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Intensivstation und Notarztdienst
Spektrum der augenheilkundlichen Klientel im Dienst:
1) ganz weit vorne: Konjunktivitis, einzige Herausforderung zu entscheiden, ob bakteriell, viral oder allergisch (ich liebe den Frühling...)
2) Fremdkörper in allen Variationen, mal mit mal ohne dicke Hornhautbeteiligung (Spaß machen die HH-FK, kann man schön bohren :-)) )
3) Verätzungen, ausgiebig spülen, HH beurteilen, intraokulare Beteiligung? Vitamin C AT am besten mitgeben, da sonst die Apotheke 5 Stunden später anruft, weil sie es nicht haben...
4) Verblitzungen (man schweißt nur ein einziges Mal ohne Schutzbrille ...)
5) Glaukomanfall, jetzt wird es schon spannender!!!
6) Contusiones, kann ganz schön übel werden, genau wie
7) perforierende Verletzungen
6) Lidwunden, juhu, das macht Spaß
7) "Ich seh nix mehr" oder "Ich hab da so ein Blitzen", das sind dann die wirklichen diagnostischen Herausforderungen. Schön mit dem Kontaktglas nach Foramina, Amotiones... suchen... oder doch ein Verschluss?
Naja, das ist so das, was mich gleich wieder erwartet ;-)
Pünktchen
08.05.2006, 12:37
Spektrum der augenheilkundlichen Klientel im Dienst:
1) ganz weit vorne: Konjunktivitis, einzige Herausforderung zu entscheiden, ob bakteriell, viral oder allergisch (ich liebe den Frühling...)
2) Fremdkörper in allen Variationen, mal mit mal ohne dicke Hornhautbeteiligung (Spaß machen die HH-FK, kann man schön bohren :-)) )
3) Verätzungen, ausgiebig spülen, HH beurteilen, intraokulare Beteiligung? Vitamin C AT am besten mitgeben, da sonst die Apotheke 5 Stunden später anruft, weil sie es nicht haben...
4) Verblitzungen (man schweißt nur ein einziges Mal ohne Schutzbrille ...)
5) Glaukomanfall, jetzt wird es schon spannender!!!
6) Contusiones, kann ganz schön übel werden, genau wie
7) perforierende Verletzungen
6) Lidwunden, juhu, das macht Spaß
7) "Ich seh nix mehr" oder "Ich hab da so ein Blitzen", das sind dann die wirklichen diagnostischen Herausforderungen. Schön mit dem Kontaktglas nach Foramina, Amotiones... suchen... oder doch ein Verschluss?
Naja, das ist so das, was mich gleich wieder erwartet ;-)
öhmm ist das wirklich alles??? könntet ihr die augenambulanz im trainingscenter wieder öffnen??? Ich hab da son paar praktische Fargen von "waldundwiesen"kinderassistenzarzt zum augenassistenzarzt :-D
Zu meinem Dienst gestern und heute: Schon seit 36 Stunden kein Einsatz, die Intensiv leergefegt und bei Kaffee und Eis in der Sonne gelegen! :-angelWas'n das für 'ne Intensiv, die 48h lang leer ist? Mit unseren chirurgischen Platzbäuchen, Anastomoseninsuffizienzen und internistischen post-Infarkt-Zombies können wir nur von sowas träumen...
Doktor_No
08.05.2006, 23:55
schöne grüsse aus der notaufnahme!!!! da sitz ich nämlich grad, mal wieder dienst...
Doktor_No
09.05.2006, 04:52
haha ;-)
immerhin konnte ich mir grad den sonnenaufgang ansehen...
Doktor_No
09.05.2006, 14:41
ich hab ein abo für die hölle. schon wieder so ein drecksdienst: erst den ganzen tag notfälle, dann nachts revisionen und gefässverschlüsse, dann wieder lauter deppen die wegen eines quersitzenden pupses in die notaufnahme taumeln (wie soll es auch anders sein: die obligatorische untervögelte medizinstudentin war auch dabei...), dann stirbt mir einer auf station (was ich prinzipiell in diesem fall begrüsst habe, aber der papierkram!!!!!!!!!!!!!!!!!), dann will man morgens um neun nach hause und bekommt noch eine patientin auf den tisch die man gut kennt und wo man mal übermässigen einsatz zeigen möchte und zu guter letzt sticht man bei einer pleurapunktion noch nen pneu...
aua - armer no.
das klingt nach echtem abo für die hölle! :-wow
ich hab ein abo für die hölle. schon wieder so ein drecksdienst: erst den ganzen tag notfälle, dann nachts revisionen und gefässverschlüsse, dann wieder lauter deppen die wegen eines quersitzenden pupses in die notaufnahme taumeln (wie soll es auch anders sein: die obligatorische untervögelte medizinstudentin war auch dabei...), dann stirbt mir einer auf station (was ich prinzipiell in diesem fall begrüsst habe, aber der papierkram!!!!!!!!!!!!!!!!!), dann will man morgens um neun nach hause und bekommt noch eine patientin auf den tisch die man gut kennt und wo man mal übermässigen einsatz zeigen möchte und zu guter letzt sticht man bei einer pleurapunktion noch nen pneu...
