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Fr.Pelz
21.11.2024, 20:22
Ich hab heute erfahren, dass ich als angestellte Ärztin keine HZV-Verträge mit den Ersatzkassen abschließen darf... der nächste bürokratische Winkelzug, denn bei den anderen Kassen geht es natürlich, warum auch nicht? :-kotz

Ich glaube im Meckern über die bürokratischen Auflagen können sich Angestellte und Selbstständige auch wieder vereinen.

nappy
21.11.2024, 20:44
Mich frustriert einfach, dass ich jetzt gezwungenermaßen viel zurücklasse. Das soll sich weder in der neuen Anstellung noch in der möglichen Selbstständigkeit nochmal wiederholen…

Wurde dein Vertrag beendet in deiner Praxis oder wie meinst du dass mit dem zurücklassen?

Denke übrigens auch antivirale Therapien o.ä. sollte man in der Hausarztpraxis lieber sein lassen auch wenn man es fachlich kann. Ist einfach nicht so vorgesehen in unserem System und kann einem leicht auf die Füße fallen.

Also wenn du dich Selbstständig machst dann ändert sich so schnell nix mehr… warum dann nicht gleich niederlassen statt erneut angestellt zu sein. Gibt nix zu verlieren.

h3nni
21.11.2024, 21:11
Naja, gibt ja schon (haus)ärztliche Praxen, die hauptsächlich Infektio machen, die können das schon tun meines Erachtens nach. Gibt nicht umsonst die dagnä, in der viele Allgemeinmediziner sind.

Trenn
21.11.2024, 21:44
Naja, gibt ja schon (haus)ärztliche Praxen, die hauptsächlich Infektio machen, die können das schon tun meines Erachtens nach. Gibt nicht umsonst die dagnä, in der viele Allgemeinmediziner sind.

Sind das nicht Schwerpunktpraxen? Gibt ja Internisten mit Subspezialisierunh Infektiologie, die über einen Allgemeinarztsitz Infektiologie betreiben. Ist doch viel lukrativer einen Sitz für 50k statt 300k zu erwerben und das gleiche zu machen. Man kann auch als Allgemeinmediziner relativ einfach die HIV Weiterbildung machen und dann Prep anbieten. Egal ob angestellt oder niedergelassen, man ist dem Wandel der Politik und Bürokratie ausgesetzt, sodass man öfters umdenken muss....

JAK1
27.11.2024, 17:37
Hat jemand Empfehlungen für einen Rucksack für die Hausbesuche? Wir haben auf der Arbeit eine Tasche, die mir überhaupt nicht zusagt.

Franz.Schk
27.11.2024, 20:03
Eine Frage mit der vermutlich allgemeinmedizinisch tätige Kollegen am meisten anfangen können zu einem med. Reha-Antrag (Verordnung von medizinischer Rehabilitation an die Krankenkasse).
Mal angenommen, der Pat. hat sowas wie Neurodermitis, LWS-Schmerzen und Dysthymie. Weiter angenommen, er wird aber vom Hausarzt bzgl. Mobilität und Selbstversorgung - gelinde gesagt - relativ krank dargestellt. Wäre das nun rein theoretisch und rein strategisch gut weil Notwendigkeit einer Maßnahme betonend, oder schlecht, weil dann zB eine Klinik/Institution gesucht wird, die speziell für Menschen mit Bewegungseinschränkungen oder Pflegebedürftigkeit sind?

rafiki
27.11.2024, 20:49
Es ergibt keinen Sinn, an dieser Stelle Unwahrheiten zu beschreiben. Eine Reha-Maßnahme ist dann sinnvoll und indiziert, wenn die Erwerbsfähigkeit gefährdet ist bzw. zur Überprüfung der Erwerbsfähigkeit.

freestyler
27.11.2024, 20:56
Hat jemand Empfehlungen für einen Rucksack für die Hausbesuche? Wir haben auf der Arbeit eine Tasche, die mir überhaupt nicht zusagt.

Ich habe mir gerade den hier gekauft, war vor ein paar Tagen noch im Angebot.

Fjällräven Travel Pack Rucksack

Hat viele Innentaschen.

freestyler
27.11.2024, 20:58
Es ergibt keinen Sinn, an dieser Stelle Unwahrheiten zu beschreiben. Eine Reha-Maßnahme ist dann sinnvoll und indiziert, wenn die Erwerbsfähigkeit gefährdet ist bzw. zur Überprüfung der Erwerbsfähigkeit.


Sehe ich auch so. Aber meint er Kurantrag an die Krankenkasse (meistens für Rentner)oder med.Reha an die DRV für Erwerbstätige?

