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Hab ich auch gelesen, war aber bei meinem Exemplar nicht der Fall
Ich finde es toll weil einerseits zu jedem Symptom alles beschrieben wird woran man denken muss und das sogar kurz und knapp. Bin wirklich zufrieden und habe schon so manches Buch durch gelesen :)
Moin, moin!
Nach längerer Schaffenspause hab ich mal wieder eine Frage an euch, bzw. ein wie würden Sie entscheiden?!
Ich bin jetzt im letzten Abschnitt meiner Weiterbildungszeit, genauer: Ende Februar ist Schluss. Stehe jetzt vor einem mittelschweren Problem. Eigentlich war mit dem Haus eine längere Beschäftigung abgesprochen, der Vetrag war auf zwei Jahre ausgelegt. Jetzt erfolgt aus vielerlei Gründen allerdings eine fristgerechte Kündigung nach 6 Monaten. Ist so schlimm nicht, da ich eh nach der Facharztprüfung in die Niederlassung strebe.
Jetzt beginnen die Probleme. Ich habe wenig Lust auf Einzelpraxis. Vor Ort gibt es aktuell genau eine Gemeinschaftspraxis, die aktiv einen Nachfolger für eine der Gründerinnen sucht. Sonst gibts ein miserabel orgainisertes MVZ der Stadt mit 5 Kolleg*innen in bunter Mischung aus Alt,- Teil, - und Vollzeit und viele, viele Einzelpraxen >60 Jahren.
Jetzt stehe ich in Gesprächen mit besagter Praxis, die mich auch gerne anstellen würden. Allerdings sei für die Praxis ein Bruttogehalt von 3.800 Euro die absolute Schmerzgrenze und das für eine Teilzeitstelle. Die Differenz zu meinem jetzigen Gehalt könnte ich ja mit KV-Diensten füllen. Da hab ich schon mal ordentlich geschluckt im Gespräch. Aus 3800 Euro werden 2400 Euro netto und den Zeitgewinn soll ich dann noch in einer Anlaufpraxis verbringen? Hm. Schwierig.
Ich bin aber auch in keiner guten Verhandlungsposition. Bin halt zwischen AiW und Facharzt. Gefördert wird das zwar mit knapp 1000 Euro von der KVSH, aber da bleibt ja immer noch ein großer Batzen für die Praxis übrig.
Ist das Angebot an- oder vermessen? Wie habt ihr das in dieser Zwischenzeit geregelt?
(Plan B wäre: Ich melde mich bis zur Prüfung Facharzt arbeitslos. Da bin ich dann finanziell auch schon bei 2200 Euro lt. Internet-Rechner, hab aber frei.)
Absolute Arrhythmie
10.01.2023, 16:29
@Frisko: 3800€ für wie viel Stunden? Also unter Tarif würde ich persönlich nicht arbeiten gehen...
Btw bekomme deutlich mehr als ÄiW (Ende 2. Jahr) mit 75%...
Für 30 Stunden die Woche. Denke mal, dass damit 75% gemeint sind. Sonst decke ich die gesamte Sprechstunde ab.
Geht mir genauso. Unter Tarif finde ich schwierig. Und die haben mich als AiW im ersten Jahr eingestuft. Meinte unterste Grenze wäre 4400 Euro für 75%. Und das wäre Tarif.
Bin gespannt. Heute Abend nächstes Gespräch.
Ines-Lucia
10.01.2023, 21:21
Ist das Angebot an- oder vermessen: Ich würde sagen es ist vermessen!
Hoffe dein Gespräch heute war besser.
Interessant, dass es in SH für Zwischenzeit Ende Weiterbildung zur Facharztprüfung noch eine Förderung gibt, in Bayern gibts dafür nichts.
