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Teevee
16.12.2023, 13:18
Ok, danke :)
Dh du bist also noch in Weiterbildung?

Fr.Pelz
16.12.2023, 18:13
In einem Monat bin ich mit dem Quereinstieg durch, wenn alles gut läuft.

AlexDo86
07.01.2024, 18:25
Hallo Leute,

ich bin aktuell im 3. WBJ Urologie und wechsle nun in die Allgemeinmedizin. Ich habe ein gutes Angebot von einer sympathischen Praxis erhalten und werde hier 24 Monate Weiterbildung absolvieren.
Gemäß WBO sind 18 + 6 Monate in einem anderen Fach als Innere und Allgemeinmedizin in der akuten Pat.-Versorgung zu leisten. Soweit ich informiert bin, werden mir die Zeiten in der Uro also bis 24 Monate angerechnet, richtig?
Wie ist das im Anschluss mit dem Innere-Jahr? Also, das ganze erst zum Schluss der Weiterbildung zu machen. Ich habe etwas Sorge, nur schwer eine Stelle zu erhalten, wenn ich denn dort Auftrete nach dem Motto "mir fehlt noch das eine Jahr, dann bin ich wieder weg…" kann mir vorstellen, dass das kritisch gesehen wird. Hat jemand Erfahrungen diesbezüglich?

Trenn
07.01.2024, 19:11
Such dir ein kleines Haus ohne Urologie, dann wirst du ganz schnell Funktionsoberarzt. Spass beiseite, Neurologen werden gerne in der Psych genommen, weil sie bessere Somatiker (ist halt Übungssache) als die Oberärzte sind, auch Psychiater werden in der Neuro angenommen, obwohl sie wahrscheinlich Initial weniger über Neuro und Innere wissen als frische Absolventen (man vergisst vieles sehr schnell, mit ein bisschen Engagement kommt man aber schnell wieder rein). Dafür sind Sie tiefenentspannter, wenn der Patient etwas anstrengend wird. Solange du dich nicht an der Uni bewirbst, solltest du schnell eine Stelle kriegen. Etwas Basis-Innere (EKG, Sono) weist du schon aus der Praxis vor... Vergiss nicht jetzt schon die Kurse zu beginnen (PsySom-Grundversorgung, ggf. Sonographie, ggf. Genetische Beratung, ggf. Reisemedizinische Beratung, ggf. weitere Zusatzbezeichnungen).

Fr.Pelz
07.01.2024, 19:56
In der Inneren wirst du schon eine Stelle kriegen mit dann ja 5 Jahren Erfahrung als IRGENDEIN ARZT DER DEUTSCH SPRICHT.
:-oopss

Fr.Pelz
13.01.2024, 19:10
Ich habe eine Frage, da sie gerade bei den Deximed-Prüfungsfällen aufkam (und meine FA-Prüfung ja bevorsteht :-oopss ) zu Tropenrückkehrern: was macht man pratisch?
Ich hatte in meinen 2 Jahren in der Hausarztpraxis bislang noch niemanden, der mit Beschwerden aus den Tropen wiedergekehrt ist und ich wüsste auch ernsthaft nicht, was ich machen würde. Klar, körperliche Untersuchung und Basislabor - aber ich fange doch nicht ernsthaft an, irgendwelche Leishmaniosen oder Malaria auszuschließen? Davon abgesehen, dass ich davon keine Ahnung habe, nehmen wir in der Praxis nichtmal Blutkulturen ab...

Also schicke ich alle zum Tropenmediziner? (Nur für die Prüfung scheint mir die Antwort etwas dünn :-oopss )

Kandra
13.01.2024, 19:16
Ich habe eine Frage, da sie gerade bei den Deximed-Prüfungsfällen aufkam (und meine FA-Prüfung ja bevorsteht :-oopss ) zu Tropenrückkehrern: was macht man pratisch?
Ich hatte in meinen 2 Jahren in der Hausarztpraxis bislang noch niemanden, der mit Beschwerden aus den Tropen wiedergekehrt ist und ich wüsste auch ernsthaft nicht, was ich machen würde. Klar, körperliche Untersuchung und Basislabor - aber ich fange doch nicht ernsthaft an, irgendwelche Leishmaniosen oder Malaria auszuschließen? Davon abgesehen, dass ich davon keine Ahnung habe, nehmen wir in der Praxis nichtmal Blutkulturen ab...

Also schicke ich alle zum Tropenmediziner? (Nur für die Prüfung scheint mir die Antwort etwas dünn :-oopss )

Du kannst ja ein EDTA für einen dicken Tropfen zur Malariadiagnostik ins Labor schicken. Bzw dich mit deinem Labor besprechen wie man das am besten handhabt.