Relaxometrie
27.11.2024, 21:12
Hat jemand Empfehlungen für einen Rucksack für die Hausbesuche? Wir haben auf der Arbeit eine Tasche, die mir überhaupt nicht zusagt.
Ich habe mir den hier gekauft, da mir die Hausbesuchstasche unserer Praxis auch nicht gefallen hat.

https://www.amazon.de/gp/product/B07ZH2CR3B/ref=ppx_yo_dt_b_search_asin_title?ie=UTF8&psc=1

Den gelben Leuchtstreifen hätte es für meinen Geschmack nicht gebraucht; aber irgendetwas ist ja immer :-D
Für Blutentnahme-Equipment habe ich noch eine zusätzliche Tasche; die hätte ich mir aber eigentlich sparen können, da unsere MFAs zum Blutabnehmen auf Hausbesuchs- und Altenheimtour fahren und ich unterwegs nur selten mal Blut abnehme, wenn ich das ungeplant bei einem Hausbesuch für sinnvoll halte.

Franz.Schk
27.11.2024, 21:22
Sehe ich auch so. Aber meint er Kurantrag an die Krankenkasse (meistens für Rentner)oder med.Reha an die DRV für Erwerbstätige?

Sorry, Kurantrag!! Genau, Krankenkasse, für Rentner. Meine Frage war auch aus Patientensicht mit der Frage, ob die "Darstellungen" für den Patienten möglicherweise zum Nachteil gereichen können, der Patient hat zu keiner Zeit aggraviert oder auf eine solche Darstellung beharrt, das ganze war lediglich Ergebnis einer Beratung zum Thema, ob bei vorliegenden Erkrankung eine Kur denkbar ist.

Harvey
28.11.2024, 00:22
Hat jemand Empfehlungen für einen Rucksack für die Hausbesuche? Wir haben auf der Arbeit eine Tasche, die mir überhaupt nicht zusagt.

Foto-Apparat Rucksäcke sind bisweilen auch gut dafür geeignet durch Fächeraufteilung

doc2020
28.11.2024, 18:28
Wie verhält es sich eigentlich bei euch WBA mit dem Thema Anwesenheit in der Sprechstunde? Viele sind ja nicht 40 Stunden vor Ort... Was ist bei euch so üblich?

Und meine zweite Frage ist, ist es bei euch vor Ort auch mal tagelang so, dass der Weiterbilder als einziger Facharzt nicht vor Ort ist... Vielmehr am anderen Ende der Republik im Urlaub?

Rudiologe
01.12.2024, 10:44
Eine Frage an euch allgemeinmedizinische Kolleg*innen: ich arbeite als Psychiater in einer Klinikambulanz (PIA). Wir haben oft die Situation, dass es Patienten besser geht und es keine weitere Indikation mehr gibt für eine Fortsetzung der PIA-Behandlung. Oftmals sollte die psychiatrische Medikation aber fortgeführt werden und eine Anbindung an eine psychiatrische Praxis ist aus Kapazitätsgründen nicht (sofort) möglich. Ist die Anschlussrezeptierung von Psychopharmaka für euch generell komplikationslos möglich? Oder hängt das wieder von irgendwelchen Budgets ab oder könnte anderweitig erschwert sein?

Harvey
01.12.2024, 16:30
Eine Frage an euch allgemeinmedizinische Kolleg*innen: ich arbeite als Psychiater in einer Klinikambulanz (PIA). Wir haben oft die Situation, dass es Patienten besser geht und es keine weitere Indikation mehr gibt für eine Fortsetzung der PIA-Behandlung. Oftmals sollte die psychiatrische Medikation aber fortgeführt werden und eine Anbindung an eine psychiatrische Praxis ist aus Kapazitätsgründen nicht (sofort) möglich. Ist die Anschlussrezeptierung von Psychopharmaka für euch generell komplikationslos möglich? Oder hängt das wieder von irgendwelchen Budgets ab oder könnte anderweitig erschwert sein?

Das Problem ist nicht die Verordnung der Medikamente bezüglich Budget. Dabei geht es auch nicht um einmal täglich Citalopram, oder etwas mehr Quetiapin bei Schizophrenie. Herausfordernd ist eher drei Psychopharmaka auf einmal bei Depression in Einklang zu bringen mit allen anderen Medikamenten und weiteren Symptomen des Patienten - da ist eine regelmäßige Konsultation in der PIA schon sinnvoll.
Das größte Problem - zumindest bei uns - dass von PIA überhaupt keine schriftlichen Befunde kommen und wir dadurch null wissen über die Diagnosen, Verläufe und Medikamente.
Patienten wissen leider nicht selbst alles wenn man sie fragt…

Trenn
01.12.2024, 23:33
Eine Frage an euch allgemeinmedizinische Kolleg*innen: ich arbeite als Psychiater in einer Klinikambulanz (PIA). Wir haben oft die Situation, dass es Patienten besser geht und es keine weitere Indikation mehr gibt für eine Fortsetzung der PIA-Behandlung. Oftmals sollte die psychiatrische Medikation aber fortgeführt werden und eine Anbindung an eine psychiatrische Praxis ist aus Kapazitätsgründen nicht (sofort) möglich. Ist die Anschlussrezeptierung von Psychopharmaka für euch generell komplikationslos möglich? Oder hängt das wieder von irgendwelchen Budgets ab oder könnte anderweitig erschwert sein?

