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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Mutmach-Thread: Physikum H16



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nie
10.07.2016, 12:14
Werde mich also wohl auf Anatomie konzentrieren, weil das ja wohl am sinnvollsten erscheint.

Das Fach ist halt auch, unabhängig vom Schwierigkeitsgrad, einfach der totale Zeitfresser.
Ich tue mir wirklich nicht schwer mit Anatomie und kann auch relativ gut auswendig lernen aber ich frage mich heute noch, wie man innerhalb eines Tages das ganze Skript zum Bewergungsapparat lernen soll... das würde ich direkt zum Einstieg empfehlen. Braucht halt einfach seine Zeit, das ganze Zeug zu lernen. Ansonsten vielleicht schonmal Embryo machen. Ist ja auch so ein lediges Thema, dass in vielen Unis auch ein bisschen untergeht aber vom IMPP gerne gefragt wird. Wenn man da den Dreh raushat, bringts halt auch einige Punkte.

Kiddo
10.07.2016, 17:39
Ich arbeite gerade für unsere anstehende BC-Klausur die ML-Hefte BC durch. Schon da ist ein Skript am Tag echt knackig, wenn es darum geht, sich das zu behalten. Bewegungsapparat an einem Tag klingt im Kontrast dazu nochmal utopischer.

Andreas
11.07.2016, 13:17
Vielleicht ein Wort des Mutes:
Wenn man den Medi-Learn Plan nicht schafft, braucht man sich glaube ich nicht den Kopf zu zerbrechen.

Ich halte die 30 Tage in 30 Tage-Plan für eine reine Marketingangabe. Er setzt voraus, dass man unphysiologisch lange lernt und vieles davon wohl eher nicht sehr effektiv auch im Kopf behält.


Meines Erachtens ist es beim wiederholen wichtiger, mit dem Material zu wiederholen, das einem vertraut ist und mit dem man sich "wohlfühlt" - also bestenfalls jenes, mit dem man unter dem Semester gelernt hat.

Ich hatte versucht mit den Skripten hier und da mal im Semester zu wiederholen, sie sind jedoch z.T. recht unstrukturiert und viele Themen werden recht oberflächlich angegangen.
Für Histologie habe ich dann z.B. die Zeichnungen verwendet, die ich selbst angefertigt hatte (siehe Link in der Signatur), da die Histoskripte m.E. nicht sehr gut sind.


Was man macht ist letztlich Geschmackssache. Der 30 Tage-Plan scheint jedoch nicht sinnvoll machbar, da die Zeit zu knapp kalkuliert ist.
Ich denke er funktioniert nur dann, wenn man den Stoff bereits sehr gut vorbereitet hatte. Sobald man etwas nochmal neu wiederholen muss, weil man es bisher nicht verstanden hatte, ist der Plan eher nicht mehr einzuhalten.

Absolute Arrhythmie
11.07.2016, 13:29
Ich arbeite gerade für unsere anstehende BC-Klausur die ML-Hefte BC durch. Schon da ist ein Skript am Tag echt knackig, wenn es darum geht, sich das zu behalten. Bewegungsapparat an einem Tag klingt im Kontrast dazu nochmal utopischer.

Ich hab am Anfang zwei dünnere Physio-Hefte an einem Tag gemacht. Den Puffer hab ich dafür benutzt mir den Bewegungsapparat in drei Tage aufzuteilen: ein Tag obere Extremität, einen Tag für die untere und einen Tag für den Rest und Wiederholung.

Zarudo
11.07.2016, 17:16
Jetzt reihe ich mich auch in die Reihe der Lernenden ein.

Die letzte Klausur war Physiologie, deshalb werde ich mit dem Plan anfangs ganz gut durchkommen. Physik dagegen läuft mit 40% weniger gut :heul:

davo
11.07.2016, 17:48
@Andreas:

Die Medi-Learn-Skripte (oder auch die Endspurt-Skripte) wurden halt zum Bestehen des Physikums konzipiert. Sie wurden nicht konzipiert um innerhalb von ein paar Wochen ohne Vorwissen den gesamten Vorklinik-Stoff zu verstehen.

