Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dein 1. Dienst....
Käthe, MD
26.06.2009, 11:29
So, nun hab auch ich meinen ersten Dienst hinter mich gebracht, Fazit: hab keinen umgebracht und keine groben Fehler gemacht, also alles opti! :-)) Jetzt erst ma ne Runde ausruhen!
Lg K
Phronesa
01.07.2009, 18:18
bitte postet weiter über eure ersten Dienste, ich finde das lehrreich, belustigend und beängstigend gleichzeitig
als medizinstudierende krankenschwester habe ich selbst schon viele erste dienste von der anderen seite miterlebt und lasst euch gesagt sein:
wenn man weiß, dass ein neuer/ eine neue in den ersten zügen ist was dienste betrifft, dann beschleicht einen immer so ein gefühl in diesen nächten besonders gut und wachsam sein zu müssen.....
tja und wenn man dann merkt der arme anfänger steht total auf dem schlauch, dann versucht man behutsam (und so als hätte der einen erst auf die idee gebracht) dem arzt die eigenen vorschläge als dessen idee zu verkaufen (zur stärkung des selbstbewußtseins desselben)
naja ich bin mal gespannt wie ich mich anstellen werde wenn es soweit ist. ich liebe nachtdienste und ein bisschen dramatik, aber wenn ich dann die bin die gerufen wird???? hmm
mir droht man ja immer mit: du wirst schon noch sehen wie das ist, wenn die schwestern ständig zusammenhalten.....:-peng
Dann kann ich ja mal berichten, wie die Sicht einer nachtdiensthabenden Ärztin ist, in deren Dienst eine neue Krankenschwester ihren ersten Nachtdienst hat:
Auf Station lagen ganze vier Patienten. Alle mehr oder minder gesund, ein Pat. Z.n. größerer Abdominal-OP, 6. post-OP Tag.
In dieser Nacht bin ich von der Schwester ungelogen 11 mal angerufen worden, weil - keine Ahnung eigentlich warum. Ich wurde stündlich über die (durchaus akzeptable) Ausscheidungssituation des "Frischoperierten" informiert - ungefragt natürlich.
Nee nee :-peng
Zum Glück kam ich frisch aus dem Urlaub und war gut erholt, sonst hätte ich das nicht mit so viel Humor nehmen können.
Jeannychen
08.07.2009, 14:48
Heute habe ich erfahren: am 25.07. ist es soweit. Meine 1. Dienst. 12 Stunden Hausdienst.:-((
Ich habe jetzt schon Angst...:-((:-((:-(( Zum Glück muss ich die Rettungsstelle an dem Tag nicht mitmachen und mein Hintergrund wird auch eher da sein. Aber dafür habe ich 6 Überwachungsbetten. Ich hoffe, wird alles gut.:peace:
so, nach einem jahr dienstabstinenz mal wieder ein erster dienst. und es war so gut wie nix los. wäre nicht abend um 8 noch ein zugang gekommen, die dann halb 1 entbunden hat, hätte ich morgen bei der übergabe nichts zu berichten gehabt. morgen dann dienst nummer 2. mal sehen, wie der wird.
Die Niere
10.08.2009, 16:19
Nicht mein erster, dafür mein bester: http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=53038
Angel Oak
06.09.2009, 19:28
Mein erster Dienst:
http://www.medi-learn.de/tagebuch-hammerexamen-2/?p=192
Phlegmasia
19.09.2009, 22:13
Ich bin seit Februar im Job und hatte Ende Mai meinen ersten Dienst - alleinige Chirurgin für Ambulanz und Stationen mit diensthabendem Oberarzt zu Hause in Rufbereitschaft...
Ich war froh über den Kollegen aus der Inneren und die Kollegin aus der Anästhesie, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen; ich war froh über den erfahrenen Ambulanzpfleger.
Aber am frohesten war ich, dass der Pat. mit der Aortendissektion primär internistisch mit Verdacht auf Infarkt kam, bevor er (nach präklinischer Lyse. . . ) mit einem Druck von 50/30 ins nahegelegene Krankenhaus mit Gefäßchirurgie verlegt wurde... Meine letzte Info war "Die Aortenklemme sitzt, der Pat. ist stabil..." Ich will gar nicht drüber nachdenken, was passiert wäre, wenn der als "akutes Abdomen" gelaufen wäre, oder als "Rückenschmerzen" ...
Manchmal muss man einfach Glück haben.
Ich bin morgen dran... :-oopss
Augen zu und durch! Schlaganfälle zu mir, Krampfanfälle bitte draußen bleiben! :-))
Es könnte mich natürlich freuen, daß der Patient mit V.a. Krampfanfall doch einen Schlaganfall hatte (also das, was ich mir "gewünscht" hatte), aber die Tatsache, daß das eine Basilaristhrombose war mit Hubi-Verlegung inklusive, war dann doch weniger entspannt...
