Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dein 1. Dienst....
psycho1899
10.10.2010, 22:30
Bei uns hat heute eine Kollegin, die erst am 01.10. frisch von der Uni kam, ihren 1. Dienst (24h), da die eigentliche Dienstärztin krank ist, die Arme, ich wünsche ihr einen ruhigen Dienst ohne Katastrophen ! :-((
Wieso hat denn keiner der erfahrenen Kollegen den Dienst übernommen? Extrem unkollegial
Relaxometrie
10.10.2010, 22:50
So was find ich echt unverantwortlich.
Gerade wenn man frisch von der Uni kommt, braucht man doch ne ganze Weile, bis man im Haus weiss, wie was funktioniert, geschweige denn das ganze Fachliche.
:-meinung
aschenputtel1977
11.10.2010, 12:31
Bei uns hat heute eine Kollegin, die erst am 01.10. frisch von der Uni kam, ihren 1. Dienst (24h), da die eigentliche Dienstärztin krank ist, die Arme, ich wünsche ihr einen ruhigen Dienst ohne Katastrophen ! :-((
Ui, nach acht Tagen? Krass... bei uns sind s immerhin 14 im Schnitt :))
WackenDoc
11.10.2010, 18:33
Lösung des Problems: OA bleibt im Haus-Kollegin läuft mit und kümmert sich z.B. um den Stationskleinkram :-dafür
Wieso hat denn keiner der erfahrenen Kollegen den Dienst übernommen? Extrem unkollegial
Ja, ist echt blöd gelaufen, waren wohl alle angeblich über`s WE weggefahren (ich auch, aber wirklich :-))), einige sind auch grad im Urlaub :-nix Leider muss es auch ein stressiger Dienst gewesen sein mit sehr viel Stationsarbeit und insges. 1 h Schlaf :-?
Chaoskätzchen
12.10.2010, 18:47
Wieso hat denn keiner der erfahrenen Kollegen den Dienst übernommen? Extrem unkollegial
Das war auch mein erster Gedanke..
psycho1899
12.10.2010, 19:24
Ja, ist echt blöd gelaufen, waren wohl alle angeblich über`s WE weggefahren (ich auch, aber wirklich :-))), einige sind auch grad im Urlaub :-nix Leider muss es auch ein stressiger Dienst gewesen sein mit sehr viel Stationsarbeit und insges. 1 h Schlaf :-?
Wahnsinn, ihr seid doch eine Uniklinik oder :) Kein einziger potentieller Diensthabender außer einem gerade geschlüpftem Küken...
und alle haben am WE was vor und sind weggefahren... ja nee, ist klar ;-)
WackenDoc
12.10.2010, 19:34
Dann hätte aber der diensthabende Oberarzt/Facharzt und nicht das frisch geschlüpfte Küken einspringen müssen.
psycho1899
12.10.2010, 19:53
Offenbar brauch man nicht viel Vorerfahrung in der Psychiatrie, um Dienste an einem universitären Haus zu machen.
Relaxometrie
12.10.2010, 20:04
Wieso hat denn keiner der erfahrenen Kollegen den Dienst übernommen? Extrem unkollegial
Ich schätze die Zustände in dieser Klinik als so katastrophal ein (siehe auch vorangegangene Berichte), daß die erfahrenen Kollegen einfach auch keine Lust mehr dazu haben, jedes Eisen aus dem Feuer zu holen.
Die Führungsriege scheint ein Gruselkabinett zu sein, wenn sie es zulassen, daß ein Küken einen solchen Dienst übernimmt :-((
Besser geeignet zur Beschreibung der Situation ist jedoch :-kotz:-kotz:-kotz
Dann hätte aber der diensthabende Oberarzt/Facharzt und nicht das frisch geschlüpfte Küken einspringen müssen.
So etwas gab es bei uns noch nie, die sind doch alle froh, nicht mehr richtige Dienste machen zu müssen, sondern nur noch Rufbereitschaft :-nix Der Hintergrund-OA gehört aber noch zur "alten Schule" und war wohl die meiste Zeit mit da, dennoch ist dies natürlich nicht optimal.
Na ja, wenn die 6 Assis, die noch zur Auswahl standen, sagen, dass sie nicht da sind, müsste der Chef sagen, dass einer da bleiben muss, was er aber nicht getan hat :-nix
Ich schätze die Zustände in dieser Klinik als so katastrophal ein (siehe auch vorangegangene Berichte), daß die erfahrenen Kollegen einfach auch keine Lust mehr dazu haben, jedes Eisen aus dem Feuer zu holen.
Die Führungsriege scheint ein Gruselkabinett zu sein, wenn sie es zulassen, daß ein Küken einen solchen Dienst übernimmt :-((
Besser geeignet zur Beschreibung der Situation ist jedoch :-kotz:-kotz:-kotz
:-meinung
teletubs
12.10.2010, 20:12
Durfte vor vier Jahren auch als Frischling in einem Lehrkrankenhaus mit Maximalversorgung auch nach eins, zwei..zehn Tagen ran. Ich war mit einem anderen die einzige, die angeblich den Dienst sich teilen konnte, da der Rest zu einer Fortbildung war... :-oopss
Das fachliche ist das eine, aber allein zu wissen, wo welche Station ist, ist schon´ne Herausforderung gewesen. Und schlafen war aufgrund der Aufregung sowieso nicht möglich. :-blush
Wir hatten immer eine Schonfrist von drei Monaten bei uns. Nur ein Kollege ist mal nach sechs Wochen für einen Spätdienst (meinen :-blush) eingesprungen aber ganz und gar freiwillig und mit im Haus anwesender OÄ.
