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][truba][
21.03.2022, 23:30
Vielen Dank. Dann werde ich es so beibehalten. Hätte ja sein können, dass das eher nervt wenn die Patienten dann kommen und es einen „Standard“ gibt, den die aus der Klinik doch einfach hätten aufschreiben können.

Lg

Nouseforaname16
23.03.2022, 20:11
Hallo liebe Mitstreiter,

Mir geht es um das leidige Thema des Verdiensts…
Ich hab hier die Foren jetzt schon eine Weile durchforstet, bin aber noch kein Stück weitergekommen.
Habe vor 6 Monaten den Fa Allgemeinmedizin gemacht und möchte mit meinem Chef ein neues Gehalt verhandeln. Unmittelbar nach der Prüfung habe ich auf eine 35 Stunden Woche (mit 33 Stunden Sprechstundenzeit) reduziert. Mein Chef geht davon aus, dass mein Weiterbildungsgehalt, dass er damals auf 6000 in Vollzeit aufgestockt hat und das nun bei 5250 liegt angebracht ist.

Ich würde mich sehr freuen, wenn sich hier jemand finden würde, der mir eine grobe Richtlinie gibt, an welcher Gehaltshöhe ich mich orientieren kann.

Im letzten Quartal hatten wir etwa 2300 Scheine (darunter einige Praxisfremde Impfungen und Infektpatienten). Ein Großteil dieses Coronaeinkommens wird aktuell in der Umsetzung (ohne Bestellungen etc) von mir erbracht. Neben mir ist ein WBassistent in 20 h angebracht, der dasselbe Gehalt bezieht und der ehemalige Praxisinhaber, 2x3h pro Woche auf Honorarbasis.

Ich bringe 11 Jahre Berufserfahrung in Vollzeit mit; den FA Anästhesie, ZB spez Schmerztherapie und den Notarzt. Etwa 50 % der Sprechstundenzeiten bin ich in der Praxis ohne meinen Chef tätig. Anfragen für Haus und Heimbesuche werden direkt an mich weitergeleitet, sind allerdings zahlenmäßig überschaubar.

In meiner vorherigen Praxis brachte es meine Kollegin auf 7200 Euro in Vollzeit.
In dieser Praxis wurde allerdings auch sehr gut gewirtschaftet.

Mir ist klar, dass alles davon abhängt wie gut in der Praxis gewirtschaftet wird. Aber vielleicht gibt es hier den ein oder anderen der in einem ähnlichen Anstellungsverhältnis war und einen Weg gefunden hat das Gehalt zu verbessern ohne Stelle zu wechseln oder Notarztschichten am Wochenende zu fahren.

nappy
23.03.2022, 21:20
Aber es gibt nur einen KV Sitz wenn ich das richtig rauslese oder ?

Warum kommt ein Stellenwechsel nicht in Frage ? Dasselbe Gehalt als Facharzt wie als WBA erscheint deinem Chef angebracht?


Gehalt wurde ja schon oft thematisiert und ist nen schwieriges Thema und immer individuelle Verhandlungssache aber du bist wahrscheinlich eher am unteren Ende des Verhandlungsspielraumes.
Vielleicht lässt sich ja dein Chef durch eine Erhöhung der Scheinwerte durch dich überzeugen- gv, sono dak diabetesleber, pavk Screenings usw und extrabudgetär abrechenbar

Haffi
24.03.2022, 08:24
Habe vor 6 Monaten den Fa Allgemeinmedizin gemacht und möchte mit meinem Chef ein neues Gehalt verhandeln. Unmittelbar nach der Prüfung habe ich auf eine 35 Stunden Woche (mit 33 Stunden Sprechstundenzeit) reduziert. Mein Chef geht davon aus, dass mein Weiterbildungsgehalt, dass er damals auf 6000 in Vollzeit aufgestockt hat und das nun bei 5250 liegt angebracht ist.


