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jijichu
08.03.2022, 16:36
Ich hab nicht mehr in Erinnerung warum die jetzige Besitzerin 6 Monate Vorlauf haben möchte, wegen der eigenen Wohnungssuche?
Treuhänderkonto, sofern es das bei Euch noch gibt, wäre doch die beste Lösung für alle - sie kommt direkt dran wenn sie was findet und Euch das Haus übergibt

Lava
08.03.2022, 19:37
Das mit dem Notaranderkonto haben wir gefragt. Das ist heutzutage nicht mehr üblich und der Notar darf das überhaupt nur in bestimmten Situationen einrichten :-nix

Holthusen
20.08.2022, 18:50
Und da ist das Ende der ewig steigenden Immobilienpreise, auch in teuren Pflastern wie München. Die Wende am Immobilienmarkt bei steigenden Bauzinsen.

https://finanzmarktwelt.de/immobilienpreise-fallen-alle-segmente-242774/
https://www.presseportal.de/pm/31321/5300012
https://www.presseportal.de/pm/31321/5298693

Lava
20.08.2022, 21:15
Sehr zum Leidwesen meiner Eltern, die gerade versuchen, ihre Eigentumswohnungen zu verkaufen (um dann schuldenfrei zu werden), was überhaupt nicht klappt. :-keks

Relaxometrie
20.08.2022, 21:46
Ja, für Verkäufer wird es wohl jetzt erstmal ungemütlicher.
Ich überlege gerade, ob ich ggfs. eine Wohnung kaufe, hab's aber nicht supereilig. Aber die Kombination aus neuer Stelle ab Januar (dann Arbeitsweg von 17 km, eine Strecke) + aktuell Mietwohnung im unsanierten Dachgeschoss (Hitze im Sommer, zum Dach rausheizen im Winter) lässt mich den Immobilienmarkt beobachten.
Habe mich dann auch mal damit beschäftigt, wie es bzgl. des Energieeffizienzwertes beim Wohnungsbestand in Deutschland aussieht. Demnach liegen 80% der Häuser in den Kategorien F/ G/ H, was natürlich gruselig, aber nunmal die Realität ist.
Kürzlich habe ich eine Eigentumswohnung gesehen, die gut in Schuss und gut, aber nicht luxuriös ausgestattet ist. Also von der Ausstattung genau das, was ich suche. Aber Energiewert D und Gasheizung. Da frage ich mich schon, ob man so etwas kaufen sollte, weil es immerhin nicht F/ G/ H ist, oder ob man die Finger davon lassen soll. Werde mich wohl mal um einen Besichtigungstermin kümmern und dann fragen, was geplant ist. Aber es gibt ja eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Entweder hat die Eigentümergemeinschaft schon geplant, eine neue Heizung (sofern technisch möglich Wärmepumpe) einbauen zu lassen; dann kämen für den Käufer der Eigentumswohung direkt hohe Kosten zu, aber langfristig gesehen wäre es natürlich sinnvoll. Oder die Eigentümergemeinschaft will nichts ändern; dann zahlt man ewig für den höheren Energieverbrauch.

Holthusen
21.08.2022, 00:00
Naja, Mal schauen was mit den Gaspreisen wird. Hoffentlich geht der Ukraine Konflikt nicht jahrelang. Jetzt direkt schon über neue Heizung ohne Gas nachdenken? Vllt noch etwas abwarten. Energetische Sanierung ist ein Segen. Es ist so angenehm kühl in A und B Wohnungen.


Dachgeschoss 70er Jahre habe ich auch, auch noch ohne Aufzug momentan zur Miete. Es ist furchtbar. Ich habe immer das heiße Wetter geliebt, aber nicht im Dachgeschoss diesen Sommer. Es ist konstant 30 Grad seit Wochen. Fraglich ob sich langfristig diese Wohnung noch vermieten lassen ohne Aufzug und Klimaanlage, wenn der Mietmarkt sich etwas entspannt. Die heißen Sommer werden ja eher mehr als weniger.

Bei Immoscout hat sich die Welt verändert. Inzwischen gibt es in meiner Stadt deutlich mehr Wohnungen zum Kauf als zur Miete. Und bei den Mietwohnung sind dann 20% Tauschangebote. Will von kleiner Wohnung im schicken Viertel in größere und bessere im Schicken Viertel zu minimalen Preis. Super Sache.

