezahlt. Ansonsten hätte ich niemals freiwillig eine zweite Weiterbildung gemacht und die Klinik früher verlassen. Ich kann nicht verstehen, dass Leute quasi für ihre aufwendige Weiterbildung auf Geld verzichten. Genauso wenig kann ich es verstehen, dass es Weiterbildungassistenten gibt, die ihre PT Stunden in ihrer Freizeit machen… Leute, fordert doch mal gescheite Weiterbildung ein, die nicht zu Euren Lasten geht.. Der Personalmangel spielt euch doch dafür in die Karten…
Bei uns waren die Kollegen seeeeeehr oft krank gewesen. Offiziell gab es kein zusätzliches frei von der Klinik und die PT durfte man um 5 nach der regulären Arbeit machen.....
Geronimo1593
16.12.2023, 15:01
Moin zusammen,
Ich hoffe meine Frage passt in dieses Forum. Ich bin fast fertig mit meinem FA Allgemeinmedizin und merke immer mehr wie viel Spass mir die arbeit mit den psychiatrischen Patienten macht. PJ habe ich in der Psych gemacht und konnte mich lange nicht zwischen Psych und Allgemeinmedizin entscheiden. Mein letztes Jahr der WB würde ich gerne in der Psych absolvieren. Kann mir jemand von euch eine gute Klinik in der nähe von Kiel empfehlen? Ich bin durch Mann und Kind an Kiel gebunden.
Viele Grüße und ein schönes Adventswochenende!
olcayayas
07.01.2024, 00:34
Moin alle liebe Kolleginnen und Kollegen 🙋*♂️,
es geht um eine relativ persönliche Frage über eine Karriere-Pathway in der Psychiatrie. Kurz über mich: arbeite ich ungefähr seit einem Jahr in der Neurologie (Stroke seit 1 Jahr) und mir ist ja letztendlich klar, dass ich in die Richtung Psychiatrie hingehen möchte. Hab aktuell drei Vorstellungsgespräche vor mir, und zwar: Uniklinikum Tübingen, rwth Aachen und ZIP (nämlich Unimedizin Mannheim). Bin noch nicht promoviert, dennoch plane ich und stelle ich eine forschungsorientierte Karriere vor.
Eine nette Forschungsärztin, die ich aus Unizeiten kannte, hat mir Aachen empfohlen. Sie meinte, es wäre alle Arten von Forschungsmöglichkeiten (translationale Forschungen, alle-arten von Bildgebungsmöglichkeiten wie fMRT, PET etc. , fEEG-Studien, Schlaflabor…) sowie Psychotherapie-Fortbildungen gäbe.
Die Frage lautet, was soll man generell in einem Entscheidungstreff achten muss? Was soll ich erwarten? Gibt‘s diejenige, die persönliche Erfahrungen gesammelt hat oder was gehört hat? Was soll man generell im Rahmen einer akademisch-orientierten psychiatrischen Karriere erwarten?
Bin dankbar für jede Rückmeldungen :)
MissUmbrella
07.01.2024, 20:22
.....................
Cinnafly
29.02.2024, 18:31
Hallo zusammen,
Ich mache die Weiterbildung in TP und leider wird bei uns am Klinikum nur die Theorie für VT vermittelt.
Für die TP-Theoriestunden muss ich mir ein Institut suchen. Ist natürlich alles nach Feierabend. Dank Dienste und zahlreichen Überstunden bleibt da leider nicht mehr viel Zeit übrig...
Wollte fragen, ob jemand Einen guten Tipp für ein Institut in Bayern hat, dass die Theoriestunden auch online anbietet. Dann spar ich mir wenigstens den Anfahrtsweg...
Von Blockkursen bin ich nicht zu der Fan, bin ab irgendeinem Zeitpunkt nicht mehr so wahnsinnig aufnahmefähig.