Zum Geld:
wenn man sich an den Tarifvertrag anlehnen möchte, sieht man ja deutlich, dass es zu wenig Geld ist! Außerdem würd ich von 38,5 und nicht 40 h ausgehen. Dann kann man natürlich jemanden mit 5 Jahren Berufserfahrung nicht bei Stufe 1 einstufen! Und wenn die Praxis nicht mehr zahlen kann, dann kommt es ja für nach der Facharztprüfung erst recht nicht in Frage und das sollte ja das Ziel sein oder?
https://www.vka.de/tarifvertraege-und-richtlinien/tarifvertraege/tv-aerzte
denkstdu
11.01.2023, 06:25
Das es in Bayern keine Förderung für die Zeit Ende der Weiterbildung bis zur Prüfung gibt ist mir neu. 2018 hätte ich die auch noch bekommen. Und ich glaube das hat sich nicht geändert. Aber ich lasse mich auch gerne eines besseren belehren.
Ist das Angebot an- oder vermessen: Ich würde sagen es ist vermessen!
Hoffe dein Gespräch heute war besser.
Interessant, dass es in SH für Zwischenzeit Ende Weiterbildung zur Facharztprüfung noch eine Förderung gibt, in Bayern gibts dafür nichts.
https://www.vka.de/tarifvertraege-und-richtlinien/tarifvertraege/tv-aerzte
Tatsächlich war das Gespräch nicht so doll. Bzw. anders: menschlich passt das alles aber wirtschaftlich kommen wir auf keinen grünen Zweig. Liegt auch etwas an der Praxis. Es gibt kein wirkliches Konzept, wie, wo und wie viel ich arbeiten kann/soll. Mit Kindern sei das ja eh schwierig und "wir haben ja früher auch Abstriche gemacht." Also: das war nichts.
Die Förderung ist wohl tatsächlich sehr unterschiedlich zwischen den Bundesländern.
Andererseits bleibt die Frage: wer stellt denn noch einen werdenden oder fertigen Facharzt ein und vor allem zu welchem Gehalt, wenn es für AiWs mittlerweile 5400 Euro im Monat zur Förderung gibt? Da muss man sich im Vorfelde ja schon sehr sicher sein, dass es langfristig klappt und der/die Kolleg*in da schnell Kundenstamm und entsprechend Gewinn herauswirtschaftet oder man gibt als alt-eingesessene Kolleg*in dann den Gewinn an den Neuen?!
Bei dem aktuellen Fachkräftemangel wäre es bei einer langfristigen Sichtweise allerdings kein Problem für den Inhaber mal für 1-2 Monate die Zähne zusammen zu beißen und ein ordentliches Gehalt zu zahlen.
Die größte Hürde ist eigentlich die Anstellungsgenehmigung der KV. Entweder bist du Facharzt und kannst als Sicherstellungsassistent angestellt werden oder als AiW. Du hängst leider im Vakuum dazwischen. Arbeitslos ist in deinem Fall eine gute Option. Du kannst bis zu 14h/Woche arbeiten ohne den Status arbeitssuchend zu verlieren. Das Einkommen wird allerdings auf dein ALG angerechnet.
Alternativen wären Vertretungs-/ Honorareinsätze oder mit etwas Unehrlichkeit eine neue Anstellung im stationären Bereich bis zu deiner Prüfung und danach kündigen.
Letztere Lösung wird es wohl werden, wobei ich dann eher überlege, ob ich die Zeit dann nutze und z.B. den Geriater einfach noch mitnehme. Habe ich zumindest 1,5 Jahre noch "Sicherheit". Stationär, ja. Aber ich kenne das Haus, Dienste sind moderat und die Kolleg*innen nett.
SusiSorgenlos
14.01.2023, 14:35
Hallo, ich habe eine Frage. Ich arbeite als angestellte Fachärztin für Allgemeinmedizin. Ich habe 24h Sprechstundenzeit pro Woche. Das ist auch mein komplette Arbeitszeit. Ich kenne es sonst so, dass man mit mehr Stunden als der Sprechstundenzeit angestellt ist für Papierkram, Telefonate etc. Wie ist das bei euch?