Wenn die Nachsorge nicht gewährleistet ist (fertiger Arztbrief, Anbindung an niedergelassen Psychiater), ist es überhaupt sinnhaft, die Patienten schon zu entlassen? Als Psychiatrie sollte man doch bessere Kontakte zu den niedergelassenen Fachärzte haben, die schicken euch doch auch ihre Patienten. Sonst schafft man sich einen Drehtüreffekt. Hatte auch letztens ne Patientin mit Erst Diagnose Morbus Crohn, August entlassen, November bei mir aufgeschlagen, keine fachärztliche Anbindung initiiert, mittlerweile auch extra intestinale Symptome wegen fehlender Immunsuppression. Das System krankt doch vorne und hinten...

rafiki
02.12.2024, 05:37
Als Psychiatrie sollte man doch bessere Kontakte zu den niedergelassenen Fachärzte haben, die schicken euch doch auch ihre Patienten.

Überlicherweise schicken Niedergelassene keine Pat. an eine PIA (und wenn doch, dann bleiben sie "für immer" in der PIA). Zur PIA kommen die Pat. aus der Klinik oder direkt von sich aus. Daher haben die meisten PIA-Pat. eben keinen niedergelassenen Psychiater, weshalb sie erstmal an den HA entlassen werden. Allerdings kenne ich es so, dass lediglich Pat. mit "leichter Medikation" an HÄ verwiesen werden, nicht aber komplexe Fälle oder mit Medikamenten, die z. B. Spiegelkontrollen erfordern.

Trenn
02.12.2024, 09:55
Überlicherweise schicken Niedergelassene keine Pat. an eine PIA (und wenn doch, dann bleiben sie "für immer" in der PIA). Zur PIA kommen die Pat. aus der Klinik oder direkt von sich aus. Daher haben die meisten PIA-Pat. eben keinen niedergelassenen Psychiater, weshalb sie erstmal an den HA entlassen werden. Allerdings kenne ich es so, dass lediglich Pat. mit "leichter Medikation" an HÄ verwiesen werden, nicht aber komplexe Fälle oder mit Medikamenten, die z. B. Spiegelkontrollen erfordern.


Ich meine die niedergelassenen Psychiatern schicken die Patienten in die Klinik oder Tagesklinik der Abteilung, sodass ein regelmäßiger Austausch stattfinden kann. Die stabilisierte Depression, wo es nur noch um die Erhaltungstherapie und im Verlauf ausschleichen geht traue ich mir schon zu, der Pat. mit Mehrfachdiagnosen und zuvor intensive Kontakte mit Arzt und Pflegekräfte wäre doch total verloren in einem hausärztlichen Setting fehl am Platz, wo es grade mal 5min pro Konsultation gibt. Ich verstehe es nicht, wieso Fachärzte dringlich behandlungsbedürftige Patienten ablehnen dürfen, der Hausarzt es aber auffangen soll. An sich dürfen HA auch die Behandlungen ablehnen, wenn es unsere Kompetenzen überschreitet. Darauf wird das System mit den ganzen MVZs hinaus laufen.

davo
02.12.2024, 10:18
@Trenn:

Wenn man psychische Erkrankungen nach ICD korrekt diagnostiziert, hat wohl fast jeder Patient mit einer psychischen Erkrankung Mehrfachdiagnosen.

Und viele psychiatrische Krankheitsbilder können sich auch schnell wieder bessern. Der Patient, der vor kurzem noch viel brauchte, braucht also nicht automatisch auch jetzt noch viel.

Ich glaube also schon, dass viele solcher Patienten auch der Hausarzt problemlos weiterbehandeln kann - auf jeden Fall zumindest vorübergehend, bis zum ersten Termin beim niedergelassenen Facharzt. (Obwohl es natürlich Standard sein sollte, dass der Hausarzt einen Arztbrief, und zwar einen guten, bekommt.) Wichtig ist eher, dass Patient und Hausarzt wissen, wohin sie sich wenden können, falls es wieder zu einer Zustandsverschlechterung kommt. Die meisten schon länger erkrankten chronischen Patienten wissen dies meist ohnehin recht gut, aber neu erkrankte/diagnostizierte Patienten oft noch nicht.

@Harvey:

Wenn es bei euch solche Probleme gibt, solltet ihr diese mal mit der PIA-Leitung besprechen. So darf es natürlich nicht laufen.

ehem-user-19-05-2025-1430
02.12.2024, 13:28
In meiner hausärztlichen Tätigkeit erlebe ich oft dass die Patienten total enttäuscht bis entsetzt vom niedergelassenen Psychiater kommen weil dieser in einem 5min Termin irgendein Medikamentenrezept über den Tisch schiebt und gut is. Das spiel dann alle 3 Monate...

Bei uns in der Praxis sind bei psych Problemen 15min Termine schon machbar. Das holt man bei der AU vom 20 Jährigen wieder rein...