Pralinchen
25.03.2024, 14:16
Moin in die Runde,
Ich bewerbe mich in einem Haus in dem die psychotherapeutische Ausbildung laut Website voll übernommen wird.wie sieht das bei euch üblicherweise mit der Arbeitszeit aus? Ist es üblich, dass diese Fortbildungen ein Freizeitvergnügen sind oder ist es durchaus so, dass dies voll zur Arbeitszeit zählen?
Herzliche Grüße
nystagmus
26.03.2024, 22:51
Moin in die Runde,
Ich bewerbe mich in einem Haus in dem die psychotherapeutische Ausbildung laut Website voll übernommen wird.wie sieht das bei euch üblicherweise mit der Arbeitszeit aus? Ist es üblich, dass diese Fortbildungen ein Freizeitvergnügen sind oder ist es durchaus so, dass dies voll zur Arbeitszeit zählen?
Herzliche Grüße
Der Theorieteil wurde bei uns an bestimmten Freitagen (15:00-20:00) und Samstagen (09:00-17:00) über ein Institut gehalten, sprich in der freien Zeit. Es war über ca. 2 Jahren verteilt.
Für Selbsterfahrung wurden Fortbildungstage gewährt.
Balint fand während der normalen Arbeitszeit statt.
Bis auf Balint wurde damals alles wegen der Maßnahmen online durchgeführt. Jetzt jedoch in Präsenz. Ich kann es mir nicht vorstellen, dass es in Präsenz erträglicher wäre.
Ich kann es mir nicht vorstellen, dass es in Präsenz erträglicher wäre.
War es so schlimm?
serratustot
27.03.2024, 19:22
Apropos Kurse: kann jemand einen Anbieter für die 16 Doppelstunden Entspannungsverfahren empfehlen? Idealerweise online?
Shelby Ville
27.03.2024, 19:54
Hab letztes Jahr online über "die Fortbilder" 16 DS Autogenes Training gemacht und kann es empfehlen :)
nystagmus
31.03.2024, 20:22
War es so schlimm?
Jein.
Vieles wurde willkürlich ausgewählt, zum Beispiel 250 Stunden für das eine oder 150 Stunden für das andere.Viele Sachen sind unscharf formuliert und wurden oft als Tatsachen dargestellt.
Es gibt viele rein interpretative Passagen und viel Verhalten, Gedanken und Bewertungen sind mit übertriebenen Deutungen überladen. Es gibt überall grenzwertige Overthinker und eine übermäßige mystische Denkweise, ohne dass es so benannt wird.
Ich stimme einigen Aussagen nicht zu, aber das bedeutet nicht, dass ich Majestätsbeleidigung begehe.
Ich mag mein Fach und habe mich mittlerweile sogar in meiner eigenen Praxis niedergelassen. Die Fachgruppe sollte jedoch wirklich ein bisschen lockerer werden und uns nicht bei jeder Möglichkeit in eine psychiatrische Hypervigilanz versetzen.
Hallo zusammen,
ich reaktiviere mal etwas den Thread.
Ich lasse die Klinik nun hinter mir (Juhu!) und beginne morgen (!) als WBA in einer psychiatrischen Praxis mit Psychotherapie in der Großstadt. Kein Brennpunkt.
Nun bekomme ich langsam Muffensausen und frage mich, was eigentlich so auf mich größtenteils zukommt. Problem ist, dass ich morgen nicht langsam eingearbeitet, sondern direkt in der akutsprechstunde starten werde.
Was meint ihr, worauf kann ich mich mental einstellen? Mein Bewerbungsgespräch mit der Chefin ist bereits mehrere Monate her.
Es würde meine nun aufkommende Nervosität etwas abfedern. Grade denke ich mir, ach könnte ich morgen nur auf Station zurück, wo ich alles kenne, aber das Thema ist durch :D
Ich bin sehr gespannt was du berichten wirst! Medizinisch wirst du denke ich keine Angst haben müssen, aber das Tempo wird ein ganz anderes sein. Ich wünsch dir alles Gute für den Start morgen!