Ansonsten hab ich immerhin drei Stunden Schlaf am Stück bekommen :-)
raven2905
05.11.2009, 18:48
Also mein Erster war total nett,
nichts aufregendes nur nen paar Frakturen, nen paar Schnittwunden und nen super erfahrenen, selbstständigen Pfleger! Dafür hat mich meine Zweiter fast in den Wahnsinn getrieben!
Total unmotivierte Schwester kurz vor der Rente, mit echt wenig Ahnung und keinem Bock auf irgendwas und dann hast du noch nen Polytrauma Nachts um zwei und kannst fast alles selbst vorbereiten und und und boah hab ich was gekotzt, wie gut das dabei dann alles innerhalb von 10min nach Alarm da sein muß und ich liebe unsere Annipfleger die sind echt hilfreich!
Olivia28
15.11.2009, 09:26
So... am Donnerstag ist es so weit. Ich habe meinen 1. Dienst. Ich muß zugeben, dass ich jetzt schon ziemlich nervös bin. Innerlich würde ich am liebsten gar nicht erst hingehen, aber da muß ich wohl durch... :-?
Antracis
04.01.2010, 21:54
So, jetzt hatte ich auch meinen ersten Dienst. War ein Tagdienst am WE, die sind bei uns meist härter als die Nachtdienste, weil man ständig zwischen Stationen, Konsilen und Rettungsstelle hin- und herwetzt. Ich hatte dann auch wirklich nicht eine Minute zum durchatmen...aber mit Adrenalin und Hintergrund hab ich mich so durchgewurstelt. :-) War dann auch gleich das volle Programm mit Fixierungen in der Rettungsstelle, Konsilen auf der ITS und fraglichem Ileus.
Ärgerlich ist im Nachhinein, wie unstrukturiert ich vieles angegangen bin, aber bei dem Stress ist das wohl als Anfänger unvermeidbar.
Also: Überlebt und der nächste kommt bestimmt. :-))
Und allen die Daumen gedrückt, die das noch vor sich haben. :-)
lg
Anti
Unstrukturiert ist man am Anfang wohl immer. Du kennst schließlich nicht den "normalen" Ablauf eines Dienstes, kannst noch nicht so gut Prioritäten setzen, völlig normal. Aber nach ein paar Diensten, spätestens dem 10., dürfte das gegessen sein (wenn nicht, dann auch nach dem 100. nicht :-D). Und dann ist auch der stressigste Dienst halb so schlimm. Das Wichtigste, fand ich immer, war, einfach alles nacheinander zu machen und um Gottes Willen nicht fünf Dinge gleichzeitig anfangen.
Hab ich schonmal erzählt, dass in meinem allerersten Dienst direkt mal 2 Leute gestorben sind? Das war echt blöd....toller Start...und man sollte/durfte damals als AiP nicht mal den Totenschein alleine unterschreiben...
Unstrukturiert ist man am Anfang wohl immer. Du kennst schließlich nicht den "normalen" Ablauf eines Dienstes, kannst noch nicht so gut Prioritäten setzen, völlig normal. Aber nach ein paar Diensten, spätestens dem 10., dürfte das gegessen sein (wenn nicht, dann auch nach dem 100. nicht :-D). Und dann ist auch der stressigste Dienst halb so schlimm. Das Wichtigste, fand ich immer, war, einfach alles nacheinander zu machen und um Gottes Willen nicht fünf Dinge gleichzeitig anfangen.
Naja, das kommt ein bißchen auf die Fachrichtung an, und wie es da so läuft. Gerade das Organisatorische hat man m.E. nach 10 Diensten noch nicht perfekt drauf.
