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sweetashoney
28.02.2024, 18:10
Ich finanziere mein teures Sono-Gerät mit HZV gegen über die Vorhaltepauschale....

Da ich eine Praxis ab 1.07. übernehme und mir auch ein teures Sonogerät zulegen will, kannst du mir verraten, wie du das Sonogerät über die HZV finanzierst? Soweit ich gesehen habe, gibt es für Sonos in etwa den gleichen Betrag, den auch die KV zahlt…

Trenn
28.02.2024, 18:21
Manche Verträge gewähren eine Vorhaltepauschale für Sonographie über ein paar Euro pro Jahr. Bei entsprechend vielen Patienten kommt da schon eine vierstellige Summe zusammen. Rechnet man das über zehn Jahre Lebensdauer vom Gerät, kann sich der Preis schon amortisieren.

sweetashoney
29.02.2024, 14:49
Manche Verträge gewähren eine Vorhaltepauschale für Sonographie über ein paar Euro pro Jahr. Bei entsprechend vielen Patienten kommt da schon eine vierstellige Summe zusammen. Rechnet man das über zehn Jahre Lebensdauer vom Gerät, kann sich der Preis schon amortisieren.

Tausend Dank! Ist das in allen Bundesländern gleich?

Trenn
29.02.2024, 19:22
AOK Hessen kann andere Regelungen als AOK "dein Bundesland" haben, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass eine kleine Kasse wie IKK Südwest 16 verschiedene Verträge anbietet. Letztlich muss du dich durch die Vereinbarungen durchforsten und für dich entscheiden, ob es für dich passt. Wenn du 800 Pat/Quartal hast, die Hälfte aber Private sind, lohnt es sich definitiv nicht. Bei so einem Klientel sollte man aber auch fertiger Kardiologe sein, um Stress Echos abzurechnen, aber das ist wieder eine andere Geschichte. Ich bin reingestolpert, die Praxis, die ich übernommen habe, hatte es schon voll ausgebaut (einschließlich Verah Bonus und so Geschichten), deswegen war es ein No brainer gewesen es fortzuführen. Man kann auch ohne starten, lernen auf das Unternehmertum klar zu kommen, und nach paar Jahren bei Langeweile es einzuführen. Das ist nicht unbedingt schlechter, ich wäre auf geschmissen, wenn die Kollegin, die es managed, weg gehen sollte.

Fr.Pelz
29.02.2024, 20:15
In der Tat abrechnen geht nur mit der eigenen LANR - entweder alle Patienten mit einer Pseudoziffer markieren und dann Abeechnungsziffern nachtragen oder Platzhalter einsetzen. Problem auch Rezepte und AUs - würde da als Praxisinhaber aber Techniker bzw. PVS sehr deutlich machen worum es geht - um sehr viel Geld…


Meine Güte. Tja, das läuft so schleppend. Heute hat die IT-Firma erstmal ein Fax geschickt, in des meine Daten vorab eingetragen werden sollten und jetzt warten wir auf die Antwort mit dem Termin für die Einrichtung...

(Das hat mir die zuständige MFA heute so zugerufen , ich hab das erstmal so hingenommen, aber jetzt wo ich so drüber nachdenke, finde ich es unfassbar absurd, dass die IT-Firma ein Fax schickt)

ehem-user-19-05-2025-1430
02.03.2024, 16:30
Ich denke HZV ist aktuell für die Hausärzte sehr positiv, der Trick ist aber sich zu entscheiden, will ich eine HZV-Praxis sein oder eine EBM-Praxis, parallel ist schwierig, weil bürokratisch zu aufwendig.

Grundsätzlich ist der HZV-Scheinschnitt deutlich höher (60 Euro vs. 80 Euro, wenn ich mit recht entsinne), durch HZV sind Hausärzte seit Jahren schon de facto entbudgetiert, durch die Vorhaltepauschale P1 kommen ein paar Euros zusammen ohne dass man etwas tun muss, man bekommt salopp gesagt für jeden Rezeptabholer den >60 Euro standardschein statt die 14 euro präsenzziffer etc., man griegt die Kohle einfach ohne Angst vor komischen KV-Abrechnugnsabstufungen etc...

Was halt quasi überhaupt nicht mehr honiert wird sind Einzelleitungen aka Überdiagnostik sprich jedem Bauchschmerz schallen. Aber das war ja auch ein dämnlicher Anreiz wenn man ehrlich ist, im HZV schallt man halt nur die bei denen man es für notwendig hält. Klar gibt es schwarze Schafe die dann das Sono in der Besenkammer haben und gar nicht mehr schallen, aber bei der Einzelhonorierung gibt es doch 10 mal so viel Leute die wie blöd die Untersuchungen duchballern weil es sich monetär lohnt (nicht allgemeinmed spezifisch).