Grzzly
13.01.2024, 21:08
Ich habe eine Frage, da sie gerade bei den Deximed-Prüfungsfällen aufkam (und meine FA-Prüfung ja bevorsteht :-oopss ) zu Tropenrückkehrern: was macht man pratisch?
Ich hatte in meinen 2 Jahren in der Hausarztpraxis bislang noch niemanden, der mit Beschwerden aus den Tropen wiedergekehrt ist und ich wüsste auch ernsthaft nicht, was ich machen würde. Klar, körperliche Untersuchung und Basislabor - aber ich fange doch nicht ernsthaft an, irgendwelche Leishmaniosen oder Malaria auszuschließen? Davon abgesehen, dass ich davon keine Ahnung habe, nehmen wir in der Praxis nichtmal Blutkulturen ab...

Also schicke ich alle zum Tropenmediziner? (Nur für die Prüfung scheint mir die Antwort etwas dünn :-oopss )

Würde zb erfragen wo Person war, welche Impfungen Evtl vorhanden sind und dann schauen welche zusätzlichen Erreger in Frage kommen könnten.

hebdo
14.01.2024, 08:36
80-90% der Diagnosen bei Tropenrückkehrern sind nicht tropenmedizinisch.

Ich hatte mal ein Pärchen, die sich nach einem längeren Backpackingtrip durch Südostasien vorgestellt haben. Hatten beide ein pustulöses Exanthem an den unteren Extremitäten seit mehreren Wochen und zum Schluss noch Fieber und schwere Allgemeinsymptome bekommen. Die Frau war deutlich schwerer erkrankt. Habe mich wie Doktor House gefühlt und wilde Differentialdiagnosen recherchiert.

Habe einen Bekannten in der nahegelegenen Tropenmedizin. Der meinte schon am Telefon, dass es wahrscheinlich nichts ist; aber ich kann sie überweisen.

Im Endeffekt hatten sie einen banalen viralen Infekt und eine Impetigo, die sich durch den engen Körperkontakt und die unzureichende Hygiene über Wochen aufrechterhalten hat.

Diagnostik war ein Labor mit Infekt- Leber und Nierenwerten, ein Diff-BB, Abstrich der Pusteln und ein Ausstrich. Letzterer ist einfach und günstig.

h3nni
14.01.2024, 10:00
Diff-BB ist ein sehr gutes Stichwort, hier auch auf die Thrombos schauen. man könnte ggf PoC-Tests für Plasmodien und Dengue da haben.
Urinstix, Sono, Einschicken von EDTA wurde schon genannt.
Ggf Stuhlkulturen plus Parasitologie.

Fr.Pelz
14.01.2024, 14:48
Ok danke, dann kann ich wenigstens irgendwas sagen (aber hoffen, dass das Thema nicht dran kommt). :-keks

Grzzly
15.01.2024, 11:14
80-90% der Diagnosen bei Tropenrückkehrern sind nicht tropenmedizinisch.

Ich hatte mal ein Pärchen, die sich nach einem längeren Backpackingtrip durch Südostasien vorgestellt haben. Hatten beide ein pustulöses Exanthem an den unteren Extremitäten seit mehreren Wochen und zum Schluss noch Fieber und schwere Allgemeinsymptome bekommen. Die Frau war deutlich schwerer erkrankt. Habe mich wie Doktor House gefühlt und wilde Differentialdiagnosen recherchiert.

Habe einen Bekannten in der nahegelegenen Tropenmedizin. Der meinte schon am Telefon, dass es wahrscheinlich nichts ist; aber ich kann sie überweisen.

Im Endeffekt hatten sie einen banalen viralen Infekt und eine Impetigo, die sich durch den engen Körperkontakt und die unzureichende Hygiene über Wochen aufrechterhalten hat.

Diagnostik war ein Labor mit Infekt- Leber und Nierenwerten, ein Diff-BB, Abstrich der Pusteln und ein Ausstrich. Letzterer ist einfach und günstig.

Sind die Zahlen deine Einschätzung? Zumindest sind bei Reiserückkehrern 10-50% (je nach Urlaubsort 30%-50%) der Enteritiden auf Protozoen zurückzuführen und auch Dengue gehört abgeklärt meiner Meinung nach.

AlexDo86
15.01.2024, 16:45
Hallo Leute,

ich habe noch eine Frage zu den Weiterbildungsabschnitten in der Allgemeinmedizin. Aktuell habe ich 27 Monate Urologie gemacht, Davon einmal 22 und nun noch einmal 5 (ungünstig, aber die Kündigungsfrist des AVR hatte ich zu spät bemerkt). Nun Wechsel ich ab März in die Allgemeinmedizin (24 Monate Praxis). Ich frage mich, ob es ausreicht sich über die bisherigen Abschnitte ein Weiterbildungszeugnis auszustellen, oder ist hier auch die Führung eines Logbuchs erforderlich? Ich finde dazu leider keine konkreten Antworten.
Oder reicht gar ein einfacher Nachweis "xxx hat hier in der Urologie stationär vom xx bis xx in Vollzeit gearbeitet"?

