Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hausarztpraxis - Treffpunkt für Allroundmediziner
AlexDo86
17.01.2024, 09:42
Ok das beantwortet ja meine Frage, sprich es dir egal wenn man von den Zahlen nach 2 Jahren noch 0,0 hat, weil man es sich entweder nicht bescheinigen hat lassen oder die Fächer es nicht hergeben.
Gemäß meiner Ärztekammer sind die Leistungen/Zahlen alle im Logbuch für Allgemeinmedizin zu übertragen. Ich habe jetzt quasi 3 Logbücher (im ersten Bundesland gab es kein e Logbuch). Allein hier habe ich schon sämtliche Zahlen abgeleistet (Sono Abdomen etc.). Ich denke, es ist also gar kein Problem binnen dieser 5 Jahre auf die Zahlen zu kommen.
So viele sind es ja gar nicht… der Fokus liegt ja eher auf dem eigentlichen Kompetenzerwerb und nicht so sehr auf Quantität.
AlexDo86
17.01.2024, 09:44
Was ich noch vergessen habe: Wie wird es denn mit den Jahresgesprächen gehandhabt? Insbesondere bei kürzeren Abschnitten?
Ich hab mein Logbuch eingereicht, ohne irgendein Gespräch dokumentiert zu haben. Die Sachbearbeiterin hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich es vergessen hatte. Hatte dann die halbjährliche Gespräche nachgetragen und konnte meine Prüfung auch antreten. Du redest mit deinem Chef mindestens zwei Mal, auch bei kürzeren Einsätzen. Einmal zur Einstellung, einmal wenn du gehst. Kannst die Termine doch eintragen. Es prüft ein Sachbearbeiter dein Logbuch, daher werden Unstimmigkeiten nicht direkt auffallen (z.B. wenn eine Praxis dir die 50 Infusionen/Transfusionen bescheinigt und nicht eine Klinik).
Dragonheart
28.01.2024, 12:30
Hallo ihr Lieben,
So langsam beginnen die ersten Gedanken an den ambulanten Teil der Weiterbildung.
Nun stellt sich mir folgende Frage:
Wenn man ganz regulär "vollzeit" arbeiten möchte und die Weiterbildung so schnell wie möglich fertig zu haben, aber die Praxis gar keine 40 Stunden "Sprechzeit" hat, oder sogar mit "4 Tage Woche in Vollzeit" wirbt... wie funktioniert es dann am Ende mit der Anerkennung/ worauf muss man am Ende achten?
Die Arbeitszeit ist ja ohnehin viel länger als die Sprechzeit.
Speranza100
28.01.2024, 12:51
Es zählt am Ende das was im Vertrag steht (40Stunden Woche) und im Weiterbildungszeugnis (100%). Wie das am Ende ausgestaltet wird ist sehr sehr unterschiedlich. Hab ich schon von vielen Modellen gehört, bei den wenigsten ist man 40 Stunden anwesend.
Dragonheart
28.01.2024, 13:55
Die Arbeitszeit ist ja ohnehin viel länger als die Sprechzeit.
Das ist mir natürlich klar, aber ich frage mich, in wie weit diese "weiteren Zeiten" (für Berichte, Abrechnung, etc) Teil des normalen Arbeitsaltags eines WBA sind
Dragonheart
28.01.2024, 13:57
Es zählt am Ende das was im Vertrag steht (40Stunden Woche) und im Weiterbildungszeugnis (100%). Wie das am Ende ausgestaltet wird ist sehr sehr unterschiedlich. Hab ich schon von vielen Modellen gehört, bei den wenigsten ist man 40 Stunden anwesend.
Da fehlt mir eben leider die Erfahrung wie so die "typischen" Unterschiede zwischen Vertrag und Realität in der Praxis sind. In der Klinik ist "das was im Vertrag steht" auch für die Assistenten eine gute Orientierung. Wenn 40h im Vertrag steht aber mündlich eine 4 Tage Woche besprochen wurde kann man ja doch ordentlich auf die Nase fallen wenn es sich jemand plötzlich anders überlegt
Wenn 40h im Vertrag steht aber mündlich eine 4 Tage Woche besprochen wurde kann man ja doch ordentlich auf die Nase fallen wenn es sich jemand plötzlich anders überlegt
Das stimmt. Dann müsste man ja plötzlich so viel arbeiten wie im Vertrag steht...
