Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dein 1. Dienst....
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Das legen eines einmalkatheters dauert ca. 3 sekunden, was dann geschah war sehr beeindruckend: die dame machte eine brücke und begann abzugehen und pinkelte in hohem bogen neben dem katheter über meine behandschuhte hand, während ich den katheter verzweifelt festzuhalten versuchte. die hatte einen harnverhalt bei infekt und war psychisch auffällig
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Ich nehme an sie war auch nicht hübsch, knackig & Unten wie Oben gut gepflegt...
Das mehrheitliche Patientengut erfüllt diese Eigenschaften einfach nicht. Fächerübergreifend. Eigentlich schade ;-)
Das ist der Grund, warum ich Augenheilkunde mache. Mauldampf vor der Spaltlampe ist wirklich widerlich und leider das tägliche Brot, aber wenn ich mir vorstelle, dass die Leute an anderen Stellen wahrscheinlich noch ungepflegter sind, bin ich sehr froh, sie nicht weiter beachten zu müssen :-D
ansonsten gilt: im dienst erlebt man die abgefahrensten sachen, das KANN man sich gar nicht ausdenken so krank ist das alles!Na, das kannst Du mal laut sagen :-oopss
Ich fand es etwas verwunderlich, als ein Internist mich mal lobte, dass ich bei einem dialysepflichtigen Patienten keine Ringer angehängt habe. Ich habe echt nicht von viel Ahnung, was sich außerhalb meines Fachbereiches so bewegt, das gebe ich ehrlich zu (müsste eigentlich wohl fast jeder...), aber das war selbst mir geläufig und ich hätte gedacht, dass das etwas Normales sei.
Schön, daß Du das so machst. Unser Fachbereich ist da ja hochsensibilisiert, auch zu Recht, ich hab nen Heidenrespekt vor durch K-Ungleichgewicht verursachten HRST. Komischerweise bekomm ich oft von den Urologen Patienten mit Harnstau und sowieso schon sehr hohem K, denen trotzdem RL in großer Menge verordnet wird. Die sind mit Sicherheit daran gewöhnt, daß viele ihrer Patienten ein hohes K haben, aber so ganz abtun sollte man das nicht.
Das sind meist jüngere Kollegen, aber solche Sachen sollte man doch schon wissen, oder? :-nix wobei ich mit Sicherheit auch viele andere Basics aus anderen Fächern nicht immer parat habe. Aber mit 2, 3 Monaten mehr Diensterfahrung tu ich mir dann auch ein bißchen schwer, die darauf hinzuweisen. Da sind auch schon ein paar andere Klopper vorgekommen :-nix
Dienst Nummer 2 war schon wesentlich entspannter sowohl von pflegerischer Seite als auch vom Schlaf her. Gepennt von halb 1 bis halb 7. :-)
Aber warum schickt das Altenheim eine alte Oma nach Sturz um 23Uhr zu uns, wenn die Prellmarke schon grün und gelb, sprich ALT ist???? Mann, die haben Nerven :-kotz
Feuerblick
13.02.2009, 15:01
Das Rätsel kann ich lösen, Nine: Es geht stark aufs Wochenende zu, da will man alte, demente Patienten wenn möglich im KH untergebracht haben... :-D
Pfffff! Wenn die nix haben wandern die postwendend wieder zurück!
