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freak1
13.07.2021, 22:21
Zur Überbrückung z.B. NA Schichten fahren?

Jule-Aline
14.07.2021, 09:22
Wollt ihr wieder nach Berlin?
Vertretungsarzt?

Grombühlerin
14.07.2021, 18:41
Die Kurse kannst du doch schon in den zwei Jahren machen!

In Bayern gibt es wohl auch die Möglichkeit, länger als die 2 Jahre gefördert angestellt zu sein (Achtung, hab ich nur gehört....) bzw sonst kannst du dich vielleicht auch normal anstellen lassen, evtl in Teilzeit und nebenher lernen, bzw schlimmstenfalls gibt's Arbeitlosengeld.

Fr.Pelz
14.07.2021, 18:43
Notarzt: da hab ich keinen Kurs für.
Vertretungsarzt ginge vielleicht. Ja, wir wollen wieder nach Berlin. Auch wenn es mir aktuell utopisch erscheint, dass wir dort a) bezahlbaren (Miet)wohnraum finden, b) einen guten Job für mich und c) eine Schule für die Kinder und d) alles möglichst nah zusammen. :-oopss Aber wer weiß, vielleicht ist in 2 Jahren ja alles anders.

hebdo
14.07.2021, 21:57
Die Förderung wird mit Nachweis der Anmeldung für die Prüfung weiter bezahlt. In RLP sind 6 Monate problemlos.

Mit dem Umzug wird das ganze dann leider etwas komplizierter. Ich weiß nicht wie es in Berlin ist, aber KV-Dienste und Personalvermittler sind eine Alternative

Fr.Pelz
15.07.2021, 07:35
Die Förderung wird mit Nachweis der Anmeldung für die Prüfung weiter bezahlt. In RLP sind 6 Monate problemlos.


Ah das ist ja eine super Info, danke! Dann muss ich mal rausfinden, ob das hier auch so ist, es steht überall nur "maximal 24 Monate".
(Im Grunde sind wir ja auch nicht soo auf das beendete Schuljahr angewiesen, da in Berlin die Grundschule ja eh bis zur 6. Klasse geht. )

mbs
15.07.2021, 22:11
Wie lange war bei euch die Weiterbildungszeit in Innerer Medizin? Nur die obligatorische Mindestdauer oder länger? Welches Teilgebiet haltet ihr für am sinnvollsten? Falls man da nur ein Jahr ist wäre ein ständiges Rotieren zwischen den Subdisziplinen vermutlich auch nicht so zielführend. Außerdem muss man sich ja in einer davon bewerben.

Christoph S.
05.08.2021, 17:45
Stationär war für Innere nur die obligatorische Mindestdauer, sonst hab ich noch 8 Monate Anästhesie gemacht, wenn du das unter stationär ansiehst. Hätte ich von Anfang an gewusst, dass ich Allgemeinmedizin machen möchte, hätte ich wohl statt Pneumo/Onko eher allgemeine Innere oder Geriatrie an einem kleineren Haus gemacht.

Ich überlege, ob ich meine nächste ambulante Stelle in 50%-Teilzeit mache, wegen Kinderbetreuung. Weiß jemand, ob ich dann neben der IPAM-Föderung noch einen 450€-Job machen dürfte? Normalweise wäre das ja steuerfrei oder muss ich der KV davon was abgeben?

vanilleeis
05.08.2021, 19:46
Interessiert die KV nicht, hab ich auch gemacht. Nur Dein Haupt-AG muss einverstanden sein

jassyh
06.08.2021, 11:43
Ich Reihe mich mal hier ein. Ab November geht es nach Kinderauszeit weg aus der Klinik/MVZ und rein ins Praxisleben. Ich werde zunächst mit 20 Stunden als angestellte Ärztin arbeiten. Ich freue mich, bei all dem Bammel, auf die neuen Aufgaben.

SusiSorgenlos
07.08.2021, 18:50
Viel Spaß.
Ich bin ja auch aus familiären Gründen weg aus der Klinik und habe es nicht bereut.