Weiss jemand näheres?

Speranza100
15.01.2024, 17:45
Hej Alex
bei meiner Anmeldung zur FA Prüfung habe ich die spezifischen Fächer bzw nicht internistischen Abschnitte (zB Neurologie) auch in Form von Logbuch (dann Neurologie Logbuch) PLUS Weiterbildungszeugnis Neurologie zur Anerkennung für den Zeitabschnitt eingereicht. (Hatte zB auch Duplexe im Logbuch Neuro Dokumentiert und darauf dann wiederum im Logbuch Allgemeinmedizin verwiesen). Die internistischen ABschnitte habe ich im Logbuch Allgemeinmedizin unterschreiben lassen und dokumentiert.

Meines Wissens nach braucht es immer beides, Logbuch + Weiterbildungszeugnis des entsprechenden FAches (muss auch die Form entsprechend haben! Es reicht kein Zweizeiler!), aber das kann dir am Ende nur deine zuständige Ärztekammer sagen. Wie es mit dem E Logbuch läuft weiss ich leider nicht. Wenn du nach alter WBO die FA Prüfung machen willst geht es noch auf Papier, sonst zwingend E Logbuch.
Viele Grüße.

hebdo
15.01.2024, 18:51
Sind die Zahlen deine Einschätzung? Zumindest sind bei Reiserückkehrern 10-50% (je nach Urlaubsort 30%-50%) der Enteritiden auf Protozoen zurückzuführen und auch Dengue gehört abgeklärt meiner Meinung nach.

Die Zahlen sind meine Einschätzung und eher fehlerbehaftet. Ich habe jetzt nochmal oberflächlich recherchiert und folgende Zahlen gefunden:

„Dies belegt die Analyse der Daten von 82 825 erkrankten Reiserückkehrern, die zwischen 1996 und 2011 vom GeoSentinel Netzwerk gesammelt wurden: In 4,4% (n = 3655) der Fälle lag eine akute, potentiell lebensbedrohliche Tropenerkrankung vor“
https://smf.swisshealthweb.ch/de/article/doi/smf.2018.03240

„Durchschnittlich werden aber 80–90% aller Episoden von Reisedurchfall durch Bakterien, 5–10% durch Viren und 5–10% durch Protozoen verursacht [6]. Die wichtigsten bakteriellen Pathogene sind: enteroaggregative Escherichia coli [EAEC], enteropathogene Escherichia coli [EPEC], enterotoxische Escherichia coli [ETEC], Campylobacter jejuni, Shigella spp., Salmonella spp., Aeromonas spp.,Plesiomonas shigelloides und *Vi*brio spp. [3, 7–10]. Die wichtigsten viralen Pathogene sind Noroviren und Rotaviren [3, 8]. Die wichtigsten protozoalen Erreger sind Giardia intestinalis, Ent*amoeba histolytica,Cryptosporidium spp., Cyclo*spora *cayetanensis und Cystoisospora spp. [3, 8]. Ebenfalls im Spektrum des Reisedurchfalls enthalten sind die «Lebensmittelvergiftungen», die durch bakterielle Toxine (z.B. von Staphylococcus aureus oder Bacillus cereus) verursacht werden.„
https://smf.swisshealthweb.ch/de/article/doi/smf.2021.08648

Malaria ist unter den fieberhaften Tropenerkrankungen bestimmt die häufigste.
Bei den Diarrhoen würde ich die genannten Bakteriellen und viralen Erreger nicht als tropenspezifisch ansehen.

Grzzly
15.01.2024, 19:54
Die Zahlen sind meine Einschätzung und eher fehlerbehaftet. Ich habe jetzt nochmal oberflächlich recherchiert und folgende Zahlen gefunden:

„Dies belegt die Analyse der Daten von 82 825 erkrankten Reiserückkehrern, die zwischen 1996 und 2011 vom GeoSentinel Netzwerk gesammelt wurden: In 4,4% (n = 3655) der Fälle lag eine akute, potentiell lebensbedrohliche Tropenerkrankung vor“
https://smf.swisshealthweb.ch/de/article/doi/smf.2018.03240