Das sind mit Stunden in der Woche Patientensprechstunde als die KV für einen vollen Sitz vorsieht 😉
FrauAerztin
14.01.2023, 15:12
Hallo an alle niedergelassenen Fachärzt*innen der Allgemeinmedizin,
ich habe zwei Fragen bzgl. Abrechnung und die KVBW möchte mir als Nicht-Mitglied (aber einer, die sich gerne niederlassen würde, die sind doch doof) vorab keine Informationen geben, dies sei nur Mitgliedern vorbehalten. Naja.
Ich bin Fachärztin für Allgemeinmedizin, bin aber zuletzt im stationären Setting tätig gewesen und überlege, in den niedergelassenen Bereich zu wechseln. Ich lebe in Baden-Württemberg.
Erste Frage:
Kann mir jemand von euch sagen, ob man mit Facharztreife automatisch die gängige Abdomensonographie abrechnen kann, also die Ziffer 33042 (wenn ichs aus der WB noch richtig weiß) oder ob man dafür eine extra Qualifikation machen muss?
Zweite Frage:
Welche Fortbildung muss man besuchen, um DMPs abrechnen/anbieten zu dürfen? Gibt es eine, die ihr empfehlen könnt?
Ich danke euch im Voraus für alle hilfreichen Antworten, habt ein hoffentlich schönes Wochenende!
Dr.Wilson
15.02.2023, 08:52
Hallo, da ich langsam meine Innerezeit zum Ende bringen möchte, bin ich gerade am überlegen, wie meine weiteren Schritte aussehen. Als nächstes plane ich, in die Kinderarztpraxis zu gehen und der letzte Abschnitt soll dann die Hausarztpraxis werden.
Ich würde sehr gerne zwischenzeitlich noch Chirurgie mitnehmen (Wundversorgung etc.) und frage mich wie ich sinnvoll viel lernen kann. Ich habe das Gefühl dass mir die Klinik erstmal nicht so viel bringt, da klassisches Operieren und Stationsarbeit mir für die Hausarztpraxis nicht so nützlich sein werden? Ich habe mich daher gefragt ob es sinnvoll ist, in eine chirurgische Praxis zu gehen, hab damit aber null Berührungspunkte, was dort überhaupt gemacht wird? In meiner aktuellen (naiven?) Vorstellung denke ich, dass ich da vielleicht erstmal mitlaufen kann und nach und nach Patienten übernehme und eben Nähen, Wundversorgung, Einschätzung von Verletzungen lernen könnte? Hat damit jemand Erfahrungen gemacht? Reicht da ein halbes Jahr?
Ähnliches gilt für Dermatologie, ich habe das Gefühl in dem Bereich gar nix zu können und frage mich wie das in einer Praxis dann laufen soll/könnte? Im Prinzip bräuchte ich sowas wie eine bezahlte Famulatur für Chirurgie und Derma :-oopss
Und habt ihr Tipps wo und wie man in die Abrechnung einsteigen kann? Gibt's da gute Internetseiten oder Bücher?
][truba][
15.02.2023, 16:17
Chirurgische Rettungsstelle. Da lernst du eher nähen und Wundeinschätzung als in ner Praxis. Da kannst du die Fäden dann rausziehen (machen da aber eher Schwestern). Bei ner großen Praxis mit eigenem OP macht es vlt Sinn.
Erste Frage:
Kann mir jemand von euch sagen, ob man mit Facharztreife automatisch die gängige Abdomensonographie abrechnen kann, also die Ziffer 33042 (wenn ichs aus der WB noch richtig weiß) oder ob man dafür eine extra Qualifikation machen muss?
Zweite Frage:
Welche Fortbildung muss man besuchen, um DMPs abrechnen/anbieten zu dürfen? Gibt es eine, die ihr empfehlen könnt?
Ich danke euch im Voraus für alle hilfreichen Antworten, habt ein hoffentlich schönes Wochenende!