Mr. Pink online
10.08.2021, 18:14
Hallo zusammen, ich habe eine Frage an die bereits hausärztlich tätigen Kollegen, bzw. kurz vor Niederlassung/FA:
Ich stehe kurz vor dem FA Innere Medizin und habe ernsthafte Zweifel an einem Verbleib in der Klinik. Zum einen wegen grottiger Weiterbildungsbedingungen in der Inneren und zum anderen an der mangelnden Perspektive in der Klinik. Eigentlich wollte ich sogar noch einen FA nach dem Internisten obendrauf setzen, wie in der Klinik so üblich, aber das wird zunehmend unrealistischer. Daher überlege ich mir Alternativen. Ich kann mir gut vorstellen, in einer Niederlassung tätig zu sein, habe aber bislang 0 Erfahrung außerhalb der Klinik. Welche Möglichkeiten gibt es überhaupt für mich? Hausärztlich tätiger Internist? Gibt es das noch? Einen zusätzlichen FA in Allgemeinmedizin? Könnte ich als Internist angestellt in einer Praxis arbeiten? Wie ist diesbezüglich überhaupt die Stellensituation im Allgemeinen? Weiterbildungsplätze für Allgemeinmedizin gibt es so viel ich weiß reichlich, da die Förderung vom Land für Praxen sehr attraktiv ist, aber wie ist es wenn man bereits FA ist? Wäre es "schlauer", den FA Innere gar nicht zu machen und sich mit Förderung für den FA Allgemeinmedizin in einer Praxis anstellen zu lassen? Hoffentlich könnt ihr kompetente Antworten liefern. Falls das nicht der richtige Thread für meine Frage sein sollte, bin ich für Tips dankbar, wo ich sie stellen kann.

mbs
10.08.2021, 20:20
Was die Weiterbildung angeht gibt es ja nach Bundesland/Ärztekammer Unterschiede. Je größer der Mangel an Hausärzten in einer Region ist, desto leichter wird es Quereinsteigern gemacht. Teilweise kann man als FA egal welcher Fachrichtung nach kurzer WB-Zeit in einer Hausarztpraxis den FA für Allgemeinmedizin bekommen, und das ohne zusätzliche Klinikzeiten in anderen Fachgebieten.
Um eine Stelle zu finden gibt es mehrere Möglichkeiten: Sofern du konkrete Vorstellungen hast/ortsgebunden bist würde ich die Praxen in der Nähe einfach anschreiben; wer welche WB-Ermächtigung hat findet man normalerweise auf den Internetseite der Ärztekammern. Manche wie die Ärztekammer Berlin haben auch eine Weiterbildungsstellenbörse über die man nach Angeboten suchen kann.

cartablanca
11.08.2021, 11:31
Wieviel kann man als WBA in der Praxis als Angestellter verlangen? Bin eigentlich Stufe 6 nach TV Ä.

Haffi
11.08.2021, 17:34
Wieviel kann man als WBA in der Praxis als Angestellter verlangen? Bin eigentlich Stufe 6 nach TV Ä.

Total unterschiedlich. Überspitzt formuliert in Berlin Mitte Mindestlohn, in Schleswig Holstein im 1000-Mann Dorf auch mal 50 Prozent Aufschlag auf die Förderung.

mbs
12.08.2021, 19:50
Krass, hätte nicht gedacht dass man da so wenig verdient.

Noch eine andere Frage: Lasst ihr die Patienten wählen in welche Klinik sie gehen wollen oder schickt ihr diese dezidiert an eine bestimmte Klinik? Zumindest in der Klinik darf man theoretisch eigentlich keine Praxis empfehlen um eine Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden, aber die meisten Hausärzte scheinen ihre Patienten in der Richtung schon zu primen.

Haffi
12.08.2021, 20:02
Krass, hätte nicht gedacht dass man da so wenig verdient.

Noch eine andere Frage: Lasst ihr die Patienten wählen in welche Klinik sie gehen wollen oder schickt ihr diese dezidiert an eine bestimmte Klinik? Zumindest in der Klinik darf man theoretisch eigentlich keine Praxis empfehlen um eine Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden, aber die meisten Hausärzte scheinen ihre Patienten in der Richtung schon zu primen.

Also wie gesagt...meine Aussage war überspitzt formuliert. Auch in Berlin Mitte wirst du die Förderung kriegen...aber halt oft nicht mehr.