Holthusen
21.08.2022, 00:07
Sehr zum Leidwesen meiner Eltern, die gerade versuchen, ihre Eigentumswohnungen zu verkaufen (um dann schuldenfrei zu werden), was überhaupt nicht klappt. :-keks

Naja, verkaufen ist schon möglich. Aber nicht mehr zu den Höchstpreisen wie bisher.

Relaxometrie
21.08.2022, 14:07
Dachgeschoss 70er Jahre habe ich auch, auch noch ohne Aufzug momentan zur Miete. Es ist furchtbar. Ich habe immer das heiße Wetter geliebt, aber nicht im Dachgeschoss diesen Sommer. Es ist konstant 30 Grad seit Wochen.
Fast so wie hier. Hier allerdings 105 Jahre altes Haus; sehr gut in Schuss, aber auf dem Dach blanke Dachziegel ohne irgendwas an Dämmung. Es gibt eine Dachbodendämmung mit Styropor; den Dämmzustand der (optisch in guter Verfassung seienden) Fassade kenne ich nicht. Seit Wochen beträgt die Mindesttemperatur 27°, Standard war über weite Strecken 28-30° auf der kühleren und 30-32° auf der wärmeren Wohnungsseite. Rolläden gibt es nicht. Rollos/ Gardinen u.s.w. natürlich alle geschlossen.
Tja, als ich vor gut vier Jahren hier eingezogen bin, habe ich auf soetwas nicht geachtet. Energieausweis ist vorsorglich mal nicht ausgestellt worden. Ich habe mal für meine Wohnung gerechnet und bin auf 158kWh/m²/a gekommen. Also eigentlich E. Ab 160 beginnt aber F. Da ich eher sehr wenig heize, würde eine offizielle Berechnung für meine Wohnung vermutlich auf den Energiewert F kommen. Bevor ich vom Regen in die Traufe komme, ziehe ich jetzt nicht überstürzt um. Aber in den letzten Wochen ist die Erkenntnis, hier ausziehen zu wollen, gereift. Wobei hierfür die Heizkosten im Winter der deutlich wichtigere Grund als die Hitze im Sommer ist.

Holthusen
21.08.2022, 16:01
Fast so wie hier. Hier allerdings 105 Jahre altes Haus; sehr gut in Schuss, aber auf dem Dach blanke Dachziegel ohne irgendwas an Dämmung. Es gibt eine Dachbodendämmung mit Styropor; den Dämmzustand der (optisch in guter Verfassung seienden) Fassade kenne ich nicht. Seit Wochen beträgt die Mindesttemperatur 27°, Standard war über weite Strecken 28-30° auf der kühleren und 30-32° auf der wärmeren Wohnungsseite. Rolläden gibt es nicht. Rollos/ Gardinen u.s.w. natürlich alle geschlossen.
Tja, als ich vor gut vier Jahren hier eingezogen bin, habe ich auf soetwas nicht geachtet. Energieausweis ist vorsorglich mal nicht ausgestellt worden. Ich habe mal für meine Wohnung gerechnet und bin auf 158kWh/m²/a gekommen. Also eigentlich E. Ab 160 beginnt aber F. Da ich eher sehr wenig heize, würde eine offizielle Berechnung für meine Wohnung vermutlich auf den Energiewert F kommen. Bevor ich vom Regen in die Traufe komme, ziehe ich jetzt nicht überstürzt um. Aber in den letzten Wochen ist die Erkenntnis, hier ausziehen zu wollen, gereift. Wobei hierfür die Heizkosten im Winter der deutlich wichtigere Grund als die Hitze im Sommer ist.

Ich habe damals beim Umzug nix anderes gefunden, wir haben zwar Rolläden (ungewöhnlich für Mietwohnungen), aber das hat auch kaum Effekte. Überstürzt umziehen will ich auch nicht. Ich habe vorher Energieklasse B, aufwendig saniert seitens eines Wohnungsunternehmens mit 3 fach Verglasung und Dämmung im ersten Stock und der Unterschied ist enorm. Wenn man dort die Fenster geschlossen hielt im Sommer, war es angenehm kühl in der Wohnung trotz Sonneneinstrahlung durch die Fenster. Es ist schon deutlich angenehmer in einem energetisch sanierten Gebäude oder "Neubau" mit Energieffizienzklasse A-B zu leben.
Unsere MVZ-Praxisräume (gehören dem Krankenhaus) haben viel Glas (Zweifach Verglasung), Bau 2009, aber bei der Energieeffizienz wurde gespart. Es ist unheimlich heiß in den Räumen insb. zur Sonnenseite. Nur im Keller geht es.