Dragonheart
29.01.2024, 05:30
Das stimmt. Dann müsste man ja plötzlich so viel arbeiten wie im Vertrag steht...
Der Sarkasmuss dann genre stecken bleiben. Wenn man Angehörige zu Pflegen hat und auch noch andere Verpflichtungen im Leben hat kann es einfach wichtig sein Planungssicherheit zu haben. Das hat nichts mit der Stundenanzahl an sich zu tun, aber da kann man nicht mal eben spontan deutlich länger in der Praxis sein wenn der Weiterbilder es sich plötzlich anders überlegt...
Bonnerin
29.01.2024, 05:35
Ich verstehe das Problem nicht. 4 Tage Woche Vollzeit 40h sind für mich 4 Tage in der Woche 10h arbeiten. Was ich an sich recht geil finde.
Das ist der Kammer aber ja egal. Gibt ja auch 12h-Schichten auf Intensiv, wo man teilweise dann 3 Tage/Woche arbeitet...
ehem-user-19-05-2025-1430
29.01.2024, 07:33
Der Kammer ist alles egal so lange die 100%(also mind 38h) im Arbeitsvertrag bzw Zeugnis stehen. Alles andere ist agreement zwischen den Chefs und dir.
Kenne Leute die müssen 50h ranglotzen Montag bis Freitag. Andere haben 25h Sprechstunde und der Rest "Eigenstudium" :P
Ein freien Tag in der Woche sit aber schon Standard! Also nicht veräppeln lassen :P
Ich mein mit Psychsomkurs, evlt Sonokurse oder Sonoszahlen in Hospitationen sammeln, Palli-Zusatzweiterbildung und und und muss einem nicht langweilig werden auch bei weniger STunden...
ehem-user-19-05-2025-1430
13.02.2024, 14:29
An die erfahrenen Niedergelassenen unter uns: Wenn ihr nochmal jung wärt:-angel ... worauf würdet ihr achten an "Scheinen" zusammeln oder Zusatzbezeichnungen zu machen und warum?. Finde es teilweise unübersichtlich sowohl was die klassichen Zusatzbezeichnungen betrifft als auch beim Thema genehimigungspflichtige Leistungen. Gibt ja sowohl den monetären Aspekt als auch den Aspekt was einem Spaß macht, am Ende muss ja irgendwie beides zusammenpassen...
Was mir so begegnet ist:
Fachkunde Abdomen Sono
Fachkune Schilddrüsensono
Fachkunde urogenitale Sono
"Fachkunde" Hautkrebsscreening
"Fachkunde" Langzeit-EKG?
"Fachkudne" U-Untersuchungen
"Fachkudne" Gyn Vorsorge
Zustatzbezeichnung Palliativmedizin
Zustatzbezeichnung Betriebsmedizin
Zustatzbezeichnung Diabetologie
Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren
Zusatzbezeichnung Sportmedizin
Zusatzbezeichnung Manuelle Medizin
Was gibt es sonst noch so?
PS: Mir ist bewusst dass das alles fakultativ ist, und es wichtig ist dass man nur Sachen macht die einem Spaß machen.Würde mich dennoch einfach interessieren was die etablierten Ü40 Niedergelassenen Hausärzte so denken.. :)
agouti_lilac
27.02.2024, 13:46
Hallo,
eine Freundin startet demnächst ihren Quereinstieg Allgemeinmedizin. Wir Freunde suchen gerade nach einem Geschenk als Abschied von der Klinik. Gibt es eine Art Standardwerk in der Allgemeinmedizin, einen Klassiker?
Danke!
Die Duale Reihe Allgemeinmedizin, einfach weil dort sehr viele DEGAM-Leute mitgeschrieben haben
Wie wärst mit nem Deximed-Zugang? Ich nutze es zwar nicht, habe aber über Kollegen paar Artikeln gesehen und fand es sehr praxisnah. Amboss ist leider wegen den IMPP-Fragen teilweise sehr detailverliebt. Ich kenne leider kein gutes Allgemeinmedizin-Buch.... Ansonsten vielleicht ein schönes Sonobuch (wenn sie das noch nicht kann) oder ein Derma-Atlas zum stöbern (am Ende verschreibt man sowieso Decoderm Tri)...
