Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage des Tages
Feuerblick
29.07.2018, 07:45
Sparpreis hat für mich persönlich nur Nachteile. Angesichts der Pünktlichkeit der Bahn... Gerade wenn man Teilstrecken mit Regionalzügen fährt, die natürlich niemals auf Fahrgäste aus Langstreckenzügen warten, hat man mit dem Flexticket weniger Ärger als mit dem zuggebundenen Sparticket. Und Reservierung spontan umbuchen bzw. neu reservieren ist günstiger als ein Sparpreisticket zu ändern. Gleiches gilt für Umbuchung/Stornierung.
Und ja, das mit der Auslastung stimmt. Außerdem bekommt man unter Umständen zu verschiedenen Tageszeiten verschiedene Preise für die gleiche Reise angezeigt. Ist mir irgendwann mal aufgefallen als ich morgens interessehalber nach ner Verbindung gesucht habe und nachmittags/abens buchen wollte.
Gast26092018
29.07.2018, 08:57
Als Student habe ich immer nur Sparpreis ohne Reservierung gebucht. Aus Kostengründen.
Nun bevorzuge ich aufgrund der Flexibilität den Flexipreis.
Es werden gerade verschiedene Dinge vermischt.
@Funkel: Ich hatte meine Frage nicht gut formuliert. Gibt es beim Flexpreis Unterschiede im Preis von der Auslastung? (Das würde doch gar keinen Sinn ergeben, eben weil man keine Zugbindung hat. *aber bei der Bahn ist alles möglich*)
Zu deinen sonstigen Aussagen. Ich bin großer Fan von Sparpreisen. Die Verfügbarkeit ist deutlich gestiegen. Für meine Reise in einer Woche habe ich vor ein paar Tagen noch Sparpreise bekommen, trotz Ferien und Reise am Freitag/Sonntag. Das Ticket kostet weniger als 50% des Flexpreises. Wenn es zu Verspätungen kommt, dann gibt es keine Zugbindung mehr. Ich durfte dann schon häufiger ICE fahren, obwohl mein Ticket nur einen IC beinhaltet. Bin sogar mal früher angekommen als ursprünglich gebucht. Aus meiner Sicht hat man immer Ärger wenn man wenn man Verspätung hat. Warten von Anschlusszügen kann auch klappen. Allerdings muss man vorher Bescheid sagen und dann wird der Zug vorgemerkt. Die Zugbindung beim Sparpreis bezieht sich meines Wissens auf die Fernverkehrszüge, die Nahverkehrszüge kann man dann auch bei Verspätung einfach nutzen oder man kann schon früher zum Startfernverkehrsbahnhof los. Umtausch ist für mich nichts was ich brauche. Es ist wohl eine Glaubensfrage was man lieber mag.
Ich verstehe allerdings nicht warum Pelz jetzt ein Flexticket buchen möchte. Das kann man später machen. Platzreservierung geht auch unabhängig vom Ticket. Wobei man dann auch das Gesamteticket holen kann.
Um auf deine eigentliche Frage zurückzukommen (die ich ganz interessant fand): Ich hab jetzt mal nach etlichen Reisen mit verschiedenen Charakteristika gesucht (nah und weit in der Zukunft, kurze und lange Strecken, große und kleine Zielbahnhöfe, Wochentage und Wochenenden) und bei mir sind die Flexpreise, solange die teuerste Zugart dieselbe ist, immer gleich. Nur bei Reisen, die als teuerste Zugart eine andere Zugart haben, sind die Flexpreise unterschiedlich. Hab jetzt natürlich nur ca. 20 Suchen durchgeführt, aber zumindest bei denen habe ich auf den ersten Blick keine seltsamen Irrationalitäten gesehen.
Korrektur: Jetzt hab ich endlich mal eine Ausnahme gefunden. Aber da ist der Streckenverlauf anders. Könnte es vielleicht sein dass man, trotz Flexpreis, zum Teil eine Streckenbindung hat? Also z.B. nur über Osnabrück fahren kann?
Edit: In den Konditionen steht nichts von einer Streckenbindung. Hmmm. Der Preis unterscheidet sich aber auch nur um 9%. Vielleicht ist das tatsächlich einfach Absicht, um Kunden, die die Konsequenzen des Flexpreises nicht voll begreifen, in Richtung weniger stark belegter Züge zu lenken?