Wenn man ein gutes Ausgangswissen hatte, und/oder sehr intensiv mit ihnen lernt, kann man problemlos den Lernplan einhalten (43 Tage inkl. Wiederholen und Generalproben) und ein Sehr gut schaffen. Dafür kenne ich mehrere Beispiele, auch hier im Forum. Wenn man nur ein mittelmäßiges Ausgangswissen hatte, und/oder nicht so viel Selbstdisziplin hat, kann man, wenn man den Lernplan einhalten will, halt "nur" ein Befriedigend oder ein Gut schaffen. Aber das ist ja noch immer ein ordentliches Ergebnis.

Man darf halt nicht die falsche Vorstellung haben, dass man nach dem Lernen mit diesen Skripten alles verstehen wird, selbst wenn man es bis dahin noch nicht verstanden hat. Das kann natürlich nicht funktionieren. Dafür gibts die vier Semester Studium davor ;-) Das liegt aber gar nicht an den Skripten, sondern eher am Missverhältnis zwischen Stoff und Zeit.

Arrhythmie
11.07.2016, 18:00
Wenn man nur ein mittelmäßiges Ausgangswissen hatte, und/oder nicht so viel Selbstdisziplin hat, kann man, wenn man den Lernplan einhalten will, halt "nur" ein Befriedigend oder ein Gut schaffen. Aber das ist ja noch immer ein ordentliches Ergebnis.


Hoffe mal das stimmt. Eine 3 wäre schon das Ziel meiner Träume...

davo
11.07.2016, 18:05
Es stimmt, glaub mir. Du darfst nie, nie, NIE vergessen, nicht einmal an den tristesten Lernabenden, dass vorigen Herbst nur 8,1% nicht bestanden haben, und nur 2,3% der Referenzgruppe. Hatten 91,9% bzw. 97,7% ein tolles Ausgangswissen? Natürlich nicht.

Das darf man echt nie vergessen. Man muss immer versuchen, die positiven Seiten zu sehen. Jeden Lernerfolg feiern, jeden Misserfolg schnell gedanklich beiseite schieben.

Viel Erfolg noch! :-top

Andreas
11.07.2016, 18:32
@Andreas:

Die Medi-Learn-Skripte (oder auch die Endspurt-Skripte) wurden halt zum Bestehen des Physikums konzipiert. Sie wurden nicht konzipiert um innerhalb von ein paar Wochen ohne Vorwissen den gesamten Vorklinik-Stoff zu verstehen.

Wenn man ein gutes Ausgangswissen hatte, und/oder sehr intensiv mit ihnen lernt, kann man problemlos den Lernplan einhalten (43 Tage inkl. Wiederholen und Generalproben) und ein Sehr gut schaffen. Dafür kenne ich mehrere Beispiele, auch hier im Forum. Wenn man nur ein mittelmäßiges Ausgangswissen hatte, und/oder nicht so viel Selbstdisziplin hat, kann man, wenn man den Lernplan einhalten will, halt "nur" ein Befriedigend oder ein Gut schaffen. Aber das ist ja noch immer ein ordentliches Ergebnis.

Man darf halt nicht die falsche Vorstellung haben, dass man nach dem Lernen mit diesen Skripten alles verstehen wird, selbst wenn man es bis dahin noch nicht verstanden hat. Das kann natürlich nicht funktionieren. Dafür gibts die vier Semester Studium davor ;-) Das liegt aber gar nicht an den Skripten, sondern eher am Missverhältnis zwischen Stoff und Zeit.
Durchaus richtig. Allerdings suggeriert Medi-Learn das mit seiner Werbung manchmal ein wenig.

Nunja, wie bereits geschrieben habe ich die Skripte nicht so wirklich verwendet. Letztlich habe ich zur Vorbereitung das Material verwendet, das ich auch unter dem Semester benutzte.
Damit ging es recht gut.

Allerdings hab ich auch schon im Semester mit der Vorbereitung angefangen, in der Straßenbahn. Da kam einiges zusammen: 2 x 20 min Fahrzeit pro Tag * 5 Tage = 200 Minuten pro Woche, die ich auch hätte aus dem Fenster gucken können. Das summiert sich.
Zusätzlich war ich jede Woche mehrmals im Präpsaal und im Histokabinett.