Nach nochmaligen Drübernachdenken bin ich zum Schluss gekommen, dass hinter dem Sturz mit anschließender Verlangsamung ein cSDH hätte stecken können, von daher war es gut, ein CCT zu machen und das auszuschließen. Aber das muss nicht notfallmäßig um 23Uhr geschehen *find*
doch das passiert nachts um 23:30... aber so nen kreislaufausschluss nachts um 23 uhr zu geben, ist schon ne geile nummer..:-)) die internisten hätten mich so zur sau gemacht.. (wenn denn einer gekommen wäre)
So nun hab ich ihn auch hinter mir, den ersten Nachtdienst. Und mir ist auch prompt ein übler Fehler passiert: Habe einem Patienten, der nach Herzkatheter mit dem Krea angestiegen war, Infusionen zum "spülen" verordnet. Dann musst ich weg, ohne dass ich mir noch mehr zu dem anschauen konnte, wies ja immer so is, und als ich wieder Zeit hatte nochmal in seine Akte zu schauen hab ich festgestellt dass er ne Herzinsuff bei der DCM mit recht grottiger EF hat. Leider war da 1l Infusionen schon drin :-(( Das war gestern abend um 11. Heut früh hab ich ihm dann mal 40 Lasix gegeben weil er 2kg an Gewicht zugenommen hatte, klinisch gings ihm aber gut, keine Dyspnoe oder Ödeme. Trotzdem sitz ich jetz mit nem total beschissenen Gefühl zuhause, wie mir sowas nur passieren konnte, und hab irgendwie Angst dass der jetzt heut noch völlig dekompensiert, ins Lungenödem kommt oder wasweisich (Meint ihr das kann noch passieren, wenn die Infusion schon seit 12h drin is??), weil ichs verbockt hab.
Beschissenes Gefühl. Obwohl der restliche Dienst eigentlich ganz gut gelaufen ist.
ep-befunderin
15.02.2009, 14:09
Hallo,
meinen ersten Dienst habe ich letzte Woche absolviert, leider ziemlich stressig mit einer Verlegung wegen respiratorischer Insuffizienz. Was ich nun gemerkt habe ist, dass ich nicht weiss, wie ich mit den nächsten Diensten umgehen soll. Ich habe nämlich Panik, wenn ich allein auf Station bin. Nicht nur Angst, sondern Panik. Konnte vor dem ersten Dienst schon 3 Tage nicht schlafen und wenn ich jetzt wiederum an den nächsten denke, bekomme ich wieder Panik allein zu sein.
Das merkt man mir leider auch während des Dienstes an, wo ich während des Notfalles ziemlich paralysiert war (hatte leider auch noch zu wenig Erfahrung).
Gibt es noch andere Leute, die mit den Diensten nicht umgehen können? oder bin ich die einzige.
Gruss
Wieviel "Erfahrung" hast du denn? Gibt es jemanden, den du im Notfall anrufen oder im Haus fragen kannst? Wenn du dir nicht sicher bist, lieber OA anrufen und Anschiss kassieren, als Fehler zu machen! Denk immer dran, dass du DEINEN Arsch retten musst.
ep-befunderin
15.02.2009, 22:22
Ich bin schon länger in der Neurologie dabei, aber Dienste habe ich dort nicht gemacht. Die Patienten bei uns sind normalerweise auch nicht so krank, da sie hauptsächlich zur Diagnostik kommen, also eher elektiv.
Jetzt bin ich in einem anderen Haus, wo es eine Stroke gibt, Notaufnahme und 3 Stationen.... also eher ein ganz anderes Arbeiten herrscht. Ich habe 5 Wochen Einarbeitung bekommen. Nicht so wahnsinnig viel, aber ich bin halt auch kein Anfänger.
Das mit dem OA stimmt schon, trotzdem habe ich eine irrationale Panik vor dem Alleinsein und der Verantwortung.
Ich mag garnicht daran denken.
G
sunrise10086
17.02.2009, 18:16
So, erster Dienst geschafft...
Ohne eine einzigen Patienten gesehen oder aufgenommen zu haben.
NICHTS war los, gar nichts.
Die konservieren sich hier alle für Karneval glaub ich. Gut für mich, hab gepennt und mit den Kollegen geratscht.
Fazit: War lau. Ist aber auch nicht normal, so ganz ohne Ambulanz und Schockraum.