Korrektur: Jetzt hab ich endlich mal eine Ausnahme gefunden. Aber da ist der Streckenverlauf anders. Könnte es vielleicht sein dass man, trotz Flexpreis, zum Teil eine Streckenbindung hat? Also z.B. nur über Osnabrück fahren kann?
Ich meine ja. Jedenfalls hab ich auf meinen Tickets von Freiburg nach Berlin immer so Vermerke gehabt "via...." (glaub Mannheim stand immer dabei).
Feuerblick
29.07.2018, 09:35
@davo: So eine Art Streckenbindung gibt es. Daher ja auch die „via“-Angabe auf den Tickets, wie Lava schon schrieb.
Flexpreise unterscheiden sich lustigerweise aber auch sonst voneinander. Wenn ich von hier aus gen Norden fahre, kann ich die Kombination Bummelzug plus ICE mit einmal Umsteigen über zwei verschiedene Strecken nehmen. Ich kann mit dem Flexticket sogar beide Strecken fahren, falls ich umdisponieren muss. Dennoch ist die eine billiger als die andere... Die Preispolitik der Bahn ist da, vorsichtig ausgedrückt, etwas unübersichtlich.
erdbeertoertchen
29.07.2018, 09:36
Für mich geht nichts über den Sparpreis. Ich versuche immer so früh wie möglich zu buchen, seitdem es sogar 6 Monate im vorraus sind, ist es noch besser.
Es ist einfach unschlagbar für 36€ mit Bahncard 25% hin und zurück vom Süden Deutschlands nach Berlin zu fahren, ohne Umsteigen, oder einmal umsteigen in Hannover :-love. Bei der letzten Fahrt nach Berlin sind beide Züge, sowohl Hinfahrt als auch Rückfahrt ausgefallen, wurde mir Tage vorher per Mail mitgeteilt, habe am Bahnschalter meine Zugbindung aufgelöst und konnte egal wann fahren. Sitzplatzreservierung habe ich nicht gehabt, habe ich mir auf Grund von erhöhten Fahrgastaufkommens bei der Rückfahrt geleistet. Wenn man flexibel ist, sich auf die Bahn einstellen kann, sich immer, auch kurzvorher informiert, funktioniert dies mit dem Sparpreis für mich sehr gut.
Allerdings habe ich selten eine Sitzplatzreservierung, weil ich meist das Glück habe, dass das Abteil fehlt oder ich gegen Fahrtrichting sitzen muss. Dies ist ein Erfahrungsbericht für Alleinreisende, bei Familien schauts wieder anders aus.
Ab 20 Minuten Verspätung gilt die Zugbindung für den Sparpreis nicht mehr und man sucht sich einfach eine neue Zugfahrt aus.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Regionalbahnen sehr wohl warten, diese Erfahrung mache ich eigentlich immer im Spätdienst, wenn ich nach Hause fahren will und der Regionalzug nicht fährt, weil auf Anschlussreisende gewartet wird. Dafür habe ich noch nie erlebt, dass ein ICE gewartet hat.
Abschnitt 2.7.1 von https://www.bahn.de/p/view/mdb/bahnintern/agb/gesamt_2018/mdb_275634_befrderungsbedingungen_der_db_ag_ab_23_ 07_2018.pdf scheint darauf hinzudeuten dass der Preisunterschied tatsächlich aufgrund einer Streckenbindung (bzw. eines Distanzunterschiedes) sein könnte:
"Inhaber einer Flexpreisfahrkarte gemäß Nr. 3.2 haben bei Fahrten außerhalb der Wegeangaben (Umwege) bzw. in einer höheren Produktklasse die Differenz zwischen dem Flexpreis der in der Fahrkarte ausgewiesenen Wege bzw. Produktklasse und des Umweges bzw. der höheren Produktklasse zu zahlen; ein etwaiger BahnCard-Rabatt wird gewährt."
@erdbeertoertchen: Ich hab schon so viele Verspätungen erlebt (und schon so viele Züge, die natürlich nicht gewartet haben) dass ich die Bahn nur noch als zwangsläufige Notlösung bis zum Studienabschluss betrachte...
Feuerblick
29.07.2018, 09:40
Jepp.
