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D.Hollywood
25.04.2021, 09:47
Hey du, darf ich dir eine Nachricht schreiben (frage) bzgl neuro Weiterbildung?
Auweia, gerade einen neuen Thread erstellt und dann erst diesen hier auf der zweiten Seite gefunden. Gleich mal mit dem Kardinalfehler einsteigen :-oopss
Ich hab jetzt bald drei Jahre Neurologie hinter mir, habe die aber schon mit der Maßgabe, Allgemeinmediziner zu werden angefangen und bin dann wegen allgemeiner Zufriedenheit noch etwas geblieben. Hausärztliche Erfahrung kann ich noch keine beitragen, kann aber die Neuro als Begleitfach empfehlen. Man kommt relativ schnell rein und kann sicherlich vieles aus den Notaufnahmediensten (Schwindel, Kopfschmerzen, Gangstörung, Kribbelkrabbel) bestimmt auch später nochmal brauchen.
Habt ihr denn Tipps, worauf man bei der Auswahl der Klinik für den Innere und Chirurgie-Teil achten sollte?
Wenn in der WB-Ordnung der entsprechenden Ärztekammer folgende Anforderungen stehen, wie würdet ihr das interpretieren?
60 Monate Allgemeinmedizin unter Ermächtigung an Weiterbildungsstätten, davon
- müssen 24 Monate in Allgemeinmedizin in der ambulanten hausärztlichen Versorgung
abgeleistet werden
- müssen 12 Monate im Gebiet Innere Medizin in der stationären Akutversorgung
abgeleistet werden
- müssen 6 Monate in mindestens einem anderen Gebiet der unmittelbaren
Patientenversorgung abgeleistet werden
- können zum Kompetenzerwerb bis zu 18 Monate Weiterbildung in Gebieten der
unmittelbaren Patientenversorgung erfolgen
1 Jahr stationäre Innere Medizin, 2 Jahre Allgemeinarztpraxis stehen fest, insgesamt sind es aber 5 Jahre. Maximal eineinhalb Jahre können aus anderen Fachrichtungen angerechnet werden.
Nur wie genau muss man dann die restlichen eineinhalb Jahre verbringen? Entweder in einer Allgemeinarztpraxis oder stationären Inneren Medizin?
Wie viel Zeit aus der stationären Akutversorgung in der Chirurgie könnte man sich maximal anrechnen lassen?
Finde die Formulierung sehr missverständlich.
Ich verstehe das so, dass die Fixpunkte
- mindestens 2 Jahre Hausarztpraxis
- mindestens 1 Jahr Akut-Innere im Krankenhaus
-mindestens 1/2 Jahr irgend ein anderes Fach mit Patientenversorung, das nicht Innere ist, im Krankenhaus
sind.
Die restlichen 18 Monate können nach Belieben in Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung verbracht werden.
In dem Fall könnte man sich bis zu zwei Jahre Chirurgie anrechnen lassen (6 + 18 Monate).
So würde ich das zumindest interpretieren. Viel Erfolg!
cartablanca
03.06.2021, 03:18
Lohnt es sich eher den FA für Innere oder für Allgemeinmedizin zu machen um eine Hausarztpraxis zu führen?
Kommt auf die eigenen Vorstellungen an, wie man arbeiten möchte. Der Weg zum Allgemeinmediziner erlaubt auch mal Abseits der Inneren zu schauen und entsprechend die Praxis und Leistungen so aufzustellen.
Ich verstehe das so, dass die Fixpunkte
- mindestens 2 Jahre Hausarztpraxis
- mindestens 1 Jahr Akut-Innere im Krankenhaus
-mindestens 1/2 Jahr irgend ein anderes Fach mit Patientenversorung, das nicht Innere ist, im Krankenhaus
sind.
Die restlichen 18 Monate können nach Belieben in Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung verbracht werden.
In dem Fall könnte man sich bis zu zwei Jahre Chirurgie anrechnen lassen (6 + 18 Monate).
So würde ich das zumindest interpretieren. Viel Erfolg!
Ja würde ich auch so....schreib de Ärztekammer an mit deinen Zahlen/ZEiten und frag nach für eine konkrete Antwort
cartablanca
03.06.2021, 13:56
Kommt auf die eigenen Vorstellungen an, wie man arbeiten möchte. Der Weg zum Allgemeinmediziner erlaubt auch mal Abseits der Inneren zu schauen und entsprechend die Praxis und Leistungen so aufzustellen.
Was meinst du damit? Hat man als Internist ein geringeres Leistungsspektrum, das man anbieten darf? Ich meine jetzt rechtlich gesehen? Und was lohnt sich finanziell eher?
Ich weiß, dass der FA für Innere sich mehr lohnt, wenn man parallel noch als Honorararzt arbeiten will. Daher bin ich grad unschlüssig.
Lohnt es sich eher den FA für Innere oder für Allgemeinmedizin zu machen um eine Hausarztpraxis zu führen?