Also ich habe meine FA-Prüfung vorrangig mit dem Chenot/Scherer und Deximed bestritten, noch dazu ein paar Leitlinien gelesen. Das Buch ist echt super.
Also Niederlassungsförderung ist ja super. Ich hab ein paar Kröten bekommen und demnächst einen Presstermin mit dem Landrat... Aber der Papierkram! Muss man wirklich, wenn man über HZV abrechnen will, mit jeder einzelnen Kasse den Vertrag abschließen?
Und: ich habe am 14.2. die Zulassung bekommen. Bis ich die LANR hatte und die in die Praxissoftware eingepflegt wird, dauert es etwas...(der Techniker hat uns noch keinen Termin gegeben :-keks ) Ich habe gehört, wenn ich bis dahin weiter über meine chefs alles dokumentiere, sei das Abrechnungsbetrug? Müsste ich deswegen jetzt quasi urlaub nehmen, bis meine LANR in der software ist?
In der Tat abrechnen geht nur mit der eigenen LANR - entweder alle Patienten mit einer Pseudoziffer markieren und dann Abeechnungsziffern nachtragen oder Platzhalter einsetzen. Problem auch Rezepte und AUs - würde da als Praxisinhaber aber Techniker bzw. PVS sehr deutlich machen worum es geht - um sehr viel Geld…
Zudem Thema Buchgeschenk:
Chenot / Scherer - Allgemeinmedizin ist tatsächlich sehr erfolgreich und derzeit der sich durchsetzende Wälzer im der Allgemeinmedizin-alles-in-einem-Band-so-gut-es-geht-Literatur
Gegebenenfalls ist das Buch Start als Hausarzt von Fitzner was - da schön zu lesen und kein Lehrbuch sondern Anekdoten/ Erfahrungswissen teilendes Buch.
Oder auch sehr schön: Michael Balint: Arzt, Patient und Krankheit
Relaxometrie
28.02.2024, 16:23
Muss man wirklich, wenn man über HZV abrechnen will, mit jeder einzelnen Kasse den Vertrag abschließen?
Soweit ich das in "meiner" aktuellen Praxis mitbekomme: ja.
HZV ist ein Bürokratiemonster hoch zehn! Als ich erstmalig davon gehört habe, dachte ich "Oh, super. Abrechnung an der KV vorbei kann ja nur gut sein."
Ob es bei DEM Aufwand wirklich insgesamt mehr Gewinn generiert? Keine Ahnung. Meine Chefs schwören auf die HZV. Ich finde es sinnlos unübersichtlich. Jede Kasse hat ihre eigenen Regeln, manches wird trotz HZV-Einschreibung der Patienten über die KV abgerechnet.
Ein einziges, dafür wirklich unbürokratisches Abrechnungssystem, wäre deutlich sinnvoller, als zwei Abrechnungsbürokratiemonster, die man beide parallel laufen lässt.
Vermutlich ist der Gesamtgewinn aber doch ganz ok, sonst würden wohl nicht so viele Praxis in die HZV einsteigen.
HZV macht Sinn bei einer primär Überweiser-Praxis. Umso mehr man macht, desto weniger lohnt es sich. Teilweise gibt es keine PsySom-Ziffer, sondern eine Vorhaltepauschale. Für eine Verah gibt es auch extra Geld, man muss also die entsprechende Infrastruktur haben. Ich finanziere mein teures Sono-Gerät mit HZV gegen über die Vorhaltepauschale, wir haben aber nur ca 1/6-1/5 der Patienten eingeschrieben. Unsere Praxismanagerin ist darin sehr fit, klärt Unklarheiten mit den Kassen ab, ohne dass wir Ärzte etwas davon mitbekommen. Man braucht Mitarbeiter, die sich für die Abrechnung interessieren. Ohne sie würde ich es auch nicht unbedingt machen wollen. Gefühlt ist es eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, irgendwie müssen ja Bürojobs geschaffen werden, da Handwerk uncool ist....
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.