@fxf90
Nun, was auf dich zukommt, hängt vor allem von den Erwartungen deiner Chefin ab. In einer üblichen Psychiatriepraxis, die Umsatz machen will, erwartet dich ein sehr enger Zeitplan. Ich habe es erlebt von halber bis dreiviertel Stunde für Privatpatienten bis hin zu 3-min-Kontakten für Kassenklientel, teils nur im Stehen auf dem Gang zum Rezeptunterschreiben oder AU-Bescheinigungen für unerwartete Kundschaft. Meist nicht mehr als 30 min für Erstkontakte. Und das über den ganzen Vormittag bzw. Nachmittag. Also sicherlich ganz anders als in einer Ambulanz, wo man gewöhnlich im Halbstundentakt arbeitet und häufig Ausfälle wegen Nichterscheinens hat. Was anders ist, als in der Klinik: sehr viele Leute mit Befindlichkeitsstörungen, die eigentlich keinen Arzt, sondern einen Freund, Sozialpädagogen, Seelsorger o. ä. bräuchten, oder die einfach kommen wegen einem Haufen Sozialkram: AU, Renten/Rehaantrag etc.pp. Allerdings waren meine Erfahrungen als fertiger FA, vielleicht ist es ja für WBA nicht ganz so hart ;-))
Deckt sich mit meinen Erfahrungen :-top
@fxf90: Wie waren die ersten Tage in der Praxis?
Danke für eure Rückmeldung sowie Nachfragen: Ich fand es total gut! Ihr hattet recht, medizinisch ist es beherrschbar, pc System ist tausendmal leichter als in der Klinik, die Pat. sind total dankbar und arbeiten mit, so meine ersten Eindrücke. Der Umgang untereinander(des Personals) ist ebenso anders als ich es aus der Klinik kenne. Sehr nett, viel weniger gestresst und menschlich.
Gute Einarbeitung durch die Chefin.
Habe 20 min Zeit pro Pat.
Drückt mir die Daumen, dass mein positiver Eindruck (und Begeisterung) bestehen bleibt! Ich hab es mir verdient nach der für mich sehr harten Klinik Zeit 😄
Das klingt gut, super! Das freut mich! :-top
Hey liebe Psycho-Community :)
ich bin frisch approbierte Ärztin und der Liebe wegen von weiter weg aus Norddeutschland nach Mainz umgezogen.
Ich würde mich gerne demnächst für die WB im Bereich Erwachsenenpsychiatrie oder Psychosomatik (alternativ auch KJP) bewerben - diesbezüglich bin ich noch nicht ganz festgelegt, was aber für mich persönlich nicht so schlimm ist, 12 Monate werden ja in den WBOs gegenseitig anerkannt - in jedem Fall soll es "die sprechende Medizin" in einer ihrer Facetten werden und wechseln kann man dann ja immer noch. :)
Nun zu meinem Problem: aufgrund des Umzugs kenne ich hier weder Kommilitonen noch die Häuser aus Famulaturen/ PJ und befürchte, dass man in den kurzen Zeiträumen der Hospitationen nur einen sehr begrenzten Eindruck gewinnen kann und würde Euch daher gerne um Eure geschätzten Erfahrungen und Empfehlungen bitten!
Was ich suche: grundsätzlich könnte ich mir sowohl Akutklinik als auch Reha vorstellen, am liebsten in Wi/ Mz oder im Umkreis + Umland von 30 km, möchte aus familiären Gründen in Teilzeit arbeiten (daher fällt wohl Uniklinik raus) und da ich aus der katholischen Kirche ausgetreten bin, fallen wohl auch kirchliche Häuser raus (falls dies heutzutage nach Eurer Erfahrung aber kein Problem mehr sein sollte, wäre das für mich jedoch kein Ausschlusskriterium). Ansonsten das Übliche, wichtig wären mir ein nettes Klima im Team, halbwegs vernünftige Arbeitsbedingungen (versteht mich bitte nicht falsch, nichts gegen die ein oder andere Überstunde, aber ich möchte nicht plötzlich doch in Vollzeit bei TZ-Gehalt arbeiten ...) und ein gutes Onboarding insbesondere vor den ersten Diensten da ich Berufsanfängerin bin.
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