Die Möglichkeit hat natürlich nicht jeder (familiäre Gründe, organisatorische Gründe, keine öffentlichen Verkehrmittel, keine freien Anatomiezeiten).


Die Physikumsvorbereitung dürfte wohl die "persönlichste" Zeit jedes Medizinstudenten sein, was das Lernverhalten angeht.

Es ist jedem zu wünschen, da den richtigen eigenen Rhythmus zu finden und die Prüfung zu bestehen!

Absolute Arrhythmie
11.07.2016, 18:39
Wenn du selber nicht damit gelernt hast, wie willst du dann beurteilen ob der Plan sinnvoll ist oder nicht?
Ich hab damit gelernt und kann ihn wirklich uneingeschränkt empfehlen. Und nein, ich bekomme kein Geld von Medi Learn für die Werbung ;-)
Ich hab im Durchschnitt in den sechs Wochen vor dem physikum nicht mehr als 6 Stunden am tag gelernt. Jeden Tag von 8-12 Skript durcharbeiten. Eine Stunde Pause, danach eine Stunde kreuzen und dann bin ich nach Hause gefahren. Das finde ich nicht unphysiologisch ;-)

Eine Freundin von mir hat genau so gelernt (haben uns jeden tag in der bib getroffen und zusammen gelernt) und wir haben beide schriftlich sehr gut abgeschnitten.

Und ja, klar war ich in der gesamten Vorklinik diszipliniert, aber ich war nie ein Überflieger, der sofort alles kapiert.

Also Leute, nicht verzweifeln :-) Stumpf weiter lernen und am ende den Erfolg genießen. Ihr schafft das! :-top

Heerestorte
11.07.2016, 18:57
Wenn du selber nicht damit gelernt hast, wie willst du dann beurteilen ob der Plan sinnvoll ist oder nicht? [.....]


Hast du den Medi Learn Kurs also nicht gemacht, oder?
Ich bin ja mal gespannt wie der Kurs wird.

davo
11.07.2016, 18:58
@Andreas:

Du hast also deutlich mehr gelernt als die große Mehrheit der Studenten. Ist ja auch völlig okay so. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass man nicht auch mit deutlich weniger lernen ein Sehr gut schaffen kann ;-) Das sagt über die Qualität des Medi-Learn-Lernplanes nicht wirklich was aus. Und wenn man langfristig viel behalten und viel verstehen will, muss man daran ohnehin schon während der Vorklinik arbeiten, und nicht erst ein paar Wochen vor dem Physikum. Dass Werbung nicht immer wörtlich zu verstehen ist, ist uns ja wohl allen klar.

Das mit dem stumpf weiterlernen kann ich nur unterstreichen. Nicht zu viele Gedanken machen, sondern einfach immer brav weiterackern. Am Ende sieht man, wieviel es gebracht hat, selbst wenn man das zwischendurch oft nicht glauben mag.

Absolute Arrhythmie
11.07.2016, 19:18
Hast du den Medi Learn Kurs also nicht gemacht, oder?
Ich bin ja mal gespannt wie der Kurs wird.

Nein, den Kurs habe ich nicht gemacht. Meine Uni bietet den auch nicht an, und im Erstversuch hätte ich kein Geld dafür bezahlen wollen.

Heerestorte
11.07.2016, 19:29
Nein, den Kurs habe ich nicht gemacht. Meine Uni bietet den auch nicht an, und im Erstversuch hätte ich kein Geld dafür bezahlen wollen.

Ah ok, dann ist es verständlich.
Ich mache den auch nur, weil die Uni den anbietet und man deshalb nur einen Bruchteil zahlt.

Andreas
11.07.2016, 20:36
@A.A.:
Nach dem 2. Semester wollte ich aus Neugier bereits wissen, ob dieser Plan für mich sinnvoll ist. Ich habe mir daher einige Tage in den Semesterferien Zeit genommen und Abschnitte aus dem Plan genommen, die Themen abdecken, die ich bereits im 1. Jahr hatte.
Dann habe ich sozusagen testweise einige Tage des Plans abgearbeitet. Das gleiche hab ich dann nochmal nach dem 3. Semester gemacht.