Blacklady
18.02.2009, 22:04
Ich hoffe nicht, dass dann Alle am Rosenmontag auftauchen...da hab ich nämlich meinen ersten Dienst...ich glaub, ich setzt mir ne Clownsmaske auf...dann sieht keiner meinen panischen Gesichtsausdruck. :-))
icespeedskatingfan
20.02.2009, 14:49
Ist zwar schon was her... aber mein erster Dienst war ...Hölle
2 chirurgische und zwei internistische Stationen mit je 2 Internsivzimmern, Privatstation und gyn-Belegstattion mit Entbindung, dazu die chir. Ambulanz - ALLEINE versteht sich - war grad mal 2 Monate in diesem Krankenhaus der Maximalversorgung in Lambarene - ach nee - mitten in Deutschland. Und das war in den 90-ern, NICHT 1860! :-peng
Haben aber alle überlebt, ich auch .:-((
agouti_lilac
20.02.2009, 16:51
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2 chirurgische und zwei internistische Stationen mit je 2 Internsivzimmern, Privatstation und gyn-Belegstattion mit Entbindung, dazu die chir. Ambulanz - ALLEINE versteht sich ...:-(( Welche Fachrichtung hast du denn gemacht?
icespeedskatingfan
20.02.2009, 20:12
Innere - mit fachübergreifenden Diensten (hatte glücklicherweise im PJ viel Ambulanz gemacht)
Persephone
22.02.2009, 13:55
So ein doofer Dienst!!!!! :-kotz Tagsüber nur 4 Aufnahem und Stationstüdelü und ab 21 h gings dann durch bis 4 h. Dann dachten wohl die Stationen ich würde eh nicht mehr schlafen wollen und haben im 20 min Takt wegen Kopfschmerztabletten u.ä. angerufen. Können die denn keine Paracetamol mehr eigenständig geben? :-??? Hmpf da war ich sauer und als um 6h die nächste Pat. kam hat sichs eh nicht mehr gelohnt wieder schlafen zu gehen. Zum Glück nur noch einen Dienst und dann erstmal 2 Wochen Pause :-)
Meistereder2000
25.02.2009, 00:10
Bin an einem Haus der Zentralversorgung seit jetzt genau einem Jahr. Habe schon mehrere WE-Dienste gemacht, wo man nur "Stationsspritze" ist; also Viggos, Laborkontrollen und aus dem Bett gefallene Gomers. Nachtdienst wird von Notaufnahme und ITS versorgt.
Mitte März hab ich jetzt von der Notaufnahme meine erste Nachtdienstwoche - und es graut mir auch. Unser Haus ist - insbesondere ab den Abendstunden - übervoll und man kann praktisch keine Pat. mehr aufnehmen. Trotzdem muss ich pro Nacht mit 5-10 Zugängen rechnen. Also bin ich dann am rumtelefonieren, um die - nach Erstversorgung - zu triagieren und zu verlegen; teilweise in den nächsten oder übernächsten Landkreis (so war es in meinen Spät- und ersten WE-Diensten in der NA). Ein Wahnsinn, vor dem mir mehr graut als vor den medizinischen Problemen. Notfalls hab ich nen erfahreneren Kollegen auf Intensiv und den OA. Gleichzeitig hab ich mich um ne Aufnahmestation mit bis zu 14 Pat IMC und der Hälfte der Betten auf Station (das sind 80) zu kümmern. Außerdem muss ich für die IMC die OA-Visite am Morgen vorbereiten (Diagnosenlisten anlegen, Labor drucken) und dann auch durchführen.
Wie ich das schaffen soll? Schon traurig, dass sich hier alle vor der Arbeit aus verschiedenen Gründen in die Hosen scheißen müssen. In der NA bin ich v.a. logistisch total überfordert. Von den Kollegen weiß ich, dass deren Motivation im freien Fall ist.
icespeedskatingfan
25.02.2009, 07:37
schaufelt ihr vor dem WE nicht Betten frei? Hier wird Freitags alles entlassen was nicht mehr blutet oder schon über den Flur schlurfen kann .
... aber das muss leider auch "von oben" abgesegnet sein.
Halt die Ohren steiff - vielleicht wird es nicht ganz so schlimm
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