Bzgl der Immobilien: Also die Bauzinsen dürften eher noch etwas steigen, wenn man davon ausgeht, dass der Leitzins der EZB indirekt auch die Bauzinsen beeinflusst. Angesicht der Inflation dürfte die EZB zumindest noch bis nächstes Jahr die Zinsen anheben, hoffen wir mal, es sei denn sie möchte Inflation mit niedrigen Zinsen bekämpfen wie Erdogan.

Langfristig ist laut einiger "Experten" eh von einer Entspannung auf dem Immobilienmarkt auszugehen, wenn die Demographie sich nicht unvorgesehen ändert und man von einer Einwanderung von 200-400k ausgeht. Viele Boomer leben in ihren erschwinglich gekauften Häusern am Stadtrand und werden irgendwann auch da raus wollen. In den Städten gründen viele 30-40 Jährige eine Familie und suchen ein Haus im Speckgürtel, wo im Gegensatz zur Innenstadt, Bauland zur Verfügung hat, so dass auch in den Städten Wohnung hoffentlich bald mehr zur Verfügung stehen.
Es sei auch nicht gesagt, dass Städte auch mal wieder Einwohner verlieren: München hatte einen Boom bis 1972, aber von 1972 bis 1997 160Tsd Einwohner verloren. Dass der Zuzug anhält, ist kein Selbstläufer. Es wäre nicht das erste Mal, das Städte schrumpfen.
Unkontrollierte Einwanderungswellen wie 2015 mit 800-900k sind da nicht einberechnet, die könnten die hohen Immo-Preise als unbekannter Faktor erhalten. Und dann stellt sich die Frage, ob die zugewanderten Leute auch alle kaufen möchten. Viele Flüchtlinge aus der Ukraine sind beispielsweise wieder weg.
Zumindest lauter so die Prognose einiger Leute aus der Presse:
https://www.focus.de/finanzen/boerse/geldanlage/finanzprofi-andreas-beck-warnt-wer-gerade-immobilien-kauft-geht-ein-hochrisiko-investment-ein_id_24287311.html

Loreleye
21.08.2022, 19:45
Die Gasheizung muss nicht unbedingt gegenüber einer Wärmepumpen von Nachteil sein. Wir haben ein gut isoliertes Haus mit einer modernen Gasbrennwerttherme und Solaranlage. Gasheizung nutzen wir im Winter nur fürs Bad, durch die gute Isolierung und fehlende Lüftungsanlage sind Gas und Stromverbrauch sehr gering. Manchmal ist weniger Technik nicht von Nachteil, obwohl wir sehr viel lüften und mit offenen Fenstern schlafen.

Holthusen
21.08.2022, 22:50
Die Gasheizung muss nicht unbedingt gegenüber einer Wärmepumpen von Nachteil sein. Wir haben ein gut isoliertes Haus mit einer modernen Gasbrennwerttherme und Solaranlage. Gasheizung nutzen wir im Winter nur fürs Bad, durch die gute Isolierung und fehlende Lüftungsanlage sind Gas und Stromverbrauch sehr gering. Manchmal ist weniger Technik nicht von Nachteil, obwohl wir sehr viel lüften und mit offenen Fenstern schlafen.

Das Problem sind (momentan) die Gaspreise. Was man so liest: Die EU zahlt jeden Preis um den Kollaps zu vermeiden, da unsere russischen Lieferanten ja an der Stellschraube so gerne drehen....na super
Man kann nur hoffen, dass der Konflikt irgendwann mal beendet sein wird. Trotzdem ist die Zeit "Russland - ein verlässlicher seriöser Partner, der uns sein Gas über Pipelines schickt/verkaut" vorbei.
Ironie der Geschichte: In meiner alten Wohngebäude wurde 2021 geplant eine Gasbrennwerttherme (statt Öl) einzubauen. Übrigens war auch die energetische Sanierung umstritten. Zwar ist das Klima echt angenehm, wenig zu heitzen, im Sommer kühl, aber das hatte auch seinen Preis. Die Mietpreise zogen an wegen der energetischen Sanierung und viele Altmieter konnten oder wollten das nicht mitgehen und haben entsprechend überall gemeckert.