Sorry, aber bei aller vielleicht vorhandener Liebe und Verbundenheit zur Ausbildungspraxis würde ich die Verhandlungen bei diesen "Angeboten" gar nicht erst weiter forcieren.

Ich bin selbst nur Weiterbildungsassistent, die Gehälter meiner beiden jungen Facharzt-Kolleginnen liegen bei 7000-7500 Brutto bei 25 Wochenstunden plus derzeit Impfboni und Igel-Beteiligung. Normale Hausarztpraxis mit zwei Standorten in 100 000 Einwohner Stadt.

Aeonflux
24.03.2022, 10:20
Das ist ja interessant. Das finde ich nämlich DIE große Verarsche ambulant angestellt: Dass sich das VZ Gehalt immer auf 40 Wochenstunden bezieht, die man ja in den seltensten Fällen arbeiten kann, wenn die Praxis nur 25h aufsperrt. Kennt ihr anderen das auch alle so?

slettestrand
25.03.2022, 22:43
Hallo,
ich bestehe hoffentlich bald meine M3-Prüfung und möchte dann gerne die Weiterbildung zum Allgemeinmediziner machen. Habe mir jetzt als möglichen Einstieg erstmal Chirurgie oder Innere überlegt. Ich frage mich, wie man das generell am besten bei der Bewerbung bespricht - ich kann mir vorstellen "eigentlich möchte ich Hausarzt werden, bin klinisch komplett unerfahren, würde aber gerne 1 Jahr in Ihrer Chirurgie/Inneren arbeiten und wenn ich gerade was kann wieder weggehen" kommt weder im Anschreiben noch mündlich gut. Wie habt ihr das damals geregelt?

Bonnerin
26.03.2022, 07:25
Es gibt inzwischen meines Wissens nach sogar Fortbildungsverbünde, also wo du Allgemeinmedizin machst und bei der Orga der klinischen Pflichtjahre geholfen wird. Schau mal bei den entsprechenden KVen und ich glaub bei lass-dich-nieder.de nach. :-)
Edit: https://www.lass-dich-nieder.de/berufseinstieg/weiterbildung/facharztweiterbildung-leichtgemacht.html

Ansonsten kann man auch einfach nix davon sagen, dass man eigentlich Allgemeinmedizin machen möchte und das nur ein Fremdjahr ist. Diese Taktik kann man durchaus für Innere (wo man eh die Stellen hinterhergeworfen bekommt) und dann Chirurgie machen. Ich weiß nicht wo du bist und ob was als klinisches Fach 3 verlangt wird. An dem Punkt kann und sollte man dann auch ehrlich sein, aber mit 2 Jahren Berufserfahrung als Stationssklave wird man i.d.R. auch für ein Jahr sehr gerne genommen.

slettestrand
26.03.2022, 11:40
Danke erstmal! Bei einer meiner aktuellen Wunschstellen kennt der Chef mich tatsächlich schon und weiß, dass ich eigentlich in die Allgemeinmedizin möchte. Mir hat es da im PJ aber unerwartet so gut gefallen, dass ich im liebsten dort beginnen würde, Stellen sind frei. Schwierig dass dann beim Gespräch richtig zu verkaufen. Bei anderen Stellen kann ich natürlich was anderes erzählen. Zurzeit plane ich mehr als 2 klinische Fächer, aber mit mehr Erfahrung habe ich da auch nicht so viel Sorge.

davo
26.03.2022, 11:52
Wenn er es eh schon weiß, dann sag es halt einfach ganz genau so. Der freut sich doch sicher, jemanden zu bekommen, den er schon kennt, und dem die Abteilung gefällt.