Die Skripte hatte ich damals im Paket gekauft. Im Semester habe ich gelegentlich auch immer mal wieder reingesehen.

In der Vorklinik habe ich in jedem Fach erstmal einige Lehrbücher bzw. Skriptsammlungen getestet, bevor ich das für mich passende gefunden habe.


Das ist keine Aufforderung, das gleiche zu machen.
Wer mit den Skripten klarkommt und den Plan einhalten kann, ist damit sicherlich gut beraten. Das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und der individuellen Vorbereitung.

Mancher lernt besser unter Druck und kann dann viel Stoff aufnehmen, andere brauchen etwas Vorlauf.


In jedem Falle - um dem Geiste dieses Thread gerecht zu werden - sei gesagt: das Physikum ist schaffbar!
Beim Kreuzen sollte man sich nicht davon verrückt machen lassen, dass es immer mal wieder einzelne Fragen gibt, die man nicht beantworten kann.

Dadurch, dass am Ende alle Fächer einfach zusammengezählt werden, kann man auch in einem Fach in einem Thema einfach mal nicht gut vorbereitet sein, ohne, dass es das Bestehen maßgeblich gefährdet.

Absolute Arrhythmie
11.07.2016, 20:41
Ernsthaft jetzt? Du hast in den FERIEN schonmal probeweise den ML Plan getestet???
Ich glaube du lebst in einer anderen Welt als ich und auch als die meisten in diesem Thread.

Leute, lasst euch von so Erzählungen nicht verunsichern. Sowas ist ganz sicher nicht nötig um das Physikum zu bestehen ;-)

Andreas
11.07.2016, 20:53
Ernsthaft jetzt? Du hast in den FERIEN schonmal probeweise den ML Plan getestet???
Ich glaube du lebst in einer anderen Welt als ich und auch als die meisten in diesem Thread.

Leute, lasst euch von so Erzählungen nicht verunsichern. Sowas ist ganz sicher nicht nötig um das Physikum zu bestehen ;-)
Da stimme ich dir absolut zu - notwendig ist eine solche Vorbereitung auf keinen Fall. Den Eindruck wollte ich keinesfalls erwecken.


Wir hatten bei uns im Semester sogar Leute, die hatten wegen Nachprüfungen und dergleichen nicht mal 3 Wochen zur Wiederholung und haben es auch geschafft.

Allerdings haben bei uns relativ wenige Leute mit dem Medi Learn Plan gelernt. Allein Anatomie haben so einige bei uns relativ wenig wiederholt, sondern waren einfach morgens 2 Stunden im Anatomiekeller und haben das Thema damit bereits "abgehakt". So blieb dann mehr Zeit für alles andere - so war das dann gut schaffbar in den 3 bis 4 Wochen.
Allerdings haben nicht alle Unis so viele freie Zeiten im Anatomiekeller während der Physikumsvorbereitung.

Soweit ich weiß haben sich einige auch einfach Embryologie und Physik gespart, weil sich damit nochmal einiges an Zeit einsparen ließ - und der Punkteanteil an diesen beiden Fächergebieten auch nicht so sonderlich groß ist.

Arrhythmie
12.07.2016, 06:08
Ich mach ja den Kurs. (Aber wie bei Heerestorte auch nur weil meine Uni den anbietet und ich nur wenig zuzahlen muss).

Die Einführungsveranstaltung hatten wir bereits und ich muss sagen, die war schon motivierend. Auch dort wurde gesagt, dass wenn man alles brav so macht, man eine 2 schafft. Wenn nicht sogar eine 1. Aber irgendwie kann ich es halt kaum glauben....

davo
12.07.2016, 06:25
Nachdem vorigen Herbst ca. 45% ein Gut oder Sehr gut geschafft haben, und sich sicher mindestens 90% mit dem normalen Medi-Learn- oder Endspurt-Lernplan vorbereitet haben, stimmt das bestimmt. Ihr habt den Großteil der Lernzeit erst vor euch, also wenn ihr jetzt schon eine Ahnung habt, habt ihr echt ideale Voraussetzungen :-top

Arrhythmie
12.07.2016, 06:32
:-)
Danke, das motiviert auf jeden Fall.

...dann mach ich mich mal weiter ans Physio lernen...