Statistisch sind HZV-Praxen deutlich gewinnstärker (Ausnahmen sind natürlich Praxien mit großen PP-Anteil, das ist nochmal ein anderes Game).

Zusammenfassend würde ich eher sagen dass HZV gut ist für große ländliche Versorgerpraxen (das mit dem "überweiserpraxen" würd ich so nicht unterstützen ;) ). Was ich tatsächjlich blöd finde ist dass kleine Chirurgie dadurch wirklich total unattraktiv ist und nahezu ausstirbt ind en Praxen... wenn du da für die Emmert-Plastik einfach nicht einen Cent abrechnen kannst und das Wartezimmer rappelvoll ist, sitzt halt der Überweisungsschein locker... aber vielleicht macht das auch gesundheitsökonomisch Sinn? (Frage ernst gemeint, weiß ich nicht :) )

agouti_lilac
03.03.2024, 13:37
Danke für den Input an Büchern! :-)

Flo83
07.03.2024, 20:57
Hallo liebe Leute,

mich hat es auch in die Allgemeinmedizin verschlagen, nach dem FA Anästhesie!
Mein Chef meinte zu mir, ob ich Interesse hätte, den Hypertensiologen noch zu machen, laut Aussage der der DHL würde mir der FA Anä erstmal reichen dafür… hat jemand Erfahrungen mit dem Kurs und vor allem, bringt einen der Kurs weiter? Danke für eure Antworten!

Trenn
07.03.2024, 21:24
Hast du den Notfallmediziner? Falls ja, ist dein Praxisschild ehh voll (FA Allgemein, Anästhesie, Notfallmedizin), da brauchst du nicht noch ne Zusatzbezeichnung. Kann man mit der Bezeichnung bei deiner KV irgend eine Ziffer mehr abrechnen? Kannst du Echos, und es würde dein Profil private Hypertoniker zu betreuen abrunden? Wie gross soll deine Praxis werden, hast du überhaupt Kapazitäten irgend was anderes anzubieten außer (gute) Allgemeinmed Betreuung (einschließlich Hausbesuche etc.). Das wären die Überlegungen, die ich anstellen würde, wenn mein Ziel die Niederlassung wäre. Als Angestellter hilft dir jede Zusatzbezeichnung weiter, um mehr Gehalt zu begründen.

Flo83
08.03.2024, 05:41
Hast du den Notfallmediziner? Falls ja, ist dein Praxisschild ehh voll (FA Allgemein, Anästhesie, Notfallmedizin), da brauchst du nicht noch ne Zusatzbezeichnung. Kann man mit der Bezeichnung bei deiner KV irgend eine Ziffer mehr abrechnen? Kannst du Echos, und es würde dein Profil private Hypertoniker zu betreuen abrunden? Wie gross soll deine Praxis werden, hast du überhaupt Kapazitäten irgend was anderes anzubieten außer (gute) Allgemeinmed Betreuung (einschließlich Hausbesuche etc.). Das wären die Überlegungen, die ich anstellen würde, wenn mein Ziel die Niederlassung wäre. Als Angestellter hilft dir jede Zusatzbezeichnung weiter, um mehr Gehalt zu begründen.

Danke, die Antwort hilft mir weiter!
KV weiß ich nicht, da die ich die eh wegen einem Umzug noch wechseln werde.

Aoiyuki
08.03.2024, 09:07
Hallo zusammen! Ich habe auch mal eine Frage. In der Weiterbildungsordnung steht folgendes:
"müssen 12 Monate im Gebiet Innere Medizin in der stationären Akutversorgung abgeleistet werden"
Zahlt da auch die Notfallambulanz mit oder wirklich nur die stationäre Abteilung der Inneren Medizin? Arbeite zurzeit in der Schweiz undwir sind sowohl auf Station als auch in der Notaufnahme eingesetzt.

JAK1
08.03.2024, 16:17
Muss nicht auf Station sein.

ehem-user-19-05-2025-1430
08.03.2024, 20:03
Vorsicht, offiziell zählt es nicht. Ein Freund von mir hat 12 monate in einer internistischen Notaufnahme gedient bzw im Internistischen berei der offiziellen zna und es wurde nicht 1 Monat anerkannt. Aber unterm Strich zählt nur was in deinem Zeugnis steht, wenn du 3 Monate zna warst und 9 Monate Station aber dir werden 12 Monate stationär bescheinigt juxkt es wahrscheinlich keinen!