Aber wie gesagt: Es kommt durchaus vor, dass du morgen für die gleichen Strecken am gleichen Tag und zur gleichen Zeit mehr oder weniger bezahlst als heute. Bzw. es ist mir zumindest vor einiger Zeit mal aufgefallen. Vermutlich um schlechter ausgelastete Züge besser auszulasten... :-nix Das waren keine riesigen Preisunterschiede, aber es passte halt nicht dazu, dass angeblich alle Preise nur darauf basieren, welche Züge und welche Distanzen vorkommen.
@Erdbeertoertchen: Hier warten Regionalzüge wirklich niemals, ICE schon eher mal (aber natürlich auch nicht auf Regionalzüge). Und wenn ich mit hängender Zunge irgendeinem Zug nachsprinten muss, weil ich eben genau die zehn Minuten Verspätung habe, die den anderen wegfahren lassen, aber die Zugbindung nicht aufheben... nee... ich kann mir zum Glück die teurere Karte problemlos leisten und muss mich nicht vor oder während der Reise mit irgendwas stressen. Hab da zu viele negative Erfahrungen gemacht.
erdbeertoertchen
29.07.2018, 09:42
@erdbeertoertchen: Ich hab schon so viele Verspätungen erlebt (und schon so viele Züge, die natürlich nicht gewartet haben) dass ich die Bahn nur noch als zwangsläufige Notlösung bis zum Studienabschluss betrachte...
Ich hatte bis jetzt Glück, irgendwie hat es immer gut geklappt, und ich hatte bis jetzt noch nie diese Horrorverspätungen *auf Holz klopf*
@Feuerblick: Ja gut, das ist sowieso logisch. Das ist ja der Sinn flexibler Preisgestaltung - möglichst viel Kohle zu machen, denn die Züge müssen ja sowieso fahren, also willst du natürlich die Preise senken an Tagen mit niedriger Nachfrage und sie erhöhen an Tagen mit hoher Nachfrage. Das ist ohnehin klar, das ist bei Fluglinien ja genau dasselbe. Aber die Frage von Fr.Pelz bezog sich ja auf was anderes.
Feuerblick
29.07.2018, 09:50
@Miss_H: Ich habe schon länger keinen Sparpreis mehr genutzt, aber meines Wissens gilt die Zugbindung für ALLE Züge, die enthalten sind.
Ich buche meine Tickets auch relativ früh incl. Sitzplatz. Dann hab ichs aus den Füßen und muss mich nicht kurz vorher kümmern. Dazu muss man aber auch sagen, dass ich hier auf dem Dorf wohne, wir keinen gescheiten (funktionierenden) Automaten für Fernreisen haben und die Handytickets so einige Zugbegleiter in Regionalzügen überfordern. Ich finde, es spricht nichts dagegen, ein Flexpreisticket früh zu buchen. Nachteile hat man deshalb ja nicht wirklich.
Ich habe leider mehrfach versucht, Züge warten zu lassen, weil ich sonst mehr als eine Stunde irgendwo rumstehen müsste. Bei Regionalbahnen gab es da immer die Antwort „Ich kann das gerne durchgeben, aber Regionalbahnen warten hier nicht“. Ob das damit zusammenhängt, dass diese Regionalbahnen nicht mehr von der Bahn selbst betrieben werden, kann ich nicht sagen.
@davo: Miss_H fragte, ob es bei Flexpreisen unterschiedliche Preisgestaltung je nach Auslastung gibt. Ich würde sagen, ja, die gibt es. Zumindest meiner Erfahrung nach. Vielleicht auch nur Zufall, aber.. .siehe oben.
So genau schauen sich die meisten Leute das Angebot ja gar nicht an. Und so genau wird man am Schalter auch nicht beraten. Da wird genommen, was gerade passt und wenig verglichen. Ich gehe davon aus, dass sich das für die Bahn ordentlich rechnet ;-)
Eh, aber in https://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?93941-Frage-des-Tages&p=2063649&viewfull=1#post2063649 hast du heute und morgen verglichen. Und das ist dann eben was ganz anderes als die Frage von Fr.Pelz. Dass unterschiedliche Tage unterschiedlich viel kosten ist eh klar. Aber wenn ein Flexpreis wirklich voll flexibel ist (was er eben anscheinend doch nicht ist, siehe https://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?93941-Frage-des-Tages&p=2063648&viewfull=1#post2063648 ) müsste man ja erwarten, dass alle Fahrten an Tag X denselben Flexpreis haben. Darum ging es Fr.Pelz ja, das hat mit unterschiedlichen Preisen an unterschiedlichen Tagen nichts zu tun, denn so flexibel dass ich den Tag wechseln kann ist der Flexpreis dann doch nicht ;-)
WackenDoc
29.07.2018, 09:59
Flexticket ist halt ganz praktisch, wenn man irgendwo hin fährt und noch nicht genau weiss, wann man zürück will. Ich hab das in letzter Zeit öfter beruflich genutzt wenn Veranstaltungen einen fixen Beginn aber flexibles Ende haben. Die kosten sind in dem Fall relativ egal, aber mein Reiseservice muss es halt wissen, sonst buchen die Fix (von wegen kostenbewusstes Handeln). Je nach Strecke kommt da aber auch mal die Frage auf "Kann ich diesen zug mit diesem Ticket nutzen". Und es stehen tatsächlich unterschiedliche Zugarten drauf und "via"- bei der buchung klickt man ja trotz Flex auf eine Verbindung.