„Durchschnittlich werden aber 80–90% aller Episoden von Reisedurchfall durch Bakterien, 5–10% durch Viren und 5–10% durch Protozoen verursacht [6]. Die wichtigsten bakteriellen Pathogene sind: enteroaggregative Escherichia coli [EAEC], enteropathogene Escherichia coli [EPEC], enterotoxische Escherichia coli [ETEC], Campylobacter jejuni, Shigella spp., Salmonella spp., Aeromonas spp.,Plesiomonas shigelloides und *Vi*brio spp. [3, 7–10]. Die wichtigsten viralen Pathogene sind Noroviren und Rotaviren [3, 8]. Die wichtigsten protozoalen Erreger sind Giardia intestinalis, Ent*amoeba histolytica,Cryptosporidium spp., Cyclo*spora *cayetanensis und Cystoisospora spp. [3, 8]. Ebenfalls im Spektrum des Reisedurchfalls enthalten sind die «Lebensmittelvergiftungen», die durch bakterielle Toxine (z.B. von Staphylococcus aureus oder Bacillus cereus) verursacht werden.„
https://smf.swisshealthweb.ch/de/article/doi/smf.2021.08648

Malaria ist unter den fieberhaften Tropenerkrankungen bestimmt die häufigste.
Bei den Diarrhoen würde ich die genannten Bakteriellen und viralen Erreger nicht als tropenspezifisch ansehen.

Um nochmal die Kurve zu bekommen; bei einem Patienten aus z.B. Südostastien ist der Anteil an Protozoen tatsächlich 30%. Darunter auch Entamoeba histolyticum. Aber ja fragliche Relevanz, aber im Fall gut zu wissen.

Me1ster
16.01.2024, 19:34
Hej Alex
bei meiner Anmeldung zur FA Prüfung habe ich die spezifischen Fächer bzw nicht internistischen Abschnitte (zB Neurologie) auch in Form von Logbuch (dann Neurologie Logbuch) PLUS Weiterbildungszeugnis Neurologie zur Anerkennung für den Zeitabschnitt eingereicht. (Hatte zB auch Duplexe im Logbuch Neuro Dokumentiert und darauf dann wiederum im Logbuch Allgemeinmedizin verwiesen). Die internistischen ABschnitte habe ich im Logbuch Allgemeinmedizin unterschreiben lassen und dokumentiert.

Meines Wissens nach braucht es immer beides, Logbuch + Weiterbildungszeugnis des entsprechenden FAches (muss auch die Form entsprechend haben! Es reicht kein Zweizeiler!), aber das kann dir am Ende nur deine zuständige Ärztekammer sagen. Wie es mit dem E Logbuch läuft weiss ich leider nicht. Wenn du nach alter WBO die FA Prüfung machen willst geht es noch auf Papier, sonst zwingend E Logbuch.
Viele Grüße.


Wie sieht es da eigentlich mit Fächern aus, die nicht direkt offensichtliche Zahlen bringen, zB ein Jahr derma oder strahlentherapie, Radiologie ? Schafft man die Zahlen in einem Jahr innere + 2 Jahre allgemeinmedizin Praxis ? In den Fächern würde ja weitestgehend nur die Zeit Fortschritt bringen und weniger das abhaken der Zahlen.

Trenn
16.01.2024, 19:51
Was muss man denn für Zahlen schaffen? Hausbesuche und Kinderbehandlungen kannst du nur in der Praxis machen. Sono-Abdomen schafft man auch in einem Jahr in der Praxis, wenn du ca. 3 Stk. am Tag machst. Ob der 300. Normalbefund dir aber was bringt, ist eine andere Sache. Du kannst dir alles bescheinigen lassen. Wenn es suspekt erscheint, wirst du eventuell vor der Genehmigung zum Kolloquium eingeladen. Ich würde mich gar nicht so sehr am Logbuch orientieren, sondern eher an den Voraussetzungen für die Genehmigungen (je nachdem, was du anbieten wills) der KV, wo du dich niederlassen willst.

Me1ster
16.01.2024, 20:20
Ok das beantwortet ja meine Frage, sprich es dir egal wenn man von den Zahlen nach 2 Jahren noch 0,0 hat, weil man es sich entweder nicht bescheinigen hat lassen oder die Fächer es nicht hergeben.

Flo83
17.01.2024, 05:54
Ok das beantwortet ja meine Frage, sprich es dir egal wenn man von den Zahlen nach 2 Jahren noch 0,0 hat, weil man es sich entweder nicht bescheinigen hat lassen oder die Fächer es nicht hergeben.

Also ich kann folgendes dazu berichten, ich bin jetzt im Quereinstieg Allgemeinmedizin und komme aus der Anä! Da hat man natürlich keine Expertise in Sono etc… habe eine gute WB-Praxis gefunden und habe mich bewusst dann für ein jüngeres Team entschieden, die haben auf mich motivierter gewirkt in Sachen Ausbildung. Bisher eine super Entscheidung! Die Zahlen bekomme ich alle locker zusammen!