mbs
07.04.2022, 21:53
In praktisch jeder internistischen Abteilung die ich kennengelernt habe gab es Assistenten, von denen allen bekannt war dass sie Hausarzt werden wollen. Manche machen den Facharzt für Allgemeinmedizin, manche den für Innere Medizin und werden dann internistischer Hausarzt. Sag einfach du würdest gern Hausarzt werden und deshalb in der genannten Abteilung anfangen. Es dürfte außerhalb hochkompetitiver, hochspezialisierter internistischer Subdisziplinen an den so genannten Eliteunis keine Chefs geben die damit irgendein Problem hätten. Im Gegenteil wird dann die Zeit teilweise sogar schon so geplant, dass man bevorzugt in den Bereichen eingesetzt wird die man mehr braucht. Als ich mich kürzlich in der Inneren für den Quereinstieg Allgemeinmedizin beworben hatte war das jedenfalls so. Und du darfst nicht vergessen, dass du später dann der Zuweiser wirst der die Kundschaft liefert und denen die Weiterbetreuung abnimmt. In der Chirurgie ist es teilweise so, dass sich die Chefs aktiv um gute Kontakte zu Zuweisern bemühen und versuchen, diese bei Laune zu halten. Insofern wirst du auch da keine Probleme haben. Was allerdings häufiger passieren könnte ist, dass man dann deinen Einsatz dort auch so plant, dass du für deine Zieltätigkeit optimal vorbereitet bist, sprich dass du den OP kaum von innen siehst und hauptsächlich in der Ambulanz eingesetzt wirst. Hab sogar mal in einer chirurgischen Abteilung gearbeitet, wo die späteren Allgemeinmediziner nur in der Ambulanz waren und nie in den OP gekommen sind, dafür aber auch keine Stationsarbeit und keine Dienste machen mussten. Kann mir auch gut vorstellen dass das dort noch immer so ist.

Fr.Pelz
09.04.2022, 05:19
Also in den chirurgischen Kliniken, in denen ich war, gab es auch öfter Kollegen, bei denen vorher schon offen kommuniziert wurde, dass sie Allgemeinmedizin machen, die wurden dann eher in die Ambulanz oder auf Station geschickt, denn es bringt ja nicht so viel für Allgemeinmedizin, wenn man 8h Haken halten muss. Wenn Not am Mann war, gingen die aber auch in den OP.
Bei meiner letzten internistischen Stelle hab ich auch klar gesagt, dass ich Allgmed machen will, aber trotzdem auch gesagt, dass ich länger als das vorgeschriebene halbe Jahr bleiben würde, wenn es mir gefällt.
Es hat auch seine Vorteile, etwas "außen vor" zu sein. Du bist nicht der "der letzte chirurgische Depp", der erstmal "eingenordet" werden muss... (ja es gibt noch Kollegen, die so reden)- sondern jeder weiß, du bist kein Konkurrent um OPs und die Gunst des Chefs. Ich hab mich immer gut mit unseren Rotanden verstanden, die waren meist psychisch normaler als die chirurgischen Kollegen. :D

Cor_magna
13.04.2022, 00:37
Doppelpost

Cor_magna
13.04.2022, 00:37
Ich hätte eine Frage bezüglich der Niederlassung :
Bin aktuell in der Inneren an einem Maximalversorger tätig, und mir sind jetzt schon der ein oder andere angehende AllgemeinInternist begegnet, der keine Spezialisierung machen will, sondern später dann damit hausärztlicher Versorgung machen will (nur nebenbei: könnte man mit einem Allgemeininternistischem Facharzt auch noch was anderes machen in der Niederlassung?) Meine Hauptfrage: Was sind denn die Vorteile sich allgemeinärztlich als Internist niederzulassen oder eben klassisch als Allgemeinmediziner? Kann man da mehr abrechnen oder wo liegen da die Unterschiede? Bzw welcher der beiden Wege in die Niederlassung hat objektiv gesehen die Nase vorn? Vielen Dank schonmal für die Infos :-)

hebdo
13.04.2022, 07:33
Die meisten gehen tatsächlich in den Hausarztbereich. Aber es gibt natürlich auch die Möglichkeit durch den Nachweis spezieller Fertigkeiten genehmigungspflichtige Leistungen wie Sono, Echo, ÖGD usw. für die Abrechnung zu beantragen. Das ist aber wirklich eher die Ausnahme. Auch kann man sich durch Zusatzweiterbildungen einen Schwerpunkt wie Diabetologie, Schmerztherapie etc. setzen.