Bei uns ist man ja die Kummerkastentante per se, alle sind so furchtbar benachteiligt und alles ist viel dringender als bei den anderen, und alle sind immer nur am Heulen. Wenn dann zwei beteiligte Berufsgruppen können (und wollen), endlich, kann (oder will) mit Sicherheit die dritte nicht mehr :-nix
da wird man aber immer besser drin, alles unter einen Hut zu kriegen :-))
So, ich habe ihn nun auch hinter mir. Nach einigen Spätdiensten stand am Mittwoch der erste 12-Stunden-Dienst an. Fing gleich gut an, Kreißsaal komplett voll. Präeklampsie, vaginale Blutung bei tiefsitzender Plazenta. Super, der OA hat mich nochmal dran erinnert, wo die Krampfschale steht... Naja, zudem hatten wir dann auch noch Platzprobleme: Eine Einleitung im Voraum vom OP zu machen, ist ja eher nicht so prickelnd. Wenigstens kam im Tagesverlauf nicht mehr so viel dazu. Es hat aber auch so wirklich gereicht. Bei Geburtsstillstand in der EP OA informiert. Kopf war schön mobil über BE und mein OA meinte, ich sollte eine dosierte Blasensprengung machen. Meine Einwände wegen NS-Vorfall quittierte er damit, dass er dann zur Not-Sectio ja eh schnell da wäre. Da ist man sprachlos. Alles in allem ist es gut ausgegangen, aber die Stunden bis dahin waren die Hölle. Nebenher musste ich noch Aufklärungen erledigen, die liegengeblieben waren. Danke schön - als hätte ich nicht genug zu tun gehabt. Und das nennt sich dann Bereitschaftsdienst. Habe den ganzen Tag durchgearbeitet - abgesehen von einer kleinen "Mittagspause" um 15 Uhr. Ich denke, dass ich mich ganz gut geschlagen habe. Aber ein Vergnügen war es nicht. Und meine Adrenalinspeicher haben sich ordentlich geleert an diesem Tag :-))
Am schwierigsten fand ich Situationen einzuschätzen, in denen man noch nie gewesen ist. Organisation ging eigentlich. Da der Kreißsaal oberste Priorität hatte, musste der Rest warten. Als sich die Kreißsaallage entspannte, kam der wartende Rest dran ;-)
Allen, die es noch vor sich haben: Augen zu und durch! Auch der erste Dienst geht irgendwann vorüber.
Vesticochlea
11.01.2010, 00:28
Ich habe inzwischen auch die erste Nachtdienstwoche überstanden... Bei uns macht man 4 Nächte am Stück, jeweils 12 Stunden. In 2 Nächten konnte ich mich hinlegen und 2 Stündchen schlafen, in der dritten Nacht war an Schlaf nicht zu denken und die vierte Nacht habe ich genutzt, um meinen Briefestapel etwas zu reduzieren. Insgesamt sind keine größeren Katastrophen passiert, alles war ganz gut machbar. Der Kollege auf Intensiv hat sich auch mehrfach erkundigt, ob alles in Ordnung sei und seine Hilfe im Notfall angeboten. So hatte ich doch das Gefühl, nicht komplett alleine zu sein, und war etwas entspannter. Sehr nett fand ich auch die Schoki, die mir die Kollegen auf den Nachttisch im Bereitschaftsdienstzimmer gelegt haben!
bine-heike
17.01.2010, 12:58
....hab auch meinen dienstplan-im februar gehts los mit ChA im Hintergrund....na ich bin gespannt...
Neurönchen
17.01.2010, 15:36
Ich bin seit Februar im Job und hatte Ende Mai meinen ersten Dienst - alleinige Chirurgin für Ambulanz und Stationen mit diensthabendem Oberarzt zu Hause in Rufbereitschaft...
Ich war froh über den Kollegen aus der Inneren und die Kollegin aus der Anästhesie, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen; ich war froh über den erfahrenen Ambulanzpfleger.
Aber am frohesten war ich, dass der Pat. mit der Aortendissektion primär internistisch mit Verdacht auf Infarkt kam, bevor er (nach präklinischer Lyse. . . ) mit einem Druck von 50/30 ins nahegelegene Krankenhaus mit Gefäßchirurgie verlegt wurde... Meine letzte Info war "Die Aortenklemme sitzt, der Pat. ist stabil..." Ich will gar nicht drüber nachdenken, was passiert wäre, wenn der als "akutes Abdomen" gelaufen wäre, oder als "Rückenschmerzen" ...
Manchmal muss man einfach Glück haben.
Hehe, rupturiertes Aortenaneurysma, das werde ich wolh nie vergessen.
Patient wird mir vom NOTARZT mit V.a. "Apoplex" wegen Vigilanzminderung (????) vorgestellt. Druck 80/40, hyperventiliert, ist somnolent....hmmmm, bewegt eigentlich alles auf Schmerzreiz nur gewisse Gesichtsassymmetrie, hmmmm, murmelt etwas von Rückenschmerzen,, rrrrrr, Frau angerufen, berichtet über ein thorakales Aortenaneurysma, BGA: Hyperventilation, Labor noch ausstehend, Abdomen, wirkt etwas gespannt, aber gibt keinen Druckschmerz an, hmmmm, ok, alles komisch, wenn ich jetzt eh zum CT fahre, mach ich doch gleich ein CT-Thorax mit...CCT o.B. CT-Thorax: Aorta descendes 6cm, freie Flüssigkeit im Abdomen im Anschnitt -> ich fahr dann mal schnell in die Chirurgie! Nächste Rückmeldung: Gedeckt perforiertes Bauchaortenaneurysma Patient hat Y-Prothese erhalten und lebt :-oopss
Nächsten Tag erzähl ich dem Notarzt von diesem Patienten und er: " ist man bei nem rupturierten Aneurysma so neben der Spur?" :-(
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