Loreleye
22.08.2022, 20:38
Gas gibt es teilweise aus der Biogasanlage. Leider hat man auch mit der Wärmepumpe nicht unbedingt die beste Lösung bei dem hohen Stromverbrauch, zudem im Winter der Strom aus Braunkohle etc hergestellt. Die beste Lösung ist immernoch richtig gute Dämmung, dann braucht man die Heizung kaum (d.h. ich gar nicht, mein Mann für einzelne Tage etwas).

Holthusen
23.08.2022, 19:10
Gas gibt es teilweise aus der Biogasanlage. Leider hat man auch mit der Wärmepumpe nicht unbedingt die beste Lösung bei dem hohen Stromverbrauch, zudem im Winter der Strom aus Braunkohle etc hergestellt. Die beste Lösung ist immernoch richtig gute Dämmung, dann braucht man die Heizung kaum (d.h. ich gar nicht, mein Mann für einzelne Tage etwas).

Naja Biogas. Nicht jeder lebt neben oder auf dem Bauernhof.
Mit dem Dämmen gebe ich dir Recht, leider ist es teuer und aufwendig, aber es lohnt sich zum Energiesparen wie auch um angenehm durch den Sommer zu kommen.
Der 0815-renditeorientierte Vermieter und der Mieter, der nicht so viel zahlen will oder kann, sind hier zwei echte Bremsen. Bekanntlich lebt ein Großteil der Bevölkerung zur Miete. Bei Eigentumswohnungen gibt's Diskussionen mit der WEG.

Lava
25.08.2022, 21:24
Wir hatten uns letztes Jahr eine Wohnung angesehen, da wollte die Weg (3 Parteien, glaube ich) tatsächlich eine neue Ölheizung einbauen.

Aktuell wohnen wir in einem Neubau zur Miete. Bestimmt gut gedämmt, aber kühl ist es hier im Sommer nicht. Gut, wir wohnen im Dachgeschoss. Balkon Richtung Westen. Ab Mittag kann man den Balkon eigentlich nicht mehr betreten im Sommer, und wir machen auch immer die Rollläden runter. Das Schlafzimmer ist nach Norden, aber es ist klein und kühlt nachts schlecht runter, wenn man halt den Rollladen unten hat :-nix

Relaxometrie
25.08.2022, 21:51
Was für eine Heizung baut Ihr denn in Euer Haus, Lava? Wärmepumpe, Fußbodenheizung, Photovoltaik?

Lava
26.08.2022, 14:07
Erstmal nix. Meine Eltern wollten das ja machen, aber inzwischen denken wir, wir ziehen mal einen Energieberater hinzu. Die bisherige Heizung funktioniert ja. Brennholz für den Kamin müssen wir noch kaufen unbedingt.

Relaxometrie
26.08.2022, 14:23
Welchen Energieeffizienzwert hat das Haus denn?

Lava
26.08.2022, 19:16
Endenergiebedarf B und Primärenergiebedarf D. Weiß nicht, warum da so eine große Diskrepanz besteht. Glaub der Schornsteinfeger hat den Energieausweis erstellt, der kann einem das vielleicht mal erklären.

Holthusen
27.08.2022, 20:45
Wärmepumpe und A+++ Isolierung wäre das beste momentan oder irre ich?
Die Abhängigkeit von Putin und der OPEC halt sich da in Grenzen. Wärmepumpe in schlecht isolierten Häusern lohnt nicht.

Ich würde nix mehr kaufen unter Energieeffizienz C.

Habe mir diese Woche eine Wohnung mit Energieeffizienz D angeschaut. 5. Etage. Innen war es OK vom Klima. Den Balkon konnte man vergessen nachmittags, viel zu heiß um darauf zu sitzen. Nur Wüstenpflanzen kann man da hinstellen.
Früher war das Mal ein Verkaufsargument: Dachgeschoss, abends Sonne auf dem Balkon . Mit der zunehmenden Hitze dürfte Dachgeschoss ohne Isolierung zum Ladenhüter werden.

Hoppla-Daisy
28.08.2022, 11:05
Ich wohne seit mehr als 10 Jahren im Dachgeschoss zur Miete. Und zum ersten Mal denke ich an Umzug. Kuschelige 33,9 Grad Celsius über den Sommer in meiner Wohnung halte ich auf Dauer nicht aus. Meine Balkon konnte ich seit Juni nicht mehr benutzen, weil Südseite und zu heiß. Das große Zimmer im Spitzboden ist unbenutzbar geworden, da zum Brutofen geworden. Aber eigentlich möchte ich hier nicht weg :-heul.