Me1ster
13.04.2022, 14:51
Meine Wunschklinik wäre eine Uni. Ist es ratsam dort anzufangen oder sollte man lieber in einem kleinen Klinikum anfangen um die gängigeren Fälle zu sehen? (Ich schwanke im Moment noch zwischen FA Allgemeinmedizin, FA Innere, FA HNO).

denkstdu
13.04.2022, 17:36
Geh in ne kleine Klinik da siehste viel mehr und darfst auch schneller was machen, wenn du wirklich Allgrmeinmed oder den allgemeinen Internisten machen möchtest.

abcd
13.04.2022, 19:21
zum Thema Fortbidungsverbund:
hier (https://www.weiterbildung-allgemeinmedizin-coburg.de/)gibt es z.B. einen. (Coburg)

Theoretischer Arzt
23.04.2022, 06:13
Hat hier jemand von euch außerhalb der regulären Rotationen für Allgemeinmedizin noch kürzere Hospitationen (Tage bis Wochen) in anderen Fächern gemacht, um bestimmte Skills zu lernen.

Z.B.
-HNO für Cerumen-Entfernung
-Angiologie für Kompressionsultraschall zum Thromboseausschluss
-Gastroenterologie: CED-Sprechstunde
-Derma: Hautkrebs-Screening für Praxis außerhalb des Kurses
-Rheuma
-Uro
etc.

Viele Grüße

Haffi
23.04.2022, 16:02
Hat hier jemand von euch außerhalb der regulären Rotationen für Allgemeinmedizin noch kürzere Hospitationen (Tage bis Wochen) in anderen Fächern gemacht, um bestimmte Skills zu lernen.

Z.B.
-HNO für Cerumen-Entfernung
-Angiologie für Kompressionsultraschall zum Thromboseausschluss
-Gastroenterologie: CED-Sprechstunde
-Derma: Hautkrebs-Screening für Praxis außerhalb des Kurses
-Rheuma
-Uro
etc.

Viele Grüße

Jap, hier. Hab mich je 6 Wochen an eine dermatologische und gefäßchirurgische Praxis (die in meinem Fall auch Phlebologie mitgemacht hat) "verleihen" lassen. War allerdings jeweils durch meinen allgemeinmedizinischen Ausbilder organisiert (und bezahlt).

Mr. Moe
10.05.2022, 10:51
Hi zusammen,

Ich werde demnächst den Quereinstieg aus der Radiologie in die Allgemeinmedizin wagen. Ich habe mich entschlossen nicht auf Innere zu verzichten und frage mich wie ich mich in den knapp 2 Monaten bis dahin am besten vorbereiten kann. Das Staatsexamen ist jetzt doch leider schon eine Ecke her, deswegen habe ich in quasi allen Gebieten Nachholbedarf.
Was würdet ihr empfehlen (meistens nicht mehr als 1 bis 2 Stunden täglich Zeit, etwas mehr am WE)

- Herold? Konnte ich leider noch nie gut mit lernen.
- Basislehrbuch Innere? Fand ich gut, die Zeit reicht aber nicht um das durchzuackern.
- Amboss? Vielleicht wirklich das Staataexamenswissen um wieder einen Überblick zu haben?
- Andere Vorschläge?

Letztlich ist es sicher wie überall viel learning by doing und gezieltes bzw. fallbezogenes Nachlesen, möchte nur einigermaßen einen Überblick haben bevor ich anfange.
Würde mich sehr über Tips von euch freuen, danke schonmal!