weisskittel
10.03.2024, 21:00
ich überlege in die Allgemeinmedizin zu wechseln.
Direkt nach dem Studium (vor ca. 20 Jahren) habe ich ein halbes Jahr in der Inneren Medizin gearbeitet. Danach war ich in der Psychosomatik und zuletzt habe ich in einem patientenfernen Fach gearbeitet.
Mein Plan war, in der akuten Geriatrie einen sanften Wiedereinstieg zu schaffen. Laut zuständiger Ärztekammer, gilt die Geriatrie nicht als Gebiet der akuten Patientenversorgung. Gibt es Bundesländer, in denen das Anders wäre?
Ist ein Maximalversorger und dort z.B. die Subspezialisierung Kardiologie oder ein mittelgrosses Haus sinnvoll?.
In einem mittelgrossen Haus bin ich, meiner eigenen Erfahrung nach, das erste Jahr der Stationssklave, der eher selten Zeit für die Funktionen (Ultraschall) hat und die Betreuung durch die OA ist eher mau. Teilweise wird vom Internisten die Intensiv /IMC mitbetreut.
In einem Maximalversorger halte ich sehr wahrscheinlich das erste Jahr auch eher den älteren Kollegen den Rücken frei, bin aber in den Diensten nicht ganz alleine verantwortlich.
Habt Ihr Tipps, wie man das Innere- Jahr halbwegs erträglich und lehrreich gestalten könnte?.

JJ*
11.03.2024, 05:36
Mein Plan war, in der akuten Geriatrie einen sanften Wiedereinstieg zu schaffen. Laut zuständiger Ärztekammer, gilt die Geriatrie nicht als Gebiet der akuten Patientenversorgung.Weil Geriatrie keine eigene Facharztkompetenz, sondern eine Zusatzbezeichnung ist. Meist haben geriatrische Abteilungen aber auch eine begrenzte Weiterbildungsermächtigung für Innere Medizin (sonst könnten die gar keine Anfänger rekrutieren), da würde ich mich bei infrage kommenden Häusern einfach informieren.

ehem-user-19-05-2025-1430
11.03.2024, 07:43
Mein Plan war, in der akuten Geriatrie einen sanften Wiedereinstieg zu schaffen. Laut zuständiger Ärztekammer, gilt die Geriatrie nicht als Gebiet der akuten Patientenversorgung. Gibt es Bundesländer, in denen das Anders wäre?


Auch hier steckt der Teufel im Detail:
Geri-Reha etc zählt nicht, eine "Akutgeriatrie" also eine Abteilung in der man teilweise Patienten auch direkt aus der ZNA übernimmt zählt als "akutstationäre Innere Medizin" - natürlich sofern der Chef eine Weiterbildungsermächtigung hat.

Also bei der Ärztekammer/ in der Abteilung im Rahmen des Bewerbugnsprozesses/anschreiben nachfragen.

Coxy-Baby
11.03.2024, 11:36
ich überlege in die Allgemeinmedizin zu wechseln.
Direkt nach dem Studium (vor ca. 20 Jahren) habe ich ein halbes Jahr in der Inneren Medizin gearbeitet. Danach war ich in der Psychosomatik und zuletzt habe ich in einem patientenfernen Fach gearbeitet.

Bei diesem Lebenslauf würde ich 1-2 Jahre breite Innere Medizin empfehlen auch eher ohne irgendwelche Funktionsbereiche....

weisskittel
12.03.2024, 14:55
Danke für Eure Antworten.
@JJ und MellowMed
Ich bin auch davon ausgegangen, dass Akut-Geriatrie zählt, solange das Haus eine Notaufnahme hat. Aber ich werde das natürlich bei der Ärztekammer abklären, sobald ich eine in Frage kommende Stelle gefunden habe.
@Coxy-Baby, meiner Erfahrung nach übernimmt der Innere Nachtdienst umso mehr Aufgaben, je kleiner das Haus ist. Das kann dann neben der NA und IMC, gerne auch mal die nächtliche Aufnahme von Patienten aus kleineren Fächern sein. Alles schon im Freundes-/ Bekanntenkreis erlebt.
Ich weiß, dass in fast allen Häusern die Neu-Assistenten und auch die Anfänger (zu denen ich mich zählen würde) relativ schnell alleine Nachtdienste übernehmen müssen.
Früher war es so, dass die Assistenten der Geriatrie sich nicht an den Nachtdiensten beteiligen mussten.
Für die Geriatrie sprechen die längeren stationären Aufenthalte der Patienten, was mir die Eingewöhnung sicherlich erleichtern würde.

Fr.Pelz
12.03.2024, 20:02
Heute war mal wieder ein Patient sehr unzufrieden mit mir, weil ich ihn nicht "einrenken" kann. Ich wünschte, ich könnte das, aber diese ewig lange und teure Weiterbildung manuelle Medizin schreckt mich erstmal ab. Hat die jemand von euch? Macht das abrechnungstechnisch Sinn?

nappy
12.03.2024, 20:49
Die Evidenz zum einrenken ist auch ziemlich dürftig- das würde mich abschrecken ��