Wellcome to the beautiful town of Murphy:-)
Und mein Beileid, Kollege
Es grüßt,
Hypnos
ducklupus
10.05.2006, 00:48
Mein erster Dienst ist zwar schon ein paar Tage her, ich erinnere mich aber noch gut daran.
"Unverantwortlich, so was wie Dich auf den Patienten loszulassen" und "du sollst dem Patienten helfen und wer hilft dir?" - das waren meine Gedanken.
Glücklicherweise war der Hintergrund optimal geregelt - ein relativ junger, motivierter Oberarzt, der jederzeit auf der Matte war, wenn man anrief - und den man auch jederzeit anrufen konnte, was ich zum Glück auch getan habe.
Dagegen war die Unterstützung vom Chef gleich Null: "Sie haben das doch alles gerade erst gelernt und wissen das doch viel besser als ich ...".
Wichtig war es, den Mitstreitern (vor allem Pflegepersonal!) gegenüber ehrlich zu sein und auch Unsicherheiten eingestehen zu können und Hilfe zu erbitten.
Alles in allem: Der Anfang war scheußlich. Aber ich habe nie so viel gelernt wie in den Diensten.
So, 4. Dienst in 9 Tagen, und anders als in den anderen ist momentan alles ruhig (bis Mitternacht Platzbauch-Session macht aber auch nicht wirklich Spaß :-))).
Verdächtig... was die Nacht wohl noch bringt?
sternschnuppe
30.05.2006, 21:51
Also, wenn ich das hier lese, wird mir echt speiübel :-kotz :-kotz :-kotz Ich mein, vorausgesetzt ich bestehe das 3.Stex, werde ich voraussichtlich nach 4 Wochen meinen ersten Dienst antreten. Leute, ich mein, wo habt ihr bitte das alles gelernt???? Und die Medikamentendosis - vorausgesetzt man weiß das notwendige Medikament überhaupt. Dann auch sehr geil: Wenn jemand zu mir sagt, du musst intubieren - ich hab das leider bisher nur an der Puppe gemacht - hatte kein Anästhesie!!! Und nun???????????? Ahhhh!!!!!!!!!!!!!!! Ich glaub, ich mach ein paar freiwillige Dienste mit, damit ich sehe, was mich erwartet. Oh Gott, ich zweifel grad echt, wenn ich eure Leistungen hier sehe, die armen Patienten .... Ich fühle mich total inkompetent!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
sternschnuppe
30.05.2006, 21:53
Ach so: Das Fach ist Innere - die armen Patienten ....
Ruhig Blut, wenn Dir etwas zu heiß ist, rufst Du einfach Deinen Hintergrund, dafür ist er schließlich da (und wird bezahlt).
Man wächst an seinen Aufgaben :-top
... Leute, ich mein, wo habt ihr bitte das alles gelernt???? Und die Medikamentendosis - vorausgesetzt man weiß das notwendige Medikament überhaupt.
Gelernt? Während des Studiums zum Beispiel. Für´s 2. und 3. STEX. Und im PJ. Darüber hinaus gibt es Bücher, wo Medikamentendosierungen angegeben sind. Die grobe Indikation für das eine oder andere Medikament sollte man halt aber schon wissen. :-nix
Dann auch sehr geil: Wenn jemand zu mir sagt, du musst intubieren - ich hab das leider bisher nur an der Puppe gemacht - hatte kein Anästhesie!!! Und nun???????????? Ahhhh!!!!!!!!!!!!!!!
Das wird dann auch kaum einer von Dir verlangen können. Aber wenn Du´s an einer Puppe zu können glaubst und der Meinung bist, daß der Patient über´n Jordan geht, wenn er jetzt nicht intubiert wird, außer Dir aber keiner da ist- vielleicht solltest Du´s dann versuchen.
Ich glaub, ich mach ein paar freiwillige Dienste mit, damit ich sehe, was mich erwartet.