Für die Abrechnungsgenehmigung muss man einen Antrag stellen wenn man einen Kassensitz übernimmt. Also Nachweis für Sono Abdomen und Schilddrüse reichen die Zahlen aus dem Weiterbildungszeugnis (nach alter Weiterbildungsordnung)
Für DMP stellt man auch jeweils einen Antrag und muss einmal jährlich eine Fortbildungsveranstaltung zum jeweiligen DMP besuchen - zumeist bieten KV, Ärztekammer, IHF oder andere Veranstalter diese an bzw örtliche Qualitätszirkel schauen dass sie die DMPs auch abdecken in den internen Fortbildungen - jedenfalls ist es alles so in Hessen vermutlich aber auch anderswo.
Herma kann man gut im Selbststudium lernen. Das heisst natürlich Augen auf halten, beschreiben lernen (evtl. fotografieren) und sehr viel lesen bzw. Bilder anschauen, vielleicht sogar mal einen einschlägigen Kurs besuchen. (Viel anders arbeiten Wald- und Wiesenhautärzte auch nicht, therapeutisch ein wenig Cortison, Metronidazol und zwei, drei andere Sachen heilt fast alles;-)).
Oops, Fehlerteufel, ich mein natürlich "Derma".
Lululu95
16.02.2023, 12:07
Hi Leute, ich hab nach 2 Jahren Innere den Wechsel in die Allgemeinmedizin vollzogen zur Weiterbildung Allgemeinmedizin. Ich frage mich wieviel Adminsitrative Aufgaben im Rahmen der Weiterbildung "normal" ist. Ich muss am Ende des Quartals etliche Listen auf Vollständigkeit für die Abrechnung überprüfen. Ich habe das Gefühl, dass es nicht unbedingt ärztliche Aufgabe ist bzw. Die eines Weiterildungsassistenten. Also dass man es lernt finde ich wichtig, aber ich fühle mich so als würde ich die Arbeit einer MFA übernehmen. Was meint ihr?
Das ist nicht deine Aufgabe, das macht MFA. Ich habe nur die Ziffern eintragen, was ich mit dem Patient an dem Tag gemacht habe, aber keine Überprüfung der Listen am Ende des Quartals.
Ähnliches gilt für Dermatologie, ich habe das Gefühl in dem Bereich gar nix zu können und frage mich wie das in einer Praxis dann laufen soll/könnte? Im Prinzip bräuchte ich sowas wie eine bezahlte Famulatur für Chirurgie und Derma :-oopss
Ich habe im Studium Erfahrung in der Dermatologie sammeln können. Deshalb kann ich dazu ein bisschen etwas sagen.
Zunächst mal denke ich, dass es für einen Weiterbildungsassistenten der Allgemeinmedizin extrem schwierig bzw. nahezu unmöglich sein wird, eine Stelle in der Derma zu bekommen, wenn er sich auf dem freien Markt als angehender Allgemeinmediziner zu erkennen gibt. Es bleibt daher am ehesten die Möglichkeit einer unbezahlten Hospitation, die bei entsprechender Vernetzung sicherlich möglich wäre. Oder eben das von rafiki vorgeschlagene Selbststudium.
Dermatologie ist eines der Fächer, die auf einem einfachen Grundniveau recht schnell zu beherrschen sind. Richtig gut zu werden in der Dermatologie bedarf aber jahrelanger Erfahrung und Talent. Je nach Stadium der Erkrankung oder möglicher Vorbehandlung können sich die Effloreszenzen von ein und derselben Erkrankung unterschiedlich präsentieren. Lehrbuchwissen ist gut, hilft aber nur bedingt, verschiedene Therapieoptionen richtig einzuordnen. Gerade in der Dermatologie werden doch je nach Schule etwas andere Ansätze verfolgt.
Fotografieren ist zum Lernen sehr gut: Unklare Effloreszenz fotografieren -> Überweisung zum Hautarzt und dann aus dem Bericht des Dermatologen unter Rückgriff auf die Fotodokumentation lernen.
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