Beim FA für Innere sind nicht automatisch alle Bezeichnungen integriert, die Du für die Abrechnung brauchst, wie beim FA Allgemeinmedizin. Es fehlt beispielsweise die psychosomatische Grundversorgung.
cartablanca
03.06.2021, 15:11
Beim FA für Innere sind nicht automatisch alle Bezeichnungen integriert, die Du für die Abrechnung brauchst, wie beim FA Allgemeinmedizin. Es fehlt beispielsweise die psychosomatische Grundversorgung.
Kann man diese Bezeichnungen nachträglich erarbeiten?
Klar, wenn Du den Kurs dafür machst. Beim FA Allgemeinmedizin ist der halt schon Voraussetzung.
Ok, danke schonmal für eure Antworten.
Das heißt, dass man letztlich nur für 3 Jahre konkrete Vorgaben hat was genau gemacht worden sein muss und der Rest frei gestaltet werden kann?
2 davon wären ja sogar genau die Arbeit die man dann danach machen würde - vermutlich würde man von dem was man macht her keinen Unterschied merken. Der einzige Unterschied läge wahrscheinlich im Gehalt. In einer HA-Praxis dürfte man ja auch schon vor der FA-Prüfung praktisch autark arbeiten - anders als beispielsweise in einem chirurgischen Fach an einer großen Klinik.
urinbeutel
03.06.2021, 19:23
jo, ziemlich premium. und derzeit kriegt man noch gute kassensitze in guten lagen und kann direkt nach dem facharzt sein leben planen.
Beim FA für Innere sind nicht automatisch alle Bezeichnungen integriert, die Du für die Abrechnung brauchst, wie beim FA Allgemeinmedizin. Es fehlt beispielsweise die psychosomatische Grundversorgung.
Aber die Internisten dürfen auch mehr von was abrechnen, Sonos oder so? Oder Funktionsdiagnostik? Oder kann das der Allgemeinarzt genauso bzw. erst nach entsprechenden Kursen und Ermächtigungen?
Nö, von Haus aus dürfen die Internisten nicht mehr, sondern eher weniger abrechnen.
Im Paket ist normalerweise neben den Grundpauschalen noch Sono Abdomen und Schilddrüse sowie eben die Psychosomatik, Ergometrie, Langzeit-EKG und -RR. Das muss formal zwar bei der jeweiligen KV beantragt werden, ist aber quasi automatisch drin.
Echo dagegen wirst Du weder als Allgemeinmediziner noch als Internist auf Hausarztsitz über Kasse abrechnen können.
cartablanca
03.06.2021, 20:19
Danke für die Informationen. Ich möchte aber an der Stelle ergänzen, dass wer plant nebenbei als Honorararzt zu arbeiten mit FA Innere deutlich besser fährt.
Zum einen meine ich das, was Evil geschrieben hat.
Zum anderen ist meiner Meinung nach die Weiterbildung eine Art Profilierung. Welche Fertigkeiten und Kenntnisse man sich aneignet, entscheidet später über die Tätigkeit und das Leistungsabgebot.
Als Beispiel: war der Internist hauptsächlich in der Gastro und hat noch nebenbei mal kurz in die Kardio geschaut liegt der Schwerpunkt anders als wenn die wenn hautpsächlich Kardio gemacht wurde. Auch wenn in der Prüfung natürlich alles abgefragt werden kann.
Der Vorteil des Allgemeinmediziner ist ja, dass man die Weiterbildung je nach individuellem Interesse zusammenstellen kann.
Zum Beispiel kann man die Praxistätigkeit mit Chirurgie, Orthopäde, Dermatologie, Psychosomatik, Pädiatrie usw. auflockern.
Muss natürlich alles bei der KV zur Abrechnung beantragt werden.
Bei den Honorararztangeboten die ich täglich so reinbekomme ist häufig FA Innere oder Allg. Medizin die Voraussetzung - gerade für die ZNA. Ich war mal als Stationsarzt gebucht. Als am ersten Tag die Einteilung für die Woche besprochen wurde, habe ich angeboten die ZNA zu machen. Das wurde dann auch dankend angenommen.
Aber als Internist ist man auf dem Papier natürlich für die Klinik erstmal interessanter. Das stimmt schon.
Interessant in diesem Zusammenhang finde ich dass die Anzahl an Stellen die sich explizit an Fachärzte richten zur Arbeit in der Notaufnahme in den letzten Jahren zugenommen hat... ist ja vielleicht für manche Leute auch eine Option.
Hallo,
wie ist das eigentlich mit den Versicherungen/Steuern etc als angestellter Assistent ider der Förderung? Wenn mir eine Praxis zusichert, die Förderung an mich weiterzugeben, müssen doch trotzdem die Arbeitgeberanteile zb von der Praxis bezahlt werden oder werden die von der Förderung abgezogen. Die Lohnsteuer wird ja wohl davon abgezogen, sodass die Förderung dann quasi mein Brutto darstellt?
Sorry für die doofen Fragen, es wird meine erste Stelle außerhalb der Klinik mit ihrem Rund-um-Sorglos-Gehalt :-D
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