Feuerblick
29.07.2018, 10:27
@davo: Nein, ich meinte, dass der Flexpreis an Tag X unterschiedlich sein kann, wenn ich ihn an Tag Y morgens oder mittags oder Tag Z buche. Für denselben Tag, die gleiche Strecke, die gleichen Züge. Nur zu unterschiedlichen Tageszeiten nachgeschaut. Vermutlich abhängig davon, wie stark diese Fahrt an diesem Tag zum Zeitpunkt der Buchung schon frequentiert ist. Sprich: Ist an Tag X der Zug Y noch wenig gebucht, ist der Flexpreis günstiger als wenn ich ein paar Tage später nochmal Zug Y an Tag X suche, der aber in den letzten Tagen stärker gebucht wurde.
Und es ist auch so, dass an Tag X zu unterschiedlichen Tageszeiten die gleiche Fahrt mit gleichem Zug unterschiedlich kostet. Es ist eben nicht so, dass am Sonntag die Fahrt von A nach B mit ICE und Regionalbahn immer 90 Euro kostet. Sondern es kommt durchaus vor, dass die Fahrt am Morgen 80, am Nachmittag 90 Euro kostet. Kommt vor...heißt nicht, dass es immer so ist.
Klarer?
Und doch, du kannst auch den Tag wechseln, denn zumindest bei der Rückfahrt steht „gültig ab“ und nicht „gültig für den ...“
Ja, aber das ist ja auch nicht verwunderlich. Wenn die Nachfrage steigt, steigt der Preis.
Und ist trotzdem nicht das worauf Fr.Pelz hinauswollte :-p
Feuerblick
29.07.2018, 10:31
Dann erkläre mir mal, worauf sie hinauswollte. Dann verstehe ich offenbar die Frage nicht.
Dass zum selben Buchungszeitpunkt der Flexpreis für dieselbe Route an demselben Tag nicht immer derselbe ist. Sondern dass z.B. der Flexpreis bei der Buchung einer Vormittagsreise nicht immer derselbe ist wie der Flexpreis bei der Buchung einer Nachmittagsreise. Und das wäre ja völlig unlogisch, da einem der Flexpreis, zumindest vordergründig, ja erlauben sollte, jeden Zug dieser Zugklasse auf dieser Strecke an diesem Tag zu benutzen. Warum würde also jemand für mehr Geld den Flexpreis für den Zug am Nachmittag zahlen, wenn er auch einfach für weniger Geld den Flexpreis für den Zug am Vormittag kaufen könnte, und dann aber trotzdem, da ja Flexpreis, den Zug am Nachmittag nehmen könnte.
(Aber des Rätsels Lösung ist eben anscheinend tatsächlich die Abhängigkeit des Flexpreises von Strecke und Streckenlänge.)
Feuerblick
29.07.2018, 10:40
Das ist ja genau das, was Frau Pelz beobachtet hat. Dass dieselbe Fahrt mit demselben Zug auf derselben Strecke am selben Tag unterschiedlich kosten KANN, je nachdem, zu welcher Tageszeit man die Fahrt antritt. Morgens kostet die Fahrt 80 Euro, der Zug am Nachmittag 90 Euro. Schrieb ich doch oben. Und ja, kommt vor. Eben weil die Züge unterschiedlich ausgelastet sind. Habe ich schon mehrfach erlebt... Und da die Bahn davon ausgeht, dass die meisten Leute eben nicht so genau hinschauen und außerdem meistens auch den Zug nehmen, den sie buchen, dürfte sich das rechnen.
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