Ehemaliger User 20130505
13.10.2010, 01:41
Wir hatten immer eine Schonfrist von drei Monaten bei uns. Nur ein Kollege ist mal nach sechs Wochen für einen Spätdienst (meinen :-blush) eingesprungen aber ganz und gar freiwillig und mit im Haus anwesender OÄ.
Man sollte in die Tarifverträge einen Absatz über die Mindestzeit bis zum ersten Dienst aufnehmen.
oh je, mir blüht der erste dienst heute nacht. ich bin jetzt schon total durch vor aufregung.
wollte eiegntl gaaaanz lange ausschlafen, damit ich wenigstens fit bin, aber das hat nicht so ganz geklappt.
Prinzessin1986
09.12.2010, 17:36
ich bin zwar noch kein assi, hatte aber auch meinen ersten 24h dienst im PJ gestern, da wir 4 dienste im monat mitmachen müssen, um unser quäntchen geld zu bekommen.
bin in der gyn und hatte 1 gemini-sectio und 1 spontan geburt. natürlich musste ich nichts verantowrtliches machen, und ich konnte auch durchpennen, aber bisschen aufregend war es auch. Denke mal in großen Häusern und in innere und chir gibt es durchaus akutere fälle :-)
euch allen gutes gelingen und ruhige nächte!
Heute Nacht hatte ich meinen 1 Dienst- Teleradiologie. Mindestens alle 30 Minuten habe ich aufs Handy geschaut, ob ich Empfang habe. Und? Ich musste nicht ein einziges CT befunden, nicht 1 mal aufstehen. Bin dennoch wie gerädert :-)) weil ich kaum geschlafen habe vor Aufregung. :-))
Mein 1. Wochenenddienst (ist aber schon über 1 Jahr her) fand in der internistischen Notaufnahme eines mittelgroßen Hauses mit den Fachabteilungen Kardiologie, Gastroenterologie/Hepatologie/Diabetologie, Nephrologie, Hämatologie/Onkologie inklusive internistischer Notfalldiagnostik/Notfallintervention (Endoskopie, ERCP, HKL) statt. Das hieß in der Realität, daß da absolut alles hingebracht wird, wofür die Entfernung im RTW noch zu überwinden ist. Die Alternativen in der Umgebung heißen nämlich "Haus der Schwerpunktversorgung" und da will/soll nicht unbedingt jeder Notfall hingebracht werden. Leider stand die Besetzung am Wochenende weder in der Anzahl der Diensthabenden (ich war allein) noch bezüglich des Ausbildungsstand (ich hatte 5 Wochen Berufserfahrung) in einem günstigen Verhältnis zu dem, was da so abging (durchschnittlich etwa 15 ambulante Patienten und 10 - 15 stationäre Aufnahmen pro 12,5 h-Dienst). Das sah in etwa so aus, daß man morgens während der Übergabe schon 3x unterbrochen wurde, weil irgendwas Notfälliges passierte. Hatte man dann seine Wasserflasche und die "Checkliste Innere Medizin" auf seinen Schreibtisch im Arztkabuff hinter den Behandlungsplätzen abgelegt, war das häufig das letzte Mal, daß man Selbiges an diesem Tag zuletzt gesehen hatte.
Zusätzlich war man für alle internistischen Patienten des Hauses zuständig (etwa 130 Stück aus allen og. Fachrichtungen, mit Ausnahme der ITS, die extra besetzt war). Aber zurück zu meinem ersten Dienst:
Ich hatte einen ganzen Haufen Kleinscheiß, den es sich nicht aufzuzählen lohnt, dann einen völlig fertigen Patienten mit der Herzinsuffizienz, der zu Fuß kam und mir dann noch in der Notaufnahme katecholamin- und reanimationspflichtig zu werden drohte und der wegen überbelegter ITS mit dem Intensivverleger weitertransportiert werden mußte, 1 STEMI, den ich Gott-sei-Dank sofort an den Intensivarzt und das HKL abturfen konnte, geschätzte 100 Synkopen unklarer Genese, 1 Kind mit allergischer Ganzkörperreaktion nach Amoxicillin bei Tonsillitis (und ratet mal, wer drauf gekommen ist, ein Diff-BB zu machen und die Verdachtsdiagnose EBV zu stellen... na?), zigmal Thoraxschmerzen zum Ausschluß AKS, mindestens 10 Braunülen, RR-Entgleisungen und onkologische Kotzattacken auf Station, 2 L-Scheine und dann die ganzen Bekloppten, die dich anrufen und fragen, ob das jetzt schlimm war, daß sie das Essen von gestern noch gegessen haben, obwohl das schon so komisch aussah...
Wenn mein Oberarzt an dem Tag nicht die ersten paar Stunden noch geblieben wäre, um mir bei der Verlegung des einen Patienten zu helfen, wäre ich glaube ich um 11 gegangen und hätte gekündigt...
So, morgen ist es soweit: Mein erster KV-Dienst :-) Ich habe seit 2,5 Jahren überhaupt keine Dienste mehr gemacht, was ich auch nicht wirklich vermisst habe. Das Gute an KV-Diensten: Ich habe keine Anwesenheitspflicht und sage den Patienten, die mich anrufen, wann sie bitte in der Praxis erscheinen sollen und die Dinge, die nervig und arbeitsintensiv sind (OPs mit Vorbereitungen etc) schicke ich direkt weiter in die Klinik, juhu :-) Mal sehen, wie es wird. Die spannende Frage vor allem am Karnevalssamstag: Sind alle so bekloppt, dass sie erst Recht besoffen kommen oder haben alle wichtigere Dinge zu tun, dass das seit einer Woche bestehende Jucken doch nicht mehr so schlimm ist? ;-)
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