Das ist im Zweifel vielleicht eine ganz gute Idee. Dann siehst Du vielleicht so´n bißchen (OK, in so "Mitlauf-Diensten" ist meistens alles ganz anders- :-nix :-)) ), wie es denn werden könnte.
Oh Gott, ich zweifel grad echt, wenn ich eure Leistungen hier sehe, die armen Patienten .... Ich fühle mich total inkompetent!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Wahrscheinlich haben sich die meisten hier am Anfang inkompetent und überfordert gefühlt. Aber wenn man eigentlich einen ganz guten theoretischen Background und eine halbwegs schnelle Auffassungsgabe hat, kann man eigentlich in relativ kurzer Zeit zumindest so viel Sicherheit und Routine gewinnen, daß man nicht mehr bei jedem Patienten befürchten muß, daß man ihn jetzt wahrscheinlich gerade umbringt. :-D :-))
Guck Dir einfach "Standardbehandlungsalgorithmen" für Standardkrankheitsbilder (für die Innere z.B. Herzinsuff, Asthma, etc. bzw.
deren Akutausprägungen MI, Status asthmaticus, etc.) an. Schema F Myokardinfarkt. Könnte ich Dir im Schlaf runterbeten, incl. Medikamentendosierungen. Das gibt Dir schon mal ´ne Menge Sicherheit. Und der Rest findet sich. Klar- Du wirst anfangs ständig an die Grenzen Deiner Kompetenz stoßen. Aber diese Grenzen verschieben sich mit der Zeit! (Es sei denn, Du bist ein total hoffnungsloser Fall ;-) ) Also, Kopf hoch! Paßt schon! Und im Zweifel sind Patienten auch härter im Nehmen und vertragen "mehr Arzt" als man denkt...
sternschnuppe
31.05.2006, 11:20
Also ich hab sicherlich ziemlich viel theoretischen Hintergrund - und die wichtigsten Krankheitsbilder im Kopf mit Diagnostik, Therapie usw. - dennoch bleibt die Angst ... Ich habe weniger Schiss vor den Tag- als vor den Nachtdiensten, das ist ja mal klar. Naja, ich hoffe, es wird irgendwie werden - man muss ja auch erst mal anfangen, dann sieht man, wie es in der Klinik organisiert ist, wer einem wenns brennt möglichst schnell unter die Arme greift und so weiter.
Liebe Grüße,
die wahnsinnig aufgeregte Sternschnuppe
Also ich hab sicherlich ziemlich viel theoretischen Hintergrund - und die wichtigsten Krankheitsbilder im Kopf mit Diagnostik, Therapie usw. - dennoch bleibt die Angst ... Ich habe weniger Schiss vor den Tag- als vor den Nachtdiensten, das ist ja mal klar. Naja, ich hoffe, es wird irgendwie werden - man muss ja auch erst mal anfangen, dann sieht man, wie es in der Klinik organisiert ist, wer einem wenns brennt möglichst schnell unter die Arme greift und so weiter.
Liebe Grüße,
die wahnsinnig aufgeregte Sternschnuppe
Wenn das so ist- denk immer daran, daß das vor Dir auch schon soundsoviele andere Leute geschafft haben (, die zum Teil vielleicht auch weniger theoretischen Backround hatten als Du). Paßt schon! :-top
Pünktchen
31.05.2006, 16:22
Also man wächst echt mit seinen Aufgaben und man glaubt gar nicht was man alles im Hinterstübchen behalten hat. In meinem ersten Sonntagsdienst kam ich mir vor wie in einer Staatsexamenprüfung. Ein Patient hinter einander ohne Pause 8.30uhr bis 15 uhr, dazwischen noch schnell Blut abnehmen. Ich hab Dinge gesehen, die ich bisher nur aus Büchern kannte und plötzlich sollte ich die auch noch behandeln. Aber ich wusste zu allem etwas zusagen und sie zu behandeln. Und auch die psychischen Fälle konnte ich geschickt behandeln...chronische Obstipation beim Kind vehaltensauffällige Eltern...schreikinder genervte Eltern... irgendwann davon mal was gehört im Studium am Rande erwähnt.
Und nun nach so vielen Diensten musste ich am Wochenende so oft meine OÄ zur Behandlung zu Rate ziehen, weil ich einfach nicht mehr weiter wusste. Die normale Therapie war meist schon ausgereizt. Sie stimmte mir zwar in meinem Therapievorschlägen und Weiterbehandlungen immer zu; doch es gibt einem die Sicherheit ok ein anderer weiss, dass dieser Patient existiert.
Ich find es immer wieder krass was alles in meinem Kopf hängen geblieben ist aus 6 Jahren Studium ohne, dass es ständig präsent ist. :-top
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