Wir empfehlen in der Praxis gnadenlos. Viele Patienten haben aber von sich aus schon Präferenzen.

Frisko
13.08.2021, 07:52
Ist bei uns auch so. Wir haben einen Chirurgen und einen Orthopäden im Ort, die einfach katastrophal arbeiten, plus ein Krankenhaus am Rande der Stadt, welches gerne mal die Kolibris operiert und dann feststellt, hoppla, doch gar nicht so einfach...


Ich befinde mich gerade echt in einer Durststrecke und Glaubenskrise.
Die letzten fünf oder sechs Jahre fest von eigener Praxis ausgegangen, erste Gespräche schon gelaufen, Standorte besichtigt. Nach Corona und nach fast zwei Jahren in der Praxis als WBA hab ich so keinen Bock auf eigene Praxis. Abrechnungsziffern, HZV, Budgets, Heilmittelkatalog, etc. Sind wahrscheinlich auch Dinge, um die ich mir als angestellter FA Sorgen machen muss aber what the fuck, ey... die Praxis hat gestern eine neue Telefonanlage bekommen, nachdem wir drei Monate aus dem Handynetz nicht mehr erreichbar waren. Heute kann ich die MFA nicht mehr erreichen vorne, lande dann in der von mir besprochenen Warteschleife. Die falsch geschnitten wurde.

Ich stell sogar gerade die Fachrichtung in Frage, hab aber auch keinen Schimmer, was ich sonst machen könnte.

Markian
13.08.2021, 16:49
Ist bei uns auch so. Wir haben einen Chirurgen und einen Orthopäden im Ort, die einfach katastrophal arbeiten, plus ein Krankenhaus am Rande der Stadt, welches gerne mal die Kolibris operiert und dann feststellt, hoppla, doch gar nicht so einfach...


Ich befinde mich gerade echt in einer Durststrecke und Glaubenskrise.
Die letzten fünf oder sechs Jahre fest von eigener Praxis ausgegangen, erste Gespräche schon gelaufen, Standorte besichtigt. Nach Corona und nach fast zwei Jahren in der Praxis als WBA hab ich so keinen Bock auf eigene Praxis. Abrechnungsziffern, HZV, Budgets, Heilmittelkatalog, etc. Sind wahrscheinlich auch Dinge, um die ich mir als angestellter FA Sorgen machen muss aber what the fuck, ey... die Praxis hat gestern eine neue Telefonanlage bekommen, nachdem wir drei Monate aus dem Handynetz nicht mehr erreichbar waren. Heute kann ich die MFA nicht mehr erreichen vorne, lande dann in der von mir besprochenen Warteschleife. Die falsch geschnitten wurde.

Ich stell sogar gerade die Fachrichtung in Frage, hab aber auch keinen Schimmer, was ich sonst machen könnte.

Im MVZ anstellen lassen oder halt Personal anstellen, die bei Abrechnung etc. Helfen. Schmälert dann natürlich deinen Gewinn.

mbs
14.08.2021, 01:26
Im Ausland ist es teilweise so, dass manche Praxen von bestimmten Kliniken dafür bezahlt werden alle ihre Patienten dorthin zu schicken.
Ob das in Deutschland funktionieren würde weiß ich nicht - wäre sicher auch nicht ganz legal, nur kann einem das wahrscheinlich auch keiner nachweisen wenn man es nicht irgendwo schriftlich fixiert hat. Und selbst dann muss sich erstmal jemand darüber beschweren. Der EW-Schein landet ja auch nur in der Abteilung die man "begünstigt" bzw. empfohlen hat.

Marketing und aktives Anwerben von Patienten und Niedergelassenen scheinen in Deutschland weitaus weniger wichtig genommen zu werden. In Regionen mit hoher Klinikdichte, teilweise auch mehreren Kliniken der Maximalversorgung in unmittelbarer Nähe, dürfte das aber nicht allzu unwichtig sein. Vielleicht kommt es ja irgendwann dass das auch bemerkt wird - was dann auch den Status der Zuweiserpraxen erhöhen würde. Vielleicht wird das ja mal eine Einnahmequelle für Hausärzte.